K o n i n g h«
* Koningb, (Peter), Juwelirer und Makr.Sei» eigenes Bildniß in der Galerie zu Florenz hatP, A. Pazzi gestochen.
» — — (Salomon). Schon das Lex. ver-weist bey diesem Namen auf Comngh, wo eraber um so viel weniger hingehört, da sein eigenerVater, Perer, hingegen unter Kom'ngh einge-tragen ist. Hier holen wir also Einiges von ihmnach. Schon als zwölfjähriger Knabe kam er zuD. Colyn, wo er die Anfangsgründe der Zeichnunglernte. Sein« wenigen, aber vortreflich geatztenNatter von 1628—63. datirt, führt Aast VI.52 ^öZ. an. Es sind vier Brustbilder alter Männer;ein andrer sitzender Alter in einem Lehnstuhl, undendlich eine Landschaft mit einem Weiler (diesevon 166Z.); eines der Brustbilder und der sitzendeAlte ohne seinen Namen, und alle so ganz imReinbrandtschen Geschmacke, daß Barrsch die-selben seinem Katalog von van Rhyns Blätterneinverleibt hat; daher sie auch von Liebhabern eifriggesucht werden, wareler heißt unsern KünstlerAonninck, und sagt, daß seine Blatter nochleichter als Rembrands geätzt seyen.
«Konstanz!, ( ). So nennt Ritrers-
hausen (Beschreibung von München S. 012.) ohneWeiteres, einen Geschichtsmaler, der aber viel-leicht kein andrer als der Placid. Costanz! desLexikons ist.
«Konti, (Carl ), S. Conti
«Koogen oder Loogen, (Leönhard vänder). Derselbe war von Natur schüchtern undsittsam. Ungeachtet dieser Verschiedenheit seinesCharakters mit des semper lustigen Bega's, seinesLandsmanns, hatte er mir demselben die genausteFreundschaft gestiftet. Da er wohl begütert war,und unverheyrathet blieb, so arbeitete er bloß fürsein Vergnügen. In Frankreich sind seine Arbeitenwenig bekannt. Seine geatzten Blatter (nach Rostin S. Rosa's Geschmacke), werden von Kennernsehr gesucht. Dort (VI. 70.) und früher bey Hei-necke finden sich i 5 . derselben (lauter kleine) ver-zeichnet. Eine Folge von sechsen, welche Kriegervorstellen; dann eine andre Folge von vieren (Apollund die Nymphen, der Riesensturz, das Opferbeym Grabmal, und — ein Fahnenträger zuPferde); und endlich eine dritte- wieder von vierBlattern (ein weiblicher Kopf- ein leidenderChristus, ein St. Sebastian, und — zwey Männerim Brette spielend). Die erste und dritte Folge istvon 1664—66. datirt. Alle sind ganz von seinereignen Erfindung. Barrsch I V. 129. charakterisirtihn so: »Er arbeitete mit einer schnellen undbreiten Nadel, welche Hann. Carracci's glich".Dieser große Kenner will nur von 9. Blattern vonunserm Losgen wissen. Von den sechs Kriegernkennt er nur Viere; die zweyte von Rost angeführteFolge gar nicht, und, statt der beyden Männerdie im Brett spielen- einen — St, Davon, undeine Frau, die einen Krug auf dem Kopf trägt,
* Rool, (I. van). S. Gool,
* — — (Lorenz van). Florenr le Comregedenkt eines Kupferstichs, dessen Erfindung ereinem Loren; le virrier zuschreibt, welcher Namevielleicht obgedachken L. van Kool bedeutet.
*Koornherr, Coornhert auch Cue-renherr, (Theodor Volkarz). Die Lebensbe-schreibung dieses sonderbaren Mannes, der sichmit den Theologen seines Landes mächtig herum-schlug, findet sich an der Spitze seiner in drey Folio-lnmden (Amsterdam i 6 Zc> 7 > erschienenen Werke.Seine Blatter sind mit einem leichten Grabstichel,fast wie mit der Feder hingezeichnet Zu seinemschönsten Lobe gehört, daß Heinrich Golzius seinSchüler war, der auch sein Bildniß gestochen hat.
