Herz.
»Herr, (Johann Daniels von H e r z b e r g(denn ja nicht anders hieß sich des altern JohannDaniels Sohn) der Kais. Hof- und Pfalzgraf,und Kaiser Franzens Hofkupferstecher, geb. zuAugsburg i/Z . Seinem Vater, dem er aberin der Kunst noch von Weitem nicht beykam,folgte er in der Stelle eines Präsidenten der Fran-ziscischen Akademie der Künste seiner Vaterstadt.Sein Entwurf einer akademischen Kadettenschuleerregte (wie das Lex. bemerkt) viel Aufsetzn, durchseine unerhörte Seichtigkeit nämlich, und wurdedaher auch in den damaligen Zeitschriften nachVerdienen gezüchtigt. Er setzte den Kunstverlagseines Vaters fort, und gab, neben Anderm:Tägliche Erbauung eines Christen, IN Be-trachtung seiner Heiligen. 4. Bd. 8 °. Wien /HZ.— A. Z. Lncomia Oboist!, 6 . lVlariss
VirAwis Ooslituulir üi^ssts per sinZulos sriniäies. 8°. ib. eoä. — Getters lDappenbelusti-qungen, 8. Th. m. K. gr. 4°. Augsb. 764. Men-sel l. nnd Rost II- 5 /. Er scheint um 1796. nochgelebt zu haben. Der winklersche Katalog fuhrt,uns unverständlich, an: Aoü. Da». Dertr: r-o»KrtLÜrrA, bis. Portrait inritule:
M. b. keiksustein p. N. Lcbnell kecit. öellsGravüre en maniere uoire.
— — (Joh. Jakob), Bildhauer zu Nürnberg,starb 16Z4.
— — (I.), wie es scheint ein neuerer Kupfer-stecher zu Nürnberg, gab in 1806. Neue ge-schmackvollere (wir wollen hoffen, daß dies buch-stäbliche Wahrheit sey!) Stickmuster, u. s. f.und Eben dergleichen, zum Weißnahen.
— — (Ludwig), Goldarbeiter von Nürnberg,arbeitete an dem Kais. Hofe zu Prag. Er starb 1628.
* — — (Matthäus), Johann Daniels desältern älterer Sohn. Derselbe würde ein sehrkünstlicher Kupferstecher geworden seyn; er starbaber 1746. im 19. Jahre seines Alters. Nicht un-wahrscheinlich ist es derselbe, den das Lex. ineinem eigenen Art. Matthias heißt, welcher nachBaumgarkner eine Madonna vom guten Rath,nach Cignani einen St. Benedict in der Wüste,und nach I. Hölzer einen Christus im Garten,gestochen hat. Msc.
— — (Tobias), Maler zu Nürnberg, starb1620.
Mehrere von diesen Künstlern Her; sind unseinzig durch ihre Bildnisse bekannt.
Herzbergk, (C.) So heißt irgendwo, ohneWeiteres, ein Künstler, welcher Bildnisse gestochenhabe.
, Herzinger, (A.), Maler und Kupferstecherin Aquatinta - Manier, arbeitete um 1802. u. 1804.zu Prag. Damals gab er ein schönes Blatt nachRubens: Einen Satyr, der eine Nymphe imSchilfrohr erhäscht (das Urbild im Besitze desH. von Arioli). Dann in 1802. gemeinschaftlichmit Pfeiffer, nach Füger: Den Erzherzog Karl vonOesterreich, der von seinem Ahnherrn, Rudolphvon Habsburg, die Heldenkrone empfängt; diesesw zwey Platten bearbeitet (Pr. fl. 6. Kr. 45 -).Späterhin noch (i 8 o 5 .) im Ritterschen Verlage zuDresden: Zwey Landschaften in erwähnter Agua-tmta-Manier; die eine: Der Buchenhain nachRuysdael (aus der Dresdner-Galerie); die andre:Die Vehmburg, nach Klengel. Und in 1807. ar-beitete er an einer dritten (diese gemeinschaftlich mitMechau und Klinsky) welche, auf vier Blättern,'"/wer orientalischen Gegend ein Denkmal ausKlopstock enthalten sollte.
Herzog, (Johann), ein Maler zu Augsburgum 1600. wird von von Stetten S. 270. ange-führt. Er arbeitete auf nassen Wurf.
