Jehner.
Crucifix (16Z7.) nach F. Frank. Das Vorzüglichsteindessen ist Alles nach Rubens, und zwar dasSchönste und Seltenste in Helldunkel. Ein Ver-reichniß meines sel. Vaters führt von ihm 16. Rost(I. 255 ) aber g, dergleichen Blatter an; neben an-dern die beyden großen: Susanna und die beydenAlte», und eine Ruhe in Egypten; dieses, theilsohne, theils in Helldunkel (letztres, wo er nurEinen Stock für die Mitteltinten hinzufügte, vonäusserster Seltenheit, da nur wenige Abdrücke da-von gemacht wurden). Ferner: Eine Himmelfahrtder H. Jungfrau, von Papillon ganz besondersgepriesen» Dann, weltlichen Inhalts, ein großesBlatt: Hercules, drr den Neid und die Zwietrachtvertilgt, und: Den trunkenen Eilen, von zweySatyrs geführt. Ferner: Den bekannten sssrüina'Hmour, den späterhin auch Clouet und Lempereurgestochen haben. Endlich: Ein Bildniß des Kar-dinal Jnfanten Ferdinand.
Zehner, (I.), ein englischer Kupferstecher,von welchem uns aber nichts weiter bekannt ist, alsdaß derselbe nach Reynolds das Bildniß Wilh.Heinr.Marquis von Tischfield, altern Sohns des Herzogsvon Portland, dann nach Rubens einen Triumphdes Bacchus, und (1779-) eine Landschaft mitmythologischen Figuren staffln, ohne Namen desMalers geliefert hat.
Zekimow, ( ). So hieß, nach dem
Russischen Hofkalender von 1804. ein damals zuSt) Petersburg lebender Gießer und 'Stempel-schneider, Mitglied und Collegien-Assessor dortigerAkademie.
Jelissen, (Magnert), ein Kupferstecher,dessenNamen aufzwo biblischen Geschichten: Abra-ham und Melchisedek und Judith mit Holofernes,gefunden wird»
Zenckel, (Balthasar), wird von Christ S>12/j. als ein Kupferstecher mit seinem vermuthlichenZeichen angeführt.
Jenckins, (O.) So heißt bey Bafau (stichSee.) und anderswo, ohne Weiteres, ein englischerKupferstecher, der um 1781. die Nymphe des Tem-pels der Unsterblichkeit, nach A. Kaufmann, und2786. zwey Blätter mit Pferderennen nach I.Mason gestochen hat.
-- — (Johann). Und so ein Maler, der zu-gleich mit dem im Lexikon enthaltenen ThomasZenckins um 1760. in Rom lebte.
* — — (Thomas). Nach ihm hat, nebenAnderm, Ä. M. Moor das Bildniß des berüch-tigten Geistlichen, Georg Whirefield, in Schwarz-kunst geschabt. L-Eciex.
Iendrich , (I. A.) So hieß ein Künstler, nachdessen Zeichnung Masquelier das Schloß St.Denisim K. Freyburg für d:e VoyaZs pirwrssgus clsla Lumse gestochen hak.
Jener, (Johann). Uu.d so ein Kupferstecher,von dem man ein mit 1621. datirtes Blatt: St.Johanns Predigt in der Wüste, ohne Namen desMalers, kennt.
Jeni'sch, ( ). So heißt irgendwo, ohne
Weiteres, ein Kupferstecher, von dem man Land-schaften keüne.
* Ie >rner, ( ), der Bildhauer von Braum
schweig, hieß Gottfried.
Zentzsch, ( ). So heißt ein wahrschein-
lich noch lebender Zeichner und Kupferstecher zuDresden, Schüler von Zingg, von welchem derNmklersche Katalog mehrere Prospekte von Ge-genden um Dresden und Meißen, in AaberlischemGeschmacke geätzt und colorirt, anführt, ohne solcheledoch zu beurtheilen.
Jepsen, (Johann). Nach ihm hat H.E-chaten das Bildniß des Arztes Olaus Borrichiusgestochen.
