Band 
Zweyter Theil, welcher die Fortsetzung und Ergänzung des ersten enthält.
Seite
588
JPEG-Download
 

588 Iaeger.

Iaeger, (I. G-), ein Medailleur, arbeiteteAM 1778. zu Sr. Petersburg. Bernoulli V. 14.

Iaeirisch, (Loren;), von Presnitz in Crqin,firmierte um 1770. damals als ein junger Künstlerin der Akademie zu Wien. Neueres ist uns nichtsvon ihm bekannt.

Jarrning, ( ). Ein deutscher Kupferste-

cher. Von ihm gestochen (i 8 o 5 .) kennt man eineKarte zu Hacken's: Lenophon und die zehntau-send Griechen.

Jagemann, (Ferdinand), ein neuerer deut-scher Künstler von großem Verdienste, gebürthigaus Weimar, Maler und Professor daselbst. Aufder dortigen Kunstausstellung von i 8 c> 5 . sah manvon ihm eine Kopie nach Guido's Kindermord,und auf derjenigen von 1904 dergleichen nachden drey berühmten Madonnen von Raphael:Von Foligno, Loretto und della Seggiola, welchesämtlich vielen Beyfall erhielten. Diese letztemhatte er wahrscheinlich nach den Urbildern in Parisverfertigt, wo er sich damals aufenthielt. Um1802. war er wieder nach Haus gekehrt; und so,wie er sich überhaupt um diese Zeit durch lebendigeund ausdrucksvolle Bildnisse großen Ruhm er-warb, so geschah dieses vornehmlich auch durchdasjenige des sel. Schillers, den er auf der Bahregemalt, und zugleich seinen Schädel aufs sorg-fältigste abgeformt hatte; dann in 1806. durchein zweytes vortreffliches des Dr. Galls, von wel-chem seither Heinrich Schmidt aus Dresden eingutes Blatt geliefert hat. Während dem Aufent-halt dieses berühmten Schädelsehers malte erdann auch Wielanden, und benutzte die Winkedes erstem, um seinem Bilde alle Individualitätdes Originals in seinem jetzigen Alter zu geben.Seither hat erwähnter H. Schmidt dasselbe eben-falls für die Pinakothek von Bildnissen berühm-ter Zeitgenossen, im Verlag des WeimarschenIndüstrie-Comptoirs, mit äusserster Sorgfalt undTreue, in kräftiger Linienmanier, doch (heißt esim Journ. des Luxus, Jul. 1806.) so gestochen,daß den Fleischparthicn keineswegs sanfte Nüan-cierung und Abstufung fehlt. Bald hernach giengJagemamr nach Italien. Geffeurl. zIachx.

Jagen, (Cornelis van). So heißt irgendwo,ohne Weiteres, ein Kupferstecher, der zu Am-sterdam gearbeitet habe.

Jagst, ( ). So Wird im ^Imansost

Lsaux-Hrts von i 8 o 3 . ein damals zu Parislebender Kupferstichhändler genannt.

* Iahn, (Johann Quirin), geb. zu Prag1729. der Sohn eines Malers, der ihm dieerste Anleitung in der Kunst gab. Zugleich legteer sich auf die Architektur, und benutzte zu demEnd die mathematischen Vorlesungen des Inge-nieurhauptmanns I. F. Schorr'S. Hierauf arbei-tete er mehrere Jahre als Gehülfe des westlichenPalko, in Fresko und Oel,.und gieng dann nachWien, wo er sich ebenfalls etliche Jahre aufhielt,und so viel Beyfall erwarb, daß er zum Mitgliedder dortigen Akademie der bildenden Künste auf-genommen wurde. Noch machte er einige Reisen,und kehrte dann in sein Vaterland zurück, wo erverschiedene Kirchen Böhmens, Schlesiens undder Lausitz mit Altarblättern zierte, worunter sichbesonders eine meisterhafte Kopie der Nacht desCorregjo in der Kirche zu Liebesniz und ein St.Philipp Neri in der Domkirche zu St. Veit be-findet. Mehrere andre s. bey Mensel !. Inspätern Jahren 1790.) gab er zwar bey der durch dieKirchenreformation Josephs II. erfolgten Aufhe-bung so vieler Stifter und Klöster, aus Mangelan Arbeit, die eigentliche Ausübung der Kunstauf, und suchte bey der Wollenhandlung einenneuen Erwerbszweig. Die Stunden seiner Mußeindessen wiedmete er, theils der Verfertigung einesZeichenbuches für angehnde Geschichtsmaler, dasnoch jetzt, als eines der beßten, auf Schulen ge-

