§94 Ievreinow.
dargestellt, wie es nur ein Mann, der an demberühmten Siege selbst Theil nahm, thun konnte.Einzig tadelt man daran Spuren einer noch geringenpraktischen Uebung. Jm,J. 1801. hatte er dafüreinen der sogenannten Aufmunterungspreise von2000. Livr. erhalten. Seither sah man von ihmbey der Ausstellung von 1804. drey Stafeleyge-malde als Vorboten zu ähnlichen großen Ausfüh-rungen der Schlachten bey Thabor, Aboukir undLodi, an welchen man alle charakteristischen Vor-züge der Schlacht bey Marengo wieder fand, undnunmehr überdies an der Schlacht bey Lodi auchdie schöne Vollendung sehr gerühmt wurde. Fi'o-rr'Uo III. 533 — 54 - Landon Annal. I. ig 3 . und4 VÜE. cksr I V, 107. Auch der Salon von
1806. endlich stellte von ihm, nebst einem großenGemälde von der Schlacht bey den Pyramiden(s. darüber oben den Art. Hennequin) drey Zeich-nungen von der Schlacht bey Austerlitz, und danneine vierte aus, welche den Abzug der in Ulm ein-geschlossenen Oesterreichs, und die Streckung ihrerWaffen zum Gegenstand hakte. In allen bemerkteman die historische Richtigkeit, und die Deutlich-keit, welche diesem Künstler eigen ist, da er diesewesentliche Eigenschaft des Geschichtmalers hin-wieder, durch Abwechselung in Gruppen und Ne-benfiguren, vor Trockenheit und Monotonie zu be-wahren weiß. Tüb. Morg. Bl. 1807. 73.
Ievretnorv. S. Iebremow.
* Iglest«, (Franz Jgnatius Ruitz dellaXIn der Schule seines zweyten Lehrers Carennohatte sein Colorit mehr Kraft und Lebhaftigkeitgewonnen. Dagegen wirkte sein Umgang mitDonoso, mit dem er gemeinschaftlich die Triumphebogen malte, welche man zum Empfang der Kö-nigin Maria Louise d'Orleans (erster GemahlinCarls II.) errichtet hatte, sehr nachthcilig auf seinenGeschmack, indem er steif und affektirt wurde.Dennoch gelang es ihm, seinen Ruhm zu behaup-ten, so daß er die Anrichambre der Königin mital Fresco's schmücken mußte, und, wie schon dasLex. bemerkt (1689.) die Würde eines KöniglichenMalers, so wie späterhin, unter Philipp V. die-jenige eines Kammermalcrs und zugleich einesAyudo du Furriera erhielt. Ftortllo I V. 348—49.
* Igny, ( Saint). Die Diemens 6s ?or-trarecurs, von welchen das Lex. spricht. erschienenzu Paris 8°., 666. Dann kennt man von A. Bossenach ihm: 1s larckin 6s 1a Xoblssss ftantzoiss,orr msniers 6s leur vstsmenc. 1629. 12. Bl.
*Igonet, (Maria Magdalena). NachBasan (D6. see.) geb. zu Paris 1748. NachBouchcr kennt man von ihr zwey Blatter: la ?ein-turs u. Ia 8cu1ptnre; nach Mieris Verschiedenes.Dann das Büdniß des Advokat Heinrich Cochins,ohne Namen des Malers, von i 65 o. (?) datirt.
IHIe, (DanielFriedrich), der jüngere. Sonennt Mensel > 1 . vielleicht im Gegensatze mit demnachfolgenden Foh-Eberh. Jhle (wohl des unsrigenVat-r) einen Künstler zu Nürnberg, dort geboren,und daselbst lebend um 1789. welcher Bildnisse inOel, auch Galanterie - und Küchenstücke in Wasser-farben gemalt habe. Neueres ist uns nichts vonihm bekannt.
— — (Joh. Eberhard), geb. zu Eßlingen inSchwaben 1727. lernte bey seinem Vater Joh.Jacob. Um 1749. kam er gen Nürnberg, wo erBildnisse und Cabinetssihcke malte, und gedachtehierauf nach Wien zu gehn; allein ein Zufall bewogihn sich in ersterer Stadt festzusetzen, wo er sich dieFreundschaft Preißlers, Tyroffs, Winters u. a.Künstler erwarb, die dortige Kunstakademie flcisslgbesuchte, und endlich 1771. Direktor derselben ward.Welchen häßlichen Streit er 1788-89. mit einigenMitgliedern derselben führte, s. ein Paar lescns-werthe Aktenstücke in Meusels Mus. V. 5 i—6/,. VI. 107. und X. 214—42. woraus deutlicherhellet, daß H. Jhle — Unrecht hatte. Neuereshaben wir nichts von ihm vernommen, ausser daß
I m h 0 f.
nach ihm, im ^frauenhol?. verlagskaralsg einBüdniß des — Waldhornisten, Hutzlers von Nürn-berg, von Bärenstecher gestochen, angezeigt ist.Wahrscheinlich ruht nun seine Asche im Frieden«
C. W. Bock, I. I. Hayd, I. P. Hayd, Preißlnund I. A. Schweickart hatten schon früher nachihm mehrere Bildnisse geliefert. Mensel I. Ii.
