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muntern Farben und dem herrschenden guten Tonim Ganzen" erkannt habe.
Rnopke, s. Becker, in den gegenwärtigenZusätzen.
* Rnsrr, (GeorgWolfgang), starb 56 . Jahrealt. Von ihm (1720.) mit leichter Nadel gestochenkennt man: Prospekte der Stadt Nürnberg (12.Bl.) nach I. C. Dietsch; 12. Landschaften, nachEbendemselben; Thiere (12. Bl.) nach H. Roos;dann Bildnisse von — Allerley Männern. Seinlanger Dialog zwischen Raphael und A. Dürer fandwenig Beyfall. Auch war er in der That nicht derMann, so große Leute angemessen sprechen zulassen. Nicht bessern Erfolg hatte der Anfang seinerKunstgeschichte. Ihn selbst nennt He in eckeNachr. l. 277. wohl mit beßtem Grund, einenmittelmäßigen Kupferstecher; und eben derselbewar es, der (l. c.) den Hahnenkampf anhob:Ob Rnorr alte Blätter mit wirklichen Zeichengestempelt habe?
Rnospe,( ), lernte zu Berlin bey AntonPesne, der ihn fleifsig — zuni Untermalen ge-brauchte. He in ecke LFachr. I. 73.
Bnorrer, ( ), ein Maler zu Leyden; besaß
eine beträchtliche Sammlung von Gemälden alterniederländischer Meister. Er wird von DescampsLh. 1. hin und wieder angeführt.
Rnorvles, ( ), ein englischer Capitan
und berühmter Baumeister; baute 1292. die Drückevon Rochester, die nach der Londner- und West-münster Brücke die höchste und massivste in Englandist. Sie besteht aus 11. Bogen, ist 56 o. Fuß langund 14. breit, volckmann Th- l. S. 202.
* Bnufer oder Bnupfer, (Niclaus). Ersetzte sich zuletzt bey seinem Lehrmeister Abr. Blse-maert zu Utrecht, und arbeitete dort für den Königvon Dänemark. Sein Bildniß, nach ihm, hat P.Jode gestochen, und einen St. Johannes- oderNosenfest C- G. Geyser nach einem Gemälde geätzt,das sich im Winklerschen Cabinette befand. /sftH/er.
* Rnpff, (L.). H. Hulsberg hat nach ihmgestochen.
* Bobell, (Ferdinand), Maler und Kupfer-ätzer, geb. zu Mannheim 1740. Sein brennenderEifer für die Kunst kam nicht mit den Wünschenseines Vaters überein, der einen Geschäftsmannaus ihm machen wollte, und ihn, gegen seineNeigung, zu Heidelberg studiren ließ. Auch hierwandte er alle seine Erholungsstunden zum Zeichnen,nach den dortigen entzückenden Gegenden an. Nachseiner Rückkehr erhielt er ein — Kanzleysekretariat.Vergebens! Sein Genius siegte. In 1762. wardeine ländliche Aussicht von seiner Erfindung, welcheden Stempel des geist- und talentvollen Künstlerstrug, dem Kurfürsten überreicht, der sie als einenglücklichen Versuch seines Künstlergenie aufnahm.Sofort erhielt er eine Pension von Hofe, undgewann sich bald die Achtung aller ächten Kunst-kenner in seinem Vaterlande, und allmälig auchim Auslande. Späterhin ließ ihn der Kurfürstauf 18.. Monate nach Paris reisen. Um 1778.besorgte er die Zeichnungen und Kupferstiche dervon dem Hofbuchhändler Schwan verlegten (126.)Aussichten der schönsten und merkwürdigsten Ge-genden in der Pfalz. In seinen Gemälden schätzteman vorzüglich die gute Wahl seiner Gegenständeaus der Natur und sein schönes, lebhaftes undwarmes Colorik. Die große Anzahl seiner ausge-führten sowohl als bloß scizzirten Zeichnungen wer-den ungemein hochgeschätzt. Eben so hat er eineMenge Blätter von kleinerer und mittlerer Größeso geistreich und meisterhaft geätzt, daß sein Werk,welches aus 166. Blättern besteht, schon allein einStudium für den jungen Künstler, so wie das Ent-zücken des denkenden Liebhabers ausmacht. „ DerReichthum an großen Gedanken" (heißt es davonin Meusels Mus- XV. 122.), „der leichte,
Kobell.
