Band 
Zweyter Theil, welcher die Fortsetzung und Ergänzung des ersten enthält.
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H o n d i U s.

Honthorst. 567

nicht issj- wie es bey Rost heißt, sondern ungefähr-o Künstler, die übrigen meist durch Stand oberWissenschaft berühmte Personen sind. So z. B.von unserm jüngern das sehr schöne des Kardinalsvon Richelieu (16Z4.). Dann Rost >. c. 261^-62.von Ebendemselben mehrere große Landschaften,nach seiner eigenen Zeichnung; die vier Iahrszeiten,nach Brill; eben dergleichen, nach P. Stephani(beydes schöne Folgen); die zwölf Monate, ohneNamen des Malers oder Zeichners. Von histo-rischen: Die Jünger von Emaus, und St. Paulnach Melita verschlagen, nach E. Mosiaert; derjunge Tobias mit dem Engel, und Johannes inder Wüste, nach E- de Säen. Von Gattungs-stucken: Zwey Blatter mit trunkiien Bäuerinnen,einen Dubelsackspieler, .und Narren mit ihrenMarschallsstäben, nach dem Hollen-Breughcl;endlich eine Ansicht vom Haag (Lurch bloll-ilniiss),wieder nach Saens Zeichnung. Auch kennt manvon ihm eine i 6 (, 4 - dat. gute Copie des Eulenspiegelsvon kucas von Leyd'en. Das Buch von der Per-spektiv (1622. oder gar 25 . gedruckt) muß ebenfallsvon unserm Heinrich seyn, da Heinrich der Alteschon in 1610. verstorben war, und überhaupt derunftige diese Wissenschaft von seinem darin er-fahrnen, gleich folgenden Vater lernen konnte.

* H 0 ndius, (Jodokus), Heinrich desJüngern Vater. Die bürgerlichen Unruhen inHolland nöthigten ihn, seine Zuflucht in Englandzn suchen« Als ein gelehrter und arbeitsamer Mannfand er zu London vielfältigen Verdienst. Dortverfertigte er mathematische Instrumente, und stacheinen ganzen geographischen Atlas, der aber niehochgeschätzt war. Er verheyrathcte sich daselbst,und gieng bann mit seiner Familie wieder nach demHaag zurück, wo er auch 1611. verstorben ist. Nochkennt man von ihm : Die Karten zu Fr. Dnrke'sReise nach dem Gelobten Land; eben desselben, unddes Seemanns Th. Cavendish artige Bildnisse;ferner Leichenzüge und Epitaphien / und endlich denschon im Lex. bemerkten Prospekt der Stadt London(Mo.), welchen GsndeUüii einem Iofse' Hvn-bins giebt, der aber eben mit unserm Iodokuseiner und derselbe ist. Rost V. 260-61. u. cklec.

* - — (Wilhelm), Zeichner und Kupfer-

stecher, des jünger» Heinrichs Sohn und Schü-ler, geb. um 160a. (Winklest hat durch Drucker-fehler 1660.) Er hatte lange Zeit im Haag gear-beitet, und begab sich darauf nach Danzig, wo ermeistens Bildnisse großer Herren, theils nach seinereignen Zeichnung, theils nach Andern gestochen hat,die zwischen 1620. und 62 datirt sind, und vonwelchen Rost V- 26Z. dasjenige des Prinzen Morizvon Oesterreich ein vortrefliches/ der Katalog vonBrandes das des Admirals der WestindischenCompagnie, H. C. Longkius, nach I. Mytens,ebenfalls ein sehr schönes 'Stück, und Warelerdas des Malers Franz Franks des jüngern einesder schönsten nennt, welches nach Van Dyck ge-stochen worden. Hinwieder kennt man, nach ihm,ein Blatt von E. de Praet, welches wir irgendwo:Invention stu trunsport sie tsrrs ä OnnchiZ par6. van lflaerlinZen, rubrizirt finden.

Uebcrhaupt heißt Wareler diesen Hondills einender bcßten Stecher, die sich zu den Zeiten Rubensbildeten; nicht weniger bewundernswürdig wegender Kunst, den Charakter des Meisters beyzube-halten, als wegen der Feinheit und schönen Farbeseines Grabstichels, und sagt namentlich von demoben angeführten Bildnisse von Fr. Franks : „ DerKopf ist lebendig, ein Aermcl von Seidenstoff mitder größcsten Kunst und zugleich ohne alle An-maaßung dargestellt. So gravirt man nicht, wennwan sich bloß kalt vornimmt, schöne Taillen zumachen; aber so läßt sich ein wahrer Künstler vondem Feuer eines andern Künstlers erwärmen." *)

Hondt, (P. de). Nach oder von einem unssonst ganz unbekannten Künstler dieses- Namensfinden sich zwey Pläne von den Schlachten beyRoßbach und Minden, ich/, nnd 5 g.

ch — — ( de). Ebenfalls von einem solchenNamen zeigt man historische Tafeln in einigenKirchen zu Brüssel/ welche kaum einem der obenangeführten Hondius oder de Hondt zuzueignensind.

