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Zweyter Theil, welcher die Fortsetzung und Ergänzung des ersten enthält.
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Z82 . Hummel.

lichkeit und mit Geist ausgeführt. Auch ist dieArbeit im Ganzen sehr reinlich." Dann wird frey-lich wieder daran Manches (wie es uns scheint,noch eher zu Wenig als zu Viel) gerügt: In demeinen, ein zu dunkeler (fast apokalyptischer) alle-gorischer Sinn — wo doch der hellste aller hellenMänner ihr Gegenstand ist; an den mchrern etwaskurze Figuren und zu große Köpfe, die hingegenmeistens, was den Ausdruck betrift, sehr lobcns-werth sind, u. s. f.

Hummel, (Ludwig), ein andrer geschickterdeutscher Künstler, geb. zu Neapel, und ursprüng-lich aus der Schweiz. Derselbe wurde in derSchule von W. Tischbein erzogen, mit welchem erzur Zeit der greuelvollen Unruhen in Neapel nachDeutschland zurückkehrte. In Italien hatte erbereits den Ruf eines geschickten Mannes. In 1802.gewann er durch eine Zeichnung mit weiß undschwarzer Kreide, welche den Perseus und dieAndromeda vorstellte, den Preist der Gesellschaftder vereinigten Kunstfreunde zu Weimar. Vor dem<1 Band der Allg. Litt. Zeit. von i8o5. befindetsich ein in Kupfer gestochener Umriß derselben.Göthe, als Rapporkeur der damaligen Kunst-ausstellung, rühmt an diesem Stücke, sowohl Zeich-nung als Anordnung und Beleuchtung, besondersaber den reinen einfachen Sinn, und das frische,zartfühlende Gemüth, welche durch das Ganzeherrschen. Eine sehr bittere Beurtheilung dieserZeichnung hingegen liest man im Freyniuthi'geuvom r März i8o3 In i8c>4 besorgte er dasGeschäft der Ausgabe des Tischbemischeu Dilder-Homers In 1806- sah man von ihm wieder zuWeiirtar einen go Fuß langen und 3. Fuß hohenFries, grau in grau, der die Thaten und Triumphedes Bacchus vorstellte, und in Absicht auf Erfin-dung, Zeichnung und Ausführung sehr gerühmtwurde; nur daß man darin einige, aber sehr wohlangebrachte Reminiscenzen, und vielleicht einenetwelchen Ueberfluß von Figuren fand. DieserKünstler lebt, so viel uns bekannt ist, gegenwärtig(1807.) in Cafscl; so wie hingegen obiger ausCassel gebürtige, in Berlin.

Hummert, ( ). So heißt irgendwo,

ohne Weiteres, ein vermuthlich NürnbergischerKünstler, welcher Bildnisse, Vogel u. a. in Pastellgemalt habe.

Humphrep, (CrescentiusV So nennt dieHandschrift meines sel. Vaters einen englischenSchwarzkunststecher, der um 1760. arbeitete, undvon welchem er mehrere Blätter, wie ;. B. denDr Arne mit Musik in der Hand, nach R. Dnn-karton, einen zeichnenden Künstler vor einem Tische,Halbfigur, nach Rembrandt, und Mr. Lamb, denjungen Sohn des Mylord Milbourn, nach I.Gillray (dieses roth abgedruckt) anführt- welchehingegen in Brandes Katalog dem unten folgendenWilhelm Humphry zugeschrieben werden. (Fastaber vermuthen wir, daß Brandes Unrecht habenmöchte). Dann hat jenes erstre Verzeichniß nochfür sich besonders Landschaften nach Guercino, eineVirginia als Bestalln nach G- Willlson, und denspartanischen Knaben nach N. Hone . den freylichsonst auch I. R. Smith schön geschabt hat Obes dieser oder der unten folgende WilhelmHuinphry sey, welchen Basan (L6. sec) 8 v.

einen englischen Kupferstecher heißt,der nach verschiedenen Meistern Carrikaturen ge-liefert habe, ist uns unbekannt.

