Lafuente.
anführt, wovon die jüngsten mit 1878. datirtsind. Der winklersche Katalog nennt ein leichtgestochenes Dlatt: Die Vision von St Augustin,als ob es seine eigene Arbeit wäre. Eben dieseswird von einer Geburt des Adams nach Salviati,a„d von dem Opfer einer Sau, eines Widdersand eines Stiers, nach einem alten Basrelief,M i 585 . datirt, behauptet. So viel scheint zu-verlaßig zu seyn, daß er alte Platten seines Ver-lags aufgestochen, damit beliebige Veränderungenvorgenommen, und z. B. den meisten Grund einerAbnehmung vom Kreutze von Ad. Mantuan miteiner Landschaft ausgefüllt habe. Ma/ünte. BeyGandellmi findet man auch sein Monogramm,welches ein kleines s. in einem großen P. (iZnt.I^srsrl 8egnÄlnis) enthielt; doch noch ungewiß,ob solches nicht eben so gut: /Zttamo, LoultorsMntovano, deuten könne?
Lafuente, s. Fuenre in den folgenden Zu-sätzen.
Lagneau ( ), ein französischer Maler
und Zeichner, der uns aber einzig durch sein schöngezeichnetes Bildniß bekannt ist.
Lagniet (I.), ein französischer Kunstverlegerdes XVI l. Jahrh, bey welchem, neben Andern»,eine Anzahl Blätter erschienen waren, welche mei-stens die Ereignisse der Zeit < 1640—74.), beson-ders Satyren gegen Spanien zum Gegenstandhatten, und ohne Zweifel die Zierde irgend einesuns unbekannten historischen Werks ausmachten.Ein Verzeichnis; meines sel. Vaters führt einDutzend derselben an: Eines, Iklstolre ä'uneravs «ionnes ä I>ouls XI. nach Zarnko's Er-findung; ein andres: 1a Prancks-Comts 6eli-vree üe I'Lspa§nc>I, von Arnoult gestochen; dieübrigen ohne Namen der Künstler.
* Lagst (Franz), s. Langor.
Lagoubaulde (Remigius und Renat), s.den Art. Joh. Bsuselin.
Lagrenee (Anshelm Franz de) s. Grenee.Hier fügen wir noch bey: Daß derselbe denn dochjm illmanacli üog Lesux-^rcs von 180Z. unterden Miniaturmalern erscheint, und dort ausdrück-lich Sohn des (gleich folgenden) Lagrenee desältern genannt wird.
*— — — (Ludwig Joh. Franz), s. Gre-nee. Hier fügen wir aus einem Nekrolog überihn von Renaud (s. IVIonitsur 1808. x°. 20.)noch bey: „Bey ihm war die Malerei die Kunstzu gefallen. Sein erstes Concurs-Gemälde, dasauch den ersten Preis erhielt (Joseph, der seinenBrudern die Träume deutet), zeugte schon voneinem lieblich bezaubernden Pinsel und von einemharmonischen Farbcnton. Während seines Aufent-halts zu Rom, als Schüler der dortigen Kunst-Akademie, vervollkommnete er sich im Zeichnen,ohne jene Reitze des Vertrags zu verlieren, wofürer das Talent von der Natur empfangen hatte.Seine Conception war leicht; die Gegenstände,welche er behandeln wollte, boten sich seinerEinbildungskraft unter klaren und bestimmtenFormen dar, und von dem einmal gefaßten Planwich er dann nie wieder. Daneben waren zu-mal seine Staffeleygemälde so wohl verarbeitet,daß z. B. sein Raub der Deianira durch Nessus(sein Aufnahmsstück in die Akademie) noch sofrisch erscheint, als wenn es gestern seine Werk-stätte verlassen hätte. In Rußland malte er Bild-nisse, welche sehr gerühmt werden; und als ereinige Jahre nachher zum Directorat der Akademiezu Rom berufen ward, gaben die großen Geichichts-gemalde, die er dort verfertigte, seinen Talenteneine neue Energie- Aus Italien, wie aus Rußland,rief ihn eine Art Heimweh, nebst der löblichenAbsicht, seinen Kindern die beßte Erziehung zugeben, nach Frankreich zurück. Auch dieses gelangihm. Von nun an überließ er sich der Freude —an seiner Kunst versteht sich, die er jezt ganz den
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Amorinen und Grazien zu weihen schien, aber miteiner Züchtigkeit, daß z. B. sein Gemälde: los6racs8 lutiness pur les t^mours, dem altenFränklin ein sehr vergnügtes Lächeln abgewann."Von seinen selbst geätzten Blättern führt RostVIII. 21Z. neben Andern: Eine Maria mit demschlafenden Jesuskinde, und — ein nack ndesFrauenzimmer vor dem Spiegel, nach van Eisen,an. Gestochen nach ihm ist denn doch auch einigesHistorisches — versteht sich von grist- und weltlichenLiebesgeschichten: Joseph und Poriphars Weib,Susanna und die beyden Alten, Tancred und Her-minia, u. d. gl.
