rgoF Tischb erger.
imd derselben Nachkommenschaft, von welchen alleuns bekannten Kunstbefijßenm mit einem * bezeich-net sind.
Tischberger (Johann), s. den gleich ff.Art.
— — (W. P.). Von einem solchen ge-zeichnet, und von Schwemmer (Schlemmer?)1797. gestochen, kennt man das kleine Bildnißeines Johann Tischbergers (geb. I7t5. gest.i7g3.)^Schreib- und Rechenmeister zu Nürnberg.
Tisch er (Carl von). Ein solcher zeichnetesehr richtig, etzte mittelmäßig , und illuminirtegrell und hart, ein von ihm in 1806. erschiene-nes , übrigens nicht unfeines Büchlein: Diekleinen Schmerrerlingsfreunde. Ein Weih-nachtsgeschenk für Binder. 8°. Leipzig beyGräff.
— — (Hans), verfertigte für die Kirche zuFinsterwalde in Chursachsen den Altar, und auchnachgehends 1898. den schönen Taufstein der-selben, welchen Paulus von SonnSnwalde aus-malte. S. eine alte Handschr. über die Erbauunggedachter Kirche 4°.
* — — (Marcus), s. unten und im §ex.
Tuscher.
— ^— ( ), studirte um 1808. die Bau-
kunst unter dem Hofbaumeistcr Hölzer zu Dres-den. Dafige Ausstellung ermeldten J/!;eigte vonihm ein großes Landschloß in antikem Geschmackemit altdorischen Säulen, und ein Gartenhaus;beydes in Auf- und Grundriße.
Tischler (Anton), ein deutscher Kupferstecher,nach dem (allwissenden) Basan Lä. sec. geb. zuWien 1721., lernte bey Joseph Camerata zu Dres-den, arbeitete zu Berlin, zu Paris, und endlichzu Wien, wo er 17KH., dann noch (oder wieder)177h. ebendaselbst, und wahrscheinlich auch vonZeit zu Zeit wieder zu Dresden ekschien. Wenigstensarbeitete er für den ersten Theil des dort 1754. er-schienenen Brühlischen Galleriewerks , welches füreine Musterkarte zu dem spätern Dresdnischen die-nen sollte, so daß die Talente von mehrern deutschenund französischen Künstlern dabey geprüft wur-den. Von dem mistigen kennt man Blätter nachG. Dvuw: Den im Duetz Verwundeten (Orssll.r/ 65 .); nachD. Feti: Flucht nach Egypten; nachG. Guglielmi: Die Verzierungen zur Beschreibungdes Wiener-Theaterfestes: al b!vlo(i76i.);
nach Jeurat: les Orssses reciproques; nachLaueret uns Unbekanntes; nach G. Lairesse: DieErinnerung des Todes; nach H. de la Pegna:Titelblatt und Vignetten zu dem, ebenfalls zuWien (1762.) aufgeführten Drama: II triomkc»<lr Llell»; nach van der Schmissen das Bildnißdes Dresdner-Architekten I. C. Knoefels; nachWouwermans sieben Blatter, wie z. B. Verfol-gung des Hirschen im Strome. Lara». (?a-r-
184 s x. 65 .
S. auch den gleich ff. Art.
— — —. .Ein solcher, vielleicht des
vorgenannten Sohn, wenn nicht noch Er selbst,lebte in 1791. zu Ofen in Ungarn, und stachdorr schlechte Blatter für Buchhändler.
« Tisicrares. Derselbe war wahrscheinlichnicht Sohn (wie das Lex. sagt), sondern bloßSchüler von Eucycrates, deö Lysippus Sohn,ahmte aber mehr die Manier dieses letztem (grö-ßer») als diejenige seines eigenen Lehrers nach.Von ihm nennt man einen Thebanischen Greisen,einen König Demetrius, und den Peucestes,der das Leben von Alexander rettete.
Der Almanach aus Rom 1810. (29. In».) führt»roch von ihm an: Einen Lider Pater (Bacchus)in Rom, der sich in den Gallcrien des AsiniusPollio befand, und setzt seine Biüthezeil zwischendie iio. u. i2o. Olympiade.
Titk.
