Herault.
-k- Hera ulr, (Anton), der Maler, wird imZer. unter den Art. Carls und Magdalena's,seiner Kinder, angeführt.
----- (Johann). Auch Bachot, Basanund Grignon haben nach ihm Bildnisse, Basan- B. dasjenige von C. I. von Castel- Abts vonSt. Pierre gestochen.
* Herbel, (Carl). Nach ihm hat E. Hainzel-mann die Bildnisse des Herzogs Carl V. von Lotha-ringen und seiner Gemahlin Eleonora, und A. deBlois wahrscheinlich eine Copie des erster« gestochen.
Herb in, ( ). Nach einem sonst unbe-
kannten Maler dieses Namens haben Denisot undMelan die Bildnisse des Kardinals Jac. Davy düPerron gestochen.
Herbst, (Johann Baptist). So heißt beyprange, ohne Weiteres, ein Kupferstecher, derum iTZo. zu Leipzig gearbeitet habe.
-. — (). Eben so ein Maler, nach wel-chem Bernigeroth das Bildniß der Christ. Mariavon Ziegler gestochen hat.
— — ( ). So endlich auch der Meßmer in
der Marienkirche zu Nürnberg. Derselbe war einerder letzten, der die Kunst, Glas zu malen, verstand.
Hercyberg oder Herzberg, (Godin),ein Edelmann; erhielt um 12ha. den Auftrag vonMarggraf Johann von Brandenburg, die StadtFrankfurt an der Oder zu bauen. Er wird vonklicolai, als der älteste bekannte Oberaufsehereines Baues in der Mark, angeführt.
Herd, (I.) So heißt irgendwo ein Künstler,der das Bildniß König Gustav Adolphs vonSchweden gestochen habe.
— — (Peter Joseph von), ein junger Künstlervon Antwerpen, erhielt auf dortiger Akademie in1806. den ersten Preis für architektonische Compo-sitionen. Oeffentl lJachr.
Herdan, (H.) So heißt, ohne Weiteres, einandrer Kupferstecher, der zu Anfang des XVlII.Jahrhunderts gearbeitet hatte.
Herdei, (Johann). Und so ein um i 5 i 6 . inPreussen verstorbner Maler aus Nürnberg, der unslediglich durch sein Bildniß bekannt ist.
* Here', ( ), Baumeister. I. C. Mar-
chand hat nach ihm gestochen.
Heremb erck, (Jacob), ein deutscher Buch-drucker zu Lyon gegen End des XV. Jahrhunderts.In seiner Offizin erschien dort in 1^88. eine: kere-Arinstion oultrsrnsr en Verrs salnts, vonblick. leHüen, Mönchen vom Berge Carmel, daserste französ. Buch mit gestochenen Kupfern, vonwelchem Hern ecke (läse Aönerals p. 164— 65 .)ausführliche Nachricht giebt, und vermuthet, fiemöchten, was den Stich betrift, des Verlegerseigene Arbeit seyn; so wie solche übrigens bloßCopien derjenigen Holzschnitte sind, welche auch inBernards von Breydenbach früherhin (1486.)zu Augsburg lateinisch und deutsch gedruckten (undsodann mit le Hüe's Werke verwebten) ähnlichenReise nach Palästina, gefunden werden, und näm-lich Abbildungen von Städten u. s. f. enthalten.
* Herforr, (Friedrich Göttlich), ein Bild-hauer, studirte in Italien. In 1696. kam er nachBerlin, wo er im dortigen Schlosse nach SchlütersModellen ärbeitete. Nach M. Daebelers Todeward er ^702. Hofbildhauer. Er starb 1708. M-colai. Im Lex. wird seiner erwähnten Modelleauch unter dem Artikel Backers gedacht.
Hergenroeder, (Georg Heinrich)), geb. zuOarmstadt 1706., wo er die Anfangsgrnude derKunst erlernte. Derselbe malte vornehmlich unter-irdische, bemooste Höhlen und Gewölber, oderalte verfallene Grabmäler, die er in Kuylenburgs
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Geschmack ausarbeitete und mit Springbrunnen ,Basreliefs und Staküen auszierte; dann auch sehrartige Landschaften, die er nach der Natur in denGegenden von Frankfurt am Mayn zeichnete.Dieser Künstler ließ sich zu Ofenbach haushablichnieder, wo er eine Zeichenschule errichtete, dievon dem Landesherr«, dem regierenden Fürsten vonJsenburg - Bierstein , unterstützt wurde. Erlebtenoch um 178g. Mensel Miscell. XIII. 48.
