Band 
Zweyter Theil, welcher die Fortsetzung und Ergänzung des ersten enthält.
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1898
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rgg8 Tischbein. Tischbein.

beins Kopf aus Thon formt"); den General seine Anmerkungen mit, und !as ihm nicht selten,von Kaiserling, in Pastell»*); den Erziehungs- währender Arbeit, aus Schriftstellern über bil-rath Campe*»*); die Frau von Schönsiäbt»***); dende Kunst, oder solchen vor, die denselbennoch ein Paar Brustbilder von Tischbeins bey- Gegenstand geschichtlich oder dichterisch geschil-den Töchtern ^1. Endlich heißt es bey E"- dert hatten, den jetzt sein Pinsel darstellen sollte,gelschüll (S. 127.): „Alle Kunstliebhaber kennen Bey solchen Gelegenheiten war es, wo Tisch-die zahlreiche Sammlung von Fraucnzimmcrbildnis- betn oft die Anmerkung machte, wie leicht dersen, welche sich auf dem Schloße Wilhelmsthal bey Kunstlehrer, und noch öfter der Dichter aufCassel befindet. Es sind Fürstliche und andere, Fodernngen verfallen könne, die in der Ausübunghauptsächlich ihrer Schönheit wegen dazu gewählte, mit unendlichen Schwierigkeiten verknüpft sind.Personen, welche die Verewigung ihrer Reitze Tisch- So federte Klopstock von ihm eiiz Ideal von Ell-beins Pinsel verdanken, und hier theils in Lebens- geln ohne Flügels) (S. 67— 58 .). Dafür schenktegroße, theils in Brustbildern die Wände zieren", der Künstler (1772.) der von dem Dichter errich-Nach Engelschall hätte Tischbein die sonst bey ttten Lesegcsellschaft zu Hamburg, das sich da-Künstlern seltene Geduld besetzen, von seinen Wo- rauf beziehende Bild der Vorlesung, unter Ge-rischen Gemälden, auf Verlangen, mehrere Kopien statt einer Polyhymnia (S. 56 .)". „Tischbeinzu fertigen. Ins Ausland (selbst außer Hetzen) konnte nichts weniger vertragen, als die soge-kamen, neben den schon vorgenannten Altarbläucrn nannten Geschmacksurtheile anmaßlicher Kenner,für Hamburg und Stralsund, nur wenige von seinen deren ganze Weisheit in einem Aufwande vonBildern. Nach Rußland ins Kabinet der Kaiserin artistischen Terminologien, ohne Gefühl und prak-Catharina II. (1770.) Sophonisbe, im Begriffe tische Kunsikenutniß besieht; desto höher ehrteden Giftbecher zu trinken, lebensgroß, und (1774.) und schätzte er diejenigen eines Winkelmaun's ,Aeneas, der auf den Wolken vor den Thron der Lessings und Heyne's (S. 60.)". „Er würde inDido tritt, klein lebensgroß; für den Kaisers seinem Leben bekannter geworden seyn, und manMinister von Neuperg in Wien (1773.) Cleopatra wurde seine Talente richtiger gewürdigt habe»,im Begriffe sich die Schlange an die Brust zu setzen; wenn er zur Verbreitung seiner Wecke den Ku-Arlemisia, begriffen die Asche ihres Gemahls zu trin- pferstecher gefunden hätte, den er sich wünschte.kcn( 1776 ) für den Herzog von Sachsen-Gotha, le- Schon stand er deswegen mit dem berühmtenbensgroß; Aeneas und Dido, mit dem als As- Wille zu Paris im Briefwechsel; bey näherercan sie tauschenden Amor im Schooß, und Dido Bekanntschaft mit ihm glaubte er aber nicht ,auf dem Scheiterhaufen (1776.), beyde lebens- daß dieser der Man» sey, der seine Werke mitgroß, für den Prinz August von Gotha; drey Geist und Energie darstellen könne, da er lieberKabinetsiücke (Sultane in ihrem Serail), für Bildnisse als historische Gegenstände bearbeite?!den Freyherr» von Berberich zu Frankfurt am (S- 61—62.)". Bey Gelegenheit eines, Tisch-Main. — Diese dürften beynahe alle seyn, deren bei» zum öfter» gemachten Vorwurfes, daß erwenigstens Engelschall Erwähnung thut. In so gut als keinen Gegenstand der neuern Geschichteden eigentlich großen deutschen Gallerien (Wien, für seine Kunst gewählt habe, wird hingegen be-Dresden und München) findet sich (welche Schau- merkt, wie gut er den Betrachter seiner Werkebe.') einzig in der letztgenannten, ein — Bild- für solche Erwartung zu entschädigen verstanden,niß des Landgrafen von Hessen, Halbfigur. Dann und übrigens durch die Art, wie er z. B. inliefert auch er (freylich vielleicht in allzuhohem seinen Szenen aus Klopstocks Hermausschlacht,Siegeston) den Kunstcharakter seines Helden, diesen noch von keinem Künstler gewählten StoffFast der ganze vierte und fünfte Abschnitt seiner behandelt, gezeigt habe, daß er der Mann war,Schrift sind (in zerstreuten Sätzen) diesem Zwecke der auch als Geschichtsmaler neuerer Zeiten, zurgewiedmek. Da lesen wir »scherst: Die Aus- Ehre der deutschen Kunst eine neue Bahn hätteartung seines Zeitalters hatte ihn nicht mit fort- brechen können (S. 62.). Freylich habe sein xich-gcrissen; seine Wecke tragen das Gepräge eines kiger Geschmack ihm schon die neuern Europäi-bestimmten und männlichen Geschmackes. Er war sehen Kleidertrachten zuwider gemacht. Entschloßeiner von den Edel», die dem Verfalle der Kunst er sich daher, neuere Gegenstände zu malen, sogeräuschlos entgegen arbeiteten" (S. 5 s.). Dann: ging er nicht leicht über die Ritterzeiten hinaus„Nicht leicht würdigte er seine Kunst zur bloßen (S. 6 ).). Daß er in Absicht auf das CostumNachahmung herab; selbst in seinen Bildnissen die historische und Lokalwahrheit bisweilen ver-blicht fast immer etwas Dichterisches durch, wo fehlt habe, wird zugegeben , und solches damitnicht in Attributen, doch in der Wahl und Fest- entschuldigt, daß die Quellen aus welchen erHaltung des glücklichen Augenblicks; auch pflegte schöpfte (kaum hatte noch Wmkclmann die ächtener feine Bildnisse in muntern Gesellschaften, im wieder eröffnet), nicht immer die zuverlaßigstenerheiternden Zirkel geistreicher Freunde auszunch- waren, einer- und anderseits, daß er wahrschein-men, und dann mit Muße und Ueberlegnng aus- lieh die genaue Richtigkeit in diesem Stücke sehrzuführen (S- 5 s- 55 .)". „Geschwindmalen war oft der malerschen Wirkung glaubte aufopfern zuüberhaupt nicht sein Talent; doch konnte er's, müßen. „Aber woher denn" (ist Engelschallwenn es etwa von ihm gefodert wurde (ib.)". genöthigt sich selber zu fragen), „daß man jene„Einer seiner Freunde, der Rath Casperson, historische Wahrheit am meisten in den — Phy-war beym Scizzircn und Ausmalen seiner meisten siognomien seiner handelnden Personen vermißt,historischen Stücke gegenwärtig; er theilte ihm welche selten das Nationalgcpräge ihres Landes

