Kobell.
von ihm selbst kühn und geistreich geätzte und braunMisactuschte Blätter, mitR. Xabslljun. bezeichnet,(eines nach winkler 1788. nach Rost 1768: datirt)finden sich dort verzeichnet.
«Robell, (Wilhelm), Ferdinands Sohnund Schüler/ Maler und Kupferätzer- geb. zuMannheim um 1766., lebt gegenwärtig (1807.)zu München. Die günstigsten imstande hattendenselben erzogen und gebildet. Mit einem wahrenKünstlergenie geboren, machte er unter der Anlei-tung seines Vaters die schnellsten Fortschritte, undschon seine frühern Versuche waren wahre Meister-stücke. Neben seiner mechanischen Behandlung -und dem vortreflichen Geschmacke, welchen er inalle seine Bilder zu legen wußte, besaß er besondersSie Kunst, den Charakter seines Urbilds in allenTheilen vollkommen darzustellen. Einige seinerLandschaften und Diehsiücke können daher denhetzten Niederländern zur Seite gestellt werden.Freylich hieß es noch von seinen frühern Arbeitenin Rom, wo er sich eine Zeitlang aufhielt, nichtdurchgängig so; und zufolge der Schrift: Winkel-mann u. s. Jahrh. (S. 332—33.) urtheilte man da-mals von ihm: „ Bey reicher Erfindungsgabe über-füllt er gewöhnlich seine Werke sehr; malt zwarausführlich - aber etwas hart und eintönig Diesemanierirte Härte und Ueberladung wurde auch anseinen fleisslg ausgeführten Zeichnungen gerügt.Bon seinen neuesten Arbeiten, als Maler, nenntdas Tüb. Morg. Bl. 1807. S. 44- drey vortref-licheBilder, Scenen aus dem vorletzten französischenFeldzuge in Deutschland: Eroberung von Ulm,Einzug der Franzosen und Bayern in das wiedereroberte München, und Einnahme von Braunau,die der Fürst Alex. Berthier bey ihm bestellt hatte.Seine bekannte» Blätter dann nach Berghem-Wouwermann, Roos u. a. scheinen mehr Originaleals Copien zu seyn. In der Aquarell-Gattunghatte er es zu einem unübertreflichen Grad der Voll-kommenheit gebracht. Rost II. 25a—82. wo 14.derselben, im LVinklerschen Katalog aber an dieZo. verzeichnet, und genau beschrieben sind. DieMeister, nach denen er geätzt hat, sind, neben dendrey schon genannten, Th. van Bergen, I. Both,I le Düc, C. du Jardin, F. Kobell sein Vater,W. Romain, I. van der Velde und I. Wynants.Bergl. auch Meusels Must XIV. 124—28.und N. Mus. 210—ii. wo zugleich die (für ihrengroßen Werth wahrhaftig niedrigen) Preise meh-rerer seiner Blätter enthalten sind. Als vorzüglichwerden bey winklern genannt: Zwey Landschaf-ten, nach Berghem, aus der Münchner-Galerie;ein Mondschein, nach Kobel; diejenige mit demgesattelten Pferde, nach du Jardin, aus demWinklerschen Cabinette; zwey, nach H. Roos,mit Ruinen und Vieh; eine, nach van der Velde-ans der Mannheimer-Galerie; eine Winterland-schaft, und die sogenannte Reitschule, nach Wou-wermanns, letztre wieder aus letztgedachter Ga-lerie. Die meisten sind von 1788-92. datirt.Hinwieder haben nach seiner Zeichnung P. Coot-wick: Eine norwegische Seegegend nach Everdingenund eine andre Meeraussicht, letztre bloß mitKobell I). bezeichnet, und ganz kürzlich das vor-letzte preussische Lager bey Fürth, und eine Revüeder Preussischen Truppen mit Franken, zum Colo-riren geatzt, welche schwarz 8. fl. 3o. Kr. und colo-rirt 12. Speziesdukaten kosteten. Von diesen letztemhieß es: Daß man jährlich nur für ein Paar (inFrauenholzen's Verlage) Bestellungen annehmenkönnen Ein verdientes Lob derselben sowohl, alsdann einer: .8ruto üe 8,x Lavaliers, von unsermKünstler selbst (1808.), nach der Natur gezeichnetund geätzt, s. in Meusels Arch.II. 3. 109—11.wo es freylich etwas sonderbar klingt, zu hören--Die Harren, welche einem, an fleiffigvollendeteKupferblatter gewohnten Auge darin auffallenmögen, kommen dem diese Vorstellungen studi-rende,, Zeichner wieder zu gur, indem sie diegehörige Lage der Knochen, so wie die dadurchentstehenden Schatten und Lichter um so scharferund bestimmter angeben":
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* Robell, (Wilhelm und Heinrich), Gebrüder,Landschaft - Und Seemaler. Nachdem sie eineZeitlang in Holland gearbeitet hatten - giengen sienach-England, wo sie sehr viel Beschäftigung fan-den: Von Heinrich (dem jünger,, Bruder) dochohne seinen Namen, kennt man eine um 1768. sehrschön geätzte Landschaft. Eine Marine bey Rotter-dam hat nach einem derselben M. Sailliech daselbst1780. ebenfalls ohne Namen des Malers, undzwey Aussichten bey Rotterdam und im HelderD. de Jongh gestochen. Ass-rL/er.