Tischnsvo (Martin von), ein Buchdruckerund Formschneider zu Kuttenberg in Böhmen.In einer Bibel, die er in seiner Landessprache,1489. druckte, findet man Holzschnitte von ihm.feuere Abhandl. der Rön. BöhmischenGesellsch. d. Wissensch. Lh. M. Prag 1798.S. 120.
* Tißens (Peter), f. Txsfens.
* Tißier. So ist auf einigen Blättern irrigder Name Ludrv. Teßier verschrieben.
Titel ( ), Sohn eines Pfarrers zu Bolr
tenhagen zwischen Wolgast und Greifswalde ;lernte die Anfangsgränve der Kunst bey demZeichenmeister Quistorp zu Greifswalde; studirtedann Historie und Bildniß zu Dresden um 1802.;hielt sich darauf weiter zu Wien auf, und ver-fügte sich von da nach Florenz. In letztererStadt ließ er sich förmlich nieder, gab Unter-richt im Malen und Zeichnen, und pvrkraitirke.Dort lebte er noch 1812., ungefähr 20. Jahr alt,erfüllte aber die Hofnungen nicht, die man frü-heren wegen einigen seiner Composttionen undwegen seines damaligen Kunstsinnes sich vonihm gemacht hatte.
— — s. auch unten Tirrel.
Tireuy ( ), ein französischer Bildhauer,
der aber zugleich in verschiedenen Epochen derRevolution mehrere Administrativ - Stellen be-kleidete, st. als Maire zu Fresnois bey Sedan1809. Von ihm waren die Sculpturen der Schau-spielsale zu Bourdeaux, der Varietes zu Paris,desjenigen im Palais Royal, und dessen zu Nancy;dann der Kirche St. Eioy zu Dünkirchen- derenKanzel er eigenhändig verfertigt hatte. Auch dieganze Sculpkur der neuen Kirche von St. Genevievewurde nach seinem Modelle, unter Aufsicht desBildhauers Desart gemacht, dem er nachfolgte,Seine Arbeiten führte er gemeinschaftlich mit demBaumeister Louis aus. /'«b/rciLte «in 22. Lsvr»18.9. ,
* Tlti (Sanctus oder vielmehr Santi di Tito)pingeron setzt seine Geburt in i 5 Zo. Lan;r(L«1. rer2.) i. 207—2oü. nennt ihn auch Schü-ler von B. Cellini, und fahrt dann also fort?„Von Rom, wo er tüchtige Studien gemacht,brachte er einen Styl voll Einsicht und Graziezurück. Sein Schönes war zwar nicht sehr ideal;dafür aber legte er in seine Köpfe etwas so Vol-les, Frisches und Gesundes, daß er hierin keinemandern Naturaliste weichen darf. Für Zeichnungwurde er von Salvacor Rosa als Muster em-pfohlen. Im Ausdrucke vollends gingen in an-dern Schulen Wenige, in seiner Keiner ibm vor.Ais Ornatiste dann war er sehr geschickt; da ernämlich mit Beyfall auch die Baukunst trieb, sosiaffirte er seine Bilder mit schönen und majestä-tischen Perspektiven. Kurz man hielt ihn, etwasein gewöhnlich ziemlich mattes, von wenig Run-dung gehobenes Colorit ausgenommen, für denbeßren Maler seiner Zeit; und Borghini behaup-tet, daß es ihm auch an diesem Kunsitheile nichtgefehlt habe, so oft er darauf sein Augenmerkrichten wollte; wie z. B. in seinen Jüngern zuEmaus in Santa Croce zu Florenz, in der Auf-erstehung Lazari im Dome zu Volterra, und ineinem Bilde zu Cirka di Castello, wo er die Gläu-bigen darstellte, wie sie durch die Hand der Apo-stel den H. Geist empfangen; ein Werk, dasman auch nach den drey Raphaelen, welche dieseStadt schmücken, noch mit Vergnügen sieht-*.Fiorillo dann (I. 098—99-) spricht von „unzäh-ligen** Arbeiten dieses Künstlers, und. nennt, alszu den vorzüglichen gehörig, neben dem Obge-nannten zu Citta di Castello, eine Laufe Christiin der Gallerte Corsini zu Rom. Von ihm, alsBaumeister, heißt es bey Milizia (L8.^ terr:.) II.79. Seine Manier war eben weder prächtig nochzierlich; doch beobachtete er ein gutes Ebenmaaß-