Jmhdff.
der Mythologie, der Anatomie und desCostume's,Figuren und Modelle aus Thon mit freyer Handbildete, an welchen schöne Zeichnung und die Drap-venen vorzüglich gerühmt wurden. Er lebte noch1802. und ist ohne Zweifel der nämliche, den schonMensel (I.) unter dem Namen Imhove der jün-gere, ohne Weiteres als einen Bildhauer anführt,der um 1778. in Kölln gearbeitet habe. Vielleichtauch derselbe, von dem es im Mensel scheuArchive I. 4 - 28. heißt: »Augsburg zeige nochheut zu Tage Denkmale eines bey Hause ganz ver-gessenen Berners, Imhoof, eines der geschicktestenSiatuaren (?) seiner Zeit."
Jmhdff, (Carl). So nennt der WinklerscheKatalog, ohne Weiteres von ihm zu wissen, einenLiebhaber von Nürnberg, der von 1771—77. meh-rere kleine Blätter mit einer leichten und geistreichenNadel geatzt habe, von welchen er 19. meist männ-liche und weibliche Carricaturen, und unter den-selben einen Jäger, mit der Unterschrift anführt:Der Aurnberger-Mmrod 1777-
ImolL, (Casparvon). So nenntLanzi ll. 86 .einen alten Maler des XV—XVI. Jahrhunderts,gebürtig von Jmola, der dort und zu Ravennaarbeitete. Er lebte noch ,521. Bey den Conven-tualen seiner Vaterstadt siehet man von ihm eineMadonna zwischen St. Rochus und St. Fran-ciscus, ein Bild, das sich dem neuern Stylnähert, und zwey (?) ausdrucksvolle Köpfe hat.Fast vermuthen wir, daß dieser Künstler, gleichdem folgenden, ein Schüler oder doch Nachahmervon Loren; Costa gewesen sey,
— (Franz Dandinelli da), dessen intLex. unter Bandinelli, doch nur mit Zurückwei-sung aufLorenz Gandolfo, und auch dort nurals eines Mitschülers dieses letztem bey LorenzCosta gedacht wird. Hier fügen wir hinzu, daßhingegen Lanzi > 1 . 2. ö6. ihn einen Schüler vonFrancia (Franz Raibolini) §ennt, und, gleich demLex. den Malvafia zu feinem Gewährsmann an-führt. Bey den Convenkualen von Cingoli (wirglauben im Revier von Anconä) sah man von ihmeine Abnehmung vom Kreuze.
*Imparatö, (Franz). Lanzil.601. nenntihn einen guten Nacheifere«: von Titians Styl. ZuSt. Peter Martyr in Neapel sah man von ihmdiesen Heiligen, welchen sein Schüler Caracciolodas beßte Bild nannte, das bis auf seine Zeit zuNeapel gemalt worden sey.
* — — (Hieronymus), des obigen Sohn.Von ihm sagt Lanzi (l. e.): »'Er genoß einesgroßen Rufs, vielleicht mehr, als er verdiente.Indeß folgte auch Er dem Venerianischen Styl,dann wieder dem Lombardischen, und reiste über-haupt auf dem gut Coloriren herum. Eine -Fruchtdavon ficht man an seinem Bild des Rosenkranzesbey St. Thomas von Aquino zu Neapel." Vonseinem Nebenbuhler Stanzioni rührt ohne Zweifeldas Muster von Einbildung her, welches im Lex.von ihm erzählt wird. Bey Fio, illo II. 787. heißtes von ihm: »In Venedig lernte er Tintoret undPalma den jünger» kennen, der ihm auf dasfreundschaftlichste die Regeln der Verschmelzungreizender und lebhafter Farben an die Hand gab.Man darf daher behaupten, daß er sich bemühethabe, diesen Maler zu erreichen." BeyDonnmcifindet man das Verzeichniß seiner vielen Gemälde.
* I >nperiale, (Hieronymus )« Derselbewurde von seinen Eltern dcr Studien wegen nachParma geschickt, wo aber Allegri und Parmesänobey ihm die mehrere Lust für die Malerey erweckten,deren Ausübung er aber, bey seiner Rückkehr nachHause, anderer Geschäfte wegen, nicht mehr fort-setzen konnte. Dennoch lernte er erst späterhin nochdas Aetzen bey Jul. Banst. Imperialechlüheteum i 65 o Von ihm gezeichnet und geätzt führtder ÜXnklersche Katalog einen Schutzengel an,
Jngoni, §9§
der einen Jüngling begleitet, und den böse» Geistvon ihm entfernt; mit der Ueberschrift: ^ngelus
Eustos.
