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r896 Tischbein. Tischbein.
und die nicht durchaus gute Haltung^ gerügek. Benard's Katalog vonPaignon-Dijonval wirbAIs hierauf des Künstlers Bruder, der Architekt ein großes Blatt von Smith (1790.) in Schwär;-Ludwig vbilipp, zu St. Petersburg gestorben kunst geschabt, angeführt, welches den Prinzenwar, so reis te er ,8s6. dort hm, malte u. a. die Friedrich Georg Wilhelm von Dramen und dessenKaiserliche Familie daselbst und blieb bis 1809. Gemahlin Friderika Louisa Wilhelmina darstellt.Indessen war die in Empfang genommene Erb- wo der Künstler Hofmaler des Prinzen von Wal-schaft nicht so beträchtlich gewesen, als er ge- deck heißt, das aber somit dort irrig Johannglaubt hatte; auch vermuthete er, daß Einiges Heinrich Tischbein 1 l. zugeschrieben wird.davon schon vor seiner Ankunft möge entfremdet DeffenrI. Aachr.worden seyn; dieß gab ihm denn Anlaß zu einem ,
allegorisch-satyrischcn Gemälde: Die getauschte * i 5 Tischbein (Johann Heinrich I.), auchErwartung, was er auf der Dresdner-Ausstellung Joh. Heinrich der Aelrere genannt, fünfter1812. zeigte, das aber wenig Lob davon trug. Um Sohn des Stammvaters und Backers Joh.die Leipziger Akademie selbst (seine letzten Schür Heinrichs, geb. zu Hayna in Hessen 1722. Der-lei:, die um 180». bey ihm lernten, waren Blau- selbe lernte bey seiner Mutter Bruder, Hinsing,chi und Glaser), bekümmerte er sich zu wenig, zu Gemünden an der Wohra, das Schlosserhand-und Schnorr mußte größtentheils seine Stelle vcr- werk; allein sein überwiegender Hang zu dentreten. Alsdann st. er auf einer Reise, die er bildenden Künsten und zugleich auch sein Talent,in eignen Kunstgeschaften unternommen hatte, bey waren Ursache, daß sein älterer Bruder, der fvl-seiner oberwähnten Tochter Caroline, zu Heide!- gende Johann Valentin, ihn im vierzehntenberg 1812. Zu seinen jüngsten Arbeiten gehören Jahre diesem Handwerk entriß, und ihn beynoch zwey große Familiengemälde (die Mensel dem Tapetenmaler Zimmermann in Cassel förm-III. nicht rubricirk*)), das der Fürstlichen Kami- lich in die Lehre brachte. Er benutzte nichtslie von Nassau-Wcilburg, und das der Familie desto weniger obendrein noch den Unterricht desvon Arnim. Auf der Dresdner-Ausstellung 1812. Cassclschen Hofmalers van Freese (nicht Fries,hatte er, ausser der obigen ungeratenen Allego- wie es im Le§. heißt, wo er auch noch in zweyterrie, drey Kinderküpfe in Pastell (als Studien zu Person, als Frcezen erscheint). Unterstützt voneinem großen Gemälde); dann ein weibliches Bild- dem edelmüthigen Kunstliebhaber, dem Churmain-niß, und das des Hofraths Voß zu Heidelberg, zischen Großhofmeister Grafen Stadion, konntebeides in Oefi Ueber seine Kunstcharakteristick er 174z. nach Paris gehen, wo er bis 1748. beylesen wir bloß irgendwo im Allgemeinen: »Er Carl Andr. Vanloo studirte, und sodann nachkomponirte mit vielem Verstände Konversations- Venedig , wo er acht Monathe einen Freund undstücke, und auch ernsthaftere Gegenstände. Nach Lehrer in I. B. Piazzetta fand, dessen Unterricht, ihm gestochen hat: I. G. Müller: ba tenllrs er auch bey seiner Zurückreise von Rom (wo erIVlvre (die erste Frau unsers Clschbem's mit zwey Jahre verlebt hatte) von neuem benutzte,ihrem Sohne; seine zweyte Frau hieß Sophia In 1761. kehrte er ins Vaterland zurück, undMüller), gr. Fol. (Pr. 2 fl. 45 kr.), den Coadju- wurde 1752. Kabjnetsmaler des Landgrafen vonkor von Dahlberg und den Arzt I. C. Loder Cassel. Er zeichnete sich in historisch-mythologi-(jedes ä. 4 fl. 48 kr.), letzters zumal ein vorzüg- schen Gemälden besonders (und mehr als imlichcs Blatt; dann den Arzt Hufeland zu Wei- Bildniß) aus; vorzüglich schätzt man in diesermar, Fr. Müller der Sohn ( 3 fl. 36 kr); E. Art diejenigen Gemälde, welche er von 1762—80.Morace das Bildniß des erwähnten berühmten fertigte. Tischbein