Band 
Zweyter Theil, welcher die Fortsetzung und Ergänzung des ersten enthält.
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1909
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Titi.

Für die Spknk baute er zu Peretola eine acht-«ckigte Villa ; zu Casciano für die Corsini; zuOliveto für die Strozzi; zu Florenz endlich gebentheils sein eigenes Haus, dann eine Stiege imPallaste Strozzi, und der Pallas! Dardinelli ebenkeinen hohen Begriff von seinem Geschmacke. Ererhielt zu Florenz das Bürgerrecht". Nach ihmgestochen kennt man: Vörderst sein Bildniß inder Gallerie zu Floren; von C. Gregori, dannN. Machiavell's von C. Faucci, des Frater I.Passavantes (8. I'rtt p. in claustro 8. IVI. ksov.klar. O. kerrstt! äol. N. sc. Hieruächst vonGeschichtlichem: A. Lorenzini eine Auferstehung;C. Mogalli eine Auferweckung Lazari; fernerseine Geburt und eine Grablegung, diese beydenin Zeichnungsmanier; St. Mulinari eine H. Fa-milie und den Genius der Baukunst, der demAlexander einen Grundriß überreicht; endlich I:B. Cecchi, I. D. Herz, R. und A. Scacciatiuns Unbekanntes. Unter den Münchner-Stein-drücken finden sich nach ihm zwey H. Familien,von Strixner (Pr. Zo. Kr. von jeder).

* Titi (Tiberius), des Obigen Sohn, undeiner seiner vielen Schüler. Nach LanziI. c. erreichte er freylich seines Vaters Kunstnicht, und legte sich vornehmlich auf Miniatur-Bildniße, wofür er ein besonderes Talent besaß.Der Kardinal Leopold sammelte sich ein ganzesKabinet davon , das sich gegenwärtig im Königl.Museum befindet. Gestochen nach ihm kennen,wir einzig sein selbstgemaltes Bildniß in der Gest-irne zu Florenz, von P. A. Pazzi.

Titian d e vecelli (Loren;), Zeichner oderZeichenmeisier an der Kunstakademie zu Wien in1760- Bais. Lönigl. Sraars- u.Srandkal..auf 176z. Wien.

* — — (der Englische), «in Beyname von

Issuah Reynolds.

— —, s. auch Minis und Tizians im Lex.

und unten.

Tir 0 ( ), ein Römischer Landschaftsmaler

in Aquarell, der seit 1785. in Neapel arbeitete,und sich vornehmlich durch gewißenhaft treue An-deutung alles Details in seinen Aussichten denLiebhabern empfahl, aber dabey dem gewöhnli-chen Schicksal der Pünktler, in Kälte und Stei-figkeit zu verfallen, nicht entgangen ist. Win-relmann u. s Jahrhundert S. 536 . Auch in1795 . fand Germng denselben in Neapel, undurtheilte noch damals von ihm, daß er mit nochunentschiedenem Erfolg seine Kunst trieb. Umdiese Zeit gab ihm der Hof freye Wohnung ineinem Königlichen Gebäude der Mergellina-Straßeam Meer. Seither haben wir von ihm werternicht das Geringste vernommen.

* — — s. oben und im Lex. Titi.

Titon du Tiltöt (Eberhard oder Errard),

der Sohn eines Königlichen Sekretairs, geb. zuParis 1677., stand anfangs in Kriegsdiensten,war dann auf kurze Zeit Vlsttre ä'Hütel desDauphin, unternahm weiter eine Reise nach Ita-lien, wo er sich vorzüglich mit dem Studiumder dortigen Kunstschatze abgab , wurde nach sei-ner Zurückkauft Provinzial-Kriegskommissair, undst. 1762. als Mitglied fast aller Akademien Euro-pens, ohne darum Ansuchung gethan zu haben.In 1708. kam er auf den Einfall, einen franzö-sischen Parnaß zu verfertigen, welchen er auchnachgehends durch Ludwig Garnier in Bronze aus-führen ließ, und der in dieser Materie 1718.vollendet wurde. Er stellt einen etwas steilenBerg dar, auf dem man Ludwig XIV. unter derGestalt des Apoll, und die Dichter und Tonkünst-ler der Zeit, unter der Gestalt der 9. Musen undZ. Grazien in Medaillons erblickt. Bey der An-ordnung folgte er dem Rathe feines FreundesBvtleau, und gut würde es gewesen seyn, wenner diesem auch die Auswahl der zu verewigenden

