Band 
Zweyter Theil, welcher die Fortsetzung und Ergänzung des ersten enthält.
Seite
1941
JPEG-Download
 

Trier.

basten Mutter Gottes im Spitthale de^ Sonnen-Hofes zu Wien. Fuhr man,»'s Beschreib,von Dien Th- II. Bd. 2. S- 83 x.

Trier (Franz von), ein Gießer, s. den gleichff. Art.

— — (Johann von), Bürger und Gießer

zu Aachen. Derselbe goß » 535 . u. L. F. Glocke(an Gewicht » 6 ,ooo. Pf.) und die Predigtglocke( 4 ooo. Pf.) für den dasigen Münster. Joh.^oppius Aacher Chronik. Cölln 1643. Fol.S. 27. Eben hier S. 104. wird auch eines Mei-ster Franz von Trier gedacht, der 1620. (inGesellschaft eines ungenannten Meisters) die ku-pferne Schaale ( 54 - Fuß weit, an Gewicht12,000. Pf.) der großen Fontaine des Markteszn Aachen goß. Die Statüe Carl des Großen,welche sich auf dem durch die Mitte dieser Schaalegehnden steinernen Fuße befindet, ist aber nichtvon ihm, sondern auswärts gegossen worden.

Triere (Philipp). So nenntBasan (L6. ssc.)einen in 1706. geb. Kupferstecher, der verschie-dene Gegenstände nach neuern Meistern, Vignet-ten nach Marillier u. a. geliefert habe. Ander-wärts heißt es: »Er lebte noch zu Paris 180».und war damals ein Mann von einigen 5 o. Jah-ren«. Neben Andern arbeitete er auch zu St.Nvns Voys^e pittoreske ä'itslie; wie z. B.Vus 6'une petits insison datis sur les murs6s la vills 6s Pompeji. Ferner, nebst Mar-tini und Helman (1777.) an den Blättern zu der:Histoire 6es moäss krrm^aises 6ans le XVIII.sieels. Dann von einzelnen Blättern nach Freu-denberger: les blusiclens 6ll üameriu und lesXäieux 6es laboureurs ; nach I. M. Moreauuns Unbekanntes; , nach C- Noesler das Bildnißdes Lonkünstlers Haydn, klein, artig, en Me-daillon; nach A. del'Sarto Jupiter und Leda(6orel 6sl.); nach D. Velasquez uns Unbekann-tes. Endlich, ohne uns bewußten Namen desMalers: I.a Provision tsröivs und LerZers6ss ^.lpes. Ohne Zweifel ist unser Künstler dernämliche Triere, der auch noch in dem Llma-uacti 6ss Ueaux-^Irts » 8 o 3 . und dem Llmsnack6s Lommeres 1811. damals unter den in die-sen beyden Jahren zu Paris lebenden Kupferste-chern erscheint. In dieser Zwischenzeit sah manvon ihm für das VII. und. I.VII. Heft des Mu-seums Napoleon gestochen: P. von Cortona Ja-kobs und Labans Versöhnung, nach Galliers,und A. Crayer's Herkul auf dem Scheideweg,nach Clerys Zeichnung. Dann für das Werkder 1 'adleaux 6u kalais koyal (Heft 27. u. 58 .)A. del Sarto Jupiter und Leda, und D. Velas-quez Loth und seine Töchter, beyde nach Borel'SZeichnung.

Trieft (August Ludwig Ferdinand, auch Au-gust Ferdinand und Ferdinand), Königlich Preu-ßischer Oberbaudirektor zu Berlin in 1804. 36 .Jahr alt. Taschenb. für Freymaurer » 8 o 5 .Cöthen S. 4 bo. »Ein geistvoller Architekt" (heißt«s irgendwo). Um 1808—1809., wo er Regie-rungsrakh und Baudirektor der Churmark heißt,gab er: Grundsätze zur Anfertigung richti-ger Anschlage, welche die Landbaukunst insich begreift, mehrere Theile m. Kupfern 4°.Auch eine Anleitung zu einer wohlfeilen Con-ftrucrion bey Scheunen. 8°. Berlin 808. Fürdas zuerst gedachte Werk, das gr. 8° zu Berlinbey dem dortigen Kunst- und Industrie-Comptoirin mehr als 100. Bogen Text mit 20. Knpf. er-schien, war der Subscriptionspreiß auf 6. Th.18. Er-, mit illnminirtcn Kupfern auf 8. Th. 18.Gr. gesetzt. In dem Adreßkalender der StadtBerlin auf i 8 o 5 . und auf andre Jahre, wird einFriedrich Trieft als Ober-Bau-Deputations-Neferendarius zu Berlin, gleich demA-L.F., in einrmd derselben Behausung genannt. Es scheint uns,als ob hier in den Vornamen ein Irrthum obwalte.

