Band 
Zweyter Theil, welcher die Fortsetzung und Ergänzung des ersten enthält.
Seite
663
JPEG-Download
 

Lalbrack.

Lalbrack (Johann). So nennt Gändellini,vk>nc Weiteres, einen uns sonst ganz unbekanntenKünstler, der nach dem — eben so dunkeln Schreib,meister Philipp Limofin ein Blatt Schriften gesto,chen hat.

* Lalive, s. Live.

Lallte (Stephan). Nach einem solchen (wer-weiß / wie verdorbnen) Namen führt der Katalogvon Brandes ein großes schön genanntes Blatt:le UesssZer ftstöls von L. M. Halbou an.

* Lalouerte oder Lallouerre ( ),

sollte wohl eher I'Allouerte heissen. Von ihmkennt man nach S. le Clerc das Titelblatt undmehrere Vignetten zu Boizots Histolre metsl-jjaus -le Hollanste; nach P. Mignard eine H.Jungfrau, die dem Christ eine Traube reicht; nachRaphael die Madonna von Fontainebleau (Infsröllliere); dann ein paar Bildnisse der H.Baronesse von Chantel und des Ingenieurs A.Jouvin, ohne Namen des Malers.

---Lama (Ioh.Bapt.). Derselbe (sagtLanziI.641.) gieng, gleich seinem Mitschüler, undnachherigen zweiten Lehrer und SchwiegervaterMntteis, hauptsächlich auf ein lieblich gefärbtesMt, und Schattenspiel aus. Zu seinen gelun-gensten großem Werken gehört die Galerie desHerzogs von St. Niccola Gaeta. Noch mehrschätzte man seine Stafeleygemalde mit kleinenFiguren, die in Neapel und der Gegend mehrselten sind.

* — — (Joh. Bernard). In feines zweytenMeisters Caldara's Styl ist eine Pieta zu St.Jakob der Spanier zu Neapel, ein Bild, das,was wenigstens den Gedanken betraf, wirklichdiesem letzter» zugeschrieben wurde, so richtig undstark war die Zeichnung, so geschmackvoll dieComposition, so mannigfaltig die Stellungen.Gewöhnlich aber liebte er einen sanftem Styl, derEabbatini's nahe kam, und seiner eignen Naturder gemäßere war. Daher stand auch bey ihmz. B. ein Marco di Pino, ein Michel, Angcio(obgleich mit Maaß und Ziel) nur in geringerAchtung. Bumsr 1 . 698. Nach Fiorillo (II.77/—78.) dann legte Lama sich besonders aufdas Studium von Raphael, und wurde eine Ver,klarung von ihm in der Kirche St. Marcello zuNeapel unter seine schönsten Werke gezahlt.

Lamands ( ). So heißt in den Xouv.

ä. ftns II. 60 ein neuerer französischer Bau,meister, der, mit andern, dem Architekt Ranso,nette bei) dessen Werke: Claris La. sts Ohsrpente(1802.), durch seine Beyträge behülflich war.Ob er vielleicht mit dem folgenden LamarreEine Person ist?

Lamarre ( ). Ein solcher wird im

iHmsnack äss 6eaux - Brts von 180Z. ohneWeiteres, unter den damals zu Paris lebendenBaumeistern angeführt.

*Lambarde> (Carft. Derselbe war ein Ade,sicher, Civil, und Kriegsbaumeister. Zu Rombaute er den kleinen Pallast: St. Domenico undSixto gegenüber, der noch vor wenig Jahren derFamilie Pamphili gehörte; dann die Fa<;abe vonSt. Franzesca Romana in Campo Daccino, derenes aber ziemlich an Einheit fehlen soll. Für denKardinal Giustiniani zeichnete er, vor der Portabei Popolo eine jezt (bis auf den Eingang mit denionischen Säulen, die nichts mehr tragen) ganzzerstörte Villa. In 1601. erschien von ihm einekleine Schrift über die Mittel gegen die Tybcr,Ueberschwcmmungen, welche aber an ächten hy-drostatischen Kenntnissen sehr arm seyn soll. dft-«M Lci. terr:. II. 161—62.

* Lambeler (S.), der Steinschneider, lebtenoch 1/27.

