Zz6 Herluyson
Herrera.
Orgel, alles in wehr erwähnter Kirche malte. Erwar aber nicht in die Fußstapfen feiner Vorelterngetreten; alles ist bey ihm todt > matt und ohneHaltung. Der zweyte Sohn des ältern Jesse',Joseph, malte gemeinschaftlich mit seinem BruderWilhelm das Nördlinger - Rathhaus in Frcsco.Man sieht daran ihre Zeichen mit den Jahrszahlen1667. und 71. Mensel Mus. X. ZZo—S1.
Herluyson, (Ludwig), ein Maler zu Hroyesin Champagne. Cl. du Flos, Sörin u. s. w. habenBildnisse dunkeler Männer nach ihm gestochen.
* Herman, (Franz Ludwig). So hieß einer-er Söhne des Malers zu Kempte», dessen das Lex.unter dem Art. Joseph Hörman's gedenkt. Erlernte bey seinem Vater, lebte nachwercs zu Con-stanz (1778.), und malte Geschichte in Oel undFresco. Meusel I.
* — — (Joseph), geb. 1735. zu Freyburgim Breksgau. Meusel I.
Hermann, (Christoph Friedrich), mit demZunamen von (Furrenberg, ein Kupferstecher vonKaufbettern; arbeitete zu Augsburg, in MartinEngelbrechts, seines Schwiegervaters, Verlag,von Seerren S.
— — (Georg). So nennt Gandellini einenuns sonst unbekannten Kupferstecher, von welchemer Blatter von Musivarbeiten und Goldschmied-Zierathen, doch bloß im Allgemeinen, und danneine unsrer Handschriften das Bildniß des Rechts-gelehrten Lheodoricus Steinmetzen anführt.
— — (Madame), geb. Wocher, eine Dilet-tantin zu Bern. Auf der dortigen Kunstausstellungvon 1804. sah man von ihr drey Pastellköpfe inLebensgröße, welche von einer sehr freyen Handund dem beßren Geschmacke zeugten. Diese gcist-und kunstreiche Dame starb im I. i 8 o 5 .
— — (Martin), ein Baumeister von Augs-burg; arbeitete um 1680. zu Wien, wo er sich inkunstreichen Wassergebäuden einen berühmten Na-men erwarb. Er starb daselbst 1716. voirSretrenS. i54-
— — (Paul). S. den Art. Stephan Luch-tenhagen.
— — ( d'). Nach einem sonst unbekanntenKünstler dieses Namens hat F. Ertinger ein Campe-ment bey Louvain 1677. gehalten, geatzt.
Hermes, (Jsaak), ein alter spanischer Maler,von dem uns aber nichts weiter bekannt ist, alsdaß er um 1687. für die Kathedrale zu Tarragonamit Ruhm gearbeitet habe. Fiorillo I V. i 55 .
Hermire, (l'). Nach einem uns sonst unbe-kannten Maler dieses Namens, der um 1704- ar-beitete, hat ein Ungenannter das Bildniß desPfarrherrn N. P. Guerats gestochen.
* Hermosllla oderHermonsrlla, (DonJoseph). Derselbe war Jngenieurhauptmann, undum 1760. ein Mitglied derjenigen Commission,welche die Ehre des Malers Don Diego EanchezSarabia gegen dessen Neider retteten, die seineHerausgabe von vortrcflichen Abbildungen deralten arabischen Palläste in Spanien behindernwollten. Fiorillo IV. 41/p
Hermoso, (Marquis de Monte), ein spani-scher Diletrante aus der Mitte des XVIII. Jahrh,der den Geschmack an bildenden Künsten schon vonseinen Voreltern geerbt hatte, und dieselben, gleichmehrern der damaligen Großen seines Landes, zuseiner Lieblingsbeschäftigung machte. Fre-illoIV. 3 gg.
Heroa. S. Heroy.
