Band 
Zweyter Theil, welcher die Fortsetzung und Ergänzung des ersten enthält.
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581
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Hülle.

ES-? et'kablsaux äs Genre 1 ". I. gNr-

liebst im Kleinen, von Devilliers findet). Ob dieserKünstler- vielleicht derselbe mit einem anderswoHuleck genannten, ebenfalls neuern Künstlerfty, von dem dort ein Blatt: Loch st Bsoparä(Fabel von Deseine) angeführt wird, ist unbe-kannt, doch wahrscheinlich genug.

* Hülle, (Anshelm), gebürtig von Gent,arbeitete in Diensten des Prinzen von Oranien.Von den meisten seiner (wohl auch andrer) im Lex.bemerkten i 3 i. Bildnisse der Gesandten beymMün-sterschen Frieden, (die er in 1649. alle an den Kur-fürsten von Brandenburg sandte), giebt eine Hand-schrift meines sel. Vaters das Verzeichnis DieKünstler, welche solche gestochen haben, find: P.Aubry, P- Baliiu, M. Borekens, A- Clouet, Arvan der Docs, Filloeul, C- Galle, P. de Jode(diese beyden die mehrern), A. Khol, P. Pontiusund C. Waumanns.

* Hulot oder Hulo, ( ), der Bildhauer.

Hulor istwohl der richtigere Name ; hießLVilhslni.Der König von Preussen gab ihm ein Gehaltvon 700. Rthlr-

Hulsbergh, (H.) So heißt irgendwo einKupferstecher, der um 1700. zu London nach A.Coypel und L. Knyff, nach ersterm z. B. ein OpferJephka gestochen habe.

— oderHulsius, (Esajas ».Friedrichvan), Kupferstecher und vermuthlich nahe Anver-wandte, und gebürtig von Mddelburg in Seeland,andre sagen von Gent; Friedrich- daneben einnamhafter Kunstverlegcr zu Frankfurt am Mayn,so wie Esajas zu Stutkgard. Die von ihnen theilsgestochenen, theils verlegten Blätter sind von 1617—16ZZ. datirt. Christ S. 177. führt Esajas und181. Friedrichs Zeichen an. Von ihm kennt manbesonders einige Bildnisse Schwedischer Königeund Großen, von Esajas 16. Blätter Geflügel undGrotesken. Aus ihrem Verlage dann z. B. ein inWi7i zu Stutlgard gehaltenes Caroussel auf g2:Bl von F. Vrentel und M-Merian gestochen; dannvon gleichem Jahr ein irgendwo mit der unverständ-lichen Rubrik: ?isces empörtes« bezeichnetesBlatt. H. S- Husgen S- 45 - und

Hülst, (F. DO, ein Malet von Amsterdam-der in Ruisdale's Geschmacke gearbeitet hat. Be-sonders wußte er seine Landschaften mit vielenwohlgezeichneckn Figuren zu beleben; wie solchesverschiedene seiner Ansichten des Ufers von Scheve-lingen und mehrern andern holländischen Gegendenbeweisen. Meusei Miscell. XIII. 34.

— (Peter van der). Nachdem er zu Hausebey verschiedenen Meistern gelernt hatte, gieng ernach Rom. Hier — entweder weil er sich selbst fürdas Geschichtsfach zu schwach fühlte, oder weil dieBlumenbilder eines Mario dj Fiori ihm den Ge-schmackfür diese Kunstgattung beybrachten, wied-mete er sich ganz derselben, und zwar in kurzerZeit mit außerordentlichem Erfolge, daher denneben Sonnenblume sein Bentname um so vielmehr ward, weil er dieselbe bald immer anzubringensuchte. Im Ganzen nahm er den Styl der italie-nischen Meister an, und seine Gemälde waren weni-ger ausgearbeitet, als z. B. die von Mignon undvan Heem; dafür bemerkt man darin mehr Genie/Hunwur, und ein reges Leben, was sonst denKünstlern seines Lands minder eigen ist.

.Hulk er oder Halter, (Heinrich Friedrich),war um 1707. der Stadt Magdeburg Munzmeister.Samml. merkrvürd. Medailleurs XG 110.

Hultmann, ( ). So hieß um 1807. ein

Kvnigl. holländischer Staatsrakh, Direktor derEchönen Künste und der neu errichteten Kunstaka-demie ,'n Holland, der in demselben Jahr auch zumMltgliede der König!. Akademie der mechanischenKünste zu Berlin angenommen wurde. Ob derselbestuherhin vielleicht selbst ausübender Künstler war,lst uns unbekannt.

