Band 
Zweyter Theil, welcher die Fortsetzung und Ergänzung des ersten enthält.
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625
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Kinson,

Prag). Ohne Zweifel ist es derselbe Künstler ,nach dessen Zeichnung in 1806. zu Wien bey Mollound Comp. eine von Schlotterbeck gestochene artige,aber nachlässig colorirte Sammlung von Kleider-trachten der Bewohner der Kais. OesireichischenStaaten erschienen war» Meus. Arch. II. 2.182.

Kinson, ( ). So Wird im Almanach

ges Leaux-TLrts von i 8 o 3 . ein damals in Parislebender Naler genannt, von dem man einDildnißder Mad. Bonaparte kannte. Seither sah manvon ihm, in dortigen Salon 1806. ein andres desKriegsdcpartement-Administrators Dejean in Le-bensgröße, welches sehr geschätzt wurde» Tüb.Morg-Ll. 180/. S. 58 .

* Alp, (I-> Von ihm kennt man auch einBildniß des Arztes Marc. Malphigi, von 1697.batirt.

— — — — — Schwerlich der Obige,sondern ein neuerer Künstler dieses Namens wares, der in 1740- die Ruinen von Persepolis in 21.Blattern ans Licht stellte.

Kl'prinskorv, ( ), ein russischer Maler.

Bey der Kunstausstellung zu St. Petersburg vomJ.1804. sah man von ihm, aus dem Zeitpunkt derBekehrung Rußlands zum Christenthum, einenehrwürdigen Greisen und seinen Sohn, einen Jüng-ling von hoher Schönheit, die von den noch übri-gen Götzendienern mit dem Tod bedrohet werden.An diesem Gemälde bewunderte man sowohl diemeisterhafte Zusammensetzung, als überhaupt dasLeben und den Ausdruck der Handlung. Nur dieGesichter der hinten stehnden Krieger fand man et-was bedeutungsleer. Meusel Arch. 1 .4. L9-90.

*Airch<rl oder Rl'rkhal, (Eduard). OhneZweifelgehören zu seinen Blattern nach den Hand-riffen großer Meister: Eine Bauernfamilie mitihrem Vieh auf dem Marsche nach Bassano, undApoll und Daphne, ohne Namen des Malers,beyde in grünlicher Luschmanier (letztres nennt derBrandessche Katalog schön und selten). Wohleben so das Verlöbniß der H. Catharina, nach F.Mazzuoli; Sauls Bekehrung, nach dem jüngerrtPalma (1720.) (auch von Mßli III. 160—64. an-geführt und beschrieben); Aeneas der seinen Vaterkragt, nach Raphael; eine H. Familie nach delEarto, aus der Devonshirschen Sammlung, undSt. Anton der einen Menschen mit abgehauenemFuße heilt, nach F. Zuccheri, die sich in einemVerzeichnisse meines sei. Vaters befinden. Danngeschabt kennt man von ihm neben Anderm diesieben Raphaelschen Cartons zu Hamptoncourt;die Bildnisse des Tonkünstlers F. Bernardi, Sane-sino genanut, nach Gvupy, und des BaumeistersC.Wreen, nach H. Cooke; und nach Wouwermannein sehr hübsches Blatt: r6s ffountain ok r6eHunters, welches nachwerts auch Moyreau ebenso schön gestochen hat. '

Rirchrvood , ( ), ein englischer Kupfek-

stecher neuester Zeit, gab um 1806. gemeinschaftlichMit Sons: Lrestg ok tüe Principal kamilieo ok6reat Lritain anä Irelanä etc. krorn sicetoNes b),6 . 8.0 (12. 86 . 6 . D.)

Rirk, (John). Diesen Namen findet manauf Königs. Englischen Schaumünzen von 1746.Samml. berühmter Medailleurs X.o 190.

— (M.), ein neuerer englischer Maler.Aon ihm befindet sich in der Shakespears-Galerie:MusAndronikus (IV. Akt. i.Sc.); ein Bild, daswegen der darin befindlichen trcflichen Gruppe edlerFiguren im: / br/ch IV. 97. großes Lob

erhalt, und das, wie es scheint, eben so schön voneinem andern (wohl zuverläßig Th.) Kük gestochenwurde. Dann die gleich folgende Scene: DerMohr, der sein Kind gegen den Prinzen schützt;meses gestochen von I. Hogg 1 . e.

*) Oder vielmehr zu Castcll - Madama, von wo er nach

Kirsch. 62H

Rirk, (Th.) Der eben genannte Kupferstecherdieses Geschlechts, der, neben dem gleich ange-führten Blatte nach dem Maler Kirk, auch nachCypriani gearbeitet haben soll.

