Hormann.
Hermann, (C. Friedrich). Von einem Ku-pferstecher dieses Namens führt Gandellim eine
Dreyfaltigkeit an.
— — (Franz Georg), nicht unwahrscheinlichm obigen Horemanns gehörig, studirte um 1770.auf der Künstlerakademie zu München.
Horn, (Clemens), von Solingen. DiesenNamen findet man auf verschiedenen in Berlinvorhandenen Degenklingen, die von i 636 bis i 65 o.verfertigt, und wovon theils die Klingen, theilsdie Gefäße, sehr künstlich in Eisen gearbeitet find.Hicolai.
— — (M.) So hieß um 1670. ein polnischerMünzmeistcr.
Hsrneburg, (Friedrich), ein Baumeister,arbeitete zu Anfang des XVIll. Jahrhunderts zuBerlin am Schloß und andern Gebäuden unterEosander und van Bott. M'colai.
Hornemann, ( ), ein berühmter däni-
scher Miniaturmaler, lebte im I. 1804. zu Kopen-hagen. Früherhin (1799 ) hatte Meno Haas nachihm die Bildnisse des Königs Friedrich Wilhelmvon Preussen und der Königin Louise vortreflichin Schwarzkunst geschabt. Deutsche Runstbl.(Anzeig. S- n.)
Horney, ( ). Von einem uns sonst un-
bekannten deutschen Künstler dieses Namens sinddie 3 oo. illuminirten Abbildungen zu I. Elaznarurhiftorlschem Bilder-und Lesebuch, wel-che 8. Jena 804. bey Fromann erschienen waren.
Horn ick, (Erasmus), ein Kupferstecher vonNürnberg, gab um^ i 565 . eine ziemliche Anzahlwohlgezeichneter Blätter aus Licht. Man findetsein Monogramms bey Christ S. 172.
Hornung, (Jacob), Goldschmied in Nürn-berg, geb. 1637. lebte noch 1676. und ist uns übri-gens einzig durch sein Bildniß bekannt.
Horst, (C. H.), ein geschickter Ingenieur undBaumeister aus der Neumark gebürtig. Er arbei-tete unter Gerlach und nachher unter Knobelsdorf.Der Gräflich Finkensteinische Pallast in Berlin istzum Theil, und der Garten ganz von ihm. Wegenverschiedenen Kränkungen verließ er diese Künste,und ward holländischer Legations-Secrerair zuBerlin um 1740. Mcolai.
— — (Gerard van der), ein niederländischerLandschaftsmaler, blühete zu End des XVI. undzu Anfang des XVII. Jahrhunderts. Nach ihmkennt man eine Folge sechs schöner, mit Figurenund Gebäuden staffirter Seeprospekte, von welchenI. van der Velde 5 . und 1. Corn. Visscher (1628.)gestochen hat.
* — — (Niclaus van der). Nach ihm führtMnkler einen Leichnam Christi, von den H. Wei-bern beweint, von einem F. V. W. geätzt, undzwey Grabmonumente der Htz. I. B. Testis, Vaterund Sohn, von Galle gestochen — dann ein Ver-zeichniß meines sel. Vaters etliche Bildnisse, nebenandern dasjenige der Königin Maria von Medicis,von Vorstermann, an.
^ — S. auch Horst.
* Horremels, (Friedrich), dessen im Lex.unter dem Artikel seiner Schwester gedacht wird,geb. um 1688. zu Paris, wo er beständig arbeitete,und sich unter dem damaligen Haufen von Stecherndurch das Markigte auszeichnete, welches er eini-gen seiner Arbeiten zu geben wußte, »und andrehingegen" (sagt warelet) »aus Furchtsamkeitund Liebe zu übertriebener Reinlichkeit nur allzusehrvernachläßigen." Die geschätztesten Blätter diesesMeisters sind die, wo er zugleich die Nadel undden Grabstichel gebrauchte. Im Ganzen kann manan ihm tadeln, daß er sich im Fleische zu großerrunder Punkten bediente. Sein Vorzüglichstes
Houard. 571
befindet sich im Rscuell äe OroLst, nach Barba-rella, Caliari, Gaud. Ferrari, Feti, Garofalo,Robust, und Sacchi, die bey Rost VIII. 61—62.verzeichnet sind. Seinen Kreuztragenden Christusnach Giorgione nennt Füßli III. 19. in einemkühnen Styl gestochen. Noch führen Andre vonihm eine Jphigenia nach Berlin, und eine Bach-seba nach Vanloo (letztre gemeinschaftlich mit Tar-dieu gestochen), dann eine Allegorie auf den Friedenvon 1713. nach Cochins Zeichnung an. Auch kenntman Bildnisse von ihm, wie z. B. dasjenige desHerzog Regenten, nach Santerre.