Hergenroeder, ein Kupferstecher zu Darm-stadt, (vielleicht des obigen Georg Heinrichs Sohip,lebte dort 1807. So eben bemerken wir, zu spate,daß er der nämliche Künstler sey, den wir bereitsoben, unter dem richtigern Namen Hengenroederangeführt haben.
Hering, (Jacob), ein Kupferstecher ausNürnberg, arbeitete an dem Hofe zu Hannover,und starb daselbst 1774. Von ihm kennt manneben Andern: das Bildniß des Arztes Welch.Verdries.
*Herisser, (A.) Derselbe hieß Anron.Ein Verzeichnis; meines seh Vaters führt von ihmeine Menge Blätter, meist architektonischen oderplastischen Inhalts an; darunter einige Grab-mäler (wie z. B. diejenigen des Kardinal Riche-lieu und Catherinens du Chemin, beyde nach F.Girardon), welche (Gandellini zufolge) alleeiner in VIII. Theilen verfaßten Beschreibung vonParis und dessen umliegenden Gegenden (ohneZweifel der schon im Lex. bemerkten TVcültecturstrsu^oiss von Blondel) eingeschaltet seyn sollen.Eben so arbeitete er auch für das schlechte Werk:Versailles immortalisLS (40.1720.), und für dasdagegen weit bessere von I. I. Granel's Hisroirsclo l'Hütel sto^al tle8 Invaliöss (^r. I'ol. 1726.)VonHistorischem dann kennt man von ihm besondersn. Blätter, die das Leben des H.Vinzenz de Paula,nach den Gemälden von de Troy, Restout, Feret,Andre' und Galloche enthalten, und von unsermHerisser und Scorin gemeinschaftlich gestochensind.
— — ( ), ein Sohn von Obigem, arbei-
tete in gleicher Kunst. Lksc.
Hdritter oder Leheritier, ( ), ein
französischer Künstler, gieng im letzten Dezenniumdes XVIII. Jahrhunderts mit seinem LandsmanneRedoure' nach London, wo sie sich mit der Kunstder Engländer, colprirte Blatter nur mit EinerPlatte zu drucken, bekannt machten. Neuereshaben wir von Heririer nichts vernommen.
Herlin, (Jesse), ein alter Maler von Nörd-lingen, Zeitgenosse von A, Dürer. Man sieht vonihm Altarstücke in der Hauptkirche seiner Geburts-stadt, von 1488. datirt: Eines, wo Herlin undseine vier Söhne vor der H. Familie knieen; dannChristi Geburt und seine Unterredung mit den jüdi-schen Lehrern, und endlich ein Ecce Homo. SeineFiguren sind zwar steif; doch ist die Anordnungsinnreich und gut gruppirt. Perspcktiv und Luftaber sind ohne Haltung Er starb 1610. Seinevier gedachten Söhne, Jesse, Joseph, Wilhelmund sJ. ssl. übten gleiche Kunst. Jesse', derjüngere genannt, bildete sich unter seinem Vaterund unter Gcheusfelin. Seine Arbeiten sind ganzdenen des erstem ähnlich, so daß man sie ehedem,wie die Gemälde seines Bruders Joseph, füreinerley Pinsel gehalten hat. Von ihm sind achtStücke an dem Hintertheil des Hochaltars in er-meldter Kirche, welche als Thüren die dortige Dild-hauerarbeit bedecken; sie stellen die GeschichteChristi bis zu seinem zwölften Jahre vor. An ihnensieht der Kopf Josephs, der überall vorkömmt,wie aus Einem Modell gegossen, sich immer voll-kommen ähnlich. Die Gewänder sind nicht zu steif,die Zeichnung herrisch, das Perspektiv hat mehrereHaltung als bey dem Vater, und das Colorit isthoch getrieben. Dieser Jesse' starb 1676. undhinterließ einen Sohn Friedrich, der die alte