Band 
Zweyter Theil, welcher die Fortsetzung und Ergänzung des ersten enthält.
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1965
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Tutilo.

str Name aber nicht mehr, als eine Unrechtschrek-schreibung von Tizian vecelli.

* Turilo, f. im Lex. und oben Tuorilo.

« Turfch (Demoiselle). Nach einer solchenhat, wie wir irgendwo finden , Boydell eine FolgeBögel, in Kupfer gebracht. Tutsch ist aberweiter nichts, als eine Mißhandlung deö Na-mens Diersch.

Turrenhofer, s. künftig Duttenhofer.

Tuyschky (Martin). Ein zu seiner Zeit be-kannter Hvfiuwelier zu Dresden, wo er 1721.in hohem Alter starb.

Turnn (I.) So heißt irgendwo ein Künstlerzu London, der auf dem dortigen akademischenSalon von 179.. das Bildniß einer Dame in Mi-niatur ausgestellt halte. lVlsc.

Trvede ( ), ein Maler aus Holstein,

der in 1811. als Theatermaler in Hamburg lebte.Er wird unter den Künstlern aufgeführt', die inden Dänischen Staaten unter der Regierung Kö-nig Christian VII. (regierte 1766—1808.) arbei-teten. Unter letztere Rubrik gehören noch fol-gende Künstler: Dahl, von Kopenhagen gebür-tig, der (heißts 1811.) vor mehrcrn Jahren nachEngland ging,- wo er auch blieb und sich mitder Theatermalerey beschäftigt. Paul Ipsen, einMaler aus Angeln. Molinedo , gebürtig vonKopenhagen; nachdem dieser Mahler sich eineZeit lang in Rußland aufgehalten hatte, kehrteer 1780. von da zurück und ging sodann nachSpanien, peeersen ein Landschaftsmahler, undweyse ein Miniaturmaler. Kunst-Historie ivsnemsrlr ak S. 197. iy 8 .

s Trvenhusen, s.vben und im Lex. Thwen-Husen.

Trvennes ( ). So heißt irgendwo,

ganz ohne Weiteres, ein Schüler von Rembrandt.

2 Trvilt (I.) Nach einem solchen soll Pet.Philippe den König Carl II. von England, mitmehrcrn andern Herren bey Tische sitzend, gesto-chen haben. Auch ein andres Blatt, wo dieserKönig unter seinem Throne im Parlament sitzt,ohne alle Künstlerbezcichnung, will man diesenbeyden zuschreiben. Wir möchten aber wohl ver-muthen, daß unter obigem Trviit vielleicht derThomas van der will des Lex. zu verstehen sey.

Trvisden (Johann), ein in i 588 . 85 . I.alt, verstorbener Englischer Geistlicher, der dieMalerey, wie walpoke versichert, mit glückli-chem Erfolge trieb, und sich vorzüglich im Facheder Bildnisse auszeichnete. So verdiene z. B.sein eigenes, in Oel gemalt, alle Achtung.Liorillo V. s 5 g.

-r Tybaur, s. oben und im Lex. Thibout.

Tychsen (Olaus Gerhard), geb. zu Tundernim Schleswigschcn in 1754-, lebte noch i 8 i 3 .zu Bützow, wenn wir nicht irren, als Doktorder Philosophie, Professor der mvrgenländischenSprachen, Bibliothekar der Universität, auchMeklenburg-Schwerinscher Hvfcath. Zu verschie-denen seiner Schriften hat er eigenhändig radirt;z. B. zu: Inrerpretstlo inscrisstionis Llllicoe innisrmores l'empli 8. Nsrcl catkeära etc. 6ü-tsoxv 1787. 4 - Seine Silhouette findet sichvor dem ersten Bande der von Burchard undKoppe herausgegebnen Rostockischen Monatsschrift»79r. >

n Tydeniann (Geerit). In 1710. war er73. Jahr alt. Er besaß eine artige Sammlungvon Kunstsachen.

Tydt (de), soll eine Folge von is Blätt. gr.8». Ansichten von und bey Haarlem in Kupfergebracht haben.

Tyroff. 1965

* Tyl (Carl von), so wird bisweilen Zoh.Carl von Thill geschrieben.

