Malbeß.
sah man von ihm in den neuesten Tagen Stiche zula Boode's : Vo/SZS xittoresyus 6e 1'L8psZns.
* Malbey ( ), ein Historienmaler, stark
in Schatten und Licht; wird von L. v. Q) ange-führt. Derselbe ist aber wohl kein Andrer, als derunten folgende Maubberrsch, der im Lex. s. v.Mubberch erscheint.
Malbodius, s. Mabuse.
* Maker (Christian), der im Lex. unter demArtikel seines Vaters Valentin erscheint, lebte»och 1648.
* Mal > ar, s. Magliar.
* Malinconico (Andreas). Die Citationam Schluß dieses Art. im Lex. l. Do-Errcr III.118.120. und 146. Freskomalereyen (heißt es bey^anzi I. 621—22.) giebt es keine von ihm, aberdagegen so viel in Oel, daß besonders die Kirchedei Miracoli zu Neapel fast ein Kabinet von ihmallein ausmacht. Seine Evangelisten und Kirchen-lehrer, womit er die dortigen Master schmückte,sind (wenn wir anders seinem Lobrebner Doineniciglauben sollen) von der edelsten Stellung, und denneuesten Ideen (concetti psrexrlnl); alles istwacker und mit Liebe gemalt, und von wundbarerFrischheit der Farben. Noch kennt man viel an-deres Schönes von ihm, aber hinwieder auchSchwaches und Geistloses — Malinkonisches —setzt ein falscher Witzling hinzu.
* Malino, auch Mazzolini und Mar,zolini (Ludwig). Nachvasari war Mazzolinioder Mazzolrno bloß sein Beyname. In großenFiguren (sagt Lanzi II. 2. 226.) war er eben keinbesondrer Meister; in kleinern hingegen hatte erein vorzügliches Verdienst. Sein junger Christunter den Lehrern war, wie es scheint, wirklich eintrefliches Werk, ist aber von Cesius ritoccirt. Inder Galerie Aldobraudini zu Rom steht man dasnämliche von ihm wiederholt; Andres im Campi-doglio. In allen bemerkt man eine unglaublicheFeinheit, die an Miniatur gränzt; und zwar nichtbloß in den Figuren, sondern auch in der Land-schaft, Architektur, u. a. Verumständungen. DieKöpfe sind lebhaft und sprechend, wie wenige seinerZeit, besonders die alten, an welchen er gerne dieNase und die Runzeln übertrieb. Das Colorit istetwas dunkel, nicht mürbe wie bey Hercules Grandi,seinem Mitschüler. Des Golds bediente er sichwenig, nur in den Kleidern.
Maliusky ( ), Bildhauer in Figuren
und Laubwerk zu Prag, lebte dort 1802. Deffenrl.Llachr.
Malkot ( ). Ein uns sonst unbekannter
Maler, nach welchem I. I. Hayd das Dildnißdes Tübinger-Theologen C. E- Weismann's inSchwarzkunst geschabt. *
Maller ( ). So heißt irgendwo, ganz
ohne Weiteres, ein Reißer und Gradierer vonNürnberg, der uns aber einzig durch sein Bildnißbekannt ist.
Mallerac ( ). Und so ein Maler, der
um 1620. zu Paris gearbeitet haben soll.
* Mall eror (Peter). Derselbe verfertigteauch den Tausstein der Kirche St. Landry zu Parisaus einem großen Stücke Porphyr, ^c.
* Mallery (Carl de), Zeichner, Stecher undKupferstichhändler, geb. zu Antwerpen um 1676.Wenn er nicht ein Schüler der Gebrüder Wierixist, so scheint er doch ihre Werke sehr studirt zuhaben: Der nämliche Geschmack für die äussersteBeendigung und dieselbe Geduld bey der Aus-führung. Bey den Künstlern seiner Zeit muß erin gewissem Ansehn gestanden haben; denn manbat sein Bildniß zweimal, nach Van Dyck, vonVorstermann und Morin. Seine Blätter datirensich von 1697—160?. Von ganzen Folgen: Das
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Leben der H. Jungfrau, die Leidensgeschichte, dieeilf Geheimnisse des Rosenkranzes; dann die großenJagden von Stradan (diese in Gesellschaft mit denCollaert, Galle u. a.). Die Geschichte des Seiden-wurms (Vermis sericus) nach Ebendemselben,6. Blätter; verschiedene Platten Pferde, zu einerSchrift: 6s In SsvsIIerls srsnhoi8s 1602. DieFabel vom Müller, seinem Sohn und dem Esel,welche zu Markte gehn, nach A. Frank's Erfin-dung, 4. geschätzte. Blätter; Losnotsptns, 27.Bl. nach Vredemann; endlich ein Schriftenbuch,nach Beaugran; dann Einzelnes bekanntlich dieMenge: Bildnisse vonHeiligen und Unheiligen, Ge-schichtliches u. s. f. nach eigner Erfindung sowohlals nach verschiedenen Meistern. Rost V. 187—88. und ^rc.
