Band 
Zweyter Theil, welcher die Fortsetzung und Ergänzung des ersten enthält.
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1935
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Trenn.

Lebensbeschreibung. Seine Geschicklichkeit kn denzeichnenden Künsten weist ihm hier eine Stellean: Ausgebothen in öffentlichen Blättern fandenwir einst eine von ihm gravirte Schaale (auf ihrdas Paradies), und dann einen gravirten Becherin dem obendrein noch die darauf gestochenenPoesieen von ihm, und zwar mit seinem eigenen— Blute geschrieben, verwahrt waren. BeydeGravuren nebst blutiger Schrift, hatte er wäh-rend seiner Verhaftung auf der Citadelle in Mag-deburg ausgefertigt. In den neuern biographi-schen Werken sucht man anderweitige Nachrich-ten über diesen immerhin merkwürdigen Mannvergebens. Wie man uns aber fast versichert,führte ihn sein unruhiger Geist zuletzt, bey An-fang der Revolution, nach Frankreich, wo erunter der Guillotine sein Leben verlor. SeinBrustbild von Linder gemalt und von I. G.Mansfeld gestochen 8°., findet sich vor dem er-sten Theile seiner Lebensbeschreibung (Wien 1787.L".); ein anderes wie er schreibend am Tischesitzt (vermuthlich zu einer andern Auflage nur ge-dachten Buches) ist in gr. 8°. punklirt und be-zeichnet: 6rave ä Visnne par 6. lVlsnskelä,le jsune, ein drittes, zu Paris, von einem Un-genannten nach F. Bonneville^

Trenn ( ). Im Tübing. Morgenbl.

2dn. S. 720. heißt es: „Die Akademie derKünste zu Berlin habe den in Anfertigung vonZierrachen in Zinn sehr geschickten Bildhauerdieses Namens zum Akademischen Künstler er-nannt".

^ Trenro (Anton da) - geb. im Trentinischenum t 5 o 8 ., nicht i 5 ig., wie Bafan (Lä. sec.)wissen will. Er arbeitete wenigstens noch i 55 o.Unter seinem Lehrer Parmesano und ihm herrschtewenig Harmonie. Der Schüler soll eines Tagsjenem alle seine Zeichnungen und Platten ent-wandt, dann aber wieder zurückgebracht haben.Antonio war ein Mann von großen Fähigkeiten,und seine Blätter im Helldunkel werden sehr ge-schätzt, wenn gleich seine Umrisse oft nicht wenigvernachlaßjgt sind. Gewöhnlich glaubt man,daß Parmesano allein ihn diese Kunst lehrte;allein wahrscheinlicher ist es, daß er sich mehrnach Hugo da Carpi gebildet, den man allge-mein als den Erfinder der Kunst, in verschiede-nen Stöcken zu arbeiten, angiebt. Don ihmnennt Barrsch (XII. spsrs.) mit seiner gewohn-ten Genauheit, nicht minder als 2h. Blätter inerwähnter Manier, alle nach Parmesan; freylichnur fünfe davon für ganz gewiß. Nämlich: St.Johann in der Wüste, weis'l mit der Rechtenauf das Kreutz, das Lamm zu seinen Füßen, einkleines Blatt, aber von großer Schönheit (Ab-drücke mit einem breiten Rand und mit einerweißen Chiffer, scheinen spätere Drücke zu seyn);die Marter von St. Peter und Paul (nach einemBilde im Pallaste Pamfili zu Rom) 17" e/"hoch, 8" 10", breit, das nämliche, was auch I.Earaglio schön gestochen hat; die Tiburtinische Si-dylla, welche dem Kaiser August die Madonna mitdem Kind in den Wolken zeigt, wieder ei» sehr schö-nes Blatt, 12" i?" hoch, 9" 6'" breit; den alten Lau-tenspieler, ein kleineresBlatt; und endlich das schönstevon allen: Den sitzenden nackten Mann vom Rückengesehn, an einem Hügel schlafend (in der Ferneerblickt man einen Frauenkopf), eigentlich nurvortrefliche Akademische Figuren , und wahrschein-lich von Parmesan selbst auf den Stock gezeich-net do" ss" hoch, 6" br.). Dann (als eben-

falls gewiß): Die von dem Volke geehrte Psyche,nach Porta (Salviati), io"hoch, 9" 8^" br.Hiernächst, als wahrscheinlich, doch mehr undminder^ unsicher: Eilf Apostel und St. Paul;St. Caciiia die das Clavier spielt, mit zwey En-geln; Diana mit dem Bogen in der erhobenenLinken, und zwey Nymphen; Ebendieselbe aufder Hirschenjagd, ohne Nymphen; die Stärke,und die nackte Wahrheit; das cholerische Tempe-