Tym '(Daniel), ein Bildhauer und Gießer.Von ihm wurde, auf Befehl des Königs Uladis-laus IV. von Pohlen, die Statue des KönigSSigismund III. aus Bronze gegossen. Dieselbeist in einer Vorstadt von Warschau aufgestellt.Wilhelm Hondius hat sie gestochen.

^ — — s. auch im Lex. und hauptsächlichoben Thr'eme, Thim, Tbüme und Thym.

Tympe (Andreas), Pvhlnischcr Münzpächterum i 665 . von dem die so geheißnen pohlnischenTympfen den Namen haben (was hingegen obenvon einem Thomas oder Tobias Thimpf eben-falls behauptet wird). Er selbst trug denjenigeneines Betrügers mit aus der Welt, da er diePohlen mit seiner schlechten Münze um viele Mil-lionen prellte. Sein Zeichen war H. 1 . Löh-l er Münzbel. XIII. 217. Groschen - <tab.VIII. Fach, l'ab. VIII. No. 67. und S. 674.u. s. f.

Tympff, s. oben Thimpf.

* Tyney (Johann), s. Tinnay oben undim Lex.

« Tysu (Johann). Sein im Lex. angeführ-tes Werk ist in Folio-Format.

Tyrr oder Tyrio (Leonhard). Den Nameneines solchen Künstlers findet man, als Zeichners,von 25 . nach M- Rosso von R. Boivin gcctztcnBlättern, welche die Fabel vom goldnen Vließezum Gegenstand haben, und, mit einer Beschrei-bung von I Gohory, in r 56 Z. von Mauregardans Licht gestellt wurden. Eine auHgcluschte Fe-derzeichnung von ihm (Schaale, mit allerleyFiguren geziert) besaß 1810. noch das KabinetPaignon-Dijonval zu Paris, und heißt er dortSchüler von Primaticrio um r 55 o>

Tyroff (G. P-), ein Kupferstecher zu Nürn-berg um 1760. Er hat, nebst H. I. Tyroff u.a. m. zu des I. C. Schacffcr Abbildungen vonSchwämmen (Regensburg 1762. ff. 4 -) geätzt.Vermuthlich war er ein Sohn des unten ff. Martin.

Tyroff (Herrmann Jakob, gewöhnlich Ja-kob), des folgenden Martins Sohn, geb. zuNürnberg 1742. lernte bey seinem Vater, undgab besonders viele Blätter zu den HagcrschenMünzbüchern. Er lebte noch um 1789. Men-sel I. II. Ebendas. III. (1809.) erscheint er nichtmehr. Nähere Nachrichten von ihm giebt unseiner unserer Freunde, wie folgt: „Für dciiVerlag und unter der Leitung seines Vaters,Martin, stach und zeichnete er schon in seinemvierzehnten Jahre die Bildnisse des Königs Fried-rich II. und des Herzogs Wilh. August von Eum-berland (dies nach D. Morier), beyde in kl. Fol.Dann ätzte er zu Schäffers Schwämmen, Rc-gcnsbncg 1762. ff. 4 -i V< Schrebers Säugthie-rcn, Erlangen 1776. ff. gr. 8., hier zum Theilnach eigener Zeichnung ; zu : I.ccnes orc. Abbil-dungen von Arzneygewächsen. Erstes Hundert,Nürnberg 1779. 8. und hier zwar das schlechteallegorische Bildniß des.Linnö nach eigener Zeich-nung (es ist dassclbige was nachgchends EspersNaturgeschichte Nürnb. 1784. 8 . vorgesetzt wurde);zu I. Gärtners: I)e Iructibus er 8ewinibusplantarum. ^nttßsräiso 1788. ff. 4 « Danneine Karte des Pegnitzfiusscs nach Kvrdenbusch1780. Mkd. 4 -i und: ?rimgrla äivl 8sk--,läi8cbola. nach M. Z. L. Schmid, »779. qu. fol."Noch nennt Liporvsky von ihm ein Bildniß Kö-nig Josephs von Portugal, und eine andere unsererQuellen dasjenige des Arztes I. H. Kniphof,beyde ohne einen andern Namen, als den seinigen.

Tyroff (Jakob), s. den gleich vorhergehndenArt. von ^erm. Jakob T. mit welchem er Ei-ner und derselbe ist.

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