Band 
Zweyter Theil, welcher die Fortsetzung und Ergänzung des ersten enthält.
Seite
569
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Hooghenberg.

Mlic, Friedrichs von Dänemark endlich, dessendas Lexikon gedenkt, datirt sich von i 588 . Mrc.

---Hooghenberg, (Hans oder Joseph).Von ihm, als Kupferstecher, kennt man mehrereBildnisse, wie z. B. der Königin Maria Stuartvon Schottland, mit der Unterschrift: Mors via,sci sstra. Ein Paar andre s. bey Der

Antheil an dem Dttegtrum Ilrbium, dessen dervorhergehnde Art. gedenkt, wird von Einigen ihmzugeschrieben.

— — (Remigius> So heißt auch irgendwoein Kupferstecher, der im XVI. Jahrhundert inEngland gearbeitet haben soll.

Hooghstoel, ( ). So heißt im (Ama-

nscli clss Leanx-Hrts von 180Z. ein damals inParis lebender Bildnißmaler, der dort zugleichunter der Rubrik der Gemälde - Resiaurakorcnerscheint.

* Hoogftraeten, (Johann von). St.E- zu Wien, nicht zu Venedig, wie Heyden-reich Vienno übersetzt.

Hooker, (W.). Ein Englischer Künstler,Schüler des deutschen Blumenmalers Bauer, inDiensten des Königes, hat um i 8 c> 5 . ein prächti-ges botanisches Werk, unter dem Titel: Uarsäisnsboii-linsnsis angefangen, welches ausgemalteNachbildungen von neuen und seltnen Pflanzenenthält, die in der Gegend von London gcbauetwerden. Oeffeiitl. rssachr.

Hope, (Thomas). „Der reiche Th. Hope''(heißt es im Tüb. Morgenbl. 1807. S. 563 .)„läßt jetzt ein Werk, mit dem Titel drucken: Haus-gerache und Hausverzierungen, nach seineneigenen Rissen."

* Hopfer, (Bartholome). Nach ihm habenBartholome und Philipp Kilian Bildnisse dunkelerMänner von Augspurg und Nürnberg gestochen.

— — (B.). ? So nennt Heinecke (Illös

— — (C. B. )H Zänörale p./jgr.) zwey unssonst unbekannte Kupfersiecher, die er von denübrigen Künstlern dieses Geschlechts, und nament-lich von den gleich folgenden drey Brudern be-stimmt unterscheidet, von welchen indessen derletzt« in ihrer Manier gearbeitet haben, erstreraber jünger seyn soll.

— (David oder Daniel, Hieronymusund Lambert). Söhne eines Malers von Kauf-beuren, wahrscheinlich alle Goldschmiede, geb. um1)00-12. und arbeiteten in den I. i 5 i 8 —60,Ihre Blätter scheinen nicht in Kupfer sondern inEisen geatzt, und David oder Daniel (dennnoch ist sein Name ungewiß) der flcissigste unterihnen gewesen zu seyn. Uebrigens waren alle ihreArbeiten von fast gleichem Werthe. Ihre Zeich-nung ist sehr gothisch; die Figuren sind noch ziem-lich gut zusammengestellt, aber die nackendenTheile äusserst unrichtig. Die Freyheit und Leich-tigkeit ihrer Radirnadel ist ihr größtes Verdienst.Kunstliebhaber sammeln vorzüglich die Blätter,welche nicht nummerirt (d. h. nicht von derSammlung, welche David Funk um 1600. ver-eint aus Licht gegeben), und somit die beßtenAbdrücke sind. Das Vorzüglichste von Jedemfuhrt Rost I. 197—202. an. Von David oder Da-niel, z. B. David enthauptet Goliath, nach Ra-phael; ein (seltenes) Bacchanal, nach Mantegna,und ein Dildniß Luthers, im Profil, nach in der-Mönchskappe (1225.) mit einem gewissen — fastuntrüglichen Gepräge der Wahrheit und der vor-treflichen Unterschrift:

Des Luthers Gestalte mag wol verderbsnn.

Sein christlich Gemuet wird nimmer sterben«.

-Dünn die drey guten Juden, die drey gutenEhristcn, und die drey guten Heiden, nach H.