L-rsch, (August Christoph), geb. zu Dresden'-763. ein frühzeitiges Kunstgenie, dem aber hie-nieden nur kurze Zeit zu blühen bestimmt war.Schon mit dem sechsten Jahre fleng er an, dieMalerakademie zu besuchen, wo er anfänglich be-sonders unter der Anführung des ältern Klaß sichim Zeichnen übte, und dann den Unterricht desDirectors Casanova genoß. Da er dabey auchwissenschaftliche Unterweisung bekam, und über-haupt einer liberalen Erziehung genoß, so warenschon seine ersten Versuche in eignen Entwürfenkeine bloßen Wiederholungen des Gesehenen, son-dern verriethen Nachdenken und Wissenschaft. Beydem Kunsisallon von 1786. zog er die allgemeineAufmerksamkeit durch ein großes Bild auf sich,welches nach Seydelmanns Manier mit Ossa-Eäpia und einem trocknen Pinsel gemalt war, undHektors Leichnam vorstellt, wie er, in den väter-lichen Pallast zurückgebracht, von der ganzen Kö-niglichen Familie umringt und beweint wird. DieAnordnung dieser reichen Zusammenstellung zeigteVerstand; die Zeichnung war, wenn schon nichtdurchaus correct, doch in einem edeln Style; nureinigen weiblichen Köpfen wünschte man mehrGrazie. Dieß war auch der einzige Tadel, denman bey der folgenden Ausstellung im 1 .1786. beyeinem Oelgemälde von ihm fällte, das die H. Familievorstellt, und sonst von dem Geiste des Palma ein-gegeben zu seyn schien, so wie verschiedene seinerfcizzirten Handzeichnungen einen zweyten JulioRomano verkündigten. Jenes Oelgemälde zogihm dann den ehrenvollen Auftrag zu, das Alkar-blatt für die neu erbaute Kreuzkirche binnen dreyJahren zu verfertigen, zu welchem End ihn derKurfürst auf eben so viel Jahre als Pensionnaicnach Rom sandte, damit er jenes Bild auf klassi-schem Kunstboden verfertigen könne, und solchesnicht zu weit unter dem Altargemälde von Mengsin der katholischen Hofkirche bleibe. Im May 1786.gieng er wirklich nach Rom ab, wo *) er aber,leider! im October 1787. an einer Brustcntzündungstarb, als er eben die Scizze zu seinem Bild vollendethatte. Eine Beschreibung derselben, nebst einerNachbildung im UmrissevonGottschick geätzt, findetsich in Mensels Archiv 1 . 3 . i 85 — 86 . wo auchnähere Nachrichten von seinem Leben versprochenwerden. Ein allegorisches Basrelief zu keinemAndenken verfertigte zu Dresden der Bildhauer C-G. Dähne. rss. B-bl. d. Sch. W. XXXV. 2,5 n— 13 . und Reller S. 112. In einem Aufsatzüber ihn, in der Zeitschrift: Italien Und Osuksch-lanä 11.44^54. heißt es, neben Anderm: „Ausserseiner Kunst besaß er auch reelle wissenschaftlicheund Sprachkenntnisse, las und studiere täglichseinen griechischen Homer, und war mit seinemlateinischen Horaz vertraut; machte überhaupt dasEdelste, was' die Poesie hervorgebracht, sich zueigen, und trug den Geist desselben in keine mäh-rischen Compositionen über." Ferner: »Seltenvereinigt sich Wohl so viel körperliche Dauerhaftig-keit und Starke mit so viel Zartheit der Empfindung,wie bey ihm; so daß, dem natürlichen Laufe nach,sein Körper im Stand gewesen wäre, die heftigstenAnstrengungen des Geistes bis in ein spätes Alterzu übertragen. Dies gab ihm immer Heiterkeitund frohe Laune, und machte ihn unerschöpflich annaiven Einfällen und Gedanken, so oft er, auch nachder angestrengtesten Arbeit, in einer Gesellschaftvon Freunden sich wieder erholte. In der Pan-tomime war. er Meister; und man hätte sagensollen, er sey zum Schauspieler geboren, wennnicht bey dem achten Geschichtsmaler eben dießTalent in hohem Maaße vorausgesetzt würde,wodurch er im Stande ist, sich selbst in die ver-schiedensten Situationen, welche er darstellt, zuversetzen". — »Aufjenes Gemälde, das er für die

Rom zum Begräbniß zurückgebracht wurde.

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