Band 
Zweyter Theil, welcher die Fortsetzung und Ergänzung des ersten enthält.
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Kuhbeil.

Buhberl, ( ), ein junger deutscher Künst-

ler zu Berlin. Auf der dortigen Kunstausstellungvom I. 1804. sah man von ihm zwo Zeichnungen:Petrus wird vom Engel durch die schlafende Wachegeführt (welches irgendwo ein gutes, doch nichtfehlerfreyes Blatt heißt); dann: Ein Mädchenaus dem Fürstenthum Sora in der landesüblichenTracht. In 1805. erhielt derselbe bey der KSnigl.Akademie der bildenden Künste und mechanischenWissenschaften die Stelle eines ersten Lehrers derZeichenkunst, mit Professors-Charakter.

»Buhlberger, ( ). So heißt bey

? He «necke Aachr. II. 2 4. ein Maler, von wehchem man ein Ecce Homo in der Galerie zu Salz-dahlum sehe, welches I. I. Heckenauer in Kupfergestochen hat. Vielleicht aber ist unter diesemNamen Wenzel Loeberger verstanden.

Ruhn, (Christoph), ein ziemlich geschickterMaler von Rieden, einem Dorfe im Zürichgebiet,an der Landstraße auf Winterthur, um 1760. Mansieht viele Zimmer mit Landschaften, Schlachten,Jagereyen, Fischereyen u. s. f. von seiner Hand,zum öftersten Grau in Grau gemalt. In seinerzahlreichen Familie waren alle Söhne und Enkel —mehr und minder fähige Schilderet, und nament-lich einer, der in Corstka starb, ein ungemein starkerZeichner. Um 1795. lebte von allen noch ein ein-ziger Enkel, ein ordentlicher Kachelmaler. Mrc.

Luininger, (Christoph). So heißt irgend-wo, ganz ohne Weiteres, ein Bildhauer von Nürn-berg, welcher einzig durch sein Bildniß bekannt sey.

Zulebergh, ( ). Unter diesem Namen

kennt man ein Blatt von der 1709. geliefertenSchlacht bey Malplaquet.

*LuIenbach oder Rulmbach, (Hansvon). Heinecke s. v. sagt: „ Ich kenne

von ihm kein mit seinem Namen bezeichnetes Blatt,wohl aber eignet mau ihm diejenigen zu, welchemit ). 6. oder H. v. L. stgnirt sind. Mit I. 0 .eine Passion (dieselbe, welche auch Mark. Echoengestochen hat) bald ausgleiche, bald auf entgegen-gesetzte Seite copirt; ein Ecce Homo auf schwar-zem Grund, wo man auf der einen Seite ). 6.aufder andern X. 6. liefet; einen Christ ain Kreuze;einen St. Michael und ein Weihrauchfaß (diesebeyde wieder nach Echoen); endlich einen Herkulesund Antheus in Holz geschnitten. Dann, mit H.v. 0 . bezeichnet: Einen Soldaten, der mit einerBäurin spricht, von 1817- datirt."

Luken;, (N.), ein wenig bekannter Ge-schichtsmaler, ward 1699. Hofmaler in Kurbran-denburgischen Diensten mit Zoo. Rthlr. Gehalt.lJicolai.

Lullbin, ( ), ein russisches Kunstgenie,

den ssope noch als einen russischen Bauer mitlangem Barte und in der gewöhnlichen Landes-tracht fand. Eine Beschreibung seiner hölzernenBrücke zu St. Petersburg, in einem einzigen980' weiten Bogen über die Newa (nach derselbenAnlage, wie die ehemalige Grubemannsche zu Schaf-hausen, nur daß der Mechanismus davon nicht soeinfach, und der Weg darüber nicht so eben ist)findet sich in der Reise des erwähnten Schriftstellers.Der Künstler selbst sprach mit ihm (S. 344 - n ff derPezzl'schen Uebersetzung) von dem kühnen Unter-nehmen mit der gewöhnlichen Warme eines Genie.Von der Theorie der Mechanik verstand er nursehr wenig. In seiner Jugend war er ein Laden-hüter in Nischnei-Nowgorod; feiner Wohnunggegenüber stand eine hölzerne Uhr, welche seineNeugicrde erregte. Durch wiederholte Betrach-tung begriff er endlich den innern Bau derselben,und lieferte alsdann ohne Beyhülfe eine ganz ähn-liche. Dieser gute Erfolg reizte ihn, sich weiterauf die Verfertigung von metallnen und Taschen-uhren zu legen. Die Kaiserin Catharina ließ ihn»ach England reisen, von wo er aber bald wieder

