Band 
Zweyter Theil, welcher die Fortsetzung und Ergänzung des ersten enthält.
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668 Landreozzi.

Albano's mit 16. Blättern im Umrisse erschienen,«nd mit einem (nicht unbrauchbaren) Verzeichnisseder beßten bisher bekannten Stiche nach diesenMeistern begleitet sind. Eine der beßten Stecherjener Umrisse dürste wohl Eleonora Lingee seyn.( Der Preis des Bandes war in Paris auf Fr.bestimmt). — Seit i 8 o 5 . gab der unermüdeteLandon, eigentlich zu Ergänzung seiner Annalen,

8t Nnbleaux 6s 6snrs 6n NU8SS

I^spoleon, welche ebenfalls mit den bedeutendstenneuern Werken dieser Gattung aus der französischenSchule vermischt, und ihrer Natur nach (da hierdas Licht- und Schattenspiel nicht selten die Haupt-sache ausmacht), nicht bloß in Umrissen gegeben,sondern ganz artig gestochen waren. Von diesensind bis und mit 1807. der ganze erste Band, undder erste Theil des zweyten, jeder Theil mit 36 .Blättern und derselben Beschreibung und Würdi-gung erschienen. — Neben dem kennt man von un-serm Künstler ebenfalls seit 1804. eine Lslerie tns-torigue cls8 bomms8 l68 Plug cslebrss 6s tousIs8 nisslss et 6s tout 63 1e8 natic>n8, coutensntIsui'8 porirnits Air>ve8 au trait, 6'spre8 1s8meillsurg (?) ori§inaux, avss l'^breZs 6s1eur8 vis8, weiä)e allmälig zu einem — großenKleinlichte» Ganzen von 10—12. Banden, jedermit 72. solcher Bildnisse (zu 10. Fr. der Band)erwachsen sollte, wovon bis und mit 1808 wirk-lich bereits 10. derselben geliefert wurden; was aberunter die zahllosen Pfuschcrwerke gehört, an denenwir Deutsche, anstatt sie nachzuahmen, vielmehrein warnendes Beyspiel nehmen sollten. -Dagegenist es endlich ebenfalls unser Künstler, der, ge-meinschaftlich mit dem Architekt I. G. Legrand,die interessante neue ve^ription 6s ?nri8 sr 6s

888 L6istces, avse uu presm ü^torigue st 6ssob8ervstlon8 8ur Is caractsrs 6s leur srsbi-tecturs, et sur Is3 prinsipaux objets 6'art st6e eurio8lte gu'ils renkerment , liefert, wovonder erste Theil (Zr. 80. ksris 1806.) mit Ku-pfern in einer sehr angenehmen Tuschmanier er-schienen war. — Was sich Alles über und gegensolche Darstellungen großer Meisterstücke der bilden-den Kunst im Kleinen sagen laßt, ist uns, wie wirglauben, beßtens bekannt. Das Für haben wiroben in Kurzem angedeutet.

Landreozzi ( ). So heißt bey Labae

(VII. 167.), ohne Weiteres, ein Bildhauer, derum i6go. zu Florenz gearbeitet habe.

Landrr oderLandry (Franz), der Kupfer-stecher, blüheke um i 65 o. Mec.

— — (Peter), Zeichner und Kupferstecher,wie man gewöhnlich glaubt geb. zu Paris um16Z0. und lebte noch um 1698. Basan (L6.8sc.)sagt: Geb. 1677. gest. zu Nanterre 1741. (undkönnte wahrlich diesmal nicht ganz unrecht haben).Er ist einer von den Künstlern, die nicht nachVerdienst geschätzt werden, und welcher viel, so-wohl nach eigenen Compositionen als nach andernMeistern gearbeitet hat. Seine Bildnisse zumalsind mit einem festen Grabstichel und vieler Net-tigkeit gestochen. Rost VIII. 242. welcher einigederselben sowohl als etliche seiner historischenBlatter anführt. Weit mehrere aber, nach denbeyden Landri's, hat ein Verzeichniß meines sel.Varers, unter denselben an die 70 Bildnisse, wo-von eines (des Kapuziner Josephs) von 1702. undein andres (des Herzog Regenten) gar von 1718. da-tier ist, was mit einigen der obigen Jahrszahlennicht übereinzustimmen scheint. Von historischenkennt man z. B., nebst dem schon im Lex. be-merkten Blatte nach Procaccino: Die Samariterin,nach Albano; die Kananäerin nebst einem großenKopf von Johann dem Täufer, nach einem derCarracci; ein Nachkmal zu Emaus, nach Titian;und einen Sr Hieronymus, ohne Namen desMalers, von petern, so wie wahrscheinlich dasHistorische fast Alles von ihm ist Einer von ihnen(«glaublich wieder dieser) nannte sich Landrr derjüngere. So z. B. auf einem Bildniß Ludw. de