Lamberti. 66Z

*Lambert (Georg), Landschaftmaler undKupfcrätzer, geb. um 1710. in der englischen Graf-schaft Kent, und gest. zu London 176h. Er warein Schüler von dem niederländischen LandschafterJacob Haßel, und ahmte Casp. Pouffin und Wvo,ton nach Die Blätter von Vivareß, Mason u. a.nach ihm geben einen großen Begriff von seinenMaler-Talenten, Hinwieder läßt eine kleine Zahlvon ihm selbst geätzter bedauern, daß er dergleichennicht mehrere gemacht; wie z. B eine Landschaftmit Ruinen, und drey kleine Figuren diese demI. R. de Wandsworth zugeeignet, und sehr selten ).Ohne Zweifel derselbe Georg Lamberr, nachwelchem auch le Vasscur ls charoiu rcstsre gesto,chen hat. Rost IX. 170.

— — (Johann), des unten folgenden eng,

lischen Generalmajors ältester Sohn, ein Bild,nißnialer, von welchem noch in England vieleArbeit vorhanden seyn soll. Derselbe starb aufseinen Gütern zu Aorkshire. Uns ist er einzigdurch sein ftlbstgemaltes und von I. Smith schongeschabtes Bildniß bekannt; Mensel Misc.IV. 10. ^

— — (Johann Gerlach), geb. zu Frank,fürt am Main 174.1. lernte bey Julius Junker,und malte in dessen Manier schöne Frucht, undKüchenstücke. Durch Hang und eigene gute Ein-sichten verließ er späterhin dieses Fach, und legtesich auf Architektur und Mechanik. Eben so ver,fertigte er nach den neuesten Methoden Elektrisir,und optische Maschinen, und nach Fahrenhcit,Reaumnr, de Luc u. a. die genauesten Wetter,gläser und viele andre Instrumente. In 1787,wurde er als Lehrer der Mathematik und Zei.üeu,kunst bey dem Gymnasium seiner Vaeerstadr an,

estellt, und trug überdieß den Titel emes appro,

irren Wetter, Ablefter,Fabrikamen. <->üs,gen N- A- S: 427. Wahrscheinlich starb er um1804: Eine kostbare Sammlung von Kunstwerkenwurde l^gch seinem Tode versteigert.

— — (Joh. Heinrich ) geb. 1728 INdem ehemals Schweizerschen Müylhausen, wardaus sich selbst eins der größten Lichter der Welt.Seine Entdeckungen in dem Komerensysteme er,heben ihn zu den Kopernikus und Newton Dannlehrte er (und gehört deßwegen hieher) noch be,sonders die Perspektive- und die Photometrie aufeine eben so einfache als einleuchtende Weise.Seine beyden dicßrälltgen Werke erschienen, letztres1760. erstres 1778. in 8E mit KapfertabeUen.Lamberr starb zu Berlin 1777. als Professor derMathematik, und Liebling des großen Friedrichs.

ch/5c.

— — , von Amsterdam, ein Ma,ler, dessen Guicciardini 1 . 187. unter diesemNamen gedenkt, der aber wahrscheinlich kein An,drcr als der L. van Dorr des Ler. ist.

— — ( ), General , Major in

englischen Diensten, des oben angeführten Jo,Panns Vater, ein Dilettanre, und selbst ein guterBlumenmaler, der diese Kunst wahrscheinlich vonBaptist Gaspars gelernt hatte, den er, als derselbezur Zeit der bürgerlichen Kriege nach Englandgekpmmen, in seine Dienste nahm. Arbeiten vonLamberr sollen sich noch um 1780. in dem Hausedes ehemaligen Herzogs von Lead zu Wimbletowbefunden haben. Mensel Misc. IV. io.

— — ( ). So wird auch im /II-

ruanacli äss Dsaux-Zlrts von 180Z ohne Weiterres, ein damals zu Paris lebender Miniaturmalergenannt. Ob es derselbe sey, nach welchem A.Legrand den Winter und Flora, Ceres und Bacchus(die vier Jahrszeiten) gestochen hat, die in demKupfcrkatalog von Jouberr und Bance (1806.)-erscheinen, ist uns unbekannt.

* — — , s. Surermann.

Lamberti (Anicllo, d i. Angelus), einuns sonst unbekannter Kupferstecher oder Kunst,