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nach Rußland zurückkehrte, weil ihm die Uner-fahrenheit in der englischen Sprache viele Beschwer-lichkeit verursachte. In der Akademie der Wissen-schaften sah Coxe von ihm eine Repetiruhr, inder Größe eines Eyes. Dieselbe stellt inwendigdas Grab Christi vor, mit dem am Eingänge lie-genden Stein und der dabey stehenden Wache;plötzlich wird der Stein weggerückt; die Wächterfallen zu Boden, die Engel erscheinen, die Frauengehen in die Grabhöhle, und man hört — dieselbeMelodie, wie sie in Rußland am Oster-Abendgesungen wird. Das Seltene, obfchon im GrundKleinliche dieser letztgenannten Arbeit, verglichenmit der Ausführung jenes großen Entwurfes istvielleicht selbst ein neues Wunder. Der Künstlererhielt von der gedachten Kaiserin ein Jahrgeld.Späteres haben wir von ihm nicht das Geringstevernommen; und noch 1807. frägt ein Aufsatz iinMeuselschen Archive II. 1. 18Z. wohl nichtohne Grund: „Wer giebt uns weitere Nachrichtenvon ihm?"

Bullums, (Mac ). Name eines Landcharten-Zeichncrs der neuesten Zeit.

Bummer, (Andreas), Bildhauer und Tisch-ler, verfertigte in 1606. die ehemalige Kanzel inder St. Peterskirche zu Berlin. zJicolai.

— — (C. W.)> Von einem Künstler diesesNamens sah man in dein Dresdner-Salon von1806. einen Strauß trockner, mit dein von ihmerfundnen Lack überzogener Feldblumen; und dannin einem Kelchfaß (oWeh!) eine neue Art Pot-pourri von Blumenblättern, die durch jenen Lackihre eigenthümliche Farbe, und zugleich ihren natür-lichen (?) Geruch erhalten haben.

— — (Martin), ein Baumeister aus Dres-den; arbeitete zu Berlin, wo er 1594. starb.Nicolen.

— — (Peter), aus Dresden, Kurfürstl.Sächsischer Maurer - und Baumeister; verstand sichbesonders auf das Anlegen der Kamine. Er wardi 385 . vom Kurfürsten August zum Schloßbau nachBerlin abgeschickt, aber in gleichem Jahre wiederzurückberufen. Nicolai.

— — (Sixtus). Nach ihm hat B. Kilian dasBildniß des Rectors Wilh. Dietz, und Heckenauerdasjenige des Gottesgelehrten I. H. Wehenmair'sgestochen.

^ Bunis. S. ttum's.

Bunkler, (Heinrich'», ein geschickter Bildniß-maler zu St. Gallen, geb. 1 / 56 . lernte bey PeterTrautmann zu Frankfurt am Mayn und zu Wienbey Friedrich Oelenhainz. Seit seiner Rückkehr1794. hat er in den angesehnsten Häusern seinerVaterstadt sehr empfehlende Proben seiner Kunstabgelegt. Neueres ist uns nichts von ihm bekannt.

Bunan, ( ). So heißt bey Mensel

Mus. VI. 98. ein junger Künstler, von welchemauf einer Kunstausstellung zu München in 1788.wohlgerathene Copien nach großen Meistern er-sichtlich waren, von dem wir aber seither nichtsWeiteres vernommen haben.

Buntsch, (Joh, Gottfried), Kurfürst!. Säch-sischer Hofcondncteur, wie auch Hof- und Amts»mäurermeister zu Dresden (seit 1768.), einesMäurers und Gärtners Sohn, geb. zu Wilschdorfbey Dresden 1735. Derselbe widmete sich schonfrühe den Wissenschaften und Künsten, besondersder Mathematik. Im Zeichnen fand er bey demOberlandbaumeister Ezmer Gelegenheit und Unter-stützung. Unter dessen Direktion vollführte ermehrere Gebäude. Das Detail hievon sowohl alsvon den durch ihn selbst geleiteten Bauten s. beyBeller S. 100—102. Ausser Landes scheint ernirgends als einmal in Wien gewesen zu seyn.Neben dein praktischen Fache hatte er sich auchdadurch nützlich gemacht, daß er, ehe die Akademie