5 Z 3 Herrliberger.
Hofmalers und trug ihm auf, verschiedene Ge-mälde aus der schwedischen Geschichte zu verferti-gen. A. Cordon hat nach ihm obbemeldtes BildnißJosephs II. gestochen. Ob dies der nämliche sey,der irgendwo unter den um 1806. noch lebendenflammändischen Malern genannt wird, ist unsunbekannt.
Herran;, (Franz), der zu Segovia blühete,und daselbst um 1680. viele Glasmalereyen ausge-führt hat, kann als der letzte berühmte spanischeMeister in dieser Kunst angesehen werden, vonwelcher er auch ein Buch schrieb, welches hand-schriftlich in der Bibliothek der Kathedrale seinerVaterstadt aufbewahrt wird. Fiorillo IV. 189. *)
* Herrliberger, (David). In den Co-pien nach seinem letzten Meister B. PUcart, ahmteer die Manier desselben oft bis zum Tauschen nach.Sein letztes (unvollendet gebliebenes) Unternehmenwar,die: ideus Topographie helvetischer Ge-birge, Alpen, Gletscher, u. s. f. wovon abereben nur das erste Heft (Zürich und Chur 177/,.)und zwar erst 1776. kurz vor seinem Tod erschienenwar. Seine 62. Ausrufer von Baselj(i749.) sind,zumal illuminirt, lustig zu schau'n. Mehrere seinerPlatten finden sich noch im Besitze seiner Erben.
* Herr mann. S. Herman und Hermann.
Herrneisen, (Andreas), ein Dildnißmalerum 1567. Nach ihm kennt man dasjenige desberühmten Meistersangers, Hans Sachsen.
Hernandez, (Aleyo). S. seiner Zeit ineinem Supplemente Fernande;.
— — (Alonso), ein spanischer Kunstsiicker,der mit andern berühmten Meistern dieser Gattungin ihich an dem Kirchenornate für den KardinalCisncros arbeitete. Fiorillo IV. 62.
— — (Franz), ein alter spanischer Künstler,der mit andern seiner Kunstgenossen, gegen Enddes XVI. Jahrh, die Handschriften des Escurialsmit Miniaturen zieren mußte. Fiorillo IV. 91.
— — (Marcus), wird von Fiorillo IV. i 56 .ohne Weiteres, als ein geschickter spanischer Sil-berarbeiter des XVI. Jahrh, angeführt.
— — (Thomas), wird von Ebendemselben(I. c. 172.) als ein spanischer Maler zu Anfangdes XVII. Jahrh, und Zeitgenosse von Carduchogenannt.
Heros, (Gomez de), ein berühmter spanischerGold- und Silberschmied, der um 1609. zu Se-villa arbeitete, wird, als solcher von Fiorillo I V.149. ohne Weiteres angeführt.
Hersene, ( ), ein neuerer französischer
Maler, Schüler von Regnault, der schon um 1800.einen zweyten Preis davon trug. Auf der Kunst-ausstellung zu Paris von 1802. sah man von ihm:Den in die bekannte Blume verwandelten Nar-cissus, Figur in natürlicher Größe; ein Gemäld,welches in den Xouv. äss Tlrts (II. 5-2-53.) be-schrieben wird, wo die leichte Ausführung undangenehme Farbe desselben gerühmt, und nur dieallzu blauligten Mitteltinten, ein Paar Harten anden Gliedmaaßen, und das All;uweibliche in demProfil und dem Kopfputze des Narcissus gerügtwurden. Eben so gab er für den Salon von i 8 o 5 .ein gtoßes Gemald: Achill, der die Briseis denHerolden des Agamemnons übergiebr, von welchemes 1 .0. IV. 117. heißt: »Es wäre freylich Manchesdaran auszusetzen; doch sey es mit einem breitenPinsel gemalt, und einem andern Werke eines H.Marlay vorzuziehn, der denselben Gegenstand füreben diesen Salon gemalt hatte."
Herr, (Johann van). So heißt irgendwo,ohne Weiteres, ein Maler von Antwerpen, derzu Wien gearbeitet habe.
Herrel, (Johann Wolfgang). Und so einKupferstecher zu Nürnberg, der dort im XVIII.
") Dieser Artikel, so wie die Art. Hernandez und H
Herz.