Lanfrancho.

la Pivardiere von 1698. Aus einem bey Brand esangeführten schönen Blatt: Marter von Et. Bar-tholomäus, nach Spagnolett, bloß mit exeu/bezeichnet, folgt, daß er auch Kunstverleger ge-wesen sey.

* Landers ni (Franz). Derselbe war nachO.uadrro (III. 496.) so gut als der folgendeperer, aus dem Veltlin gebürtig.

*— — (Paul Camillus). Um ihgi. n,^er noch jung. Man kennt von ihm viele Al-tarblätter; neben andern eine Geburt Christi wSt. Ambrosius zu Mailand, welche mit derZeichnung und Grazie seines Lehrmeisters Seminiviele Zartheit vereint. II. 1. 444.

— — (Peter), geb. zu Ponte alle Preseim Veltlin. Dort sieht man verschiedene sei-ner Arbeiten; dann aber besonders in der neuenEt. Maria-Kirche zu Galle-Vegio im St. Jakobs-Thale eine Krönung der H. Jungfrau, welche füreines seiner vorzüglichsten Werke geachtet wird.Lehman» II. 3 Zo.

* Landsberg ( ), der Schwedische

Kupferstecher. Zu seinen Bildnissen gehören die-jenigen des Peter Auläville, Bürgermeisters zuStockholm, und seiner Tochter, beyde nach Schef-fel; dann des Pastor Olaus Eckmanns von Fahlun,und der Gottesgelehrten Peter und Olaus Tilläus(diese ohne Namen des Malers); was alles dazudienen kann, die uns unbekannte Blüthezeit diesesKünstlers zu bestimmen.

Landseer( ), ein uns sonst unbekannterneuerer englischer Kupferstecher arbeitete um 179g.an einem schönen Bildnisse des Admiral Nelson.Deffenrl. rJachr.

Landshur (Jakob von). Ein solcher wirdvon Schadens unter den Baumeistern des Mün-sters zu Straßburg angeführt, wo er i 4 g 5 . ver-storben war.

Lane (Salomon), s. Delane in den gegen-wärtigen Zusätzen.

Laneeri (Anton). So nennt Lanzi (II. 1.)nach Lomazzo, einen Maler der mailändischenSchule, gebürtig von Bugnato, Schüler vonGaud. Ferrari, von welchem aber keine ihmzuver-läßig zuzuschreibende Arbeit übrig geblieben sey.

Laneuvikle ( ). So heißt im ^Ima-

nncii 6ss 6eaux-Art8 von 1803. ohne Weiteres,ein damals zu Paris lebender Bildnißmaler.

Laney (I.), ein englischer Kupferstecher.Von ihm ist ein Blatt: Desdemona im Schlaf,aus Shakspeare's Othello (V. 2.) nach einem Ge-mälde von I. Boydell, im II. Bande des Boy-dellschen Prachtwerkes über ermeldten Dichter.Oeffentl. rJachr.

* Lanfrancho oder Lanfranchi (Jo-hann), geb. zu Parma i 58 o. und gest. Mi-Derselbe erhielt eine gelehrte Erziehung, und,weil er aus einer guten Familie abstammte, dieStelle eines Pagen des Marchese Scotti, der,weil er eine» leidenschaftlichen Hang zur Malereyan ihm bemerkte, den Jüngling der Schule desAug. Carracci übergab, welcher sich eben damalszu Parma aufhielt. Von diesem empfieng er dieersten Anfangsgründe der Kunst, legte sich aberhauptsächlich auf das Studium der Werke desCorreggio, die seine Phantasie von Jugend aufstets beschäftigten. Dieser Hang wurde durchdie Vorschriften seines Lehrers noch mehr ange-feuert, der ihn dann mit sich nach Rom nahm,und ihm nunmehr auch die Bekanntschaft mitseinem Bruder Hannibal, und dem KardinalOdoardo Farnese verschaffte, in dessen Pallas!er, unter Anleitung der Caracci, seine ersten öf-