Band 
Zweyter Theil, welcher die Fortsetzung und Ergänzung des ersten enthält.
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6oo Jenes.

merkungen zu den Werken dieses letztem, kvelchein einer 1742. erschienenen englischen Übersetzungderselben von Jacob Leoni beygefügt wur-den; und eben so eine, bald nach seinem Tod(1688) von seinem mehr erwähnten SchülerWebb herausgegebene Abhandlung über die be-rüchtigten Srone Henge--Steine in der Graf-schaft Salisbury; welche aber an dem Dr. Char-leron (1662) einen wohl nicht grundlosen Wi-dersacher, so wie hingegen an Webb (i 665 ) wie-der einen muthigen Vertheidiger fand. In 1728.erschienen alle drey Pamphlete zusammengedrucktaufs neue, da die ursprüngliche Schrift von Io-nes, nur für Freunde gedruckt, sich durch denAlles verzehrenden Londner-Brand fast ganz ver-loren hatte.

Jones, (Johann), ein englischer Schwarz-kunststecher um 1780. Von ihm. kennt man Bild-nisse nach H- Bunsbury, I. Downmann, Th-Gainsborough, W. Laurenson, G. Romney, undI. Reynolds; nach letzterm, neben andern, einesvon Carl Fox. Basan (L6. ssc.) führt von ihm:Den Tod von Algernon Sidney, nach Carter(-782.)und (1784.) mehrere Frauenzimmer-Bildnisse nachverschiedenen Meistern an. Ob es noch der näm-.liche sey, der in ganz neuern Tagen noch einmaleines der vorzüglichsten Bilder von Foxe geschabthabe, ist uns unbekannt.

— (Thomas). Nach ihm kennt man:l'ravellcrs Uepose, von I. Peack (1784.); tksniorr^ LampaZnsrrls, von W. Woollet, und tbcLsrä from Nr. 6ra^'s Olle, von I. R- Smith;beydes schöne Schwarzkunstblatter, letztrcs inBisterfarbe abgedruckt. und Mc.

* Jong oder Jongh, (Ludolph de). Nachihm hat A. Blootcling das Bildniß Arthus VanNes gestochen, und^ Tangen« dasjenige von Her-mann Langelius geatzt.

* Jonge, (M. D.) Derselbe hieß JohannMartin. Den Handriß, von dem das Lexikonspricht, hat P. Nolpe vortreflich geatzt, und dieErfindung davon ist wahrscheinlich nach Rubens.Dann kennt man auch unter diesem Namen denMarsch der spanischen Truppen nach Vanloo 1641.auf 4. Blättern.

— — S. auch Jongh und Zonghe.

* Jo «gelln, (Jacob). Die Statüen, welchePh. Galle 1886. (nicht 1876.) nach ihm gestochenhat, waren 8. heidnische Gottheiten.

Jongelinx, (I. B.), ein Kupferstecher zuAntwerpen, atzte Bildnisse in Foppensöib/roL/recrr

Iongh, (Johann von). So heißt irgendwoein niederländifther Kupferstecher von Middelburg,von dem man, nach Z. Blyhoof das Bildniß Joh.be Mey, und, ohne Namen des Malers, dasjenigevon Wilh. Mommer (zweyer Theologen) kenne.

Jonghe, (Clemens von), ein niederländischerVerleger, aus dessen Verlage man, neben Anderm,den Sänger am Fenster, nach Ostade, und einAbendmal nach Rubens, ohne Namen der Stecherkennt.

'^Jongmann, (Theodor). Seine Bildnissein Weyermann ( 1 . II. N-rb. vo. und N. III.lab. I.) sind A. Genoels, A. van der Velde, I.Loornvliet's und M» Musschers.

* — (Wilhelm), dessen im Lexikon unterTheodors Art. erwähnt wird, gab, neben denBildnissen in vaffor, auch andre, wie z. B. die-jenigen der Aerzte Heister, Hofmann und Wepfer.

Jonxr's, (Peter Heinrich), geb. im Haag 1789.lernte zu Paris bey dem jüngern Delaunay. Der-selbe ätzte nach Raoux u. a. Nach jenem z. B.die Vestalinen. Lass» Lä. ssc.

Jordaens.

^ Jordaens, (Hans). Nach ihm führt derGantkatalog von Brandes mehrere Blätter voirprenner an, deren Urbilder sich wahrscheinlich j»der KK- Galerie zu Wien befinden. So z. BMalerey- und Musiksalons, einen Blumengartensu. s. f.

