Ioly.
Joly, ( ). So nennt schon um 177!.
Hmnecke in seiner I8ös ^enörsis p. 489. dendamaligen Aufseher der Königlichen Kupferstich-sammlung zu Paris, dessen Gefälligkeit er nichtgenug rühmen kann.
— — ( ). Und eben so hieß auch, dem
-ftmansoti äss ösaux-^rts von 180Z. zufolge,der damalige Aufseher des Kupferstichkabinets inder Nationalbibliokhek zu Paris. Ob es noch derObgenannte, und ob der Eine oder der Andre selbstausübender Künstler war, ist uns beydes unbekannt.
Iombare, (Carl Anton). Ein solcher gabin 1755. (4-° ?aris) Nötkocis pour sppeenNrs leNesseln, enrloins 6s 100. plnncücs ä'apres ku-
xkasl etc. Hsmecke II. 564. Auch von diesemist uns unbekannt, ob er selbst die Kunst geübt habe.
Iombere, ( ). Unter diesem Pamen fin-
det man einBild-iiß des Baumeisters A. le Pautre;dann 4 - Blatter Plane und Durchschnitte der KircheSt. Louis du Louvre, und einen von der Menageriezu Versailles.
Ionison, (Thomas). S. Iamson.
Ionas, (Felix), ein Maler von St. Sebastian;lernte zu Rom bey Christoph Unterbergcr. Derselbegewann 1784. eine» Preisn, der Akademie zu Parma.
Ionck-Heer, (I.) So heißt ein sonst un-bekannter Maler, von welchem Barrsch (l. 112.u. s. f.) glaubt, daß ihm drey Blatter geätzterHunde zugehören, welche mit ?. V. H. bezeichnetfind, und daher gewöhnlich einem aus der Luftgegriffenen Paul van Hecke (s. diesen Art.) zu-geschrieben werden. Zugleich führt er dann vonunserm Ionck-Heer zwey wirklich mit dessenNamen bezeichnete: Die drey, und die vier Wind-spiele, und endlich noch ein viertes anonymes:Die zwey sich beißenden Doggen, an, welche mitden beyden vorgenannten unstreitig gleichen Ur-sprunges seyen. Irgendwo wird dieser Künstlerauch F. Jonck-Hecr genannt.
Ioncquier, (Michel). S. Groncoy.
* Ion es, (Jnigo), geb. zu London, wareines dortigen Leinwandhändlers Sohn, der ihnanfangs zu einem Tischler in die Lehre that.Allein sein eigener Hang leitete ihn vielmehr aufdie bildende Kunst. Ein Graf von Arundel oderPembrock entdeckte zuerst bey ihm ein Talentfür's Landschaftsmalen (noch wurde in neuernTagen wieder ein Landschaftsstück von ihm beyden. Herzog von Devonshire vorgewiesen). Erließ ihn nach Italien reisen, wo besonders zuVenedig die Werke des Palladio seinen Geschmackan dem ganz andern Kunstzweig bey ihm regemachte, durch den er späterhin so berühmt wurde.Dort entdeckte ihn Christian IV. von Dänemarkund berief ihn als Baumeister zu sich. Mit die-sem Fürsten gieng er nachwar-es nach England,wo die Anerbietungen des Hofes, und vielleichtdie Liebe zu seinem Geburthslande ihn festhielten ;einzig unternahm er noch eine zweyte kurze Reisenach Italien ums I. ,6,2. und kehrte dannmit noch besser ausgebildetem Geschmacke aufminier nach England zurück, wo er sofort die^nlendenz über alle Königlichen Gebäude er-melk. Als ihn Jakob I. eines Tages über dieMittel befragte: Wie die Kronschulden nament-uch auch im Baudepartemenr zu tilgen wären,stand der nichts weniger als bemittelte Mannnicht lange an, statt aller andern verwickeltenVorschläge, dafür — feine Besoldung anzubieten,uns durch sein Beyspiel den Kontrolleur, denSchatzmeister, u. a. Hofbediente zu ähnlichenHpsern zu vermögen. Itzt sah man von ihmcme wichtige Arbeit nach der andern. Vörderstdie Verbesserungen der alten St. Pauls-Kirchezu London (MZZ); das Innre der Cathedrale
'") Der Saal in Banqncttingbouse ist von Rubens und
N denke man sich Io.nes hinzu. Welche RunMmlr!