I a m e s.

braucht wird, theils der Abfassung verschiedenerandern in die Theorie sowohl als in die Geschichteder Kunst einschlagender Aufsätze, die sich ^Rr'eggers Archiv, in desselben Materialien, i„der Litteratur Böhmens (1799. 8 °.) und in derN- B-bl. d. Geh. w. Lh. XIX. S. 220. u. ff.finden. Am schätzbarsten aber ist wohl seine alsAnhang zu Hackerr's Sendschreiben über denGebrauch des Firnisses in der Malerey (4°. Dres-den 802.) bekannte Abhandlung über des Bleichenund die Reinigung der Oele zur Oelmaierey.Auch als Architekt wurde Iahn bey Errichtungwichtiger Gebäude zu Rath gezogen. So vieleVerdienste um die Beförderung der bildenden Kün-ste in seinem Vaterland verschaften ihm daherauch gleich, bey der i. I. 179b. zu Prag entstan-denen Gesellschaft patriotischer Kunstfreunde eineder ersten Stellen. I. I. 1802. starb er an einerhartnäckigen Brustkrankhcit. Sein Charakter waredel und rechtschaffen. Er hinterließ eine schöneSammlung von Gemälden, und eine zahlreicheKunstbibliothek. Nach seinen Gemälden und Zeich-nungen hat I. Dalzer Verschiedenes, neben an-dern, auch einige Bildnisse in F. M. pelzelsLebensbeschreibungen geätzt, so wie der BaumeisterFranz Heger, der jüngere, den Plan des für dasKrönungsfest K. Leopolds II. nach Iahns Ideenerbauten Saales in 6 . Blättern in Kupfer gesto-chen hat. Mensel Arch. I. S. 12s. u. ff.Eine Madonna nach ihm hat I. G. Hayd schönin Schwarzkunst geschabt.

* Iaillst, (Hubert), dessen im Lex. unterdem Art. feines Bruders Simon Erwähnunggeschieht. In der Amnesie - L'omie ümcremie et mo-äe-'-re wird er Alexis genannt. Er war von Avig-non, einem Dorfe, nicht weit von St. Claudein Franche-Comtö gebürtig, und lernte anfäng-lich die Kupferstecherkunst; alsdann hcyrathete erdie Tochter eines Mannes der sich mit Jlluminirenvon Landcharten nährte, und legte sich deswegenauf Versenigung von solchen. Späterhin erhielter den Titel eines (IsvArapks orchnairs ein stvzl.Sein 1700. in zwey Folio-Banden erschienenerAtlas war eben so wohl wegen seiner Genauheitals wegen der schönen Ausarbeitung berühmt,und Mrc.

Jakimow, (Peter), ein russischer bildenderKünstler (welcher Gattung ist uns unbekannt), erhieltin 1794. von der Kais. Akademie zu St. Peters-burg einen Preiß. FioriUo B. S> II- 72.

Jak ob 4 . S. Jacobö.

Jaley, ( ). So heißt ein, wahrscheinlich

französischer Kupferstecher, von welchem manBlätter zu den in Deutschland i 8 n 5 . (s. I.) er-schienenen Abbildungen und Erläuterungen, deri 5 . Denkmünzen, nach Denons Erfindung kennt,welche bestimmt waren, an dem Großen Feste zuParis unter die aus Deutsch land zurückkehrende fran-zös. Armee ausgetheilt zu werden. Geffeml.lJachr.

Jallier, (I. B. C.). Baumeister, ehemali-ger Pensionnair der französischen Akademie zuRom, und in neuern Tagen Architekt des Ma-schinen- Conservatc.mms, ein auch seinem Cha-rakter nach sehr schätzbarer Mann, st. zu Paris,69. I. alt, 1806. A-rM. x-rtsi/.

Jalubi Indem sogenannten Real Alcazar(dem ehemaligen Sitze der arabischen Fürsten) zuSevilla, findet man noch eine Jnnschrift, auswelcher sich ergiebet, daß einer dieser Fürsten,Nazar, in einem Jahre der Hegira, das demI. 1181. nach Christ, entspricht, den ersten Ar-chitekten und Aufseher seiner Gedäude, erwähntenNamens, mit andern Baumeistern aus Toledo,zu sich berufen habe. Fiorillo IV. di.

James, (Jacob). Von einem englischenKupferstecher dieses Namens kennt man die Bild-nisse von Carl Fox und von Miß Kemble, beydenach Reynolds.