* Jordaens, (Jacob). »Dieser Künstler"(heißt es bey Rost V.M7—48. nach Wareler)»bildete sich eine verständige Manier durch dasKopiren der Werke von Titian, Veronese, Bassanound Carravaggio; dennoch aber war der flamän-dische Geschmack immer bey ihm überwiegend, unddas Muster, das er sich vorzüglich wählte, warRubens, seist Zeitgenosse." Dann sagt Warelerselber: »Jordaens hatte eine große Kenntnißvom Helldunkel, und kam durch die Lebhaftigkeitseines Coloriks dem Rubens gleich, wenn er ih»nicht gar übertraf. Sein Ausdruck war stark undwahr; aber es mangelte ihm in dieser Parkhie,eben so wie in den Formen, an Adel. SeineKöpftsind eben so wenig als andre Theile seiner Figuren,von schöner Wahl; aber sie leben, sie drücken allesdas aus, was sie der Maler wollte sprechen lassen,und (setzt Rost hinzu» bezeichnen besonders Güteund Treuherzigkeit; Züge, welche in seiner eigenenSeele lagen. Seine Stellungen sind nicht maje-stätisch; aber es sind richtige Bewegungen, die,wenn sie auch bloß niedere Handlungen bezeichnen,doch der kalten Täuschung theatralischer Attitüdenvorzuziehen sind. Alles rundet sich, Alles machtsich von dem Grund los, Alles athmet in seinenGemälden, und scheint keine Nachahmung, son-dern die Natur selbst zu seyn. Seine Werke wur-den zwar nie so theuer bezahlt, als die von Rubens;aber seine Leichtigkeit verschaffte ihm ein hinläng-liches Vermögen, und schon sein Charakter machteihn glücklich. Den Tag schenkte er ganz der Arbeit,die Abende seiner Familie und seinen Freunden,und die Anmuth des Lebens ward ihm nie durchhäuslichen Verdruß gestört." Eine Stelle im Lexseine Verhältnisse mit Rubens betreffend,- wirovon wareler dahin erläutert : Rubens kannte denJordaens, liebte ihn, machtt sich's zum Ver-gnügen, ihm Arbeit zu verschallen, und vorzüglichCartons in Wasserfarbe zu malen, welche in Ta-peten ausgeführt werden sollten. Der König vonSpanien hatte solche von Rubens verlangt, unddas Unternehmen war für einen jungen Künstlersehr Vortheilhaft. Vcrläumdung ist es aber, wennbehauptet wird, der ersire sey auf letzter» eifer-süchtig gewesen, und habe ihm jene Bestellungenbloß deswegen verschafft, um ihm' seine schöneManier zu koloriren zu verderben. Auch meynieSandrart wirklich, Jordaens habe bloß nochein sehr kaltes Colorit gehabt, seitdem er jeneCartons malte; hatte aber wohl vergessen, daßunser Künstler noch sehr jung war, als er dieseverfertigte, und daß die Gemälde, auf welche sichsein dauernder Ruhm gründet, erst nach diesemZeitpunkt entstanden sind." Den fast übergroßenRuf, dessen er in seinem Geburtslands genoß,bezeugt, neben Anderm, auch die Unterschrift seinesvon P. von Jode gestochenen Bildnisses: AacZ«

Ao-'-iae-rs, excellent Üeintrs en ^ranü; il !sitconnsistre son esyrit ele ve par ss belle maniere6e yslnäre; cst inventlk en tonte «orte ci'or-stonnances, soit en Poesie, bistoires, en se-votlon et 6'sutrss; il a kalt cls belles cbosesracourtsntes (Wohl ra§outantes) pour ls Roi se8ue<ls et plusisnrs aucres princes et 8eiZneursetc. tensnt sa cleineure en 1a viile <ls sa nsis-sance. Unter seine vornehmsten Werke zählt N)a-reler, neben dem schon im Lex. berührten Gemälde,das den Prinzen Friedrich Heinrich von Nassau aufeinem Triumphwagen, mit vier weiffen Pferdengezogen, vorstellt, vor allem aus: Christus unter,den Lehrern, am Hochaltar der Kirche Walpurgisz» Furnes, welches man oft Rubens zugeschrieben,lind das keines seiner geringern Werke seyn würde.Dann fährt er also fort: »Da es Jordaens bloßan Adel fehlte, so würde er über alle Kritik erhaben