Band 
Zweyter Theil, welcher die Fortsetzung und Ergänzung des ersten enthält.
Seite
757
JPEG-Download
 

Mambert.

wieder nach Dresden, und st. IN Leipzig auf einerneuen Reise nach Wien, 1791. viel zu frühe für dieKunst. Meus. Mus. XV. 174.

»Mambert ( ), malte, Ti'ti zufolge,

zu Rom auf frischen Kalk. Dieser dürfte abermalsder A- Maubberrh des Lex. (oder vielmehr Maul-berrsch) seyn.

* Mamertini (Anton), genannt An-ronello, auch AnroueUo degll Anronl und An-ronello da Messina. Als Alphons I. König vonNeapel, durch Florentinische Kaufleute ein Gemäldvon dem Niederländer van Epck erhielt (der,wenn er auch die Kunst, in Oel zu malen, nichtzuerst erfunden, dieselbe wenigstens zu einem hohemGrad der Vollkommenheit brachte), so bemühetesich erwähnter Anronello, der sich in Rom mehrereJahre hindurch im Malen geübt, und bereits zuPalermo und Messina Proben seiner Talente ab-gelegt hatte, das Geheimniß gleichfalls herauszu-bringen. Er unternahm daher (vielleicht um chbo.wo er sich das erstemal in Venedig befand) eineReise nach Flandern, stiftete mit van Epck Freund-schaft, und schenkte ihm verschiedene Zeichnungen,wofür er. als ein Gegengeschenk, die gewünschtebessere Methode, womit jener sein Oel zubereitete,erfuhr. Anronello begab sich hierauf nach Messinazurück, und erwarb sich einen ausgebreiteten Ruhm.Hierauf gieng er um 1470. nach Venedig, wo erfür die dortige Parochialkirche St. Cassiano (nichtfür Line solche zu Palermo, wie es bey FioriUoIII. 768. aus Versehen heißt) dasjenige Bild malte,dessen das Lep. gedenkt. Hier ließ er sich nieder,und endigte dort seine Tage (wenigstens nicht vori/,78.) allgemein betrauert; besonders aber vonseinem Busensfreund, dem Bildhauer AndreaRiccio (Briosco). *) In der ihm gesetzten Grab-schrift (man weißt aber nicht, wo sich dieselbe be-findet) werden auch seine Verdienste um die Oel-malercy erwähnt, und er dort: Xon solum sulspicturig, in hnibus Singulare artisicinm stvennstas kuit, soll st 91106 co1oribu8 oleolmscenüis 8plsn6orem st perpetuitstem primn8Ikalicoe pictnrss contulit, 8vmmo aempsr arti-stcum 8tn6io celebratu8 genannt. Nach derAngabe eines neuern Schriftstellers (Memoris 6skittori Ne88ine8i. 8°. Xapol.792.) sind das Ge-burts- und Sterbensjahr dieses Künstlers bisherunbekannt. Nach Zanetti (?!ttur. Vene?. ^.21.u. 490.) wäre von den vielen öffentlichen Gemäldendes Anronello, welche ehemals Venedig zierten,nur noch ein einziges im Rathssaal der Zehne übriggeblieben, welches einen todten Christ, von Engelnunterstützt, vorstellt; die Figuren fast von natür-licher Größe, mit: HntoninL Üls88ineri8l8 unter-zeichnet. Dann befand sich in der Galerie des ehe-maligen Patriziers Barthol. Vitturi daselbst vonihm das Vildniß eines venetianischen Edelmanns,welches vollkommen den gebildeten Geschmack derdamaligen flammändischen und italienischen Manierin sich vereinigt, und mit 1478. datirt ist. Hiernächstsah der von Morelli herausgegebene anonymeReisende (p. 69.) bey M. Antonio Pasgualino zuVenedig ebenfalls zwey von unserm Künstler ver-fertigte Bildnisse (M> Aloise's Pasqualino's, undM- Micheli Vianello's) beyde mit 1476. bezeichnet,welche er als fleißig ausgeführte Oelgemälde vonviel Starke und Leben, besonders in den Augenbewunderte. Auch im Haus Avogaro zu Trevisosoll ein Bild von ihm ersichtlich seyn. ^iorillo II.

12 und 767—70. Lanzi dann (II. 2Z.) nenntseinen Pinsel äusserst fein und fleißig , wie z. B.ein Bildniß bey dem Patrizier Martinengo, mitder Unterschrift: -zntonellu8 b1s88snsus msleciti4?4- Von der PictL im Pallaste (Halbfiguren)sagt er: Die Geschichtsformen, obgleich lebhaft,sind übrigens weder italienisch, noch auserlesen,und selbst das Colorit in diesem und andern Bildern,die ich von ihm gesehen, minder stark, als beyandern Venetianern seiner Zeit." Noch scheint

2 ) Warum sollte deswegen die Angabe der Lebenszeit vo

H. Fivnllo l. «-. vermeync?

Mander. 757

Lanzi zu vermuthen , van Epcks beßter Schüler,Roger van der Brügges, sey mit ihm ausFlandern nach Venedig gekommen.