Hopfer. 569

Vurgkmair. — Ein großes Dorf-Fest — zweyFrauenzimmer, welche in einen Spiegel sehn; hinterihnen der Tod und der Teufel — Alte Frau miteinem Krug und einem Stock voll Würste; umsie her sieben nach der Hoboe tanzende Figurenmit Schellen, u. s. f.

Hiernachst von Hieronymus, dessen Vertragetwas weniger gothisch war, der Verschiedenesnach Dürer kopirle, dabey aber mehr auf Wir-kung als auf Richtigkeit sah. Auch die Blattervon feiner eignen Erfindung sind nicht ganz ohneVerdienst. So z. B. sind sein Franz von Sikin-gen, Halbfigur, mit der Jnnschrift:

Llleill 60t sti Illr-. I i'ed steN gemeine Niecr (Niest,Nutz). Leset,irm die Oer-bekrigkeic;

Dann ein anderes Bildniß des Ritters WolfgangJurigen von Toledt, ein drittes des Erasmus',und ein viertes des Rechtsgelehrten Leop. Dickius;eben so schöne als seltne Blatter. Nach Dürernennen wir den St. Hubert und die große Kanone;nach Raphael einen Bacchus auf dem Weinfasse,oben den Pabst der den Segen spricht >. sehr selten);nach Jul. Romanus eine Romerschlacht; undendlich einen großen Altar in Pyramidalform,mit Gegenständen aus dem N. Testamente, und,neben Hopfens seiner, b«tr Unterschrift:

Uabridus kso. (gezeichnet) i5i8. ein großesStück in zwey Blättern, aus dessen Arbeit Rost:vermuthet, daß dieser Adler Lehrer der GebrüderHopfer gewesen sey.

Endlich von Lambert, der aber nicht das Ta-lent seiner Bruder hakte, und ebenfalls Verschie-denes nach Dürer's Holzschnitten atzte. Zu seinemBeßten noch gehören z. B. ein Passion in 18.Biättern, eben nach Dürer (bey He in ecke Lss.Lssachr. 17I—74. verzeichnet!; dann auf EinemBlatt in drey runden Einfassungen: Ein Mannder eine Frau liebkoset, der Tod des Paris aufdem Jda (die drey nackenden Göttinnen vor ihm),und ein betender St. Hieronymus; vier schoneLeuchter, jeder unken mit einem Arabesken-Band,nebst wenigen andern.

. Eine gute Litteratur über die Arbeiten aller dreyBruder s. in den Vinklerschen und Brandes-schen Gantkatalogen.

* Hopfer, (David u. Thomas), die Bildniß-maler. Nach ihnen haben, wie nach Bartholome,die beyden Kiliane (Barth. und Phil.), erstrerz. B- (1682.) nach Thomas das Bildniß desTübingischen Rectors Benedikt Hopsers gestochen.

— — (G. T.). Nach einem solchen hat G.A. Wolfgang das Bildniß von I. A. Osiandergestochen.

* — — (Johann Vernarb Gottfried). Men-sel II. giebt 17:6. für sein Gcburthsjahr an.Auch für die Professoren Meckel, Walther undMeyer hat er mancherley Anatomisches gezeichnet.St. 1789. zu Berlin, mit dem Titel eines Kön.Preussischen Wappen-wie auch des Johanniter-Ordens Maler, und Zeichner bey der Königl.Akad. der Wissenschaften. Nach Ebendems.Mus. VII. 94. kam er 1764. nach Berlin. „Dieserin seiner Kunst große Mann" (heißt es dort)„zeichnete aus dem ganzen Umfang des Natur-reichs, es Mochten Thiere, Pflanzen oder Mine-ralien seyn, und alles, was ihm von mathema-tischen und physikalischen Instrumenten vorgelegtwürbe, mit so großer Vollkommenheit, daß ersich den ungetheilten Beyfall des Publikums unddie Achtung der Kön. Akademie erwarb. SeineArbeiten waren ohne alle malerische Pracht, inhöchstem Grabe kraftvoll, ganz Natur, und ebendeswegen unnachahmlich schön.

* — — (I. G-). Nach einem solchen hatB> Vogel das Bildniß von G- Fried, von Kuns-berg gestochen.

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