* Horremels, (Maria Magdalena) Steche-rin mit der Nadel und dem Grabstichel, geb. zuzu Paris 1686. (Basan L<j. ses. sagt 1687. zuUtrecht) und gestorben zu Paris 1767. wareletnennt sie daher wohl irrig, nicht die Schwester,sondern die Tochter, und Basan die Baase vonobigem Friedrich. Letztrer t. c. giebt ihr ein Altervon 87. Jahren. Ihr wahrscheinlicheres Todes-jahr (1767.) aber s. im Lex. unter dem Artikel ihresGatten Carl Mcl. Cochin's des Vaters, Mitdiesem arbeitete sie oft gemeinschaftlich, und vol-lendete nämlich seine geätzten Blätter mit demGrabstichel. Rost VIII. 62—62. führt von ihr so-wohl Bildnisse als historische Blätter, ein Verzeichnniß meines sei. Vaters aber weit mehrere an. Bild-nisse nach Belle (ihrem Schwager), Rigaud, San-terre u. s. f. Historisches dann z. B. eine Auferstehungnach Hann. Carracci, Neptun und das Meer nachMignard, den Triumph der Flora nach Poussin,Mebreres nach le Brun und M. Corneille. Donihren Arbeiten findet man auch in den beydenWerken: Versailles immortalise ,1720.) undUlstoire äs I'Hotel Roval cles Invaliäes (t/ 36 .),in welchem letztem Werke ihre Blätter vorzüglichgeschätzt werden.
Hortinus, (Julius Roscius) ist der Nameeines sonst unbekannten Kupferstechers auf einemBlatte nach Litian: Diana und Calisto. Mrc.
Horus. Die Maske des Silens auf einemCameo dieses alten Steinschneiders findet sich beyZanerti lab. 43. (nicht 48.) abgebildet.
Hos, (Lorenz), malte 1626. eine Tafel welcheden großen Saal des Rathhauses zu Nürnbergvorstellt, und in einem Zimmer desselben gezeigtwird. Murr.
Hosen selber, (Christian Friedrich), geb.zu Crossen 1706. lernte bey seinem Vater, einemBildnißmaler; der Sohn aber hatte mehrere Lustzum Thiere - besonders Pferdemalen. Er arbeiteteAnfangs für einen Töpfer, dem er seine Geschirremit dergleichen Thieren zierte. Dieser Künstler ar-beitete zu Frankfurt an der Oder, Berlin (1775.),und zu St. Petersburg d777-), wo er als Lehrerbey der Malerakademie angestellt wurde, und da-selbst 1780. gestorben ist. Warum Mensel II.(1789.) frägt: Ob er noch lebe? ist uns unbekannt.
* Hssennestlin, s. den Art. Johann AufenrWerths, ihres Vaters in den gegenwärtigen Zusätzen.
Hoser, (Jos. C. E.) So hieß um 1806. eindeutscher Landschastensiecher. Geffenrl.Vlachr.
Hosius, (Fr.) Von einem sonst unbekanntenKünstler dieses Namens sieht man ein BildnißGustav Adolphs, mit dem Motto: Oum Dec» stvlotticlbus armls. Mrc.
Hospanyon, (I.) So heißt irgendwo einNiederländer, der im XVII. Jahrhundert Bild-nisse gestochen habe.
Horringer, (Johann Conrad). Und so,ebenfalls ohne Weiteres, ein Maler zu Zürich um1617.
Houard, ( ). So wird im Lzimsvacl»
äes iösaux-ilrts von 1803. ein damals in Parislebender Baumeister genannt.
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