Band 
Zweyter Theil, welcher die Fortsetzung und Ergänzung des ersten enthält.
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1891
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Timpf.

noch nicht völlig geendet war. Andere nennennoch von ihm: Einen Orest, und eine Jphige-nia in Tauris. Er lebte zwischen der 179. u.18z. Olympiade, TAman.' a. Rom. i8tv. 22.Dlov.

Timpf, s. oben Thimpf.

* Timorheus, aus Lroezene, blühet« zwi-schen der go. u. 100. Olympiade- Seine Statueder Diana stand zu Rom im Tempel des Apolloauf dem Palatin. In spätern Tagen (zu CäsarsZeiten) wurde der Kopf derselben von Archestlausund Evander rcstaurirt. Dann kannte man vonihm Athleten, Jäger, Opfernde, u. s. f. EinBild, das er für die Stadt Troezene fertigte,hielt man für einen Aesculap; die Einwohner hin-gegen behaupteten, baß es ein Hippolytus sey.

Timrorh (Johann Heinrich), ein Arzt, ver-muthlich in Sachsen. In I. G- Müllers Ver-zcichniß des Curiosttäten- und Naturalien-Kabi-nettes von Joh. C. Olearius. Jena 1760. 4 ".finden wir rubricirt: Zwanzig Stück sehr künstlichgemalter Kräuter und Blumen von Herrn O.Timrorh. Dann in dem Auktionskatalog vonL- F. Daum. Berlin 18II.: Opus botsnicumpic^urn, in bibliotkeca extans Oaruiüana,Rares ac plantas - - colle^it et all vivum rle-linearit Aoü. //e»,-. Vimrot/r IVleü. Dr. Hujuscollectionis inltium knit 1727. Dieses Werkbestand aus i 5 . Bänden, mit botanischen Zeich-nungen auf einzelnen Folioblättern.

Tinckei ( ) pinx. So sollen zwey Blät-

ter in Fol.: DOurs und la lVlaimotts bezeich-net seyn, die eine Demoisclle Gronier für denVerlag von Joullain in Kupfer gebracht habe.

* Tincrorerus (Jac.), lat. Name von Jac.Robufti (Lintoret), der sich etwa auf Blätternnach ihm befinden soll.

Trndareus, antiker Bildhauer. Lo-nas«-,.

Tinelli (Carl), von Carrara, ein junger ita-lienischer Baumeister, der, nebst fünf andern sei-ner Kunstgenossen, nach dem Urtheile der beydenAkademien des Königreichs Italien, würdig er-funden ward, als Pensionnair seine Studien inRom fortzusetzen.

* — — (Joseph). Welches apokryphische

Ens mag wohl ein solcher seyn, den Heinecke(löse ^«nörals p. 61.) unter denjenigen nennt,nach deren Frescogemälden das Werk: Asloin

glorios! «lsßli uomlin illustri klorsntlni, es-xresse cc>' loro ricfatti, vells volts clells U.Osllsria äi l'oscana. 6r. In kol. 62. Taf. nachJos. Menabuoni's Zeichnungen gestochen worden.Den gleich folgenden Tiberius T. wird es dochkaum berühren?

* — — (Tiberius). Lanzi II. si 3 — 14 >

nennt ihn nicht Schüler, sondern bloß Nachah-mer von Leon. Bassano. Als Bildnißmaler dann,glaubt er, daß derselbe seinen eigentlichen Lehret,I. Contarini, noch übertroffen habe. Von einemsolchen, des berühmten Rechtsgelehrten und Dich-ters Nie. Craßo (des nämlichen, von welchemdas Lex. ein Lobgedicht auf Tinelli anführt),erzählt Ridolsi, daß Pietro di Cortona beymAnblicke desselben geurtheilt: Der Künstler habediesem Bilde zugleich die Seele seines Gegenstands,und seine eigene eingehaucht; Craßo ist in einemmit Luchspelz verbrämten Kleid, mit einem Buchin der Hand dargestellt, worüber er zu redenscheint. Dies Kunstwerk befindet sich gegenwär-tig in der Gallerie zu Söder, wo es sich, unterso viel Trefflichem gleicher Gattung, dennochvorzüglich ausnimmt (^iorillo II. i 58 .). Mehrandere sah dann Lanzi zu Rom und Venedig,die man in hohem Werthe hielt, einige unvollen-det, weil dem Besteller ein — Vollendetes zu

