Band 
Zweyter Theil, welcher die Fortsetzung und Ergänzung des ersten enthält.
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586
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586 Jackson.

Sammler/ besonders von Zeichnungen berühmterMeister. Einen Theil derselben (lauter Landschaf-ten > ließ er noch bey seinen Lebzeiten durch jungeKünstler, Corneille, Mass« (nicht den Miniatur-maler), Pesne und Rousseau in Kupfer bringen,die nach seinem Tode gesammelt, in sechs Heften(jedes von 4? Bl.) erschienen, und späterhinunter dem Titel: kösLusil äs 283. sstampss,Aravsss ä l'ean borte pur Iss plus bsbrlss (?)l^sintrss äu tems, ä'aprss les äesssins ässßranäs IVlsitres gue posssäoit autrslois lVlr.Aabäc/r, st gui äspuis sout passes an Lsbiuetcin lio^, in Querfolio neu abgedruckt ans Lichttraten. Indessen weißt man, daß Jabach beyseinem Verkauf an den König einen großen Theilseiner Sammlung zurück behielt, welche nachseinem Hinschied theils ins Kabinet Crozar, undaus diesem ins Kabinet Marterte gelangten,theils bey seinen zwey Enkeln in Cölln und Li-vorno verblieben, von welchen letztrer die seinigenin .Holland verkaufte. Von diesen kennt man einengedruckten: Latslogo «kelln linscoltn äl celsbriäissZni, süs trovsnsi nppresso F»-a»c«?sco ^»r-tom'o Aabac/r in blvorno. Tüer«ecüe /äesio.-j.-h.

* Jackson, (Johann Baptist). Neben denim Lex. bemerkten Blattern führen, theils Gan-döllini, theils Heiuecke (I>. 4«7-) theils einVerzeichniß meines sel. Vaters noch eine Kupfer-tafel von i36. Bl. (Vene2. 1/3/.) und voneinzelnen das: Weide meine Schaasc, nach Ra-phael; St. Peter Martyr, nach Titians berühm-testem Gemälde zu St. Johann und Paul zu Ve-nedig (1742.), was vielleicht zu der bekanntenSammlung, deren auch das Lex. gedenkt, gehört,und endlich eine Abgehmung von Kreutze nachNembrandt (letztres ein sehr schönes und seltenesBlatt), alle in Helldunkel, an.

— (M ). Von einem solchen (noch etwasungewiß, ob von dem Obigen verschieden) führtder Katalog' von Brandes: Mr. Barry im Chä-rackter Makbeths (Act. III. Sc. 5.) nach I.Gwyns Zeichnung, und das Brustbild eines altengebärteten Manns mit lachendem Gesichte, nachNembrandt, beydes Schwarzkunstblatter (letztresdort schön und selten genannt) an.

* Jacob, (Ludwig), geb. zu Lisieux in derNormandie 1712. nach Heinecke (I. 222.) aberzu Paris 1696. was mit einem im Lep. vorkom-menden Datum in beßrer Harmonie steht. Der-selbe kam jung nach Paris. Seine Werke sindweder sehr zahlreich, noch von hervorstechendemVerdienste. Man tadelt an ihm Unrichtigkeit' derZeichnung, und im Ganzen Mangel an Wirkung.Sein Beßtes ist noch, was er für den Uscusiläs Oroxar gestochen. Rost VIII. i5o. wo (1804.)sein Todesjahr moch nicht angezeigt ist, ungeachteter im 7l.lmank>cb äes 6eav.x-^rts von i8o3.unter den damals in Paris lebenden Künstlernnicht mehr erschien. Bey Rost l s. und dannin einer Handschrift meines sel. Vaters findensich von ihm ein Dutzend Blatter angezeigt,darunter 5. nach Caliari (neben Andern die Hoch-zeit zu Cana, für die Dresner-Gallerte und Per-seus und Andromeda für den gedachten Kscueiläs Lro2st, welche auch bey Mßli III. i«j5. und62. vorkommen); dann ein Aeneas und Anchisesnach Dominichino; ein Paar mythologische Blät-ter nach le WToine, und drey Gattungsstücke nachWatteau.

— — ( > So Wird auch im Hlinanasbäes fteaux-^rts von i8o5. ohne Weiteres, eindamals in Paris lebender Zeichner genannt, dervielleicht ein Sohn des vorhergehenden seyn dürfte.

