Joch.
Stechers (wie z. B. König Heinrich III. des Ad-mirals Casp. von Coligny, und des MathematikersZ. Sturms) erschienen waren.
Joch, (Peter), ein Kupferstecher von Straß-burq; lernte bey seinem Oheime Peter Aubry. Erlebte um 1670. FÜßli II. i/i.
« Jode, (Arnold, Gcrard, und Beter, Vaterund Sohn de), welche, mit noch zwey anderndieses Geschlechts, im Lex. unter Einem Artikel
enthalten sind.
i Arnold, geb. zu Antwcrven um 16Z6. lerntezuerst die Kunst bey seinem Vater, perer demJungen. Man weiß nicht, wenn er nach Englandgekommen ist, sondern nur, daß er sich um 1666.wahrend des großen Brandes zu London daselbstbefand. Seine Arbeiten stehen, in Absicht aufZeichnung und Ausführung, unter denen seinesVaters und Großvaters. Das Beßte sind seineBildnisse, von welchen Rost V. 147 einige nachNan Dyck, Huysmanns, Lely und Titian— danneben so etliche historische Blatter nach Van Dyck,von denen eines (das Jesuskind, das den kleinenJohannes umarmt) zur Unterschrift führt: 1 .on-Zoui, tempors'mcenüiiMaxüril— nach Correggiodie Erziehung Amors durch Merkur (nach einemGemälde des Königes von England) anführt, undsolches schön und selten nennt (Füßlr I. 59.beschreibt es, oder vielmehr sein Urbild); endlicheine Landschaft nach L. de Vadder, mit i 658 . darirt.
2. Gerard, geb. zu Antwerpen (nach Rost V.1Z8,) löse. und eben daselbst gestorben; des imLex angeführten Cornelius Sohn. In seinenStichen entfernte er sich von dem Style seiner Zeit-genossen, der Collaerts und Wierix, und wähltesich einen kräftigern, im Geschmacke von C- Corl.Zu Antwerpen errichtete er einen Kupferstichhandel-den seine Wittwe fortsetzte. Zu seinen vornehmstenBlättern gehören, neben den bereits im Lex. ange-führten: Uenrorabilillln bi. Dsstaliiontl temptoxestorum Icones lä. und eine große Kreuzigung-auf drey Blattern, ohne Namen des Malers (nachMich. Angelo), welches Rost (I. 0.) „ungeachtetderZerstreuung der Gegenstände, ein schönes Werk"nennt.
z. perer der Alte, Zeichner und Kupferstecher,geb zu Antwerpen 1670. Derselbe hat mit gleichemErfolg Portrait und Geschichte gestochen; letzcrenach I. Cousin, A. van Ort, Rubens, Vanni,Titian u. s. f. Die Verlobung der H. Catharinanach letzten», die wir eben vor uns haben, ist einkleines aber allerliebstes Blatt; eine der seltenenwahren Kunst-Juwelen. Das jüngste Gericht,nach Cousins Gemälde in der Sakristei) der Minimenzu Bois de Vincennes, enthält des Malers Bildniß,unten auf dem Stiche zur Linken. Von dem Blatte:Jesus, der Peter die Schlüssel ertheilt, heißt esbey Rost (V. 2(,2.), die beßten Abdrücke seyen dievor der Adresse von van den Enden.
4 - Perer der Junge, Zeichner und Kupfer-stecher, Schüler seines Vaters, den er aber inFeinheit des Geschmacksund in Führung des Grab-stichels übertraf. „Wenigstens" (heißt eS beyRostv. chz.) „kann man behaupten, daß er demerstem in der Richtigkeit der Zeichnung gleich kam,und aber namentlich in Behandlung des Nacktenüber ihm war. Wahr ist es übrigens, daß manihm in einigen seiner Arbeiten trockene Striche vor-werfen kann. Beyspiele seiner Talente und seinerFehler findet man in seinem St. Augustin nachVa» Dyck vereint. Lvarelers Lob: „SeinFleischhat oft das Ragout des Scheidewass.rs", ist fastzu fein für den Magen des gesunden Verstandes.Es ist unbekannt, ob perer in Italien gewesensey; dagegen weißt man, daß er seinen Varer nachParis begleitete, wo sie eine Menge Platten für dieborkigen Kunsthändler lieferten. Gegen cjo. seinerbeßten Blätter, sowohl Bildnisse als Geschichte,finden sich bey Rost (!. 0. i/ch— 7 , 0 .) verzeichnet:Die Bildnisse nach Bunel, Van Dyck (besonders),Van Hülle, Vouet und Williboorts; die histori-lchen Blätter, nach Darocci, Diepenbeck, Van
Johanne t. §97
Dyck, Artem. Gentilesca, Jordaens, Van Mal,Seghers, Titian und Vanni, von welchen beson-ders eine Anbetung der Hirten und das WunderSt. Martins von Tours, bende nach Jordaensschön genannt werden, und das Bild des Todesnach der rreflichen Gentilesca wohl ein ange-nehmes Ding seyn muß. Füßii (I. öi.) führt vonihm eine Geißelung Christi nach Franz Vanni und(III. 4 r.) nach Titian eine Madonna an, die dasKind stillt, welches er ein naives artiges Bild nennt
Ein Verzeichniß meines sel. Vaters enthält vonobigen vier Künstlern 016 Stücke. Ueber die bey-den perer corik. den winklerschen Gantkatalog.