* Hone, (Nathanael). „Es ist" (heißt esirgendwo) „etwas Leichtes in seinen Figuren, dassie zu angenehmen Gesellschaftern macht." Von ihmselbst hat man ein schönes und seltenes Schwarz-knnst-Blatt: Oeux lVloines foissnc ripsills. Mo--rac/rnM rrenr/rrcri cucü//n5. Hinwieder haben nachihm Baille: Nbs ?lpjn§ 60g? Lamillüs klone;Dlckinsvn klir chnes klare, Finlayson die MißMcrcalfe mit ihrem Hund, und die SchauspielerinZamperinl, im Charakter der Cöchina; FisherHone's eigenes Bildiriß ; Greenwod dasjenige des( aplans G. Whikeficid; Z. R. Smith das desDr. W Sclater und tbs Zpartan I)o^ (letztresauch Ts-Hnmphrey); Watson endlich tüs DrilcciusrNsn, lauter schöne Blätter, geschabt.

und ck^c.

* Hongre, (Stephan le). In die Akademie

wurde er in 1668 aufgenommen. Dandre' Bar-don führt von ihm, neben Andcrm, eines der vierBasreliefs an der St. Martins-Pforte zu Parisan, welches bey de Fonrenai brillant ausgear-beitet und componirk genennt wird. Nach ihm hatEvelink die Statue der Luft (7, hoch zu Versaillesin Marmor, nach le Bruns Zeichnung , und Tho-massin ebenfalls, theils dieselbe, theils dreyandre, unter X ° g 5 , i/jä—)6. sej„er bekanntenelenden Sammlung gestochen, le Hopgre's be-rühmtestes Werk seiner Rittersta'tüe Ludwig XIV.Wurde zwär noch während dem Todesjahr dösKünstlers (1690.l zu Paris gegossen, aber erst in1725. zu Dijon ausgerichtet. ll. i 58 .

Honig, ( ). So heißt irgenwo ein

deutscher Bildnißmaler, der um 1775. gearbeitethabe.

Honndt, (Alex. Rom.), Maler, Schüler vonRegnault, lebte im I. 1800. in Rom, als Zöglingder dortigen französ. Akademie. Auf ihrer Kunst-ausstellung desselben Jahrs sah man von ihm einenEntellus, der nach seinem Streit mit Darcs denStier tödtet; ein historisches Gemäld über Lebens-größe. Die Gemahlin des Königes Candankes imBad; eben so. Copie der Vierge an Cbardonnerctvon Raphacl. Eine andre frühere Arbeit von ihm,Pyramus und Thisbe', wie sie tobt von ihrenEltern gefunden werden, wurde ebenfalls gerühmt.Fiorillo III. 5 o 5 .

Honneee, (Joh. Franz), geb. zu Blamont inLothringen 17Z5. lernte von sich selbst die Pastellsund Miniakur-Malercy, worin er schöne Bildnissemit weichem Colorit verfertigte: Er ließ sich 176Z.zu Frankfurt am Mayn häuslich nieder; that aberauch Reisen gen Wien, May»; u. s w. wo er anden dortigen Höfen arbeitete. Dieser Künstlereignete sich auch die Wstdcrerfindnng der Wachs-malerey zu, und lebte noch 1790. Hüsgen N-Ausg S. 4 c> 4 -

Honorat,( ). Unter diesem Namen fin-det man das Bildniß des St. Vincenz de Paulagestochen'. flLc.

Honrado, (Julian), wird von jsi'orillo (IV.i 55 .) ohne Weiteres, als ein spanischer Malerdes XVI. Jahrhunderts genannt.

* Honthorst, (Gerald). Dieser Künstlet,der bekanntlich in Italien sich einige Jahre aufent-

Nach allen dicken Artikeln von der Familie Hondius müssen diejenigen des Ler. (wo namentlich, wie auchanderwcrts, die beyden Heinrich nur Eine Person ausmachen), theils ergänzt, theils berichtiget werden.Nach welchem aus dieser Familie das von I. P. le Bas schön gestochene irdische Paradies sey, auf dem d.rMaler: o,M-ou« u« 't'eweis heißt, ist uns unbekannt. Der Katalog von Brandes glaubt, allenfalls»>'ch Abraham.