* Indaco, (Franz und Jacob del ). LanziI. 66. sagt von Franz nichts Weiteres, als er seyin Monrepulciano bekannter als in Florenz ge-wesen; von Jacob dann, einem Schüler vonGhislandäjo, welcher um ihZH geblühet habe,heißt es (l. u. und 120.) vollends, er habe sich alseinen schwachen Maler gezeigt, und sein Ruf seydaher eben nicht mehr groß; womit es indessenseltsam absticht, wenn man eben daselbst liest:Micbael Angelo habe ihn mit andern guten Fres-kanten nach Rom beschieden um in der SixtinischenKapelle und bey andern ähnlichen Arbeiten ihmbehalfen zu seyn.
Indau, (Johann), ein geschickter deutscherEbeniste; arbeitete um i 685 . in Kaiser!. Dienstenzu Wien. Er ist auch durch sein von C. Nessen,khaler radirtes Bildniß bekannt. . M§c.
* India, (Bernardin), Schüler seines nach-folgenden VaterS, lebte um , 568 . In den Kirchenund Galerien zu Verona sieht man von ihm manchGutes, theils in starkem, theils in angenehmemCharakter, doch, wie Lanzi II. 126. glaubt, mehrin letzter»,; mit dem Hinzufügen, er scheine, dieBahn von Jul. Romano befolgt zu haben.
* — -- (Tullius), auch India der alteregenannt, Bernardins Vater. Liesen heißt Lanzi(I. c.) einen Freskante» von nicht gemeiner Ee-schicklichkeit.
Ingelheim, ( ). So heißt ein berühm-
ter Baumeister in Aachen, zu Zeiten Carls desGroßen.
Ingerl, (Jgnaz), des nachfolgenden PaulSebastians Sohn, Bildhauer, und Mitglieddes Ausschusses der Gesellschaft zur Ermunterungder Künste zu Augsburg, wie auch Kurfürst!. Trierrischer und Oettingen-Waüersteinischer Holzbild-hauer, geb. zu Augsburg 1761. Die erste Anleitungzur Kunst hatte er seinem Vater, das übrige seinemeignen Genie und Fleiß zu danken, von Srerren1 .111. 458 . u. ff. und II.281. u. ff und Mensel II.führen von ihm eine Menge plastischer Arbeiten an,unter welchen sich die Grabmäler des Bischofs vonAugsburg, Josephs Fürsten von Hcssen-Darmstadt,und einer Fürstin von Oektingen-Wallerstein, ausdem Hause Thun, und Taxis, auszeichnen sollen.Eben so war er in der Architektur wohl bewandert,und, neben AnderM, meistens von seiner Angabedie Anlage und Auszierung des Frcyherrlich Herrmannischen Schlosses zu Wien. Seit 1789. habenwir nichts mehr von ihm vernommen.
— — (PaNl Sebastian), ein sehr geschickterSteinmetz zu Augsburg, geb 1722. Man findetvon ihm schöne Arbeiten an bürgerlichen Häusernund Grabmälern seiner Vaterstadt, u. s. f. vonSrerren und Mensel l. c.
Incrles, (Joseph), ein spanischer Maler, geb.zu Valenzia 1718. und gest. 1786. von dem es beyFiorillo (IV- 4 i 5 .) ohne Weiteres heißt, daß erMitglied der Akademie St. Carlos, und ein vielversprechender Künstler gewesen sey.
* Inqoli, (Matthäus) Dieser.Künstlerlebte von"Jugend auf bis an seinen frühen Tod inVenedig, "und nahm sich, nach Zanetri, PaulVeronese und Palma zu seinen Mustern; dochscheint es mir (sagt Lanzi il. 1.) er habe nacheinem minder schwankenden und gründlichern Stylgetrachtet, wie solches an seiner Arbeit z. B. inCorpus Christi und an seinem Abendmal in St.Apollinare ersichtlich sey, wo Alles Bestimmungund Fleiß ist- Auch soll er ein guter Architektgewesen seyn. Er starb an dcr Pest.
* Ingoni, (Johann Baptist»), auch Joh.Baptista Mödenese genannt. D.as Lex. macht,
Ggggs