Krause.
gestochen habe. Weiter gehören zu seinem Deßten:Prospekte von Nürnberg (iZ. Bl.) nach I. A. Graf;Ansicht des Schlosses Schönbrunn nach I. D-Fischer (welches der wmklersche Katalog als einMeisterstück von Gravur in Absicht auf geschickteAusführung und die Genauigkeit preist, womitvie fast zahllosen kleinen Figuren, auf dem Vor-Mittel- und Hintergründe vertheilt sind). Mehreresvon ihm, sowohl Bildnisse als Historisches, s. beyRost und Wrnkler l c. und in einem Verzeichnissemeines sel. Vaters, neben Anderm: BiblischesEngelwerk (Zo Bl.) 1694. — ?a88lo Dom. bl.^esn Lbrist! (nach Dürer) 16°, 1704. — ssiZurTMlicse (i/,0. Bl.) i/o 5 - Aste Sonn- Fest- undFeyertage, nach dem Text der Evangelien (120.Bl.) 1706. — 8^mbola Hpostolorum (i 5 . Dl)Diese aste, wie es scheint, nach eigener Zeichnung.
Brause, ( ), zwey Maler zu Frankenstein
i» Schlesien, Oheim und Neffe. Erstrer starb 180Z.(Meusels Archiv I. 2. 169.) Dort liest manvon ihnen aus Ehr. weißen'ö Wanderun-gen in Sachsen, Schlesien u. s. f. (8. Leipz.797.) Lh. II. Z2. 899. : „H. Brause, der ältere,ist ein stiller bescheidener Mann, nicht mehr jung,und frey von den Fehlern, welche man in demUmgänge mit gewöhnlichen Künstlern tadelt. Da« keine Familie hat, so kann er sich seiner Kunstganz widmen, und er thut dies mit wahrem unge-cheiltem Interesse. Das eine seiner Arbeitszimmerist mit einer Sammlung von Gypsabdrücken mensch-licher Glieder nach Antiken und mit einigen ganzenStatuen versehen. Ueber dem Arbeitstische stehteine ausgesuchte Malcrbibliothek. Seine unvol-lendeten Arbeiten sind: Ein Bildniß des jetztregie-renden Königs und eines des Prälaten von Hein-richau. Zu seinem Nachfolger hat er sich seinenNeffen erzogen, welcher auch seinen «.ungenannten!)Namen führt. Dieser ist jetzt in Italien, und hatbereits mehrere feine Zeichnungen nach Haus ge-sandt. Das erste Verdienst des Oheims ist richtigeZe«ch»ung und geschmackvolles trcfliches Colorit,voll gefälliger Sanftheit. Dann werden verschie-dene vorzügliche ältere Arbeiten von ihm angeführt,und, neben Anderm, das weiche warme Fleischeiner Magdalena, und einer Frau des Potiphar'ssehr gerühmt Endlich heißt es, bey der nachheri-gen Anzeige seines Todes: „So wie dieser unver-geßliche Mann bey seinen immerwährenden kränk-lichen Umständen nöch unermüdet thätig war, undin seiner Kunst nach immer mehrerer Vollkommen-heit strebte, so gab er auch noch selbst auf demKrankenlager Beweise seiner großen Geisteskraft,seiner Liebe zur Kunst, und einer Geduld undEtandhaftigkeit, die nur Wenigen eigen ist":
Urebs, (F. A.), ein Kupferstecher zu Mainz,arbeitete, neben Anderm, in Grellere Beschrei-bung von Kamtschaka 1774.
— — ( ). So heißt äüch irgendwo ein
Maler, nach welchem man ein Bildniß HansErnst's von Prittwitz von Gafron, von Bernige-roch kenne.
Areirer, (Aloysius und Elias), zween Drü-ber aus Weilheim in Ober-Bayern gebürtig;malten um 1620. iu Christoph Schwarzen Manier.N. L Sch. W. XXIX. 20Z.
Rrell, (Joh. Gottfried), ein Baumeister vonAugsburg; lernte bey Andreas Schneidmann.Nach einigen Reisen in und ausser Deutschland,kam er endlich in Polen, starb aber daselbst inlangen Jahren, von Srerren S. 109.
Rrerlorv, ( .), ein deutscher Kupferstecher.
Vo» ihm kennt man ein historisches Blatt: Agrip-p>»a, mit dem Aschenkruge ihres Gemahls nachHttsch(i8oh.).