Iones. §99
zu Winchester. In beyden bemerkt man jedocheine seltsame Vermischung des Gothischen (wel-ches ihm niemals gelingen wollte) mit dem An-tiken. Ferner das sogenannte Banquetkinghousezu Whikehall, welches für ein Meisterstück derKunst geachtet wurde, und wovon bey dem Brandvon Mg8. noch ein Paöillon übrig blieb; dieschöne Kapelle in, Pallast zu Sommerstett u. s. f.Dieses unter der Regierung Jacob I. Als Karl I.auf den Thron stieg- und an feinem glänzendenHof eine Menge Schauspiele von Ven-Johnson-Chapnmn - Davenant u. fi f. aufgeführt wur-de», war es imnter Iönes, der die Maschinen,Dekorationen u. s. f. besorgen mußte. Nach-wärts wurde er, als Katholik und Anhänger desgedachten Monarchen, in die unglücklichen Schick-sale desselben mit verwickelt - und in eine Buße von545 Pf. Sterl. verfällt, deren Entrichtung er-wie schon das Lex. bemerkte, durch Verhehlungseiner Baarschaft umsonst zu vereiteln bemühetwar. Karls tragisches End verbitterte vollendsden Nest seiner Tage; und, ungeachtet er unteeKarl II. wieder alle seine Stellen erhielt, un-terlag er in Kurzem so vielem Kummer, undstarb bald nachher, i 65 i oder 62. wo ihm inder Kirche St. Venedikt ein ehrenvolles Grab-mal gesetzt wurde, das aber mit diesem Tem-pel in dem großen Londner-Brand zugrund-gieng. Die Anzahl seiner Bauten war, wieschon oben bemerkt ist, sehr beträchtlich, wenngleich mehrere derselben, welche ihm zugeschrie-ben werden, eigentlich seinen Schülern gehören.In 172/ gab Wilhelm Renr, mit BeyhilfeJsaac Warn's, nicht Vary's (wie das Lex. sagt)zu London in zwey Foliobänden eine Sammlungderselben, welche nachwärts 2770. in einer neuerVAuflage, mit französischem Texte erschien. Le-senswerthe Analysen dieses Werkes finden sichbey d'ArgeirsviUe I. 27Z — 77. und -MLM(L6. tsi-2. II. 178 — 82.), wohl in beyden nachvertue und Walpole. Jenes Banquettinghou-se machte nur den kleinen Theil eines großen(unausgeführten) Ganzen aus, wovon sich derallgemeine Plan im Vüruvius örittrmicus be-findet. Der Eingang desselben, welcher einemdoppelten Triumphbogen gliech, zeichnete sichbesonders durch seinen edeln, so wie die Faoadedes Pallastes Lindsey - House zu London durchseinen einfachen Styl aus *). Dann gehörtedas dortige Chirurgische Theater zu seinen schön-sten Bauten. Eben so die Porte Temple-Bar;der Pallast zu Greenwich (MZ9.) als Wittwen-sitz für die Königin Mutter; Kirche und der Por,Mus von St. Paul zu Kovcmgarden (welche in-dessen von den Einen als ein der majestätischenEinfalt der Alten würdiges Werk bewundert, vonAndern hingegen »amenrlich die toskanische Ord-nung an ermüdeten Portikus trocken und gemein,und die Bedeckung einem Scheunendach ähnlichgefunden wurde: das Hotel von Schaffsbury,jetzt ein Wöchnerinnen - Hospital; der Pallastvon Gunnesbury (dieser bloß nach seiner Zeich-nung von Jacob Webb ausgeführt), ganz imVenetianischen Geschmacke; der Pallast des My-lord Pembrocks zu Wilton - und Mylord Karl-tons zuWiltshire; das mit geschmackvoller Ein-falt gebaute Haus Chevening; oas Schloß dela Gränze in Hampshire, Coieshill in Berks-hire (i 65 c>) und Cobhamhall in Keut. Auch dieweltberühmte Baute zu Greenwich, anfangs zueinem Königl. Pallaste für Karl II. und erst nach-werts von Wilhelm III. (0 des wahrhaft Löm'g-lichen Gedankens!) zu einem Marine - Invali-den-Hospital bestimmt, ist nach seiner Angabevon Webb erbaut. Harmonie aller Theile zumGänzen war besonders die Eigenschaft, welchealle Produckte dieses großen Mannes bezeichnete;dagegen verfiel er, nach der Weise seines Lieb-lingsvorbildes Palladio, nicht selten ins Magereund Allzuleichte. Von ihm kennt ma» auch An-
van Dyck gemalt. »Und nun" (ruft NIMM aus).