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Zweyter Theil, welcher die Fortsetzung und Ergänzung des ersten enthält.
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656 Küster«

bildete er sich zwey Jahre lang nach den Gemäldender Galerie zu München. Bey seiner Rückkehr insVaterland ftudirte er fleissig nach der Natur, undward ein Landschaftsmaler in Oel und Antquast (?),der viele Hofuung von sich erweckte, als er in1796. an einer auszehrenden Krankheit Todesverblich. Meusels N. Misc. IX. 72—76.

Rüster, (Johann Caspar), Landschaftsmaler,geb. zn Winterthur 1747. eines Glasers Sohn,lernte bey obigem Fourad, seinem Oheim; als-dann kam er um 1769. nach Zürch, wo er zuerstbey Melchior Wüst bloß zum Anstreichen gebrauchtwurde; nachher aber bey Heinrich Wüst mehrereJahre lang blieb, und fleissig nach dessen Arbeitensiudirte. In 1777. gieng er nach Frankfurt, woer anderthalb Jahre lang in der NothnagelschenFabrik wacker drauf losschmierte; bald eben fo inDüsseldorf sieben volle Jahre gemeinschaftlich mitHubern, mit dem er hierauf weiter nach Amster-dam zog, wo sie (wie vor ihnen schon mehr alsEin Schweizer) an dem Flachschilder und GlaserSchönfeld einen großmüthigen Wohlthäter, undan dem Maler Andrißen einen wahren Freundfanden, und durch diesen letzter,, mehrere Bestellun-gen bekamen. Indessen kehrte Rüster schon nachJahresfrist (178Z.). wieder nach Haus, verhey-rathete sich, und half sich freylich eine geraumeFeit kümmerlich genug, meistens lediglich mitFlachmalcn durch, so d/iß er, wie er in seinerSelbstbiographie (Meus. Lst. Mrsc. IX. 62—65 .) bezeuget, inner neun Jahren nicht über sechskleine Stafeleystücke verkaufte, und den Saal einesLandhauses bemalte. Mit alle dem verdientenseine spätern Arbeiten in mehrerer Rücksicht alleAufmerksamkeit. Dergleichen sah man von ihmauf den Kunstausstellungen zu Zürch und Bernvon 1799—1807. verschiedene, die mit Geist com-ponirt waren, aber freylich meistens eine solche Füllevon Detail in sich faßten, die an Ueppigkeit gränzte,so wie sein warmes, kräftiges Colorit gewöhnlichin eine manierirte Glut übergieng.

— ' — (Madame), geb. Reinhardt von Win-terthuk, des obigen Künstlers, (1807.) noch lebendeGattin, und selbst eine geschickte Künstlerin, vonwelcher man auf den Kunstausstellunben zu Zürchalljährlich sehr schbne Aquarell-Arbeiten von Blu-men, Früchten, Insekten, Vögeln u, s. f. sah wovonbesonders auf dem Salon von 1806. ein großerMoosweih nach der Natur gemalt, sehr gerühmtwurde.

— — oder Rüster, ( ). Wir halten

den letzter,, Namen für den richtigen. Ein Land-schaftsmaler dieses Namens wird ganz ohne Wei-teres, in Hagens Cabiner angeführt.

Rurner. S. Rütmer.

* Luyp, (Albert). Der winklersche Katalog

Kyte.

8 V. l 7 «W nennt ihn Adrian, und bemerkt, daßer in England verstorben sey, wo man sehr vielGeschmack an seinen Arbeiten fand. Nach ihmhaben G. Elliot, D. Lerpiniere, T. Major, ThMorris, I. Pyn und Vivares zum Theil sehr schöneLandschaften gestochen, die meistens bey WinklerI. a. und Brandes verzeichnet sind. Aus neuemTagen kennt man nach ihm zwey Blätter:psrtant pour In promenaäe, und revenunt ösin Promenade, beyde für's XI.II. und UV. Heftdes Musee.franqois von Gianni gezeichnet, undvon la Vallee gestochen. Dann einen Sturm ausder Galerie Brabeck von U. Magdal. Presicl, jaOel illuminirt (?). Meus. Arch. I. 1. 141.

.Ruyp, (Jacob). So heißt ein andrer nieder-ländischer Maler (wenn anders nicht durch Na-mens-Jrrthum der Obige) nach welchem ein Ver-zeichniß meines sel. Vaters ein von Savery ge-stochenes Bildniß von Andr. Calvins, dann aberhauptsächlich Heinecke s. v. iZ. Blätterunter dem Titel anführt: viversa snimalia <M-drupeäis a Aäcobo Or^io (clelineats?) srgusser, inscnlpta a /?. nunc vero iu lucem

eäita a IV. 1641.

Ruyper, ( ),ein niederländischer Zeichnerund Kupferstecher lieferte 1804—6. vortrefliche co-lorirte Blatter zu Sruarr's holländisch geschriebe-nem Werke: Der Mensch wie er erscheint,oder: Darstellung aller Völker der bekanntenErde. Seither (1807.) entwarf er eine allego-rische Zeichnung auf I. Nieuwenhsten, Stifter derGesellschaft tot Xut van't ^lZemeen, welche erdurch L. Portmann in Kupfer bringen ließ.

"Lplenburg. S. Cuylenburg.

Rymli, ( ), ein Maler der um 1778. an

dem Hofe zu Mannheim arbeitete. I. Schulze hatnach ihm das Bildniß Kaiser Joseph II. gestochen.Mrc.

Rprck,( ). Nach einem uns sonst unbe-kannten Künstler dieses Namens hat W. Hollardie Kathedralkirche zu Lichtfield geätzt.

Rpsell, (Edward), ein englischer Kupfer-stecher um 1660. Von ihm kennt man, nebenAnderm, das Bildniß Olivier Cromwells zu Pferde,aus Moncornet's und van Merle's Verlage; einseltenes Blatt. '

Ryre, (Thomas), ein wenig bekannter eng-lischer Schwarzkunststecher. Der Katalog vonBrandes nennt ihn I. Kyte, und führt von ihmein schön geheißenes Blatt nach A. Carracci, dieReligion von der Wahrheit und Demuth begleitet,an. Dann kennt man von ihm ein Paar Bildnisse:Des Grafen Jac. Ratclif von Derwentwater, undder Gräfin von Godolphin (letztres nach Kneller).