— — (O. oder-Os.) Nach einem Künstlerdieses Namens dann kennt man das Bildniß einesMädchens, mit Voutl, unterzeichnet, und von L.Ryder (1784.) in leichter Manier punktirt. Lramiex

8. V.

* Humphrp, (Wilhelms Niemals ist etwasVortreflicheres und Feineres in Miniatur gemaltworden, als es die bcßken Arbeiten dieses Meisterssind. Seine Farben sind zart und rein; sechs Stri-

ch u q u i e r.

lungen überhaupt leicht, sein Ausdruck vortrcfljchund seine Verzierungen voll Geschmack. Und nundiesen Künstler, oder dann freylich einen anderngleichen Namens (nur daß er ihn Huinphcevschreibt) macht der Katalog von Brandes ,s. obenden Artikel von <sresc. Humphrey) zu einemSchwarzkunststecher, und nennt noch überdies zweyschöne Pendants in rother Kreidenmanier: Onpjyst und Dsaut^ 6t Tims, in roch punk-

tirter Manier, welche bloß LMrr^/rr'er/ sxmsignirt sind.

Hundermarck, (Stephan), ein vorzüg-licher Baumeister in der Mark Brandenburg; blüheteum 1490- Mcolai.

Hungar, (Joch Michel), geb. zu Rapxersschwell 1634. lernte die Malcrey zu Mayland;hierauf that er eine Reise in die vornehmsten StädteItaliens und studirte vorzüglich nach HannibalCarracci. Um r 656 . kam er in sein Vaterland zu-rück, und arbeitete für Kirchen und Klöster in uudausser der Schweiz. Der Martyrtod des H. Lau-rentius welchen er für die Pfarrkirche seiner Ge-burtsstadt malte, wird von Kennern bewundert.

Er starb ifich Füßli V. 29.

— — (M.) So heißt irgendwo, ohne Wei-teres, ein Kupferstecher, von dem man ein Bildnißdes Abt Placidus Reimann von Einsiedeln kenne,der aber leicht obiger Joh. Michael der Malerseyn dürfte.

— — ( ). Und so, ohne Taufnamen,

entweder obiger, oder wieder ein Anderer, dernach Spielberger ein Blatt: Vertumnus und Po-mona- gestochen habe.

Hu »10 ld, ( ), Bildhauer in Dessau, 1110-

dellirte in Gyps einen Schädel zu: M> HagedornsBeschreibung und bildlicher Darstellung^bec vonDr. Gal! im Gehirn entdeckten Organe, in welcherForm und Lage sie sich äusserlich am Schädel dar-stellen. 8. Leipz. 8 o 3 . bey Gräffc. 3 . Th. 4. Er.

* Hunten, (Wilhelm), ein englischer Künstler,den das Lex. nur kurz im Art. von E Burch an-führt. Nach ihm kennt der Gantkatalog vonBrandes ein von W. Dickinson schön geschabtesBildniß des Lord John Bourke.

* Hunufrils, S. Dnofri.

Hust, (Franz), Kupferstecher, Schüler desältern Delaunay. Von ihm kennt man die Bild-nisse seines Lehrmeisters, nach St Aubins Zeich-nung; dann ferner Courts de Gebelin, und I. E. ide la Harpe , beyde nach Pujos; dann zwey Blät- !ter, die Misisippischen Händel berührend: I'g§!c>- >

tsur elsvs par la kortuns au plus baut clevre ^cle ricüsssss (1720) und : Iss Vsrit68 clu 8ieclsä'spressnt (1721 ). welche Jahrszahlen aber nichtauf die Zeit seiner Arbeit zu deuten sind. AM«lküä. 8so. ZEniex st Mxc.

— — (F ), ein neuerer französischer Kupfer-stecher, vielleicht des Obigen Sohn. Von ihmsind neben andern: die Bildnisse bey der französischenUeberfetzung von Wielauds Aristipp, N. Aufläge !von i 8 o 5 .

Hupen, (Johann Been). Wer in aller Welt >ist nun dieser von Basan (blü. ssc.) angeführte 'Kupferstecher, der in i 633 . zu Harlem geboren seyn,und eine Folge von Aussichten der Stadt Amster-dam gestochen haben soll?

H »purer, (Jacob). So (oder vielmehr,glaublich irrig - Huquer) nennt Fiorillo III- ägg- !einen vorzüglichen Miniatur-Maler, Sohn des !gleich folgenden 'Gabriels, der sich frühe nachEngland begeben, und fast seine ganze Lebenszeitin London zubrachte.

* — — (Jacob Gabriel der Vater, undGabriel der Sohn?. Erstrer Zeichner, KupftratzcrUnd KupferstichhäMer, geb. zu Orleanö rdgT >»>d