rg66 Tyroff.
Tyrsff(J. D), hieß Johann David. Mattkennt von ihm gestochen: Vördcrst eine Folgevon Landschaften, für den Verlag von Weigcl;dann einen Plan deS Lagers der Reichsarmee beyNürnberg 1759. (in mcd. qu. fol.) Hers« VVei-xelii 8 enior. excuclit. Nachgehcnds kam soeben genannter Verlag von Christoph Weigel demaltern an ihn; und wir finden eine Folge in mcd.g. betitelt: Deutliche Vorstellung der L^ürn-bergischen Wachten, in Rupfen gestochen,mir feinen Farben erleuchtet rc. Nürnberg -bey Johann David Tyroff, Christoph Weigelsdes ältern sel. Erb. 1766. Es scheint so noch dieunten folgende (nach Wills Aürnb. Gel. Lex.und Schads pinacorhek gegebne) Notitz, daßMartin Tyroff gedachten Verlag durch Heiratherlangt habe, in der Person zu irren, und das dortbemerkte unserm Joh. David zuzutheilen zu seyn.
Tyroff (Ludwig Christoph). Nach einer voneinem solchen (1799.) gefertigten Zeichnung hatder Mahler und Kupferstecher Christoph W. Bocksein (B.) eignes Bildniß 1799. 8. gestochen. Ob,oder in wie weit er mit einem der vor- oder nach-stehnden Tyroff's in Verwandtschaft gestanden,ist uns unoekannt.
n Tyroff (Martin). Derselbe heyrathete eineTochter des Mahlers und Kupferstechers Jvh.Kenkel, und kam auft diese Art zu dem Besitzeder Kunsthandlung von Christoph Weigel, vondem sie eine Enkelin ivar. Der jetzige Besitzerderselben ist A. G> Schneider. Martin starb zuNürnberg. Ein Verzeichniß meines sel. Vatersnennt von ihm: Die Mcndclskapelle zu Nürn-berg, nach I. I. Schwarzcn's Zeichnung (1744.)in zwey Octavbl. Dann mehrere Bildnisse dunkelerPersonen beyderley Geschlechts nach B- E- Grum-brecbt, A. Höger; auch viele, ohne andere Na-men als den scinigen. Sein eigenes, nach M.van der Smißcn, von ihm selbst sehr reinlich ge-stochen, nennt ihn auch iVIsrekanck st'Lstsmpesä IMrubsr^. Dort werden noch von
ihm zwey große Folioblätter angeführt: Male-rische Ansicht der Rheingegend vom Königsstuhlbey Reuse; und: Eine religiöse Versammlung,Leren Figuren lauter Bildnisse, zum Andenkendes Nürnbecgischen Patriziers Fried, von Holz-schuer sind. Oonk. oben den Art. von I. D-(Joh. David) Tyroff
Tyroff (Thomas), ein von Nürnberg gebür-tiger geschickter Drechsler zu Dresden, wo eri6i>8. Meister wurde und 1728. alt 89. I. starb.Er hatte eine Tochter des Drechslers Georgpeyelt zur Frau.
Tyrral ( ). Ein solcher wird als ein Ku-
pferstecher des XVI. Jahrhunderts in Englandgenannt. Lkrou. 8er.
Ty scher, s. oben und im Lex. Tuschen
^ Tyssens, auch Thys, (August). WennbaS Lex. ihn «einen von den nachfolgenden zweenTrübern" nennt, so ist darunter der ohne Tauftnamen erscheinende Maler von Antwerpen, vondem man militärische Still- Leben kennt, oderdessen Bruder, der Landschaft- und Viehmalergemeint ; wahrscheinlich aber der letztere. Dererstere hieß
- — (Dartholome), geb. zu Antwerpen um1626. welcher eben allerley Kriegsgcräthe und Ge-flügel malle. Derselbe arbeitete um 1700. zuDüßcldorf, wo er (schon 75. I. alt?) von demChurfürsten den Auftrag erhielt, in den Nieder-landen Gemälde für dessen Gallerie aufzukaufen.«Die vvrtrefliche Auswahl dieser Sammlung"(sagt der H. von Männlich) «ist ein Beweis,daß er dieses Zutrauen verdiente". Von seinereigenen Arbeit soll sich etwaS (uns fehlt der neuereKatalog) in Schleisheim befinden. S. auch un-ten Tyssens ( ) von Antwerpen,
Tzschornick.