Trippel. »94 r

Auf der Berliner-Kunstausstellung von 1808. sahman von dem Unsrigen das Modell zu einer Holzersparenden und Raum gewinnenden Konstrucrioneiner Scheune, wohl dasselbe, dessen Anwendungin der oben angeführte» Anleitung u. s. f. be-schrieben wird. In 180g. ließ dieser geschickteMann ein Modell zu einer Geschütz-Bohrmaschineverfertigen, deren Ausführung nicht über 4000.Th- zu stehen kommen sollte, statt daß eine ältere(im «Krieg verloren gegangene) 20,000. Th. ko,stete, und letztere durchs Wasser, jene hingegennur durch Pferde getrieben werden konnte. Tub.Morgenbl. 1809. S. 4 «o.

Trieft (Friedrich), s. gleich oben Aug,Ludw. Ferd. Trieft.

Triewaldt (Martin), s. in künftigen Zu-sätzen Christoph pohlhem.

Trifon, s. unten Tripho.

Tristerer (Leopold), Hofgartner des Chur-fürsten von Trier, zu Ehrenbreitstein und Schön-bornslust 1784.

* Triga (Jacob). Eine akademische Figur(Satyr) von ihm in rother Kreide, besaß noch 1810.der Erbe des Kunstdilettanten Paignon-Dijonvalzu Paris.

Trignar- ( ). Ein solcher erscheint, un-

sers Wissens, zum erstenmal im ^Imansck 6eOommeres 1811. unter den damals zu Parislebenden Kunstmalern.

Trillitzsch (Gottlieb Benjamin), ein Glas-schneider , welcher 1798. zu Dresden vorkommt.Dresden z. Lennrn. s. Haus.

Trimbol, s- unten Trumbul.

Trincan 0 ( ), ein Französischer Inge-

nieur , gab 1768. ein Werk über die Kriegsbau-kunst zu Paris 8°. mit Kupfern, in welchem ereinige neue Systeme aufstellte.

Trinci (Heinrich), ein Englischer Maler; ar-beitete zu Neapel. DoMsmcr 1 . II. p. 288.,'I'. III. 691.

Tritt er ( , ) aus Bürglen im Schweitzer-Kankon Uri gebürtig , als guter Landschaftsmalerschon gegen Ende des XVIII. Jahrhunderts be-kannt. Von ihm sieht man, neben Anderm, nied-liche Prospekte und Handzeichnungen des St.Gotthardsberges und dessen Umgebungen, in demKabinett des Herrn Nager in Luzern. (Busin-ger) die Sradr Luzern. 8°. Luzern 18 n. S.75. Zu dem Neujahrsblatte der Zürcher scher»Hülfsgesellschaft von i 8 » 4 ., von H. Meyer ge-stochen, gab er die Zeichnung emer durch Schnee-lauinen im Dez. 1808. verwüsteten Schweitzer-gegend.

Tringham (W.) arbeitete um »788. zu Ham-burg Grundrisse, Vignetten u. dgl., mittelmäßiggenug, für Buchhändler; z. B. in des Hrn. vonHeß Beschreibung von Hamburg; dann zu Hirschrseld's Gartenkalender von 1785. u. s. f.

Trinquesse( ). So heißt ein Maler inder letzten Hälfte des XVIII. Jahrhunderts, nachwelchem I. A. Pierron ein Blatt: 1'lrresolutionou 1a Lonüäence gestochen hat.

Tripier ( ). Ein solcher erscheint im

^lmsnsck 6e Eommerce 1811. unter den damalszu Paris lebenden Häuser - und — Kutschenmalern.

* Trippel (Alexander). Anstatt dieses Art.im Lex. setze: Geb. in der Schweizerschen StadtSchasshausen, der zweyte Sohn eines Schreiners,der wenig oder kein Vermögen besaß, und mitseinem Handwerke sich und seiner Familie einendürftigen Unterhalt erwarb. Die Noth derselben