ftihrl (VI. 101.) einige seiner beßten Blatteran: Joseph der seines Vaters Traum, und Eben-derselbe, der Pharaon's Gefangenen die ihrigendeutet; Hiob vom Teufel geplagt; Bileams Eftls-
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Beschichte; den geschlagenen Kurfürst von Sachsenvor Carl V. und den Landgraf von Hessen, voreben diesem Kaiser auf den Knieen (alle diese nachM- Hemskerken). und eine Abnehmung vom Kreuzenach L. Lombard. Noch kennt ein Verzeichnismeines sei. Vaters, neben Anderm, von ihm: EinLeben der H. Jungfrau, nach A. de Werdts Zeich-nung ; dann einen David, eine Königin von Saba,die klugen und khörigten Jungfrauen, einen St.Stephan und die Gefangennehmung König Franz I.(alle diese wieder nach Hemskerken). Die uns be-kannten Blätter von ihm sind mit 1549—54. datirt.
Ropp, ( ), baute die Pesthofskirche vor
der Stadt Hamburg, „die" (heißt es bey W-lle-brand) „in allbin Betracht fein und modellmäßigeingerichtet ist, und ohne Pracht alles Reitzcnde,Bequeme und Vortheilhafte hat". Von gleichemMeister ist auch die Spirmhauskirche erwähnterStadt.
Loppe-I, (Johann Gottfried). S. Loeppel.
Koppln, (Ludwig oder C. L), Graveur undBoffirer zu Berlin, geb, zu Cüstrin 1757. ein vor-treflicher Künstler in Elfenbein im Kleinen, so wiein sehr kleiner Musivarbeit von Perlenmutter undandern Schalen, feinen Steinen u. s. w. worauser sehr niedliche Stücke in Armbänder, Stock-knöpfe, Dosen u. s. w. verfertigte Besondersaber kennt man von ihm einen großen Medaillon inElfenbein auf Schieftrgrund, für das Fundamentdes um 1780. erbauten Thurms der französischenKirche auf dem Friedrichs-Markte zu Berlin-welchen Krüger gestochen hat. Er lebte noch 1787.Büsten Berlinischer Gelehrten und Künstler,S. 154. wo von ihm ein Brustbild des HerzogSLeopold von Braunschweig angeführt wird, welchessowohl wegen der Aehnlichkeit als Schönheit derForm und Ausführung allgemeinen Beyfall erhaltenhatte. A. d. B. XllV. 870- und Mensel ll.Seit 1789. haben wir nichts Weiteres von ihmvernommen.
Kordebusch, ( ). So heißt irgendwo,
ohne Weiteres, ein von Nürnberg gebürtiger Pa-stellmaler.
Korneerv, ( ), Pensionnair der Akademie
der Künste zu St. Petersburg, bereiste um dasI. 180Z. mit dem General Sprengporten verschie-dene Gegenden des russischen Reichs, um dortigeAnsichten aufzunehmen.
Korst, (van der), schnitt 1746. eine Schau-münze auf das große — Heidelbergische Weinfaß;Ganttttl berühmter Medailleurs bl.o Z98.
Korringh, (S. G-)- Name eines holländi-schen Kunstverlcgers, bey welchem man, nebenAnderM, das von A. Zylbclt gestochene Bildnißvon Flor. Cosier fand.
Koselorv, ( ). So nennt Fiorillo K.
S- II.. 5-9- einen berühmten Russischen ArchitektUnter der Kaiserin Catharina II. welcher Pella er-baut habe, und doch wohl mit dem gleich folgendenGeschichtsmalerKoslorv nicht zu verwechseln ist.
Roslorv oder Kozlorv, (Ghawrilo Jgna-tiewitsch, al. Gabriel), ein Geschichtsmaler zu Pe-tersburg. Derselbe bildete sich unter Valeriani,und wurde schon 1762 bey der Akademie der Künsteangestellt. Im I. 1767. ward er Professor ad-junctus der erwähnten Akademie und seither Pro-fessor und Rector adjunccus derselben. Im Jahr1776. ward er Mitglied der Maler-Akademie zuValenzia in Spanien. Bernoulli IV. 128. SeinHauptverdienst war aber nur Kunstfertigkeit AmBesten gelangen ihm allegorische Zeichnungen undVerzierungen. Noch am vorzüglichsten sind vonihm: Zephyr und Flora bey dem Grafen Bruce;dann ein St. Peter, und mehrere H. Familien.'Er starb zu St. Petersburg 1791. Hall- A- L- A-i 8 ü- 5 . Intel!.. Dl. X.° 42. ...
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