Band 
Zweyter Theil, welcher die Fortsetzung und Ergänzung des ersten enthält.
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64o Ko'erner.

Roerner, (Heinrich), Professor der Ge-schichte, Erdbeschreibung und Sittenlehre an derKunstschule zu Zürch in der Schweiz, geb. 1755.übte noch 1807. Im Helver. Almanach von i 8 c» 3 .findet sich eine sehr genaue, von ihm nach Mur-dochsPlan entworfene, und von Senn geätzte Kartedes Cantons Zürch. Mensel Arch. II. 2. 71.

— — oder Dörner, c ). Diesen Na-men findet man auf Hessenkasselschen Thalern von1765. und 66., wovon er vermuthlich die Stempelselbst verfertigt hat- Sammlung berühmterMedailleurs blK 374.

Roernlein, (Joh. Niclaus), ein Medailleur;schnitt 176z. ein Thalergepräg auf die Stadt Re-gensbuvg. Samml. berühmt Medaill. X.° 445 .

— — (I.) So heißt irgendwo ein Kupfer-stecher, von welchem man ein Bildniß des ArztesI. H. Degners nach T- Coenen kennt. (Oben heißtdieser letztre irrig F. Coenen).

Roez, (Michael). Und so, ohne Weiteres,ein Maler von Augsburg; vielleicht ein Sohn desim Lex. enthaltenen Hans Roez.

Roeyel, (Georg), baute in 1469. eine Ka-pelle zu Nürnberg, in der Gestalt des H. Grads,von Murr.

* Aohl, (Clemens), Kupferstecher, dessen imLex. unter dem Art. seines Bruders kurz gedachtwird, und den Basan (Lä.ssc.) nach Gewohnheitunrichtig El. nennt, geb. zu Prag 1762. lerntedort die Anfangsgründe seiner Kunst, und gicngdann nach Wien, wo er sich bereits zwischen1776. und 1778. aufhielt, um sich daselbst unterSchmutzern auszubilden; auch gab er dort Privat-unterricht im Zeichnen. Schon von 17/ä. datirt,führt Meusel (I.) von ihm kleine geatzte Köpfeim Geschmack von Piazetta, und von 1776. dreygroßes Blatter an: Den Seegen Jakobs, denPhilosoph mit der Brille, der einer andern Figurdie Himmelskugel, und den Lehrer, der seinenSchülern ein griechisches Buch erklärt (alle dreynach seinem unren folgenden Bruder Ludwig).Dann kennt man von ihm zwey Ansichten desenglischen Parks zu Wörlitz, nach den Zeichnungenvon G. M. Kraus, und eine ziemliche AnzahlBildnisse, von welchen Rost (ll. 323 .) einige dervorzüglichsten verzeichnet hat. Seinen Grabstichelbehandelte er mir außerordentlicher Feinheit undNettigkeit, welches vornamlich an seinen Bildnissendes Prinzen und der Prinzessin von Gagarin nachL. Posch zu bemerken war In neuern Tagen ar-beitete er (Ach ! wie so viele) meistens für die Buch-händler. Von ihm ist z. B. das zart und schön

estochene Titelkupfer zum I. Bande des Pantheonser Deutschen (1794.). Dieser wackre Künstlerstarb zu Wien 1807. Tüb. M Bl. 356 .

* — — (Ludwig), des obigen älterer Bruder,Maler und Zeichenmeister der Kais. Königl. Normal-schule zu Prag, wie auch Mitglied der Kais. Kön.Akademie der bildenden Künste zu Wien, mit demTitel eines Hofmalers (all' dieses schon vor 17/8.),geb. zu Prag 1744. lebte noch dort in 1802. Einemeiner Handschriften nannte ihn einen vorzüglichenGcschichtsmaler. Ein sehr verständiger deutscherDilettante strich das vorzüglich durch. Von ihmsieht man ein Paar Altarblätter zu Doxan undBraunan, darunter eine Geburt Christi. Nachihm hat, wie wir oben gesehen, sein BruderClemens gestochen. Meusel I. Rost II. 323 .

* — — ( ), Baumeister und Zeichner zu

Wien um 1784. gab die Entwürfe zu dem Altar,Taufstein und Kanzel der dasigen Luthcrschen Kirche.Eine unsrer Handschriften vermuthet wohl nichtohne Grund, daß dieser Künstler kein Andrer alseiner der obgenannten Clemens oder LudwigKohl seyn dürfte.