.Arerschmann, (C. C.). So heißt irgendwo<>n Maler, nach welchem I. E. Hainzelmann dasBildniß des Bischofs Joh. Christophorus vonAugsburg gestochen hat.
Kromberg. 647
Rreeschmar, ( ). Und so ein andrer-
von welchem man in dem Kunstsalon zu Berlin i8»a.ein historisches Bild sah, welches den GroßenKurfürst und den Grafen von Hessen-Homburg,nach der Schlacht bey Fehrbellin «1676 vorstellt,wie der erstre dem letztem verzeiht, daß er sichgegen gemeßnen Befehl mit dem Feind eingelassen,und aber — den erfochtncn Sieg mit errungenhatte. In der Zeitschrift: ksrlm II. 4. 72—75.wird dieses Gemäld ausführlich beschrieben, fastunbeschränkt gerühmt, und besonders bemerkt :Daß die über das Ganze ausgegossene Ruhe einendenkenden Künstler verrathe, der sich nicht verleitenließ, durch Nebenwerke den Totalcffekt heben zuwollen. Seither indeß haben wir von diesemLrerschmar nichts Weiteres vernommen.
— — ( ). So heißt auch irgendwo ein,
wahrscheinlich von obigem Künstler verschiedenerKupferstecher zu Kassel, der um 1806. einen Mor-gen nach Cl. Lorrain geliefert habe.
Breichauf, (F. W>), ein bekannter Kunst-kenner, Verfasser der historischen Erklärung desWinklerschen Cabinets in Leipzig (gedr 1768.) starbdaselbst 17. Jan. 180Z sst. 85 .
Rreybich, (F. H.), ein deutscher Land-charten-Zeichner um 1806.
Brieger, (I. M.), Siukkaturer zu Nürn-berg, von dem wir aber nichts weiter wissen, alsdaß C. A. C. von Jmhoff 1777. sein Bildniß in 8°.gestochen hat.
— — (Melchior). So heißt irgendwo einMaler, von welchem man in einem Zimmer desRathhauses von Nürnberg eine Auferweckung vonJairi's Löchtetgen finde.
— — (M. B:). Und so ein um 1674. leben-der deutscher Malet, nach welchem Nunzer undTh. Hirschmann, beyde das Bildniß von G. A.Merklin gestochen haben.
Brierboom, ( ), lebte zu Anfange des
XVIII Jahrh, zu Hamburg als Schreib - undZeichenmeister, wo er auch verstorben war: Vonihm kannte man, neben Anderm, meisterhaft aufblau Papier mit schwarzer und weisser Kreide ge-zeichnete Hundskvpfe in Sneyders Geschmacke.Hamb. R. iJ. S. io 5 —6.
Brig, (Georg), Glasschneider in Nürnbergi 583 . damals 54 - Jahre alt. Derselbe ist unseinzig durch sein Bildniß bekannt.
Rrinaberger, (Martin), ein guter Glas-maler zu Nürnberg; blüheke um i 52 Z. Er ist unsebenfalls bloß durch sein Bildniß bekannt.
Bringinger, (Carl), von Wien, erlangte1784. den ersten Preis in der Erzvcrschneider-Classein der dasigen Akademie. HkV.
* Bridsr, (Thomas). Nach Carravaggiosieht nian von ihm Blätter in der sogenanntenBrüßler-Galerie.
Rritzmann, ( ). Derselbe folgte um
1710. Pitzlern in der Stelle eines Stadtbaumeisterszu Halle in Sachsen. Marperger.
Brohtt, (Nach. Gottl.),-ein Danziger; schnitzteohne Anweisung sehr kleine Bilder, Thiere, Ge-wächse u. s. w. Um 1779. fetzte er sich vor, nachKopenhagen zu gehen, um als ein junger Menschallda sich in der Kunst fester zu setzen und sein Glückzu suchen. Mensel Miscell. III. 58 . -NeueresHaben wir nichts von ihm vernommen.
Rromberg, ( ), ein Bildhauer von
Merspurg; arbeitete um 1775. zu Potsdam, woer viele Zierathen an dem einen Schloß verfertigte.Von ihm kannte man um 1780 ein Monument aufden Major von Schlack, welches zu Dönstadt,einem Dorfe unweit Magdeburg aufgerichtet ist,-Nicolen.