Treschel. rZzz

rament (wüthende Frau, in jeder Hand einSchwerdr, auf dem Boden eine Violine); denPhilosoph mit dem Buche, und die Frau, wel-che die Schüssel trägt. Alles kleinere Blätter,von verschiedenem Werthe, und zwar alle nachseinem Meister. Noch nennen Andere von ihm,ebenfalls nach Parmesano, eine sitzende Madonnamit dem Kinde, und Circe empfängt die Gefähr-ten des Ulysses; ferner wieder eine Madonna mitdem Kinde, nach A. del Sarto, und eine andere,die das Kind umarmt, nach Beccafumi; wiederAndere: Den Fang eines Meerfisches, nach Ra-phael. Noch mehr Anderes, uns Unbekanntes,soll Johann von Vicenza erst nach des UnscigenTod ans Licht gestellt haben. Sein Monogrammist ein H. über welches ein 1* liegt, bisweilenauch ein bloßes Lauf. Rost III. 166-66.Ma/xs. t?anse//mr. Heinecke I. 336 .

Trentwedel (I. H. H.), wird in demHamburger-Adreßbuch, auf 1806.(in demvon 1804. noch nicht), als ein dortiger Zeichen-meister rubricirt.

Trenrrvet. So findet man in Kupferstichenund sonst bisweilen den Namen Drenrwer (imLex. und oben) geschrieben.

Treplin (Carl Friedrich), zu Berlin, wirdseit ungefähr 1804. (in den Berliner Adreßkalen-dern) unter der Rubrik der Königl. Baubedienten,Feldmesser und Condukteurs, u. a. benennt.

Trepper (Johann Heinrich), Bildnißmalerzu Potsdam, geb. zu Arolsen, im FürstenthumWaldeck 1733., lernte die Malerey bey seinemVater, Waldeckischen Hofmaler; dann studirte erseit 1764. weiter bey Pesne zu Berlin, und lebtenoch, wie es scheint, um 1809. Meusel III.

— — ( ), s. den vorstehnden Art.

seines Sohns.

Trepsac ( ), ein Franz. Baumeister, der

i. I. 1808. den Titel eines Kaiserlichen Baumei-sters trug, und die Ausbesserungen des Jagd-schloßes Rambouillet besorgen sollte. Deßfenrl.Nachr. S. auch den gleich ff. Art.

Trepsat ( ). Ein solcher erscheint, un-

sers Wissens, zum erstenmal im -zimansei, äesLeaux-Hrts I8c»z. unter den damals zu Barislebenden Baumeistern, mit dem Titel eine^ Ar-chitekts des Hotel's der Invaliden, wo er auchwohnte, und eben so noch im ^lwsnack <lseomnisroe 1811. Dann «ebenfalls schon 1803.),als Baumeister der beyden Häuser (maisons jn-mellss?) de Pasgnier an der Burgunderstraßszu Paris, und ist wohl sicher mit dem oben(wahrscheinlich irrig genannten) Trepsac Einerund derselbe.

Trepra, Joh. Goldschmidt genannt, s. in^luftigen Zusätzen Goldtschmidr.

Tcesca oder Treska (Salv.), ein italieni-scher Kupferstecher zu Paris, gab schon 1798. einBlatt: 1 >s kolie stu jonr; dann in den I. 1804—6. zwölf Blatter von allegorischen Darstellun-gen des alten und neuen Kalenders, nach derZeichnung von la Fitte. Hiernächst die Auroranach Guido, in punktirter Manier, welche abernicht sehr gerühmt, für eine bloße Kopie- desBlattes von Morghen gehalten wurde, und den,noch 24.Fr. kostete, kenill. pudi. Dann spä-terhin nach Moreau-valviUe's Zeichnung i 5 .Blätter von besonderer (schauerlicher) Schönheitfür I. L. Alibert's Beschreibung der Hautkrank-heiten im Spithal St. Louis, wovon die sechsteLiefer. (ü 59. Fr.) in 1809. erschienen war. DemAlmanach rie Lommerce 1811. zufolge, lebteer auch damals noch zu Paris; dort heißt erTreskat. S. auch unten Trestar.

Treschel, s. Troschel im Lex. und unten.