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Personen überlassen hatte. Ueber diese und über 'sein Denkmal gab er 1727. eine Schrift in 12"»die er 1732. nochmals auflkgte, seinem Königebedicirte, und darauf alle zehn Jahre, bis auf1760., Nachträge lieferte. Zu diesen Schriftensoll Crepy die erwählten Schöngeister gestochenhaben, und N. Tardieu 1720. den Parnaß selbst.Titans Bildniß endlich hat N. de Largilliere 1706.gemalt, und Petit 1708. gestochen. Das Urbildseines Parnasses in Erzt legiere Titon dem Könige)der solchen in seiner Bibliothek aufbehalten ließ.Mrc.

Tittel (A). S. auch gleich unten FriedrichAugust.

— oder TiteI (Basilius), wurde 1644.zum Oberingenieur des Churfürsten von Sachsen,und zum Kommandanten der Pleißenburgzu Leipzig ernannt. Er st. als solcher , mit demTitel eines Obersten, 1662.

— — (Conrad Wilhelm), Königl. Preußi-scher Oberhofbaurath, geb. zu Potsdam 176/,.Derselbe genoß Gontards und Mangers Unterricht.Bis 1773. führte er beym Baukomtvir zu Pots-dam viele Gebäude, zum Theil nach eigener Er-findung aus. In 1774. kam er nach Berlin,wo er von dieser Zeit an vorzüglichen Antheil anden Entwürfen zu den Königlichen Bauten nahm.So hieß es schon bey Meusel 1 l. (1789.). Seit-?her haben wir von ihm nichts weiter vernommen.Indessen setzt Meusel 111 . (1809.) ihn noch un-ter die Lebenden.

— — (Friedrich August, gewöhnlich Au-gust) Landschaftszeichner u. Kupferetzer zu Schmie-deberg in Schlesien r 8 i 5 . Er hatte damals einegroße Totalansicht des Riesengebirges in dreyBlättern (diese zusammen 2 Ellen 17 Zoll lang,14 Zoll hoch) gezeichnet und radirk. Einige klein«von ihm (um 1800. dem Ansehen nach) ohnewettern Kunstwerth radirte Ansichten SächsischerGegenden, lassen uns vermuthen, daß er auf derAkademie in Dresden studirt habe.

Tirrelbach (Franz), geb. zu Saatz in Böh-men 1722. Derselbe lernte zuerst in seiner Va-terstadt in Oel malen , und studirte dann zu Dres-den unter Adam Manyocky. In -764. kam ernach Berlin, und arbeitete seit 1767. als Mi-niaturmaler in der Königl. Porcellanfabrik; dannmalte er auch Bildniße und Blumenstücke. Vonerstem nennt Mensel II. (1789.) diejenigen vonKaiser Joseph 1 l. und dem Prinzen Heinrich vonPreußen. Seither haben wir von ihm nichtsweiter vernommen. Bey Mensel III. (180g.)erscheint er nicht mehr.

Tieres (Christian Friedrich) > ein geschickterSchreiner zu Schönheider im Voigtlande, derum 1781. die Zicrrathen an der Orgel, den Chö-ren und Emporkirchen der Stadtkirche zu Schöneckverfertigte. I. C-ÜDslf Einweihung gedach-ter Rieche 1762. Plänen 4°.

Titrier (Christian) , Oeffentlicher Notariusund Maler zu Wittenberg in Sachsen, wo er1675. eine Tochter von Heinrich Fasolr, einemSchreiner zu Grafenhainichcn, heirachete; wiewir in den Wittenberger Kirchenbüchern angezeigtfinden. Man kennt von oder nach ihm ein Bttd-niß des Rektors der Universität seines Aufent-haltsorts, Joh. Deutschmann's, in Kupferstich.

* Tittmar, s. Dietmar, Ditmar undDitmars, theils im Lex. theils in gegenwärti-gen Zusätzen.

Titus Tlaudins Ssrer, ?lctc>r qua-l-ri^ulsrius. Man ist noch in Zweifel, ob diezween letzten Zunamen einen Berufs oder einenGeschlechtsnamen bedeuten.

* Titus, f. oben und im Lex. Titi.