N) 1797. bey H. Rath Nah! dem jünger», zu Cassel.

Dieß gemeinschaftlich mit dem (bekannten) Rath Reifen stein, feinem besondern Freunde. In 1797. standsolches noch auf einem Landgute des Präsidenten von Galt, zur Netze genannt, unfern der Stadt Kirch-heim in Obcrheßen,

Tischbein sah' ihn - 785 . eine halbe Stunde Zu Cassel, und malte ihn 1787. aus dem Gedächtniß. DerMann (sagte er) habe einen Christuslopf.

reihendes Bildniß", heißt es bey Engelschall; 1797. im Besitze des Landraths von Meyssnbnrg, zu

Riede.

ss) Engelschall sagt: »Im Besitze der Familie". Dasjenige der ältern (1777.) beschreibt er umständlich S,i 5 r — 53 .

-j-j-) Problem, das denn doch schon vor dre» Jahrhunderten von Raphael in s. Heliodor, und in neuern Tagenvon Füger glücklich gelöst worden. Daß indessen der Dichter der Meßiade, z. B. von der Angelika das Un-mögliche (und von Andern — wir wißten Beyspiele anzuführen, das Ungereimteste) federte, wird auch hierbemerkt. Man sehe die abscheulichen Blätter vor der ersten Hallenser-Ausgabe., welche ordentlich zu nießenmachen.