Band 
Zweyter Theil, welcher die Fortsetzung und Ergänzung des ersten enthält.
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.Koedyckr

m,, Nreuqhel dem Alten, vermählte. IrgendwoA den wir (wahrscheinlich irrig) eine Geburt Christi^ Raphael mit ketr. Loesk.sc, 1662. bezeichnet.Rück ihm gestochen findet sich auch in Aegid. HendnxNerlaq, wie der Katalog von Brandes sagtMb (?): Lolossus UlALiitssus ^ntxverxianus,gul xer urbem clrcumveltttur.

* Roedyck, (D.). Basa» (^ss- see.) nenntib'n Dion^, geb. zu Saerdam i68i. und erzählt«ön ihm, daß er Peters des Großen Freund ge-wesen, als derselbe in Holland das Schiffsbau-Handwerk erlernte.

»Loebler, ( ). Seinen Nacken findet

man auch auf einer Kon. Preuss. Schaumünze von1/ob.

^ — ( ), ein neuerer Künstler dieses

Namens, lehrte die Zeichenkunst auf der Akademiezu Wirzbutg um 1806. Geffenrl. p^achr.

Zoehn, (Paul), verfertigte das künstlicheeiserne Gitterwerk, welches den schönen Brunnenauf dem Markte zu Nürnberg einfaßt. Er starb,öo2. Murr S. rag-

Roeler, (G.). So heißt irgendwo, ohneWeiteres, ein Kupferstecher, von dem man eineAllegorie auf die Landung Gustav Adolphs inDeutschland kenne.

Loeliz. S. Rohliz.

* Loella, (Johann). Dieser geschickte Mannstarb 1778. Nach ihm hat I. E. Haid sein undseiner Gattin, Verena Ryffel, Bildnisse sehr schöni» Kupfer geschabt.

— — (Heinrich), des obigen Johanns Neffe;geb. zu Stafa 1727. erhielt den ersten Unterrichtvon demselben, alsdann, nach dessen Tode, denweitern von I. C. Füßli. In 1784. gieng er mitseinem Jugendfreunde, dem jetzigen Professor inWeimar, I. H. Meyer, nach Rom. Hier legteer sich mit fast unglaublichem Fleiß und Eifer aufalle Theile und Hülfsmittel der Kunst; er zeichnete,malte, studirte Anatomie, Perspektiv, und, so weites bey seinen geringen gelehrten Vorkenntnissenmöglich war, auch die Antiquitäten. Nebenher gaber sich noch viele Mühe, die italienische Sprachezu lernen. Ein so lebhaftes Streben konnte nicht,oh»e Erfolg bleiben; und in der That gelang esihm bald, vorkrefliche Zeichnungen, besonders vonKöpfen nach Raphael zu verfertigen, welche mei-stens auf gefärbtem Papier mit rother, schwarzerund weißer Kreide, fleissig, gefällig, geistreichund charakteristisch ausgeführt'sind; eben so wiediejenigen, welche er, nach den Antiken, in derEeydelmannschen getuschten Manier arbeitete. Sowar der Jüngling auf der Bahn, ein ganz vor-züglicher Künstler zu werden. Allein seine physi-schen Kräfte ertrugen so gewaltige Anstrengungennicht lauge. Schon im Herbst 1782. wurde ergefährlich krank. Hartnäckige Wechselficber plagten>hn zu wiederholten Malen. Im Sommer 1787.g>eng er nach Hause, wo er, seiner immer wieder-kehrenden Leiden ungeachtet, noch täglich arbeitete,>e»ie von Rom mitgebrachten Gemälde kopirte,ewige seiner dortigen Studien ausführte, undmehrere seiner Freunde mit ihren Bildnissen be-ichenkte, dis er endlich im Nov. 1789. an denÜvlgen eines auszehrenden Fiebers Todes verblicheGenie letzte Krankheit ertrug er mit philosophischerGelassenheit, bedauerte keine Trennung so sehr, alsvckeiuge von seiner Kunst, und äusserte oft scherzendden Wunsch, daß — irgend ein Müßiggänger,deren die Welt doch so viele trüge, statt seinernerven konnte. Hätten seine großen Talente ihrevollkommene Ausbildung erhalten, so würde er,wenn auch nicht im Fache der GeschichtsmalereyO^dsur es ihm vielleicht an hinreichend poetischtrsinderschem Geiste gebrach) wenigstens im Biid-", trcflich ausgeführten Zeichnungen nach

dm Meisterwerken alter und neuer Kunst, etwas

Koenig;

