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fentlichen Arbeiten ausführte-). Alsdann erwarb daß eben eine so gar außerordentliche Fruchtbarkeiter sich durch diejenige in den Pallästen und Villen gemeiniglich einen gewissen Drang von Ideen ver-des dortigen Marchcse Saunest großen Ruhm, ursachet; daß der Ueberfluß selbst den Ttefsinn intheils durch al Fresco's, worinn man schon seine ihrer Wahl, und die Genauigkeit in ihrer Aus-aiimutdige, zu Verkürzungen sehr geneigte Manier führung oft nur zu sehr beschränkst. Die großenwahrnahm, theils durch ein Oelgemälde (die Werke des Correggio, die wegen ihrer vcrrreflichenGeburt des Heilands), wo er, in Absicht auf und angenehmen Wirkung seinem ideenreichen GeisteBeleuchtung, Allegri's Nacht sehr geschickt nachzu- am angemessensten waren, bestimmten endlich ganzahmen, und nämlich das Licht von dem Gesicht seinen in der Carraccischen Schule noch nicht völligdes Kinds herzuleiten wußte. Wie er die lappischen entschiedenen Kunstcharakter. Er machte sich näm-Grillen einer Eminenz (des Kardinals Montalto) lich eine Art der Ausführung eigen, die jener deszu befriedigen wußte, und dieß Kunststück ihm die Correggio zwar nicht gleich kömmt, aber dennochArbeit der berühmten Kuppel in St. Andrea della eine große und schöne Wirkung thut, und ihnBalle verschaffte, und dafür Zampieri's ewigen bey großen Prachtwerken diesem Stifter der Lom-Haß ihm auf den Hals lud, muß in der eigentlichen bardischen Schule in Rücksicht auf die optischeKunstgeschichte nachgesehen werden; eben so, wie Zauberey des Helldunkels und die Leichtigkeit derüberhaupt bey ihm ein schönes Werk nach dem Behandlung am nächsten gebracht hat Lanfrancoandern folgte: Iezt sein Gemald in der Kirche erfand gewöhnlich mit mehr Leichtigkeit als SchärftSt. Joseph a Capo de Case, welches wegen der sinn; seine Anordnung ist kühn und reich, oft aberBehandlung des Helldunkels, des Heraustretens zu überladen; er zeichnete in einem großen, aberder Figuren und einer überaus reihenden Ver- etwas schweren Styl, ohne sich immer an dieschmelzung, abermals einem Correggio wenig Richtigkeit zu binden; seine Kopfe haben meistens„achgiebt; dann seine Himmelfahrt Maria u. a. ein wenig Uebertriebenes, aber auch immer etwasin der Kapelle von St. Antonio; dann seine Großes und Kühnes in ihrem Charakter; seineVersammlung der Götter in einer Loggia der Villa Drapperien behandelte er in einem hohen Ge-Borghese; wieder sein St. Peter, der auf dem schmack, und seine großen Massen des Helldunkels,Wasser geht, in der Hauptkirche der Hauptstadt die er mit ungcmeinem und oft des Correggioder Welt, welcher ihm die Gunst Urbans VIII. würdigem optischen Gefühl in seinen Anordnungenund den Christus-Orden verschaffte, u. s. f. u. ft anzuwenden wußte, geben feinen Fresko-WerkenIn ,63,. gieng er hierauf nach Neapel, wo seine ein überraschendes und majestätisches Ansehen,Kuppel der Jesuiterkirche ihm (zum Theil auch welches in seinen Oelgemülden in mindern, Gradeihrer gerippten Baute u. a. Umstände wegen) gefunden wird" §*) Ungefähr eben so zeichnetnicht so, wie die zu St. Andrea gelang; eben so unsern Künstler Lanzi (1l. 2. ,3c,.). Dort heißt(Mi.) diejenige der dortigen Kapelle del Tesoro, es von ihm z B. »Sein Charakter liegt (wieworüber Passer» (S. 147.) nachzulesen ist, wie sich ZZellori zwar etwas blöde, aber nicht minderunser Johann, aus Leidenschaft gegen den — wahr ausdrückt) in seinem Namen; denn es istbereits in seine Ruhe eingegangenen Zampieri sich sicher nicht leicht, einen frankern Ma er in Er-selbst durch ein Kunstmittel schadete, womit er findung und Ausführung zu finden Er bildeteden Ruhm des Verstorbnen verdunkeln wollte, sich eine ihm eigenthümliche Manier, welche inDer seinige wird indessen durch sein oftbenanutes Zeichnung und Ausdruck die Schule der CarracciHauptwerk in della