Band 
Zweyter Theil, welcher die Fortsetzung und Ergänzung des ersten enthält.
Seite
631
JPEG-Download
 

Kliewek.

auf dem Salon von 1807. von ihm ausgestelltegetuschte Prospekte von Gartengebäuden „gut ge-dacht und sauber gezeichnet" genannt.

Blierver, ( ). Von ihm i 8 o 5 . gestochen

kennt man eine Sozmannische Karte von Mecklen-burg-Streliz.

xlipfel, (Carl Jacob Christian), geb. zuKönigstein in Meißen; arbeitete als ein geschickterMaler in der Meißenschen Porzellainfabrik. Erwar zugleich ein geschickter Tonkünstler. Um 1778»bekleidete er die Stelle eines Inspektors desWaarenlagers der Königl. Porzellainfabrik zu Ber-lin. Meusell., und lebte wahrscheinlich noch 1789.Neueres haben wir nichts von ihm vernommen.

* Block, (Cornelius), ein alter niederländi-scher Künstler, lernte das Glasmalen bey den Ge-brüdern Craberhs. Die Bürgermeister von Leidenund Delst ließen von ihm nach' den Cartons vonWilhelm Suaneburg zwey Fenster für die St. Jo-hannskirche zu Gouda malen. Jenes stellt die Auf-hebung der Belagerung der Stadt Samaria, unddieses die Aufhebung der Belagerung der StadtLeiden vor. Sie. sind mit den Jahrszahlen 1601.und 160Z. bezeichnet. 6lassn von 6öuäa.

* Lloeckner, (David). Die nach ihm ge-stochenen Blatter sind lauter Bildnisse. Darunterauch sein eigenes in der Galerie zu Florenz von P.A. Pazzi gestochen. Von ihm selbst geätzt dannkennt der wmklersche Katalog ein seltenes Blatt:Tapirs puAnss nsvalis I^uclierss Re§. Maj. 5 ue-ciss ia kauclbus. Dav. X/oecLer äel.

Bloering, ( ). So heißt irgendwo ein

Kupferstecher, von dem man Bauerngesellschaftenkenne.

Llomper, ( ). Und so, ebenfalls ohne

einiges Hinzuthun, ein Landschaftsmaler.

Rlopper, (I.). Und so ein holländischerKupferstecher des XVII. Jahrh, von dem man,neben Anderm, ein Bildniß von S. Pitiscus, ohneNamen des Malers kenne.

* Bloß, ( ). Und so ein Miniatur-Maler,

der um die Mitte des X VII. Jahrh, zu Berlin ge-arbeitet habe. (Die Verweisung des Lex. auf denArt. Brecheisen fällt somit weg).

* Bloße, (Johann Bartel). I. Sooms hatnach ihm die Verzierungen zu einer Disputationvon Wenzel Slovatius gestochen.

Bloy, (Caspar und Simon). So heißen inMeusels Mus VI. 97. zwey junge Künstler,von welchen man auf einem Münchner. Salon 1788.gute historische Stücke sah. Fast aber vermuthenwir, daß der zweyte mit dem gleich folgendenSimon Klotz Eine Person seyn dürfte.

Bloy, (Johann). So heißt irgendwo, ohneWeiteres, ein Stukkaturer, der um 1770. zuMünchen gearbeitet habe. :

- (M.), Kurfürstlich Pfalz-Bayerscher

Hofmaler, arbeitete zu Mannheim um 1780. Da-mals sah man von ihm Landschaften für's Theater;auch Bildnisse und Blumen. Meusel II. Inseiner Eigenschaft als Bildnißmaler las man vonihm in Meusels Mus (XIII. 5—15 ) nicht»nlustige Gedanken: Ueber dasporrrat-Costum,und eben so (XVII. 297—014.) wieder: Gedankenüber jenen Aufsah von < 5 - L> Junker. Von seinerausübenden Kunst bläst es ebendaselbst (XVIII.458 . u. s.,f. spars.) kalt und warm, wie folgt:,-H. Rlotz hat sich einige Zeit hier in Mannheimaufgehalten; er malt nicht allein in Oel, sondernauch j„ Miniatur. Er ist ein Artist, der sichschmeicheln darf, seine Kunst mit Beyfall auszu-üben, und besitzt zumal für das Frauenzimmereinen einnehmenden und gefälligen Pinsel. Schade,daß er sich seit Kurzem von hier als Dckoranons-maler wieder nach seinem Standort München hat