Hummel. 58^

Humbelor oder Humblok, (Ä.) Wirhalte» letztres für den ächten Namen; ein Zeichnerzu Paris um 1750., nach welchem Navenet dieBildnisse der Wundärzte Lanfranc, Pare', Pitardund Vavasseur, er selbst aber eines mit ls <Juim-psmpoix ,'ubrizirt, nach seiner eigenen Zeichnunggestochen hak.

' * —- — (Didier), dessen im Lex. unter demArt. des folgenden Jacobs Erwähnung geschieht,war vermuthlich Franz Joulains Eidam.

* — — (Jacob), nach Basan (b)ä. «es.)geb. zu Paris 1660. da wir indessen von ihm schonein von — 1666. datirtes Bildniß kennen. EinVerzcichniß meines sel. Vaters führt dergleicheneine Menge von geL- und weltlichen, meist dunkelnNamens an. Von historischen Blattern kennen wireinzig eine große Madonna in ganzer Statur, aufdem halben Monde, nach lc Brün.

— — — — Nach einem andern neuernKünstler dieses Namens, oder noch wahrschein-licher bloß aus dem Verlag eines solchen, kennenwir dann (freylich einzig nach Katalogen) eineMenge Blätter aus den ältern Schicksalen desHauses Burgund, welche wohl zu einer Geschichtedesselben gehören, und von Avcline, Beauvais,Crespy, Guclard, Maisonneuve, Sornique undTardieu gestochen sind. Andre, theils Bildnisse,theils ebenfalls aus der französischen Geschichte,von 1758—60. datirt. Endlich dieses Humblot'seigenes Bildniß von Flipart. Mrc.

Humberr, (Abraham), gewesener Major inPreussischen Diensten bey dem Ingenieur-Corps;unterwies die Königliche Prinzen, Prüder FriedrichsII. in der Mathematik. Man kennt von ihm ver-schiedene Schriften: So z. B. dbr(§s bistorigus^ äs I'OriAins st äss Uro^rss äs la. Gravüre stäes Dstarnps« sn bois st sn raills-äoucs. ösrliu1702. 8. Falbe hat dasselbe ins Deutsche übersetztund vermehrt; Huinberr starb zu Berlin 1761;72. Jahre alt. H ein ecke Lssachr.I. imVorbericht(wo sich Mehreres über ihn, nicht zu unserm ZweckeGehörendes befindet), dann 1. c. S. 62. wo einerschonen Zeichnung in Lusche von ihm gedacht wird,und Lss. hssachr. S. 5 — 6 .

— — ( ). So heißt auch irgendwo um

1770. der damalige beßte Bilduißmaler im Haag.

Humble, (Georg). Und so bey Fl. le Comre(III. 001.) ein Kupferstecher von Bildnissen, derin England gearbeitet habe.

Hummel, (Erdmann), ein talentvoller deut-scher Künstler, gebürtig von Cassel, der sich An-fänglich zu Rom ausgebildet hakte. In der SchriftWinkelmairn und sein Jahrh. cS. 537.) wird erunter diejenigen Künstler gezählt, welche in demletzten Viertheil des XVIII. Jahrh, mit vorzüg-lichem Gelingen zu RoM in Aquarell malten, undnamentlich von ihm gerühmt: Er komme Bürri imKräftigen am Nächsten, und Keiner setze die Far-ben so frisch gesätrigcr auf, wie er. Man kenntvon ihm Geschichte, Bildnisse und Landschaften.Im I. 1802. arbeitete er mit andern Künstlern anden Zeichnungen zu dem Werke von den Costume'sauf dem Königl. Nationaltheater zu Berlin. Ini 8 o 5 . besorgte er Zeichnung (im Umrisse) und Stichzu dem Bilderbuche für Mythologie, Archäo-logie und Bunst, herausgegeben von A- Hier.Auf der Berlinischen Kunstausstellung von 1806.wo Mehreres zu Luthers Andenken e schien, sahman von ihm namentlich eine Apotheose desselben,die zwar durch Zeichnung und Ausführung Lob ver-dient, an der Erfindung, Composition und Aus-druck hingegen Manches gerügt wurde. So l ki-ckte es in französ. Blattern. Deutsche Blatter (na-mentlich die Einleitung zur Jen. AUg /Hirt Ze.r.von 1807.) reden mit ziemlichem Lobe davon Esfind 12. Blätter im Umrisse gestochen, wovon esdort heißt: ,/Es gelang ihm verschiedenes in Hin-sicht auf Erfindung; Mehreres hat er mit Geschick-