1892 Tiliti.
ders. II. 95 - schätzt auch jene Verlobung vonSt. Catharina, nach Parmcsano's Bild im Borg-hefischen Pallaste für ein gutes Blatt. Fernerwird irgendwo von ihm angeführt: Das BildnißPius VI. in ganzer Statur, nach I. D. Porta<1780.) in D. Cunego's Verlag, und viele Vig-netten zu: ^nacrsontis 'Ceji OonvivlaUa ss-niizr>mdig. ßr. Vol. kom. 781. beydes als ziem-lich mittelmäßige Arbeit.
* Tlilti (Cornelius), irriger Name fürLeu gleich vorstehndcn Lann'Uus T.
^ — — (Ioh. Bapt.). Nach Langt (Lä.
terx.) IV. 10g. hatte er schon um i 5 go. gearbei-tet. Sammachini war sein Lehrer im Zeichnenund Coloriren; dann aber setzte er sich den Ti-baldi zum Muster vor, ohne übrigens Plagiatan ihm zu begeben. So z. B. in St. Mariadella Scala zu Bologna. Nach seiner Rückkehrgen Parma waren Correggiv, und nach diesemParmigianino, sein vornehmstes Augenmerk. Dortsieht maiVVieles von ihm an öffentlichen Ortensowohl, als in Privat-Gallerien; so im Domeine Himmelfahrt von vielen Figuren (dessen schoninr Allgemeinen das Lex. erwähnt), und dasCatino (?) bey den Cappucine Vecchie, was manfür das letzte größere Werk der alten Schule vonParma hält.
* — — (Loren;), Maler und Siecher,
geb. zu Bologna i 63 ). Rost IV- 58 - nennt ihneinen der guten Schüler des I. A. Sirani. Vonihm kennt man, neben dem bereits im Lex. vonihm Angeführten, eine Madonna mit dem Kinde«ach Guido, und eine andere nach El. Sirani ;dann das Titelkupfer zur Beschreibung des Lei-chenbegängnisses Franz I. Herzogs zu Modena,mit dem Brustbilds dieses Fürsten, nach F.Stringa;ein anderes zu Berlingero Gessi's: 8psäa <iionore 1671. mit dem Bildnisse des Verfassers;und endlich ein Bildniß des Arztes Z. C> Clau-dinus, nach D. a Britios Zeichnung. 6«,uie/lmr.
Tr'nror (Anton). Ein solcher erscheint indem Wiener-Hof- und Staats-Schematismus1785- als Bauassistenk bey dem Hofbauwesen da-selbst; und 1793. als Hofbauamts-Sekretair.
T Tr'nrore (Franz del). Langt (Lö. tsrs.)
I. 262—6Z. nennt noch, neben ihm, zwey seinerBruder, Lasstan und Simon (den Franz inder Mitte), und zwar alle drey als Schüler von
. Paoiini. ssafstano hob sich nicht über dasMittelmäßige; schwache Bilder, welche sein Mei-ster im Alter malte, oder vielmehr bloß sbozzirte,schrieb man etwa ihm zu. Von Franz dannsteht man eine schöne Heimsuchung Maria imZimmer des Gonfalom'ere zu Lucca, und Anderesin der Gallerie Montroni. Simon endlich warstark im- Malen von Vögeln, Früchten ». a.Stilleben. Alle blüheten zu End des XVII. Jahr-hunderts.
Tinrorello (Jacob). So nennt Langt (L6.terr:.) !Il. 2). nach dem: duiäa N Vicenrm,einen Maler von dort aus dem XV. Jahrh, derdem Victor Pisanelli im Colorit gleich kam, imZeichnen aber unter ihm stand, wie solches auseiner Dornenkrönung erhelle, die sich zu St.Corona in Vicenza befinde, und aber immerhinder alten Venezianischen Schule Ehre mache.
* Tl'nrus, s. Timt oben und im Lex.
Ttntzel (Christoph Friedrich). So heißt in:Das jeyr lebende Dresden 170Z. 12°. ohneWeiteres, ein damals dort wohnhafter Bildhauer.
Tio (Franz). So nennt Langt (b)6. tsrx.)
II. 12. nach Eolucct's: ^ntlckita CiseneXXV.18Z. einen Maler von Fabriano, der in i 3 i 8 .die Tribun» der Conventualen von Mondaino ge-ziert habe, welche Arbeit aber zugrundgegan-gen sey.
Tiquct.