kräftige, unnachahmliche Baumschlag mannlgfahtiger Bäume, die Auswahl einzelner aus der Na^r
gehobener Lagen, und die angenehme Zusammen-setzung reicherer Gegenden, beyde voll edler Ein-falt und tiefer Empfindung — die sparsam, dochweislich angebrachten geschmackvollen Figurendie weise Verständniß des Hellen und Dunkeln -die fleiffige aber geistreiche Ausführung der Meister-hand, und die große Wirkung, welche der Zu-sammenfluß aller dieser Eigenschaften hervorbringenmuß, erheben diese Sammlung zu einem klassischenWerke". Dieser verdienstvolle Mann, welcherneben seinem Kunsttalent einen vortreflichen Per-sonalcharakter besaßt (den die Frau von la Koche,in ihren Briefen über Mannheim so lieblichschildert) wurde noch in 1798. zum Direktor derGemäldegalerie zu Mannheim ernannt, starb abergleich folgenden Jahrs am 1. Fedr. 1799- mit demTitel eines Kurfürstlich-Bayerschen Cabinets- und— Hoflandschafrmaiers, welcher ihm seit 17^beygeleget war. Rost II. 247—49. wo man einigeseiner Blätter, das ganze Werk aber im Winkler-schen Katalog vollständig verzeichnet, und mitgewohnter Genauheit beschrieben findet. Alle dieseBlätter, fast durchgängig in Quartformate, sindvon 1766—88. (die meisten aus der Mitte diesesZeitraums) datirt. Eines: Miltons Allegro undPensoroso (Tauben die sich schnäbeln, und unteneine Eule mit ausgespreiteten Flügeln, auf einemMonumente), wird dort selten, und 4. kleine Land-schaften, unten mit Cül-de-Lampes, eine beson-ders köstliche Arbeit genannt. Die Gegenständeder meisten übrigen Blätter sind ebenfalls Land-schaft, gewöhnlich mit Figuren, Gebäuden u. s.f.in niederländischem Geschmack staffirt; nur einesin Salv. Rosa's Manier; dann eine kleine Marinenach Cl. Lorrain, etliche Kinderspiele, 11. s. sDer einzelne Füßli (Annal. I. 54.) urtheilt vondiesen Arbeiten, mit seiner gewohnten Strenge:
Die seit einiger Zeit zur Mode gewordenen Land-schaften und Vichstücke in Aquatinka-Manier,welche dieser Künstler auf einen hohen Grad ge-bracht hat, machen im Ganzen eine auffallendeWirkung, können aber niemals die feinen Abstu-fungen der Luftperspektive, und noch weniger dieLeichtigkeit der Baumschläge in dem Grade aus-drücken, wie wir solche in den mit der Nadel unddem Grabeisen verfertigten Werken eines Woollet's,Vivares, Mason u. a. finden". jJach unftrmBlengel gestochen dann kennt man, von Ander:Zwey Aussichten von der Insel Grenada. BonColibert eine schöne Landschaft, die den Titel:esmpNZns st'AIlema§ne trägt, und zwey gebir-gigte Landschaften (nach Zeichnungen von ihm, dieH- Zingg in Dresden besitzt), die eine von C. A.Günther, die andre von Laurin , seinen Schülern;beyde selten. Endlich zwey Blätter von einemDilettanten, I. C. I. Wilder zu Nürnberg.
Bobell, (Franz), Ferdinands Bruder, geb.zu Mannheim, studirte ebenfalls auf Kosten desKurfürsten in Rom, malte Landschaft und Archi-tektur, und lebte noch 1788. Mensel II. Neueresist uns nichts von ihm bekannt. Nach der Scizzeeiner Landschaft von ihm kennt man ein Blatt inZeichnungsmanier von Th. Presiel.
— (Heinrich), dessen das Lex. unter demArt. des nachfolgenden Wilhelms gedenkt, Malerund Kupferätzer, geb. zu Mannheim 1741. (wieRoft II. 222. vermuthet, ebenfalls FerdinandsBruder). Während seines mehrjährigen Aufenthaltsin England hatte derselbe vortrefliche Nacht- undSeestücke gemalt. Um 1796. arbeitete er zu Mün-chen; späterhin (wie man aus dem winklerschenKatalog vermuthen sollte > neuerdings in England.Seine Federzeichnungen dann, die er als Künstlerflüchtig hinschrieb, hacken noch mehr Verdienst,als die ausgeführten. Nach ihm haben R. Brooks-haw und Watson sehr schöne Blätter in Schwarj-kunst geschabt; erstrer z. B. einen Sturm und eineMeeraussicht beym Mondschein; dann M. Sallieteinen Walisisch - und einen Häringsfang. Drey