Dohlbrenner, (Martin und Johann),Gebrüder, werden in der lJ. Bibl. d. Sch. NAss.

Kolke.

(XXIX. 3 oZ.) sehr gute Geschichtsmaler in Mün-chen genannt, von welchen der erste 1788. derandre aber 1740. verstorben sey.

Rohler, (Johann Jacob). So nennt vonSrerren (S. 267.) ohne Weiteres, einen künst-lichen Goldarbeiter zu Augsburg.

Dohllöffel, (Joh. Lambert von), Obristerin Kaiser!. Königl. Diensten, verfertigte eine großeund sehr genaue Charte von dem Schwäbische»Kreise, welche von Joh. Baptist Steinberger fftden Pfeffelschen Verlag gestochen ist. Die KaiserinKönigin Maria Theresia ernannte ihn zum Com-mandanten zu Freyburg. Er starb aber zu Wien176Z. von Srerren S. 212.

Rohlitz, (Christian Friedrich). So heißt ir-gendwo , ohne Weiteres, ein Kupferstecher, vonwelchem man zwey Köpft, einer Magdalena undeiner Minerva, nach Mengs kenne.

Rok, (Johann Martin). S. Rock.

R 0 k 0 rin 0 w, ( ). So heißt bey Fiorillo

(R. S- I>. 68.) einer der vorzüglichen russischenBaumeister, und Mitglied der Akademie zu Er.Petersburg um 1782. der die Modelle zu vielenPallästen gemacht hatte.

Rolb , (Johann Christoph), ein Kupferstecherzu Augsburg. Von ihm kennt man die in 1726.erschienenen Bildnisse aller damals lebenden Kar-dinale; dann: Eine Königin in dem Gefängniß,u. s. f. Endlich 6. zart gestochene Landschaftenmit Bauernhäusern: M-rL/e-- und Mc.

— — (Leopold). So heißt irgendwo, ohneWeiteres, ebenfalls ein Kupferstecher, von demman eine H. Familie nach D. I. Wersching kenne.

— — (Tobias Martin), geb. zu Nürnberg1722. der Sohn eines Gärtners, legte sich in seinerJugend auf die Schriftgießerei), lernte aber her-nach das Waag- und Gewichtmachen bey einemRothgießer, und späterhin zu Prag Geometrie,Artillerie und andre Theile der Mathematik. Dieseletzter» Kenntnisse wandte er dann eine geraumeZeit vorzüglich auf das Stück- und Glockengießen,und erlangte darin einen so hohen Grad der Ec-schicklichkeit, daß er in jedem Gießhause günstigaufgenommen wurde. Seine mit vieler Pünktlich-keit verfertigten Riffe von Kanonen, Mörsern,Glocken u. a. zeugen von seinen dießfälligen Ta-lenten. Graf Zschernin übertrug ihm die Aufsichtüber das bey Meineck an der Elbe neu angelegteWasserwerk. Von Prag gierig er nach Halle,Dresden u- s. f. und kam dann, nach einer fünf-jährigen Abwesenheit in sein Vaterland zurück, woer, eines Rufs nach London ungeachtet, von daan stets verblieb, und sich nunmehr hauptsächlichmit Verfertigung von Gewichten und Waagen allerArt beschäftigte, die durch ganz Europa gesuchtwurden. Dieser würdige Mann bekleidete dieStelle eines verpflichteten Waag- und Gewicht-meisters der Reichsstadt Nürnberg, und starb da-selbst 1781. Meusel I.

Rolbe, (Carl Wilhelm), geb. zu Berlin 176 -eines Goldstickers und Tapetenmachers Sohn, derselbst Blumenwerk und Arabesken sehr geistreichzeichnete. Als naher Anverwandter von Chodorwiecky bekam er schon als Knabe häufig von dessenBlättern zu sehen, und hörte ihn oft von seinerArbeit reden, was denn zuerst den Kunstsinn beyihm angeregt haben mochte. Nach Kinderart ver-schmierte er eine Menge Papiers; doch war in demGekritzel manches, daß auf wirkliche Anlagen hin-zuweisen schien. Damit erhielt er von Zelt zu Zeitdie Erlaubniß, den großen Künstler zu besuchen,der ihm jetzt Elementarzeichnungen zum Copirengab, und solche lehrreich beurtheilte. Dies dauerteungefähr ein Jahr, nach dessen Verfiusse (er stu-bitte im französischen Gymnasium) seine SchuMschäste sich dergestalt häuften, daß er der Kunstden Abschied geben mußte. Als Sohn einer zahl-