Tto da. So nennt der Almanach aus Rom1811. (17. Jan.) einen Spanischen Baumeister,dessen Biüthezeit er ins I. C. 900. setzt, und,als dessen Werke anführt: Den Pallast des Kö-niges Alphonsus Castus (jetzt Bischöflichen Pal-last) in Oviedo; dann die Kirchen St.Salvator,St. Michael und St. Maria daselbst.
— — ein geschickter Spanischer Baumei-ster des IX. Jahrhunderts, der, auf Befehl Al-phons des Keusche», zu Oviedo, wo dieser Kö-nig seine Residenz aufschlug, die Basiiica St.Salvator, nebst zwey Nebenkirchen, della Ma-donna und St. Michael erbaute. Beyde letzter»bestehen noch auf den heutigen Tag. Diejenigedella Madonna ivcs breit, hat drey Navatenund sechs Bogen auf Piedestallen. Drey Kapel-len darin von schönem Marmor haben ein gutesEbenmaaß. Die seltsame Baute von St. Michelsbeschreibt Mtlizta (Lcl. teer.) I. nb—16. undgiebt wesentlich den Begriff, daß der Künstlersich eben so wohl auf Zierde ^ als auf Dmierverstand, Auf marmornen Säulen ruhen Sta-tuen der 12. Apostel je zwey beysammen. DasPaviment ist musaisch. Auch der Pallast zu Oviedosoll, nach Einigen, des Unsrigen Arbeit, undungefähr derselbe seyn, den noch jetzt der dortigeBischof bewohnt, und wovon Alphons der Großein seiner Chronik viel Rühmens macht. Eben sowar die Kirche St. Julian außer den Stadt-mauern ein bedeutendes Werk von ihm, welchessich eher dem neuern Griechischen als dem Go-thischen Styl näherte. Ttoda lebte noch unterder nachfolgenden Regierung des Königes Rami-rus, der ihm auch die Leitung zweyer andernKirchen in der Nahe von Oviedo (ebenfalls Et>Maria und St. Michele genannt) auftrug, .wel-che ebenfalls bey Milizia l. c. beschrieben sind.
Troll er (Niki. Peter), Sohn, geb. zu Paris,Schüler von Dejoux und Jeuffroy, erhielt i 8 v 5 .den großen Preiß des Nakjonal-Jnstituts zu Parisin der Steinschneidekunst (damals 21. Jahr alt),und seine Arbeit schien so vorzüglich zu seyn,daß kein zweyter Preiß ertheilt wurde. sieber-haupt war dieses das erstemal, daß es dem Kaiserbeliebte, für diese Kunstgattung einen Concurszu veranstalten, daher der von dem Institutvorgeschlagene Gegenstand: Der Genius jenerKunst anerbietet dem sitzenden Kaiser und Königeinen geschnittenen Stein; und der Kaiser über-reicht ihm dafür einen Lorbeerkranz. In 1812.kam Tiloter von Rom zurück, und arbeitetewieder bey seinem Meister. In einer ausführli-chen Critik des Römischen Kunstsalons von 1809.(Tüb. Morgenbl. 1810. ExtrwBeyl. S- 7. u 8.)werden seine dort ausgestellten Arbeiten nichtsminder als gerühmt. Es waren Sculpture»: Jun-ger Faun, der die Flöte blast, nach einer be-kannten Antike, »ohne alles Verdienst"; Aristr-des, »plumpe, charakterlose Figuren" (beydesBasreliefe in Gyps); endlich Stempel und Mo-dell einer Medaille, die auf dem Averse das Bildnißdes Französischen Kaisers, auf dem Reverse dasAkademiegebäude in Rom darstellt; nebst nochmehrern Steinschnitten, »in Allem viel Trockenheit".
— — ( ), vielleicht der Vater des Obi-
gen, erscheint im iVmanask äsLommerce 1811.als : draveur Zstieral äes monnaiss äs Vranse.
Tl'phar'ne (L.). Einen solchen nennt man,der das Bild eines Johann Ruxel gestochen habe.
Tipplng, s. oben Tevrtnt.
Tr'quet (Franz). Von einem Maler diesesNamens kennt man folgendes Receptsnbuch:Breite, äs pluslsurs bsaux sscrsts, trss-milspour les ^rtistss st durieux, st Is beawsscret äs la coriiposition saug 1a A>acs, (altst somposs, par 1s 8r.
IVIaitt'S Ce'mtre äs la dommunaurs st ^.Laäe-orie äs 8t. dnc ü Carls, st Ceintrs en