Roberstein, (Daniel). So nennt Mcolaieinen Perspektivmaler, der in 1689. für den Hofzu Berlin gearbeitet, und dort um 1663. nochgelebt habe-
Robius, ( ). Und so heißt irgendwo -
ohne Weiteres, ein Kupferstecher, von welchemman viele Bildnisse kenne.
Robold, ( ), ein talentvoller, sowohl
Landschafts- als Bildnißmaler zu Cassel. Vonseinen frühern Lebensumständen ist uns nichtsbekannt. Bereits um 1789. nennt ihn Mensel (II.)Zeichner und Maler bey der Fürstl. Akademie derKünste zu Cassel, und führt von ihm (Miscell.X. 23o.) schon von 1781. ein allegorisches Stafeley-gemald an, welches Malerey und Sculptur mitihren Attributen vorstellt. Auf dem Salon dervereinigten Kunstfreunde zu Cassel im Jahr 1802.dann sah man von ihm drey in Sepia gezeichneteLandschaften, welche Gorhe, als Rapporteurdieser Ausstellung, lieblich gedacht und reich ohneUeberfüllung nennt, und darin die charakteristischeDarstellung des Einzelnen, die treflich ausgeführ-ten Kräuter im Vordergründe zumal, rühmt, da-gegen aber noch einige Steifigkeit in der Ausfüh-rung- und die modernen Figuren tadelt - welchesich mit dem heroischen Styl einer von diesen Land-schaften schlecht vertragen, sonst aber nicht übelgezeichnet seyen. Endlich hat dieser geschickte Mannin neuern Tagen auch einiges in gefärbter Manierin Kupfer geliefert, wovon seine Ansichten derWilhelmshöhe besonders gerühmt wurden. Um1804. arbeitete er an Abbildungen der alten hessischenVergschlösser. Er lebte noch in Cassel 1806. OhneZweifel ist es auch der nämliche Robold, nachwelchem C. G- Naspe das Bildniß eines I. I:Huber's gestochen hat.
Roburger, (Balthasar), Maler, geb. znNürnberg 1603. Derselbe ist uns einzig durch seinBildniß bekannt.
Roch, (G. A.), so nennt Hüsgen Lss A. S.340. einen guten Bildnißmaler in Oel undMignatur-der zu Frankfurt am MayN gearbeitet habe, undum 1761. etlich und sechsug Jahre alt verstorben'sey. Nach ihm hat B. Vogel das Bildniß desPastors I. W. Claudi's gestochen.
— — (Johann). So hieß ein Kupferstecherzu Hamburg, von welchem man ein mit 1627.datirtes Bildniß des Arztes I. St. Strobelbergcr,dann zwey andre des Gottcsgelehrten L. Dünte,und — Kaiser Carl V. kennt.
— — — — — oder, wie er sich durchgängignennt, Jean R-- Landschaftsmaler zu Vallendasbey Ehrenbreitstein. Dort eröffnete er im 1.1804.eine ehrlich gemeynce, aber seltsam geschriebeneSubskription für 6. radirte Grabmäler von Klop-stock - Gleim, Herder, Eckartshausen, Kantund Rousseau. In 180h. dann kündigte er 27.Malerisch radirte Blätter mit Scizzen und Ansich-ten aus dem landschaftlichen Reiche seinesIdeals (?) an. Ferner kennt man von ihm eineSchrift: Ueber Landschafrsmalerey, mir 12.großen Kupfern, wovon eine (wie es heißt) 'zrveyre verbesserte Auflage in 1806. bey derGehraischen Hofbuchhandlung- um 8 Cblr.baar erschienen war. Ohne Zweifel von der erstenAuflage dieser letztgenannten Arbeit liest man ir-gendwo : » Es seyen mit zierlicher geübter Nadelgeatzte Blätter für Anfänger, und darin Gebüsch
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