Tinti. iZZr

theuer zu stehen kam; mehrere dann historirte,wo z. B- der Venetianische Kavalier den MarcAnton und seine Gemahlin eine Cleopatra dar-stellt. Auch sehr köstlich ausgearbeitete kleine Ka-binetsstücke, bald geistlichen, bald mythologischenJnnhalts, kennt man von ihm; so z. B. eineIris bey den Grafen Vincentini zu Vicenza, volleinfacher, natürlicher und graziöser Originalität.Compositionen von vielen Figuren giebt es we-nige von ihm; dafür fehlte es ihm, wie er'szum öftern bedauerte , an Muße, um nämlichetwas Vorzügliches auch hierin zu liefern. Fio-rillo dann (l. c.) sagt von seinem Styl über-haupt: »Seine Werke haben einen edeln undgroßen Charakter; die Figuren treten mit schönerRundung hervor; dabey hatte er eine vortrefflicheFührung des Pinsels^. Nach ihm soll MarcBoschini einen Jac. Pighetti, und Canini (wohlsehenswerth.') den -Paul Sarpi gestochen haben.

Tiner ( ). So hieß ein Maler zu Paris

und einer der Conservatoren des Spezial-Mu-sums zu Versailles, der mit mehr andern Fran-zösischen Künstlern verordnet war, nach Italienauf die vielfältig besprochenen Kunsterobernngenauszugehn. Am 2g. Brum. 1801. feyerten sie zuParis, mit der Administration des Central-Mu-seums der Künste daselbst das Jahrsfcst der Ein-weihung des — geraubten Gottes aus Belvedere.hlonv. cl. ^rts. 1. 28. In 1802. erscheint unserKünstler noch unter der anfangs angeführten Be-nennung; seither haben wir nichts Weiteres vonihm vernommen.

Tingry ( ), Prof. Ob selbst ausübender

Künstler, ist uns unbekannt, gab ein: NeuesHandbuch für Maler und Lackirer, oder Anlei-tung , alle Arten von Firnissen nach den neuestenchymischen Grundsätzen zu machen. Mit Anmerk.von Dr. Eschenbach. 2. Lh. 8°. Leipz. 18.. —1804.wovon der zweyte Band 1. Th. 8. Gr. kostete.

Tinimal ( ). Von einem solchen, nach

Morland, geschabt kennen wir »in kolorirresschlechtes Blatt in qu. 4°., was «inen Löwenund eine Löwin darstellt, die ihre beyden Jungensäugt. Es erschien in dem Verlage der Augs-burgs Kunstakademie.

Tinnap (Johann), Kupferstecher zu Londonin Schwarzkunst und mit dem Grabstichel. Ersoll neben Anderm auch Folgendes in Kupfer ge-bracht haben: Zwey Zeichenbücher mit Figurennach Wateau u. a. Meistern; die Blätter zu demBuche des Joh. Caff: Das doppelte Microscop1744.; einen Plan von London und Westmünstcrauf 22. Blättern (dies gemeinschaftlich mit Jo-hann Pine); das Dildniß der Tänzerin Gatts,unter dem Titel: 1a 'l'erpsicüors krsrihaiss, nachFenoeuil; und andres nach Seb. le Clerc, I.Ellis und I. Higmore. 6a.-räe/ü'm. Mse.

Tino di Biagio, von Assisi. So nennt derAlmanach aus Aom 1810. (22. Sept.) einenMosaikisten, der um 1260. geblühet habe, undvon welchem sich Arbeiten in Assisi, Spoleto,und im Dome zu Orvieto befinden.

* Tinti (Camillus), dessen im Lex. unter demArt. von A- Campanella nur ganz kurz gedachtwirb, Kupferstecher, geb. zu Rom um 1788.Derselbe zeichnete sich unter den Künstlern aus,welche für G. Hamiltons 8ckola Italic-» gear-beitet hatten. Zu diesem Werke nämlich gehörenvon ihm: Christus auf dem Oelberge, nachLanftanco; die Vermahlung von St. Catharkna,nach F. Mazzuoli; und die Hochzeit von Me-leager und Atalanta, nach Polydoro Caldara-Noch kennt man von ihm: Zacharias schreibtden Namen des neugebornen Johannes, nachA. del Sarto (1771. Romao). Rost IV. 222.Dieses letztere Blatt nennt Fußli I. 41- in einerlieblichen und kräftigen Manier gestochen, undheißt den Künstler dort irrig Camillus. Eben-

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