Band 
Zweyter Theil, welcher die Fortsetzung und Ergänzung des ersten enthält.
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568 Honthorsi.

hielt, gehörte zu denen, von welchen Fiorillo I.187—88' sehr richtig bemerkt: Daß sie jenen Ge-schmack auch im Ausland verbreiteten, der damals,vorn höchsten Grad des Manierirteu und den will-sichtlichsten Ausschweifungen der Phantasie derArpino's und Merigi, in jene sclavisch treue Nach-ahmung der Natur des Caravaggio verfiel. — Einbesseres Lob indessen giebt ihm Lanzt l. 488. dervörderst seinen Zunamen ckeile Xotti daraus her-leitet, daß fast alle seine Bilder vom Kerzenlichtbeleuchtet waren; dann aber bemerkt: Daß ervon Caravaggio nur seine Carnation, sein Leben,seine großen Schatten- und Lichtmassen entlehnthabe; dafür hingegen in den Umrissen genau, inden Formen gewählt, in den Bewegungen graziös— und kurz würdig seyn wollte, auch geistliche Ge-schichte mit Anstand zu malen; wie man davonvielfältige Beyspiele, namentlich auch in einemsehr schönen Christus vor Pilatus in der GalerieJusiiniani sehen könne. — Seine guten Sitten undManieren verschaffte» ihm überall Zutritt bey denGroßen, und er hatte die Ehre, mehrere Prinzenund Prinzessinnen in der Zeichenkunst zu unterrichten.Zuletzt ließ er sich im Haag nieder, mit dem Titel:Maler des Prinzen von Oranien, für den er vielin dessen Schlössern, hauptsächlich. inBusch gear-beitet hat; und eben so für den Kurfürst FriedrichWilhelm von Brandenburg. Der Rentmeister zuEleve zahlte ihm daher bloß in 1640. für 16. Bild-nisse des Kurfürsten und 20. Bildnisse der Kurfürstiu262L.Rthlr. Und um 1664 hakte er abermal für i8(ro.holländische Gulden Werke für diesen Hof geliefert,welche Summe aber erst 1666. entrichtet wurde.Von ihm selbst kennt man ein in malerschcm Ge-schmacke geätztes Blatt: Das Danket des Neptun.Hinwieder hat man nach ihm eine ziemliche AnzahlBildnisse, meist von fürstlichen Personen, welche

I. Brouwer, C. van Dalen, I. Houbrakcn, P.Jode, C. Queborn L. Saillar, P. Soutmann,

J. Suyderhoef, und besonders C.Visscher gestochen

haben. Von historischen dann führen theils derLVinklersche Katalog, theils ein Verzcichniß mei-nes sel. Vaters einen todten Christ, von den heili-gen Weibern und Engeln beweint, von Pontius,und Loth mit seinen Töchtern, ein schönes Blattvon I. G. Müller (1782.); eine Dianenjagd, ohneNamen des Stechers, das übrige dann Gattungs-fiücke von.Aubry, Bloemaert, Blookeling, VanDalen, F. Gebhart, P. Meyer, C-de Paas u. s f.theils geschabt, theils gestochen an, von welchenbilial Uist^ von F. Gebhardt zu den bedeutendstengehören dürfte, und ein andres, wo ein Mann miteinem Glas Wein in der einen, und mit Geflügelin der andern Hand von einer Weibsperson hinterihm (wir wollen hoffen, der Koch von der Könsin)geliebkost wird, wegen der Unterschrift: Lo-tt/ro--Ltinv. so. st exc. zu bemerken

ist. In der Schrift: Lvinkelmann u. s. Jahrh.(S. 176.) heißt es in Betreff des Mittels, dessendieser alte Künstler sich bediente, um die mächtigeWirkung, welche er beabsichtigte, zu motiviren:Daß seine Werke daher noch jetzt als Muster indiesem Fach angesehen werden.

^Honrhorst, (Wilhelm). Derselbe kamum i 65 c>. mit der Prinzessin Louise Henriette vonOranien, Gemahlin des Kurfürsten Friedrich Wil-helms nach Berlin, wo er Bildnisse sowohl alsHistorisches, besonders zu Oranienburg malte. Um1664. gieng er wieder nach Holland, wo er (derNachricht im Lex. entgegen) schon um 1666. ge-storben seyn soll; denn in diesem Jahre ließ derKurfürst seinen Erben 2000. ihm noch rückständigeRthlr. zahlen. He 1 necke sskachr. I. 55.

setzt ihn ebenfalls wenigstens um 1676. irrig nochunter die Lebenden.

* H 0 nuphrrls, (Crescent). S. Gnofri.

— — tFranz de). S. Ebendas.

Honyer, ( ),ein vorzüglicher Miissatur-und Pastellmaler, welcher Bildnisse für verschiedeneHöfe arbeitete, lebte zu Kopenhagen im I. i8oi>Mrc.