* Laguerre (Johann). So heißt irgendwoein Kupferstecher, der um 1748. zu London ver-storben sey, und aber mit dem im ker enthalte-nen Maler la Guerre nicht unwahrscheinlich EinePerson seyn dürfte.
Lahde (G. L.), Hofkupferstecher zu Kopen-hagen, schon bekannt durch seine Darstellung desbekannten großen Brandes. lieferte seither einzweytes Dlatt von der berühmten, auf der dortigenRhede vorgefallenen Seeschlacht, welches der vor-trefliche Sander mit einem schönen historischenGedicht begleitete. Das daraus gelöste Geldwurde zu einem öffentlichen Denkmal der an jenemTage bewiesenen National-Tapferkeit verwendet.Um 1800. sah man von ihm mehrere (irgendwo„ziemlich gut" genannte) Bildnisse; und ganzneuerlich hatte er wieder den unglücklichen Anlaß,Proben seiner Kunst und seines Patriotismus durcheine: Topographisch - historische Ansicht derBelagerung Ropenhagens von 1807. darzulegen.
* Lahne, s. Laenen.
Lahure( ). Ein solcher wird im ^lma-usolr sies 6esnx-^rt8 von 180Z. ohne Weiteresunter den damals zu Paris lebenden Baumeisternangeführt In dem XII. und XI! l. Hefte vonDerournelle's Oranüs Prix ä'^rLÜIt cture fin-den sich von ihm, zu einer bedeckten Arena, wo-rinn Winterszeit Nationalfeste gefeyert werdenkönnten, Entwürfe, welche schon in 1798. denPreis der damaligen Regierung erhalten hatten.Xouv. 6. iZrts IV. 69. und 246.
* Laigniel (Niclaus i. Neben Anderm hatderselbe gestochen: Nach CiroFerri eine Verkündi-gung ; und nach G. B. Mannekti: St. Peter, derzum Gichtbrüchigen sagt: Stehe auf und wandle.
Laing ( ), ein wahrscheinlich neuerer
englischer Architekt, von dem uns aber nichts an-ders bekannt ist, als daß nach ihm eine Villa, imIdeen - Magazin für Gutseigenthümer undEartenliebhäber (Heft XI.IV.) 1808. abgebil-det erscheint.
Lair (Cäsar), ein uns bisher unbekannterKünstler zu Paris, besten Zeichnung in 1808.unter sieben, welche die im Tübingischen Mor-genblatt ausgeschriebene Aufgabe einer Darstel-lung : Wie Chryses den Apoll um Rache anfleht,zu lösen bemüht waren, den Preis erhielt, undwovon die Behandlung viel Geist verrieth, obschonmau derselben mehr Richtigkeit in Formen undAusdruck gewünscht hätte.
* Laire (Siegmund). Giulianelli S. 106.führt ihn als einen Edelsteinschneider an, welchesglaubwürdiger scheinet, als daß er auf dergleichenSteine gemalt haben soll.
Lairesse (Franz). In der Kais. Galeriezu St. Perersburg findet man (N°. 1698. eineCharitas, welche einem sonst unbekannten Malerdieses Namens zugeschrieben wird.
* -(Gerard). Sein Vater ließ ihn
anfänglich in den schönen Wissenschaften, derDichtkunst (?) und Musik unterrichte»; alsdannwar er selbst sein erster Lehrer in der Malerey.