Jahrhundert gearbeitet hatte, und vielleicht derVater von Joh. Georg Herrel des Lex. war.
Herrerich, (Heinrich Joachim), Maler,geb. zu Hamburg 1772. Sohn und Schüler desnachfolgenden Joh. Andreas, arbeitete in Pastellund Miniatur und zeichnete sehr gute und wohl-getroffene Bildnisse, vorzüglich aber Landschaften,die er mit zartem stillem Sinn auffaßt, und äusserstwahr und lebendig in einer gefälligen und meister-haften Manier darstellt. So lautete es von ihn,um 1794. in den Hamb. R-N. S. 19-20. Seitherhaben wir nichts weiter von ihm vernommen.
— — (Johann Andreas), Maler, geb. inBayreuth 1725. »Dieser Künstler" (heißt es inden Hamb. L. A. S. 19.) »wurde ganz ohneAnweisung, was er ist. Sein Talent und dasStudium der Werke Anderer haben ihn zu einemgeschickten Maler in Oel, Pastell, vorzüglich aberin Miniatur gebildet. Er malt Portraits u. a, Ge-genstände, und zeichnet en Crayon. Nach Ham-burg war er um 1769. gekommen wo er bald vieleArbeit bekam." Dort lebte er noch um 1794. undhatte, neben seinem oben erwähnten Sohne, nocheinen Zweyten zur Kunst gebildet.
Hereschs, (A.) So heißt ein niederländischerKupferstecher, der um 1660. zu London gearbeitethat. Msc.
Hervieux, ( ), ein geschickter Künstler
in ciselirter Arbeit; ward um 1765. nebst vielenAndern, zu Auszierung der Kirche St. Sulpice zuParis gebraucht.
Herusse) (Robert). S. den Art. JohannBeuselin.
Herze, (de). Unter diesem Namen, der irgend-wo zum Vorschein kömmt, dürfte vielleicht deroben erwähnte Maitre Henry zu verstehen seyn.
— — ( )- Von einem Kunstdrexler dieses
Namens zu Paris, der zugleich Kriegskonimissairwar, sah man auf einer dortigen Industrieausstellungvon 1801. Bildnisse des ersten Consuls , seiner Ge-mahlin, und verschiedener großer Männer; dannVasen u. a. Xouv. clss Arts I. 371.
* Her;, (Donat). Von ihm kennt man, nebenAnderm, das Bildniß des Arztes Loren; Heisters.
— — (Georg),JuweliererzuNürnberg, st.i 55 s.
— — — — — der jüngere, Maler vonNürnberg, starb zu Danzig 1648.
— — (Hans), Maler, geb. zu Nürnbergi 55 g. starb 1689.
— — (Heinrich), von Grotten S. 114.führt ihn unter den Kunstschreinern an. Er ist i 5 äs.geb., und saß von i 585 . bis 1602. im innern Rathseiner Geburtssiadt.
* — — (Johann Daniel), der Vater, geb.1693. (ja nicht 1099. und somit auch nicht gest. i 6 Z 5 .wie der schreckliche Basan sagt), besaß mehr Genieals Geschmack. Kenner schätzen zwar an seinenArbeiten die reiche Zusammensetzung und kühneAusführung, vermissen aber die Harmonie imGanzen, und eine besser überdachte Beendigung.Und, was vollends an seinen Werken Aug' undGeschmack am meisten beleidigt, waren die elendenEinfassungen und vermeinten Verzierungen dersel-ben. Dessen ungeachtet erhielt er die Stelle einesDirektors der KK. Kunstakademie in seiner Vater-stadt. Er lieferte eine solche Anzahl Stiche, daß,zumal bey der ausserordentlichen Größe seinerBlätter, kaum ein ganzes Künstlerleben dafür hin-zureichen scheint. Rost II. 56 — 58 . wo einige der-selben angezeigt sind. Ein Verzeichniß meines sel.Vaters führt deren an die 100. an. Conf. dieKatal. von Brandes und LVinkler. Neben so vielAnderm arbeitete er auch für das Werk: Uscuell«les IVlarbrss antiguss, czul SS trouvsnt äans Indaleris ä Oresäe (1733).
ros stehen hier aus Versehen, und gehören zu S. ZO.