Hooghenberg.

Hooch, ( ). So heißt irgendwo, ohne

Weiteres, ein Maler von Früchten, SchneckenInsekten, u. s. f.

H 0 0 g, (I.) Und so nennt Basan (L<l.einen Kupferstecher, der um 1784, nach Wheatlyu. a. gearbeitet habe. ^

Hoogers, (H.), ein junger Künstler vonNimwegen, concurrirte im J. i 8 o 5 . um den Preis'der Gesellschaft Felix Mcritis zu Amsterdam, jmFacke landschaftlicher Ruinen, durch Darstellungder Ueberreste der Kapelle des Falkenhofs zu Nim-wegen.

* Hooghe, (Roman de), geb. im Haag »in1608. (Basaii stick. ssc. sagt wohl irrig 1620.) DenPinsel vertauschte er bald mit der Nadel. Wen,«Künstler haben diese mit mehr Geist und Freyheitgeführt. In seinen Werken findet man überall vielEinbildungskraft. Nur zu oft aber ließ er sichdurch diese hinreisten; daher enthalten seine großenCompositionen meist unzusammenhängende Gedan-ken, und wenig Richtigkeit der Zeichnung; Fehler,die sich besonders in den allegorischen Stückenzeigen, welche er auf die politischen Begebenheitenseiner Zeit machte, wo er nebendem oft eine sehrgemeine und übertriebene Satyrc (ungefehr inrGeiste der niederländischen Prediger seiner Zeit)anbrachte. Die ächten Wirkungen von Licht undSchatten verstand er wenig; seine Figuren sindgewöhnlich auf einander gehäuft, und ohne rich-tiges Verhältniß zu einander. Dann aber ist da-für alles bey ihm in Bewegung, und ein Aug,welches Ruhe und Einfachheit sucht, findet sie danirgends. Rost Vl. 210— 15 . führt seine vor-nehmsten Blätter, der LV-nklersche Katalog dann,und ein Verzeichniß meines sel. Vaters weit meh-rere, über 80. an, die von 1667—1704. datirt sind.Vörderst einige Bildnisse, von welchen das desAdmir. Ruyters bey Rost vortreflich heißt. Danneine Menge historischer und allegorischer Blatterauf die Ereignisse seiner Zeit und besonders seinesVaterlands, worin, bey Gelegenheit, vornehmlichder Franzosen nicht geschont wird, (z. B. Spiele!cksr strsuc Viran^s op cke kkollsnckschs Dorps167Z ); ferners ein sehr großes (Schlacht zwischenden Polen und Türken) welches höchst selten seynsoll; Ansichten von Städten u. s. f. Dann vonganzen Folgen: Z B. ^cta Tsopolcki Imp. neenori jobann. III. ste^is ?ol. props obssssam aNurcis Visnuam sie. n. Bl. — Modische Fi-guren von Herren uud Damen des XVII. Jahr-hunderts. (12. Bl.) — stlieroZI^pkica (Denkmälerund Hieroglyphen alter Völker) 4 -^mnteI. 1744. -Kupfer zu der Bibel, mit Basnage's Auslegung(Fol. Amsterd. 1704.) — Vignetten zu einem Lucrcz,ohne seinen Namen. Einige seiner Blätter sindvon A van Laan, Heckhuiscn, und W. Schellingsgezeichnet. Von crsterm z. B. ein Blatt mit derAufschrift: Die wichtigsten Veränderungenvom Jahr 1727. welches Datum (und noch mehrein oben angeführtes von 174-ft) mit seinem ange-gebnen Geburtsjahr nicht bestehen können. Eineinziges Blatt endlich: ^Vuncksrlike verancksrinZein cks versenke dleckerlaricks 167Z. etc. scheintnach ihm gestochen zu seyn und nämlich mitA. Xor-rio« sec. einem uns sonst ganz unbekanntenNamen, bezeichnet.

* Hooghenberg, (Ambrosius oder Abra-ham, und Franz). Öb ein irgendwo genannterKnnsiverleger Ab- Hogenberg, bey dem maneine H. Familie von A. Floris fand, mit demunsrigen Eine Person sey, ist uns unbekannt. Vonunserm Ambros. oder Abrahartt nennt der Gant-katalog von Brandes (seltsam bey der englischenSchule) das Bildniß des Pfalzgrafen vom RheinWolfgang Wilhelms, zu Pferde, nach M Geldropdem jüngern. VonFranz dann kennt man, neben demim Lex. von ihm Bemerkten: Die vier Iahrszeiten,mit dem Titel: Orolsriss pour ckss nuvragesck'Orksvrsrie. Auch arbeitete er mit Georg deBruyn an dem Nkeatro Orbium. Der LcichenM