. ^— (Michel Andreas), war um 1710. Hof-Heraldik-Maler zu Berlin. Verschiedene schöne,
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der Miniatur gleich, um damalige Zeit gemalteWappen sind von ihm. Ein solches Buch vonallen zum Königl. Preussischen Wappen gehörigeneinzelnen Theilen vortrcflich gemalt, befindet sichim Königl. Archive. M'colal.
Herzog, (Niklaus), ein Dildnißmaler zuBerlin um 1680. Er war des Andreas GanzenSchwiegersohn. Mcolai. ^
— — ( ). So hieß auch ein Maler zu
Wien um 1728. dessen bey Füßll (V. 53 .) beyläu-fig in David Anton Fossati's Leben Erwähnung ge-schieht, dem dieser Herzog Arbeit auftragen wollte.
Heschier, (Johann Adam). S. Haschler.
Hesghe, (R. de), ein sonst unbekannterKupferstecher, von welchem man aber verschiedenegeistreiche Blätter in der Schrift: kietra üelpsra^one findet.
Heß, (Carl oder Ernest Carl), jüngerer Bruderdes unten folgenden perers; Kupferstecher, geb.zu Darmstadt um 1760. Derselbe studierte ver-schiedene Jahre zu Mannheim und Düsseldorf,unter Kobell u. a. und befand sich bereits im I.1796. zu München als Kurfürst!. Hofkupferstecher.Er gehört mit unter die deutschen Künstler, welcheihrem Vaterlands Ehre machen. Unter seine be-deutendsten Arbeiten sind zu zählen: Sieben Blätternach so viel Gemälden von Rcmbrandt, und derberühmte Charlatan nach Douw, alle aus derDüsseldorfer-Galerie; dann: Christus, als Knabe,lehrt im Tempel, wieder nach Rcmbrandt, und:Eine Faunen-Gesellschaft nach Poussin, beyde ausder Münchner-Galerie, in Schwarzkunst; ferner:Eine in großcmStyl ausgeführte radirte Ansicht desenglischen Gartens zu Schwezingen. Rost ll. ZZ2.Diesen fügen wir noch bey: Seine Himmelfahrtnach Guido, ebenfalls aus der Düsseldorfer-Galerie,welche Füßli II. 25 i. in punktirter Manier zierlichgestochen nennt; besonders aber sein großes Blatt:Rubens mit seiner ersten Frau, beyde wieder ausgenannter Galerie, und wovon das letztre allerdingszu dem Schönsten gehört, was deutsche Kunst inerwähnten sreylich immer subalternen Manier ge-liefert hat. Eben so heißt es von einem seinerneuesten Blätter, einer H. Familie nach Raphael,(wieder aus der Düsseldorfer-Galerie), welche(1806.) in dem Zürcher-Iournal für Litteraturund Runst (Z61— 63 .) meisterhaft beschrieben ist:»Heß hat auch in diesem Blatte, das mit äusser-ordentlichem Fleiß und vieler Feinheit ausgeführtist, sich von neuem als einen geschickten Künstlerrühmlich erwiesen. Das Charakteristische der Zeich-nung und des Raphaelischen Ausdruckes ist mitgroßer Treue und Wahrheit wieder gegeben SeineArbeiten endlich in verschiedenen Almanachen, wiez. B. in dem Düsseldorfer des Predigers Aschen-berg, und in demjenigen des Predigers Mohn,sind ebenfalls vorzüglich beachtenswerth, so weites immer solche Kleinigkeiten seyn können. Lonf.über Einiges von ihm den Winklerschen Gant-katalog. Um 1807. (noch immer oder, vielleichtnach einiger Entfernung, aufs neue in München)arbeitete er an einem St. Hieronymus nach Na-phael, welcher von dem Galeriedirektor, H. Männ-lich , in Würzburg aufgefunden wurde.
— — (Carl Adolph Heinrich), ein vorzüg-licher Pferd- und Bataillenmaler neuerer Zeit, geb.zu Dresden 1769. Den ersten Grund im Zeichnenlegte er unter dem Kupferstecher Krüger, und wollteAnfangs dessen Kunst erlernen. Mein schon inseinem Sechszehnten lenkte sich sein Geschmack mehrzur Malerey, und trat er in die Schule von Klaß,unter welchem er bis in sei» Ei» und zwanzigstesdas historische Fach fieissig studirte. Endlich behieltvollends seine frühe Vorliebe für das Studium derPferde die entschiedene Oberhand. Diese Laufbahnverfolgte er nunmehr mit brennendem Eifer, undschwang sich endlich, sowohl durch sorgfältigesBetrachten der Natur als durch flcisslge Benutzung
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