Valle ewig blühen. »Denn" (auch Ludwig war , nach Augustirr's Tode eins-(heißt es bey Fiorillo II. 5(j8—/,g.) »es ist weilen sein Lehrer), so wie in der Conchosirionunlaugbar, daß nächst den großen Mustern der den Corregio verrieth — eine zugleich leichte undbeyden Kuppeln von Correggio zu Parma, jene große Manier; groß nämlich durch den Adel invon Lanfranco den ersten Platz einnimmt, und den Köpfen und den Bewegungen seiner Figuren,vollends in Rücksicht der Hauptparthie derselben in den grandiosen und wohl ausgespendeten Massen(einer himmlischen Glorie), durch di,e Vertheilung seiner Lichter und Schatten, in seinen edeln Ge-und Verschmelzung der Farben, die Kraft des wändern und einem piazzosen Faltenwürfe, bisHelldunkels, und die Harmonie des Ganzen, ein auf ihn ohne gleichen — eine Manier, die, wirbis zur bewunderungswürdigsten Vollkommenheit wiederholen es, so groß war, daß mehrere Vollen-erhobenes, einziges Kunstwerk ist." Deßwegen düng in seinen Werken, was anderer Künstleraber verdient nicht minder alles Nachdenken, was Werth vermehrt, den seinigen nur verringert hätte;Mengs (Opsrs II. ,23.), freylich in seiner ge- daß er darum nicht minder gefiel, theils durchwohnten seltsamen Sprache sagt, wenn er unsern seine herrlichen Erfindungen, theils durch ein woKünstler ein fruchtbares Genie nennt, „der sich nicht fröhliches, doch wunderwürdig harmonischesvorzüglich auf das Studium der Vertheilung der Colorit, seine zierlichen Verkürzungen, seine glück-Masscn und der Bewegungen, welche man in liehen Contraste endlich in dem Ganzen und denden Kuppeln des Correggio wahrnimmt, gelegt, Theilen seiner Figuren, so daß er (wie denn dochaber mehr den bloßen Schein, als die feinern eben auch Mengs bemerkt) hierin» dem geschmack-Grundsätze jenes Kunsttheils erreicht habe"; und vollern Styl der Neuern zur Norm diente Vonvielleicht eben so sehr, wenn er andcrwerts (I. 0. jhm lernten die Machinisten, das Aug auf weite1.164.) der Composilivn des Lanfranco, gerade Distanzen zu befriedigen, indem er (wie er zuso, wie späterhin Bererrmi's eine gewisse Kalte sagen pflegte) nur einen Theil selbst malte, undvorwirft. Wohl erläutert ihn Füßli (II 332—34-) einen andern — der Luft für ihn zu malen über-aus seine lichtvolle Weise am beßten, wo es von ließ." Von Oelgemäld m dann führt Lanzi be-unserm Künstler heißt: „Lanfran 0 hatte eine sonders seinen St. Andrea Avellino zu Rom undaußerordentlich fruchtbare und reiche Einbildungs- die darinn erscheinende prächtige Architektur —kraft, welche durch die gelehrten Grundsätze des seinen todten Christ zu Foligno, mit dem EwigenLudwig Carracci, seines Lehrmeisters, eine glück- Vater, der in Menschengestalt deßwegen nichtliche Richkung erhielt; gleichwohl zeigen seine Werke, minder den Begriff von der Gottheit gebe —
") So langeHaiinibak lebte (sagt der Abt de FontenaL — vielleicht sehr gründlich), blieb Uanfranco correkt;nach dessen Tod hingegen ließ er sich nur zu oft von dem Ungestümm seines Genies hinreißen.
In den neuesten Tagen dann urtheilt, von Deutsche», die Schrat: winkelman» u. s. Jahrhundert, üb»rLansvanco au verschiedenen Stellen, wie folgt: „Gute Wirkung des Ganzen durch breite Massen von Lichtund Scharten zu erzielen gelang, vor Andern, diesem Künstler, welcher sich dieses Theils der Kunst zu Bemalungvon Kuppeln u. a. großen Räumen bediente (S. 172.)." — „In der Kirche della Morte sieht mu, auch vonihm drey landschaftliche Gemälde in Fresko, groß gedacht und behandelt (S. rg?..)." — „Was die Wirkungseiner Bilder betrifft, folgte er einem idealen Muster, dem Correggio; in den Formen aber behielt er denStyl seiner Meister (der Carracci) bey, nur mit weniger Energie und Gründlichkeit (S.,2,8.,) " — „GleichCarravaggio und Guercino sammelte er seine Lichter sehr, und vertiefte die Schatten mit möglichster Kraft
(S. 222.)." —