Iillmonow, (Jacow), ein russischer Künst-ler (in welcher Gattung ist uns unbekannt), erhielteinen Preis von der Akademie zu St. Petersburgin 1794. Fiorillo II. 72.
II d e b r a n d, (Joh. Lucas). S. Hildebrand.
Imbaulr, ( ). So wird im Hlmunzch !
6es öeaux-Krts von i8o5. ein damals in Paris ^lebender Geschichtsmaler genannt, und von dem-selben namentlich die Ruhe einer Bacchantin, undder drohende Amor angeführt.
Jinbert, (F.) Nach einem uns sonst unbe-kannten Künstler dieses Namens fuhrt der Katalogvon Brandes: 1a Lnrisuss, l'smins rius, 5Smrrant 6svant sa torlstte, von C. F- Letellier an.
* — — (Joseph Gabriel). deFonrena, setzt
sein Geburtsjahr wohl irrig schon in i 654 - unddann Serre in Marseille für seinen ersten Meisteran. In den St. Bruno's - Orden trat er in seinemVierund Dreißigsten, uüd lebte von da an in derKarthause von Villeneuve zu Avignon. Zuweilenwurden seine Talente von seinen Obern unterstützt,zuweilen gehemmt. Seine Schüler sagen, er habetiefgedachte Grundsätze über seine Kunst gehabt.Indessen behielt er weder die Manier des einennoch des andern seiner Lehrmeister bey. Für seinMeisterstück halt man die Schädelstätte am Hoch-altar der Karthauser-Kirche zu Marseille: »DerGeschmack in der Zeichnung'' (sagt Dandre' Bar-don) »der Ton in der Farbe, die Mischung desPathetischen und Pittoresken, der Kontrast unddie Richtigkeit des Ausdrucks, Alles ist darin mitKenntniß angebracht, und das Werk im Allge-meinen so interessant, daß man es nicht mit Auf- !merksamkcit betrachten kann, ohne von den Ger Ifühlen gerührt zu werden, die der Gegenstand ein-flößen muß." st Noch aus-
führlicher, nur etwas ällzuköstlich, charakttrisirtihn sein Schüler ssolson bey de /onrenai, wie !folgt: »Seine Zeichnung war groß und von trefr !lichem Geschmacke, seine Färbung kräftig und sehrharmonisch, bisweilen ein wenig dunkel, aber ldennoch glühend (tres - 6ores?); sein Pinsel err !haben (? , von herrlichem Schmelze, unschwer- !fällig, und sogar asse^ tousüs (?) , womit er biegroße Mühe verhehlte, die er sich bey allen seinenArbeiten gab. Er gestand, daß sein Genie ebennicht reich war; aber sein vortreflicher Geschmackleitete ihn, sich nie zu begnügen, bis er irgendetwas Neues und Glückliches ausgesonnen hatte.Seine Kunstmaximen waren sehr einfach. Einetiefe Kenntniß der Schwierigkeiten, und der Mittelsolche zu heben, machte, daß er sich immer zu de»allgemeinen Grundsätzen erhob, in der Ueberzeu- !gung, daß jedes besondre System nur die Mittel !vermindere (rstrs. lt), und gleichsam alle Werke 'eines Künstlers mit gleicher Krankheit ansteckt 'Sein letztes Gemälde, ebenfalls bey den Kalthäu-sern zu Marseille, waren die Jünger von Emaus,das er schon mehr als ein Achtziger malte; unddennoch war es, in allen seinen Theilen, in dergrößten Manier behandelt. Ilmberr bildete nichtbloß Maler, wie z B. Dupiessis und den schonerwähnten Eolson, sondern auch Bildhauer undBaumeister. Er selbst modellirre wunderschön, wasihm bey Drapperien sehr gut zu statten kam , die !von auserlesenem Geschmacke sind. cke I. c.
— — ( ). So wird auch im /Vmunseli
6ss ftsuux-Krts von i8c-3. ohne Weiteres eindamals in Paris lebender Miniaturmaler genannt.
Jinhof oder Jmhove, ( ), ein Künstler
aus Kolkn, der mit einer ungewöhnlichen Kenntniß