— — ( ). So heißt ein Baumeister zuParis^ um 1801. von welchem im X. Hefte vonRrafst's: lllaus, Loopes st bllevstions vasHaus Waibcr in der Lille- Straße, Vorstadt St.

Jacob:.

Germain, zum Vorschein kömmt. Xouv.^rts 1. 87.

Jacob, ( ). Und so zwey Gebrüder m

Paris, welche bey der Ausstellung der französi-schen Industrie-Produkte in 1800 wegen dergeschmackvollen Formen und vollkommenen Aus-arbeitung von Mobilien, Vasen, Leuchtern n. dgl"den Preist erhielten. Lairdon Annal. I.Xouv. äss T^rts I. 370.

— — ( )- Inspector und Obergartner in

Diensten des Bischofs von Bamberg, ein Ma„nder in seiner Kunst sehr gute Einsichten hatteDerselbe studierte zwar anfänglich in Frankreich,wich aber doch den allzuregelhaften Geschmackdieser Nation, so vieles die Anlage des bischöf-lichen Gartens leiden mochte, aus, und richtetesich nach. der neuern englischen Manier. Er bli,-hete um 1780. Lsticolai Reisen I. 121.

Jacobe, auch Jakobe, (Johann). K.K.Rath und Profestor der Akademie der vereinigtenbildenden Künste-zu Wien, geb. daselbst 175z,und eben auf der dortigen Akademie, als solchenoch unter Meytens stand, ausgebildet. Anfangswidmete er sich der Malerey, nachwerts lernte erdas Kupferstechen bey Schmutzcr, und legte sichvon nun an ganz auf dasselbe; vorzüglich auf dieSchwarzkunst. Eine Zeit lang hielt er sich aufKosten seines Hofes in London auf, um sich jndiesem Kunstzweige zu vervollkommnen; auch gaber demselben nachwerts in Wien, bey seiner Rück-kunft einen ganz neuen Schwung. Die Anzahlseiner Blatter ist groß. Hauptsächlich aber könnenseine Wiener-Akademie, welche (als Gegenstück derbekannten Londner-Akademie von Earloms), dieBildnisse allerWiener-Künstler nach Gnadal enthalt,sein Samson, der durch Verrätherey der Delila vonden Philistern überwältigt wird, nach Nembrandt,(Füßli IV. 232.); dann sein wilder Stier nachEbend., und ein Paar Lhierjagden nach Casanova,in Rücksicht auf geschmackvolle und malcrsche Be-handlung neben jedem der beßten englischen Blät-ter stehn. Diese letztcrn waren, als für die Kai-serin von Rußland verfertigt, nicht ins Kommerzgekommen, und sind daher äusserst selten. VonBildnissen kennt man von ihm, z. B- diejenigendes Lord George Germain nach G. Romney,dann der Miß Monckton und der Miß Meyer(letztre als Hebe), beyde nach Reynolds, u. a.die bey Roft kl- 204—0. und in den Gantkata-logen von wmkler und Brandes angeführtsind. Er starb im Jul. 1797. nachdem er in betihm anvertrauten Schule mehrere bereits vortheil-haft bekannte Künstler gebildet hatte. Füßli.Baue.

* Jacobello. Von diesem Bildhauer undseinem Bruder p. p. veneziano findet man auchin der St. Marcus-Kirche zu Venedig, das mitvielen Figuren gezierte Grabmal des in i 3 bZ.verstorbenen Doge Anton Denier».

* Jacobi, (Johann). Von ihm sieht manin den Fürstlichen Zimmern des Schlosses Hessen-Homburg einige sehr chöne Modelle, von welchenbesonders ein stehender Mercur vorzüglich gerühmtwird. Dann in dem kaiserlichen Zeughause zuWien eilf- Kartauneu, welche die Preussen vorPrag zurückgelassen, die mit dem KöniglichenWappen, den Bildnissen der Churfürsten vonBrandenburg, u. s. w. sehr schön geschmückt, vonJacobi 1708. zu Berlin gegossen und mit seinemNamen bezeichnet sind. Msc.

— — ( )- So heißt irgendwo ein Maler,

nach welchem I. C. Müller das Bildniß des Arz-tes Abrah. Vater's gestochen hat. Msr.

— — ( ). Eben so ein Kupferstecher,

der nach I. Pinas gearbeitet hat. Hin.

— — ( ). Eben so endlich ein um 1780-

zu Lüttich blühender vortreflicher Petschierstecher,