st. geehrt und geliebt 1789.Kupferstechers I. G. Müller (2 fl. 24 kri); Carl zu Cassel, als dirigirender Professor der dasigenPfeiffer (gut punktirt) Herder's und Wielands Kunstakademie, mit dem Charakter als Rath,(jedes ä 3 fl. 36 kr.); Schlottbeck R. Z. Be- und als Mitglied des Instituts zu Bologna**),cker's (3 fl. 36 kr.); Laureat wieder den Arzt Sein Leben und seine Kunstarbeiten ***)hatI.F.Loder 8°. punktirt; Cour. Westermayr wieder Her- Engeischall in einer kbesondern lesenswerthenders, und des Hofrath Böttigers, beyde punktirt, Schrift: I. H. Tischbein, als Mensch undHeinr. Schmid zu Schiller's Don Carlos (8°. Lünstler dargestellt gr. 8°. Nürnberg 797.,Lechz. 802. bey Goeschen) das Bildniß der Elisa- nach dem schon früherhin der Pfarrherr Eoez,beth, angenehm. Noch nennt endlich der wink- und der Rath Tasparson, in öffentlichen Dlat-lersche Gantkatalog: Die schöne Cenci, nach Gut- kern ein solches zn leisten versprochen, aber unaus-do von dem Unsrigen gemalt, und in punktirter geführt gelassen, letzrrer aber denn doch eine Vor-Manier gestochen von I. Mangot; In petits kou- lesung , zum Andenken des Unsrigen, der Ettgsl-steuss, artig gestochen von I. I. I. Huber, un- schall'schen Biographie beygefügt hatte. An derter Wille; und Nribut la recc>unoi88ancs Spitze derselben findet man sein (1773.) eigen-(schöne Frau, die das Bildniß des Prinzen von händig gemaltes, aber von A. Karcher unahn-Waldeck in der Hand trägt) von Leybold. In lich-gestochenes Bildniß *°-y. Serie d er's Hess.
' ^°) Dort findet sich nämlich ein Verzeichniß seiner neuern Bildnisse von 1802—9. Wir nennen von diesen (nebenden schon vorhin erwähnten) hier nur, von ganze» Figuren in Lebensgröße: Die Frau Gräfin von Fries inWien; .die Familie Loht (Scizze zu einem Altarblatt, die Himmelfahrt?); von Knieesiücken den Buchhänd-ler Ricolai zu Berlin; von Brustbilder» Kotzebue's- Schiller's Bildniß von ihm stand auf dem schon genann-ten Dresdner-Salon. Auch bey Meusel l. c. heißt es davon: »Wenig ähnlich, und wohl schwerlich mit Fleißgemalt. So sinnrei'ch auch das griechische Kostüm gewählt zu seyn scheint, so schadet der rothe Mantel dochaugenscheinlich der Darstellung (?), und dieses Bild steht in jeder Hinsicht demjenigen weit nach, welchesfrüher Graf von dem Dichter lieferte". Von seinen Ausstellungen auf dem Dresdner-Salon >810. heißtes im Tübing. Morgenbl. >810. S. 704. »An dem Oelgemälde Perseus und Andromeda wollte vor-züglich das allzuzahme und schläfrige Ungeheuer nicht gefallen; dagegen hätte gewiß dieses Meisters kleinerAmor, der hinter einer Gardine hervorlauschr, mancher Dame durch seinen Reiy ein Plätzgen hinter ihrerGardine abgetrotzt". In Deutschen Gallerien finden wir (welche Schande!) einzig auf dem Königl- Bayer-sche» Schloße Lusiheim die Bildniße der letzverstorbnen Königin von Preußen, und ihrer Prinzeßin Schwester.
-:-n) Seine Freunde Casparson, Goetze und Engelschall wollten ihm, unter Leitung der HH. du Ry und Nah!in dem Akademiesaale zu Kassel ein Denkmal errichten (S. die Ankündig. davon im Herbste -795. und spä-terhin wieder 1797. in Mensel'« N. Misc. I. 116. u. VII. 956., das aber, unsers Wissens, wahr-scheinlich der damaligen Äriegszei'te» wegen, nicht zu Stande kam. Und dann — sechs Jahre nach desKünstler's Tod! Wie wenige Edle leben nur so lange im Gedächtniße der Nachwelt! — gelang endlich esdenn doch dem Obervorsteher Stammsort zu Hayna, ihm in der dortigen Eremitage ei» kleines Monumentzu setzen, das in einem Rondel besteht, in welchem, zwischen fremden und einheimischen Blume», ein Kreuzsich hebt, mit der Inschrift: Den Manen Tischbein'«.
Die wichtigsten derselben, bis nahe an seine« Tod, finden sich auch summarisch verzeichnet, in Meuftl'sD. R. L. 4 . und II.
ÄU-Y-::-) Und doch soll es, E. Vorrede infolge, nach einer höchst ähnlichen Zeichnung gefertigt seyn. -