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Glänzendes geleistet habe. Würklich schien er(nicht unwahrscheinlich durch seine kränklichten Um-stände bewogen) schon in Rom den Entschluß gefaßtzu haben- auf crkvähnte Fache sich beschränken zuwollen; wobey zu bemerken ist, daß er die Gabebesaß, sprechend ähnliche Bildnisse bloß aus deckGedächtnisse zu malen, wenn er nämlich jemandin dieser Absicht mit Muße zu beobachten Gelegen-heit Halter Noch befinden sich' von ihm in Sräfau. a, tv. dergleichen, welche auch den strengstenRichter befriedigen würden. Ueberhaupt besaß ervon Natur eine große Leichtigkeit im Arbeiten;alles, was er machte, war äusserst reinlich, mltAnmuth und Weichheit geschmückt. Eben so warbey ihm schon frühe eine große (sonst so seltene)Anlage für's Colorit zu bemerken, die sich bereitslange vor seiner Reise nach Rom, neben Anderm,in der kleinen Copie eines Bildnisses seines LehrersFüßli nach Graf in so hohem Maaß äusserte, daß.es beynahe wunderbar ist, wie kräftig, blühendzrnd meisterhaft dies Bildchen gemalt war. Endlichkann man ihn auch unter die frühesten Künstlerrechnen, welche die Aquarell-Farben auf Figurenangewandt, und in dieser Art kräftige Bilder aus-geführt haben. Von dergleichen besitzt z. B, sein.Freund Meyer in Weimar einen Kais Otto undSt. Nilus, die sich umarmen, in 1 ^ hohen Fi-guren-nach Dominichmois berühmtem Bilde zu.Grotta Ferrata; und die beyden Kopfe ebender-selben, in Lebensgröße, vortrefflich, kräftig undgeistreich ausgeführt, kacken ins Cabinet des ver-storbenen H. Herzogs von Gvtha. Noch schönerwar, in dieser Weise, ein kleines, zart ausge-führtes Bild des H Augustinus, welches irgendwoin Italien geblieben ist. Einen Consiantin denGroßen, wie ihm ein Heiliger lm Traum erscheint,in lebensgroßen Halbfiguren, ebenfalls in Aquarell,besaß der sei. Lavater. Eine Sophia auf deckParnaß, nach Raphael, findet sich noch, nebst eini-gem Andern, bey seiner Familie. Wo ein Antio-chus, der bey der Beraubung des Tempels zuJerusalem von Heliodor bestraft wird, hinge-kommen sey, ist uns unbekannt. Dar Verfassergegenwärtiger Zusätze besitzt von ihm eine vortref-liche Zeichnung in Aquarell von dem colossalischenKopfe des Evangelisten Johannes aus dem Augoloder Kuppole von St. Andrea della Valle zu Rom.

Boelliker, (Martin), seines gewöhnlichenBerufs ein Schiffmei'stcr zu Durch, geb. 1741. war,wie schon sein Vater, ein geschickter Bildschnitzler.Von beyden kannte man Tabaksdosen, Pfeifen-und Stockknöpfc, u. dgl. mit Jagden u. a. Figurenin Bnp, welche auch von Kennern allgemein be-wundert wurden.

Boenig, (Anna Dorotheas geb. Schroeder,Gattin des nachfolgenden Anron Friedrich Koc-nigs, ebenfalls Künstlerin, die es im Zeichnen des— Nackten sogar, und nachwerts auch im Malen,zumal in Copien nach großen Meister» sehr weitbrachte. Als vorzüglich nannte man von ihr einEcce Homo nach C- Loth, und eine bußfertigeMagdalena nach van Dyck. rAcolai.

— — (Ä. B). Derselbe hieß Anton Bal-thasar, Zeichner und Kupferstecher, geb. zu Berlin169Z. lernte bey C. F. Blesendorf und bey F. C.Goebcl. In 1717.ward er ein Mitglied dcrKönigl.Akademie der Künste. Boeing schlug die Nota-tionen gen Dresden und gen Petersburg aus. Im70. Jahre seines Alters ergriff er noch die Blumen-malerey, worinn er es aber nicht mehr hoch brachte,und starb 177Z. zu Berlin. Nicolai. — Boft I I.

H i. setzt sein Geburts-und Tqdesjahr ganz anders,nämlich in 1676. und 1740. an. Theils dort, theilsin einem Verzeichnisse meines sei. Vaters werdenvon ihm mehrere Bildnisse nach D. Klein, Manio-ky, Pesne und Wiedemann angeführt, unter wel-chen besonders dasjenige des polnischen Feldmarrschalls von Flemming, nach Pesne, sich auszeich-nen soll. Wohl zuverlässig ist übrigens dicserKünsilerder nämliche, den der wmklersche Katalog Amor?