Ieune. §9z
Zeroiiimus, (Meister), ein Maler; arbei-tete um 1890. zu Berlin, Ihm wurden von, GrafenLynar die Deckenstücke, in einem Zimmer der.Kur-fürstin im Schloß zu malen so verdungen. NeunBilder nämlich: Die fünf Sinnen und — die vierEvangelisten. Dafür erhielt er: 108. Ellen Lein-wand, und 5 o. Rthlr. Handgeld; nachher sollteihm sein Malerlohn und darüber hinaus Gold,Silber und Farbe bezahlt werden. zFicolai.
Jeropkin, ( ), ein russischer Baumeister
und Oberster. Derselbe erhielt im I. 1780, denBau der Stadt St. Petersburg auf Waßili-Ostrow an Greßini's Stelle Wahrscheinlich hatderselbe die Kirche der Kalanschen Mutter Gottesgebauet, welche 17Z7. vollendet wurde. St, 17..S. Hall. Litt. Zeit. 1808. Jmell. Bl. 42.
Jerres, ( ). So wird im Almanacü äss
Dssux /zrts von 180Z. ohne Weiteres ein damalsin Paris lebender Baumeister genannt.
Jervaise, ( ), ein geschickter neuerer
englischer Glasmaler. Don ihm kennt man, nebenAnderm, die Kirchenfenster des neuen Collegiumszu Oxford, nach den Cartons von Jos. Reynolds.N. B- d. Sch- W. XXXIII. i 5 i. S. auchReynolds.
Jervas, Ja rvas, Je rvise, Gervaisund Gervase. Alle diese Namen bedeutenwahrscheinlich nur Einen Künstler. Nach demDildnißmaler Tarl Gervaise oder Gervase hat (demKatalog von Brandes zufolge) I. Simon dasBildniß des Kanzlers Walpole in Schwarzkunstgeschabt.
Jetzl, (Jgnaz). So hieß ein um 1780 zuWien lebender Kais. Kon. Münzstahlschneider. Mrc.
Jevigny, (Jacob), von Straßburg, undRimpfel, malten um 1782. alle Verzierungendes um diese Zeit von dem Ober-Baurath Lang-haus neuerrichketen Schauspielhauses in Breslau.Zu dem Hauptvorhange hatte B» Rode in Berlinden Entwurf gemacht, und die Ausführung dessel-ben ist durch Rosenberg geschehn» Bibl. Sch.w. XXVIII. 0Z7»
Jeuffrain, ( ). So wird im Olmanavli
6e8 ksaux-ilrts von 180s. ohne Weiteres eindamals in Paris lebender Bildnißmaler genannt.
Jeuffroy, ( ), ein neuerer französischer
Medailleur, seit i 8 o 3 . Mitglied des National-instituts von der Gravur-Klasse, verfertigte um die-selbe Zeit eine Schaumünze auf die Ankunft dermedicaischen Venus zu Paris, auf deren Aversedas sehr wohl gerathene Bildniß des ersten Consulsbefindlich war. form'//. jv«b/. Ohne Zweifel der-selbe, dessen in den XouvsUes 6^3 ^rt8 I. 27.bey Anlaß der Austheilung der sogenannten Auf-munterungspreise (hier aber als Graveurs von ge-schnittenen Steinen) mir Ehren gedacht wird. In1806» bekleidete dieser lctztre die Stelle eines Pro-fessors der Steinschnciderkunst mit einem Gehaltevon i2vo. Livr.
* Je uns, (Gabriel le). In einem Verzeichnißmeines sel. Vaters findet sich ein nach diesemKünstler von G- Jsaac gestochenes Bildniß desHerzogs von Verneuil, Heinrichs von Bourbon,Bischofs ru Metz. GandeUlni macht aus demGabriel le eine Gabrielle.
— — ( le), ein ».1807.) noch lebender In-genieur beym Generalstab der französischen Armee,und zugleich ausübender Künstler, Schüler desLandschafrmalers Valencienues, der sich jedochausschließend der Bataillenmalerey gewiedmet hat.Sein Meisterstück, die Schlacht bey Marengo (aufBefehl der Regierung gest von Coiuy 1806 ) wirdvon allen, die dort selbst gegenwärtig waren, seinerTreu und Wahrheit wegen außerordentlich gepriesen.Man sieht hier die Gegend, das Schlachtfeld, dieBewegungen und Evolutionen der Armee so lebendig
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