Man (Jakob de). So hieß ein holländischerKunstverleger, bey dem man, neben Andcrm,Bildnisse nach van Dyck fand.

* Münaigo (Sylvester). Lanzr II. 206.nennt ihn einen Maler von schönem Charakter, dochmanierirt, und ein wenig Pfuscher. Die Citationim Lex. von Guanenn ist in diejenige von Bas-faglia umzuändern. Gestochen nach ihm habenP. Monaco: Joseph, von seinen Brüdern verkauft;Zucchi dann: Habacuc mit dem Engel, und Meh-reres, das auf ein Werk über die VenetianischeGeschichte Bezug zu haben scheint.

Manard ( ), ein Kupferstecher zu Paris

neuerer Zeit, arbeitete um i8c>5. nebst andernwackern Künstlern, an /ilhol'sLonr8 elemsntsirs6e peinture on Oalsrie complsts 6n IVIu8ösXaxolson. Meusels Arch. IV. i54-

Manasses (Daniel), ein Kupferstecher,lebte um 16Z0. Neben Anderm kennt man von ihmeine Karte von Schwaben, von Srerren S. iZ2.

Manby (Thomas)., ein guter englischer Land-schaftsmaler, der zu verschiednen Zeiten in Italiengewesen war, und daher im italienischen Geschmackarbeitete. Er machte daselbst eine gute Gemälde-Sammlung, die er in England wieder öffentlichversteigerte, womit es ihm aber wenig gelungenwar. II. 261. Er starb zu London 1691.

oder 1692. Mensel Miscell. IV. n.

Mancini (Partholome). Nach ihm bat I.Frey einen St.Francisc d'Assist gestochen.

Mandar( ). So heißt schon im -4k-mansck 6s8 6eaux->Irt8 von 180Z. ein damalsin Paris lebender Baumeister, Professor an derSchule des Brücken- und Chausseenbaues undArchitekt des Seeministeriums. Seither um 1807.gab er den Entwurf zu einem Denkmale für diefranzösischen Armeen, welches auf der Stelle derMagdalenenkirche zu Paris errichtet werden sollte,der aber, so wie mehrere andere nicht angenommen,sondern von des KaisersMaj. derjenige von Vignonallen übrigen vorgezogen, des seinigen und einigeranderer aber nichts desto minder rühmliche Erwäh-nung gethan wurde. Geffentl. Nachr. Vonfrühern Arbeiten werden von ihm angeführt in denXonvelle8 ÜS8 <4rt8 (1.009.) Thürenverzicrungenschon von 1796. die sich im Heft XIV. vonRraffr's?Isn8 ÜS8 Plug belis8 mal8on8 etc. abgebildetbefinden, und (l. c. II. 60.) der Antheil, welchener an Ebendesselben?Ian8 etc. 6e l'.4rt 6s laelisrpsnts etc. genommen hat.

Mandelberg (Johann), Königl.DänischerFeldschlachten- und Geschichtsmaler, lernte beyseinem Vater, siudirte nach Lembke, Dourgüignonund Simon! von Parma, reiste auch in Frankreichund Italien, und ward 1764. Professor der Aka-demie in Kopenhagen. Hennings S. 10Z.

* Mander (Carl van). Von einer ange-sehenen Familie, zählte er Gesandten und Prälatenunter seine Verwandten, hielt aber dafür, daß erüber sie noch hinaussteigen könne, wenn es ihmgelänge, sich in den Künsten auszuzeichnen. Baldzierte er mit seinen Gemälden die Tempel und dieHäuser der Reichen; bald ließ er mit Beyfall aufder Bühne seine Trauer- und Lustspiele aufführen,und malte selbst die Decorationen dazu. Zu Romzeichnete er die Trümmer von Tempeln und Sta-tüen, die man zu seiner Zeit ausgrub (warum ge-rade diese?), und malte Landschaften, welche sehrgesucht wurden. Bey seiner Rückkehr nach Flan-dern durchwanderte er die Schweiz, und zierte dieStadt Baden (wohl Basel!) mit seinen Arbeiten.Zu Hause dann, geliebt von seinen Anverwandtenund einer jungen Gattin, und geschätzt von seinen

i Briosco (1460—1552.) ,',n Ler. irrig seyn, wie solches