Mallery (F. de). So heißt irgendwo, ganzohne Weiteres, ein Kupferstecher, von dem mandas Bildniß des Raths und Rechtsgelehrten GirardMaynard, ohne Namen des Malers kennt. Ober nicht mit dem Philipp des Lexikons derselbe sey,ist noch die Frage.
— (Philipp von), Zeichner und Stechermit dem Grabstichel, geb. zu Antwerpen um 1600.wo nicht Carl Malleres Sohn, doch wahrschein-lich sein Schüler. Wenigstens findet man in seinenWerken denselben Geschmack eines feinen und män-lichen Stiches. Von ihm kennt man verschiedeneDevotionsstücke, Titulblakter, Verzierungen, aucheiniges Geschichtliches, von korrekter Zeichnungund sehr fleißig ausgeführt; namentlich dann fürden Triumph-Einzug Ludwig XIII. zu Lyon 1620.einen Triumphbogen; mehrere Blatter zu dem in1627. und wieder (retouschirt) 1602. zu Antwerpenerschienenen IUun6I; eine Folge von LZ.
Bl. mit dem Titul: Hrs Loeli, deren erstes Blattvon A. Wierix herrührt; endlich einen Christ amKreuze nach van der Horst (unten eine Tafel, anwelcher mehrere Personen sich lustig machen). Mahn?Dieser führt auch sein Zeichen an.
Maller (Heinrich), von Genf, geb. 1727.gab in 1776. Lsrts 6es snvrron8 6e 6ensvs»comprensnt le territoire 6s Is kspubllgos, und1781. auf vier Blattern Lsrts 6e ls 8UI88S Uo-msn6s, <zui comprsnnent 1 s ?szr8-6s-Vsu6 stIs Oouvernement 6'Al§Ie, kslts 8ur 6e non-velle8 me8ure8, welche unstreitig zu dem Vorzüg-lichsten von Schweizerkarten gehören. Um 1798.endlich gab er eine allgemeine Karte der helvetischenRepublik nach der damaligen Eintheilung. Eineausführlichere (hieß es) hatte er schon in 1797. ;u-gerüstet. Leu. Meusel A. Misc. V. 622—20.Ebel.
— — (I. B), ein neuerer vorzüglicher fran-zösischer Maler von Gaktungsstücken, gewöhnlich,doch nicht immer, im Geschmack der Leniers undOstade. Nach ihm kennt man von Massol ein(1800.) sehr fleißig und geistvoll gestochenes Blart:ä Is klöslite, und ganz neuerlich (1808.) von Prot,in Farben, zwey, wenigstens mit dem artigen Titel:Ie8 ^nr;e8 s I'LAll8s st Is8)zmour8 s Is IVIsl8on ;und noch neuer von Ebendemselben zwey andre:I'Instinet 6s Is MuMiie, und: II us ckausers^sinsi8 8i keureux.
— — ( ). So heißt im Hlrnanscli 6e8
Ueallx-Hrt8 von i 8 o 3 ein damals in Paris leben-der Bildnißmaler, der dort als ein von Obigemausdrücklich unterschiedener Künstler erscheint. Obnun dieser, oder I. B Maller, oder ein dritterKünstler dieses Namens es sey, nach dessen Zeich-nung Chataigne die holländische Tonkünstlerin fürdas XXXIV. Heft des IVIu8se frsngsi? geatzt,und P. Audoin vollendet hat, ist uns unbekannt.
* Mallia (Johann Carl). Noch kennt mauvon ihm einen sterbenden St. Franzise Lavier,nach Maratti, und das Titelblatt zu den Gemäl-den von Grolta Fcrrata (1762.) Lau-M/m.
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