Knaptott. 6zt

begeben müßen. Nebst vielen Privatpersonen malteer auch die meisten Acteurs und Actrizen der Na-tionalbühne. Für ein Portrait mit einer, auchwohl zwey Händen läßt er sich nicht mehr als 3 .Louisdchr bezahlen Dann aber fällt demjenigen,der obiges Urtheil ausspricht, ein andrer Kenner(Dikatos) in die Rede, und sagt: „Was mirüberhaupt an den Bildnissen des H. Llotz nichtgefallen will, ist das violetne Coloxit, und eine(milchweiße) Haut, die derjenigen der Kakerlakenähnelt. Die Ursache dieses Fehlers entsteht vornMangel der Mitteltinten, und von dem vielenVertreiben und Farbenquälen. Um seinen KöpfenStärke zu geben, hält er die Schattenseite zuschwarz. Ueberhaupt malt er mit einem zu zag-haften Pinsel, und giebt den dunkeln Haaren aufder beleuchteten Seite zu wenig Beleuchtung, undeinen zu »»malerischen Wurf. Schöne Weiberköpfegerathen unter seiner Hand (sowohl in Rücksicht derAehnlichkeit, als auch wegen vielen Mangels derübrigen Theile) selten". Nach ihm Gestocheneskennen wir einzig das Bildniß des SchauspielerJflands von A. Karcher sowohl, als von Schulze(letztres vielleicht eine Copre des erstem, jenes vonV91. datirt). Noch finden sich im Journal clerbilllenllsn Xünsts (1797,.) von unserm Rlotz Be-trachtungen über die Färbung in der Malerey,deren Werth wir praktischen Künstlern zu beur-theilen überlassen. Von dieser Zeit an haben wienichts weiter von ihm vernommen.

— — (Simon). So heißt der Sohn desgleich vorhergehenden Hofmalers zu München,welchem um 1802. die Ausführung des vondem Direktor Männlich erfundenen schönen undideenreichen Vorhangs des Münchner-Schauspiel-Hauses aufgetragen wurde. In der Allg. Runstz.S- 63 . wird derselbe ein junger Künstler genannt,der, wenn gleich durch die Aufmunterung äussererUmstände wenig begünstigt, auch schon durchfrühere Arbeiten gezeigt habe, daß er von demxrokanum vulZus abgesondert zu werden verdiene.

Blüpfel, (Johann Conrad). So nennt sichein uns sonst unbekannter Künstler, welcher um1620. alle Bildnisse zu Zachar. TheobaldsBeschreibung des Hussitenkriegs gestochen hat.

Bluse mann, (Johann Friedrich). So heißtim winklerschen Katalog (1802.) ohne Weiteres,ein wahrscheinlich neuerer Künstler, von dem maneine colorirte Ansicht des Doms zu Magdeburg mitFiguren im Vorgrunde kennt, die dem PrinzenLudwig Heinrich von Preussen zugeeignet war.

Rlußenburg, (Martin), ein böhmischerKunstgießer, lebte zu Zeiten Kaiser Carl IV. undgoß auf Befehl desselben die Bildsäule des Mär-tyrers St. Georg, welche auf dem Platze desPräger-Schlosses steht, und deren Stellung undZeichnung von Kennern sehr geschätzt ist. S. Vor-rede zu den Abbild, böhm. u. mahr. Gel. undRünstl. /. Tb. S-

Bnappe, (Carl Friedrich), ein deutscherThier- und Psianzen-Maler, lernte bey I. FriedrichGrooth. Derselbe war bereits um 1774. Mit-glied der Künstler-Akademie zu St Petersburg undlebte dort noch 1804. mit dem Titel eines Akademi-schen Raths und Hofraths. Von diesem Künstler,dessen Arbeiten sehr geschätzt waren, sind dieZeichnungen zur ?lc»ra besieg. Dann sieht manvon ihm auch Gemälde in gedachter Akademie.Bernoulli IV. 128. Fiorillo K. S. II. 58 . u. 66.

* Anappi'ch, (Johann Georg). Nach ihmhat I. G. Schauer das Bildniß Wilib Popp's,Abts von St. Ulrich zu Augsburg, gestochen.

*Rnapton, (C.) Die 27. Blätter, welchederselbe für die, gemeinschaftlich mit A. Pondgelieferte Sammlung selbst geätzt hat, bestehen in:Landschaften, Marinen und Architektur, nach F.