* Tyssens (Peter) Descamps II. 565 . nenrtkihn einen der größten Künstler zu Antwerpen.Aus dem Lex. sollte man vermuthen, daß daSBildniß ihm nicht gelungen sey. Allein Des-camps sagt vielmehr, daß seine diesfälllgen Ar-beiten nur aus Neid getadelt worden, und ersich deswegen wieder zur Geschichte gewandt habe.In dieser dann ward er immer vortrefflicher.Seine Himmelfahrt der H. Jungfrau in St.Jakob zu Antwerpen konnte man nicht genug be-wundern. «Man konnte ihn mit Niemand mehrvergleichen". Eben so malte er auch für die dor-tige Carmeliterkirche. Neben dem findet man baldin allen Städten von Flandern etwas von seinerHand. So im Nonnenkloster Leliendael zu Me-chcln das große Hauptaltarblatt mit der Dreyei-nigkeit und der H. Jungfrau; unten etliche Hei-lige beyderley Geschlechts vom Prämonstratenser-Orden. Dann in der Collegialkirche St. Martinzu Alost eine Marter von St. Catharina; beyden Wilhelmiten (daselbst?) St. Wilhelm in derEntzückung. Ehemals zu Paris, in der GalerieVcnce, einen schönen Kopf. In Deutschlandbesitzen von ihm, unsers Wissens, einzig die Ga-lerie zu Wien: Venus hält den erblaßten AdoniS,mit vielen Liebesgöttern in der Göttin Wagenin den Wolken; im Grund hohe schattigte Bäu-me ; ein lebensgroßes Bild von Br. und 7*Höhe. Dann diejenige zu pommersfelden:Rinaldo von Armida bekränzt, ebenfalls von 8*Br. und 7/ Höhe. DaS Jahr feines, wie manglaubt zu Antwerpen erfolgten Todes ist unbe-kannt. Von seiner Kunst-Charakteristik heißt eSbey Descamps I. c. «Ein großer Zeichnerwar seine-Composition feurig; sein Kolorit undsein Pinselzug kräftig. Mittel- und Hintergründebehandelte er als ein großer Meister, uns staf-firte dieselben mit Poetiken und Säulengängcn.Gestochen nach ihm kennt man, von Geschichtli-chem einzig eine Hervdias, von I. King. Dannaber von Bildnissen diejenigen von H. I. vander Porten, von M. Bouche; den Dichter I;Ogyer de Jombould, von C. Voutats (1672.);einen I. A. Tücher von A. Voet dem jüngern(1672.); den Cisterzienser-Abt C. Vaußni, vonClouet; den Künstler D. Tcnier den jüngern, vonL. Vorstcrmann dem jüngern.
Tyssens ( ) von Antwerpen. Irgendwo
heißt es, daß derselbe Joh. Baptist geheißen.Wie solches nun immer seyn mag, so ist solcherkein Anderer, als der oben bey von Männlichgenannte Barrholome.
Tyszkiewic; (Att.) Ein solcher ätzte gegendem Ende des XVIll. Jahrhunderts die Ansichteiner Kirche zu Grodno qu. klein 4. flüchtig aufMalerart. Er schreibt sich auf diesem artigenBlättchen A«°. Tyszkiorvicz Fast vermuthenwir indessen, daß gedachtes Blatt von einer jun-gen Pohlnischen Dame radirt sey, da wir soeben vernehmen, daß die noch unverheyrathetcSchwester von demjenigen Graf Tyszkiervicz,der die Schwester des im jüngsten Krieg geblie-benen Füksten Joseph poniatowski zur Ge-mahlin hat, auch treffliche mit Figuren staffirteLandschaften zeichnet, und daneben der oben an-geführte Taufname gar wohl auf Anroinerte zudeuten ist.
Tzschiedrich ( ). So hieß ein Pet-
schicrstecher zu Dresden, wo er, in dem erstenViertheil deS XVIIl. Jahrhunderts vermuthlich,in schlechten Umständen starb.
. Tzschornick (I. C.). Vor uns liegeneinige von einem solchen ziemlich sauber mit derFeder gezeichnete und angetuschte kleine AnsichtendeS H. GraoeS in Görlitz.
Also vollendet, 2 . Apr. -8:6.
Die Znhte fliehen I