Heron, ( ), ein geschickter Glasmaler,
arbeitete gegen Ende des XVI. Jahrh, zu Paris,und war mit den Henriete's, Monnier, de Connet,
den Goutiers, Linard und Madrain, einer von denletzten, die sich in dieser schönen Gattung müGlück auszeichneten. "
Heroy oder Heroa, ( ), ein Bau-
meister , lebte m 177b. zu St. Petersburg und warein Mitglied der dortigen Künstler-AkademieTZernoullr IV. 127.
* Herp oder Harp, (G. V. van). Na»ihm hat Greenwood: rke kappy lamilv, s-wschönes Benedicite') , I. Taylor la CollaUonmsnlls, und G. Walker VLutretieu klsmanil,'uSchwarzkunst geschabt.
Herpfer, ( ), ein deutscher Kupferstecher
des XVlII. Jahrhunderts, von welchem Muverschiedene Bildnisse kennt.
Herr, (Johann van), ein holländischer Malerund Kupferätzer, dessen Lebensumstände unbekanntsind, von welchem der Winklersche Katalog einmit seinem Namen bezeichnetes und 1622. daiinesBlatt, einen alten Philosoph in einer wildenLandschaft, anführt.
— (Michel). Neben Anderin malte erdrey Altarblätter für die Spitalkirche zu Nürnberg,und 16. Sinnbilder in zween Sälen dieses Kranken-hauses, welche Johann Pfann (1626.) in Kupfergebracht hat. Dann haben I. A. Boener undSandrart nach ihm Bildnisse »«berühmter Männerund Frauen gestochen.
* Herrard, (Gerard Leonhard). S-Errard.
Herrera, (Alonso Perez de). So nenntFiorillo IV. 274—75. ohne Weiteres einen spani-schen Maler von Sevilla, und Mitglied der dorti-gen Akademie, gegen Ende des X VlI.Jahrhunderts.
— — Barnuevo, (Anton de), s-den Art.seines Sohns Sebastian.
— — (Bartholome' de), übte um 16Z9. dieBildnißmalerey zu Sevilla, wurde aber von deinnachfolgenden Franz de Herrera dem Aeltern,dessen älterer Bruder er gewesen seyn soll, weitübertrvffen. Fiorillo IV. 21Z.
— — (Christobal de). So nenntFionllolV.65 . ohne Weiteres, einen spanischen Maler zu An-fang desXVI. Jahrh, der gemeinschaftlich müdenGebrüdern Andr. und Alons. de Espinosa aus derNachbarschaft von Burgos, für die Kathedralkirchevon Palenzia Verschiedenes gearbeitet hatten.
* — — (Franz de), el viejo genannt, geb.
1676. wie es heißt ein jüngerer Bruder von Bar-
rholome', anfänglich ein Mitschüler (nicht, wiedas Lex. nach Palomino sagt, ein Schüler) desPacheco, bey Ludwig Fernande;. Dieser Künstlerlegte zuerst die Furchtsamkeit in der Führung desPinsels ab, den man in den Werken der altemAndalusischcn Maler bemerkte, zeichnete feurig undkräftig, und kann daher mit Recht als der Stiftereiner neuen Schule angesehen werden, der, nebenAndern, Diego Velasquez seine Bildung verdankte,bis er dann freylich dem Styl seines Schwagers,des gedachten Pacheco folgte. Der großen Schnel-ligkeit ungeachtet, mit welcher er arbeitete, darfman ihn dennoch nicht zu den Künstlern rechnen,die sich nur eine oberflächliche mechanische Fertig-keit erworben haben, und noch weniger zu denManierirten, deren ganzes Vermögen darin be-sieht, einen Kopf oder ein Gewand flüchtig YiMmalen. In seinen Werken befindet sich dumMonichts aufs Gerathewohi Hingeworfenes; alles istnach den ernsten Gesetzen der Kunst in vollkommenerMeisterschaft ausgearbeitet. Sein jüngstes Gerichbvon dem das Lex. spricht, ist ein vollendetesim ganzen Sinne dieses Worts: Die Gruppen stnovortreflich geordnet, haben Gleichgewicht und ver-einigen sich harmonisch; die Figuren sind voll UMund Ausdruck, und bef,ledigen zugleich die strengsten Foderungen der Zeichnung und Anatomie; ocTinten endlich sind sanft verschmolzen und me