Jodeau, ( ). Unter diesem Namen kennt
man ein Blatt: Die Belagerung von Dpres 1744.
Ioerg, (Meister), Kaiser Maximilians I.Bildhauer, verfertigte das Bild dieses Kaisers zuPferde, welches aus unbekannten Ursachen unaus-gearbeitet blieb. Es ist solches in dem Kose beySt. Ulrich zu Augsburg zu sehn. von GcerrettS- 91.
Ioerger, (Johann Septimus Graf von).So hieß ein Kunstliebhaber, der um 1645. seineigenes Bildniß und in 1662. drey kleine gebirgigkeLandschaften mit Vauernhausern staffirt, mir eineräusserst feinen Nadel geätzt hat, die seinen Namen,und: sä vivum ilsllns-ivlt 1662. zur Unterschristführen. und Er.
I 0 gLn, (Ludwig). So heißt irgendwo, ohneWeiteres, ein Künstler, der das Bildniß derKönigin Johanna, Stifterin des Klosters Navarrazu Paris gestochen habe.
* Johanissen, s. Hans Baldunes DenBeynamen Johanissen finden wir bloß bey Rost
1. ich. wir wissen nicht aus welcher Quelle; undeben daselbst findet sich auch die Litteratur einigerseiner beßten Blätter.
Johann de Alemania. S. Alemania.
Johann Baptist, vermuthlich einJtaliener;war 1524. Hofmaler Kurfürst Joachim I. in Bran-denburg , und, laut seiner Unterschrift, auch„Fürstlich-Pommerscher Conterfaitmaler "bJicolar.
— — von ctZlln. So hieß ein deutscherBaumeister, der dem Rufe des Don Alfonso oiCartagena, Bischofes von Burgos, welcher sich aufder Kirchenvcrsammlung zu Basel befand, nachSpanien folgte, wo nach seinem Entwürfe dieungeheure Karthause zu Miraflores aufgeführtwurde. Fiorillo I V. 55 .
* — — da Fiesole. S. Angelico.
— — (Meister). Von einem alten Venetiani-schen Maler dieses Namens ums I. 1227. findensich Nachrichten in den Büchern der alten dortigenKunstgenossenschaft, im Archive der altern Maler-schule zu St. Sophia daselbst. Fiorr'llo II. 9.
Johannes, In der Kirche St. Franzisc zuElften in Piemont findet sich ein Gemälde ganz imalten florentinischenGeschmacke, welches: chüaunssplnior pitixlt loch. unterzeichnet ist. II.
2. 55 c>.
— — Erzbischof zu Canterbury; schrieb eine
die i 5 o 8 . zu Pcsaro inFolio, und zu Cölln 1292. in Quarto gedruckt ist.
Johannot, (Franz), von Offenbach. „EinKünstler, dem es im I. 180Z. gelang, eine schonseit mchrern Jahren, von dem Musikhandler Andre'daselbst, und Sennfeidcr in Augsburg, erfun-dene Kunst, auf poltrte Steinplatten Noten zuschreiben, und sie nachher, wie die in Kupfer oderZinn gestochenen, abzudrucken, auch auf Malereyund Zeichenkunst anzuwenden. Auf polirten Mar-mor oder feinen Kalk zeichnet nämlich derselbe Land-schaften und Figuren; die Platten können eben sooft, ja öfter als Kupferplatten, abgedruckt wer-