1972 Vaillant.
N. A. S- soo. Ein Bildniß des Arztes Christ.Ozanne soll, ohne Weiteres, mit seinem äelln.bezeichnet seyn.
vaillant (8. 6.) und zwar dieses 8. 6. ver-schlungen, soll den (uns bisher unbekannten) Ma-ler des anonymen Bildnisses eines Mannes imHalskragen, von Martin Dichtet geschabt, an-deuten.
* — — (Wallerant oder Wallraff). Wal-pole giebt ihm irrig den Taufnamen Warner.Zu Paris hielt er sich vier Jahre auf. In einemlandschaftlichen Katalog der BrackenhofcrschenKunstkammer zu Straßburg von 1670. wird er,als damals Hofmaler zu Wien genannt. Vonihm als Maler sieht man auf dem Schlosse zuPotsdam ein allegorisches Bild, welches denChurfürsten Friedrich Wilhelm in Lebensgröße zuPferd, und neben ihm dessen Gemahlin im Triumph-wagen darstellt; dann in einem andern Zimmereben diesen Fürsten, in der Stellung eines siegen-den Davids, mit bloßer Brust und Annen. Hei-necke l. S. 86. In gedachtem BrackenhoferschenKabinette zu Straßburg befand sich von ihm(21 /r" hoch, 20 fr" br.) ein mit einer Schnepfezusammengebundenes aufgehangenes Haselhuhn,mit des Künstlers Namen und der Jahrszahl 1666.bezeichnet. Er war der erste, welcher als eigentlicherKünstler in Schwarzkunst arbeitete. DescampsII. p. Zoi—02. erzählt die Weise, wie der elendeSohn eines Gesellen von wallerant, der ihm diePlatten zurüsiete, seinem Vater das unserm vail-lam von dem Prinzen Robert anvertraute Geheim-niß solcher Zubereitung abzudrehen wußte; undwie dasselbe von da an, bis auf die Zeiten desDritten John Smith, in schlechte Hände gerieth.Freylich hatte auch die Arbeit der vaillanrsdieser Kunstgattung noch etwas Rohes und Unbe-holfenes, selbst gegen die frühern Versuche desPfälzischen Prinzen gehalten; und gute Abdrückevon ihren Blättern sind selten und theuer. Diereichste Litteratur derjenigen von wallerant, desberühmtesten der Z. Prüder und Lehrers der übri-gen viere, findet sich bey Rost IV. iZ 8 — 140.Erstlich Bildnisse; wie z. B. sein eigenes und sei-ner Gattin; des Prinzen Robert mit dem Wurf-spieß, und ein zweytes in einem Buche lesend,des Buchdruckers Froben, nach Holbein, undVandycks nach ihm selbst (vor ihm ein Globus)ohne dessen Namen; Joh. Steens mit dem Hutauf dem Kopf; Casp. Netschcrs mit der Palette;des Miniaturmalers S iniac, des Malers B. Graat,ein schönes Blatt, und eines der ersten, welchesbraun abgedruckt worden; des Erzbischofen vonParis Hardouin Perefixe; dann das sehr schöneeines jungen Menschen, der in einem Buche liest;mit Kunstattributen umgeben *) u. s. f. Dannvon Geschichtlichem, bloß mit seinem Namen:Den Heiland, das Kreuz zu seinen Füßen haltend,vor ihm zwey knieende Engel, deren einer dieDornenkrone, der andere den Becher hält. VonGattungsstücken: Die Alke, die einer jungen Dameeinen Brief bringt; den von der Jagd zurückkeh-renden Jüngling. Ferner nach verschiedenen Mei-stern: St. Barbara mit dem Thurme, nach Ra-phael; Judith mit dem Gchwerdt, nach Guido;eine H Familie, nach Litian; Versuchung St.Untons, nach C. Procaccini; Brustbild eines Krie-gers, nach Tintorett; den verlernen Sohn, nachEerards; Judith und Jael, und Venus und Ado-nis, nach Lairesse; St. Christoph, der das Jesus-kind trägt, ein Nachtstück nach Elsheimer; St.Hieronymus, nach seinem Bruder Jakob; Ve-
Vailly oder Wailly.
nus beweint den Adonis, nach E. Quellinus;allerley Gattungsblätter nach Bega, Brouwer,van Dyck, Hals, du Jardin, Metz», Micris,Rembrandt, Teniers und Tcrburg. Eonf. dieKataloge von Wmkler und Brandes, so wiedie Notices von Malpe, wo zum Theil wiederAnderes erscheint, und bey den beyden letztemMehreres als besonders schön ausgezeichnet wird,wie z. B. der vorerwähnte St. Hieronymus.Noch bemerken wir, daß Rost l. c. von ihm, alsselten, 4 Bildnisse nennt, die er in seiner Jugendmit dem Grabstichel gearbeitet; wie z. B. denKaiser Leopold (all vlv. fsc. 1608.) welches beyMalpe ein vortreffliches Blatt genannt wird.Noch führt einer unsrer Freunde von Walleranr(als Seltenheit) zwey malerisch geetzte Bildnisse:Des Herzogs Ludwig von Grammont, und CarlLudwigs, Churfürsten von der Pfalz an**); undnennt dann weiter als Stecher, welche nach ihmgearbeitet haben: A- Brouwer (dieser ein gutesBildniß Leopold I.), P. Dupin, P. Lombart, C.Mathey, F. Poilly, P. van Schuppen, I. Schwei-zer und S. Thomassin. Ein Verzeichniß meinessei. Vaters führt von und nach vieren der Ge-brüder vaillant (A. B. Johann und W.) an die120. Blätter, und darunter fast die Hälfte ohneandern Namen als den ihrigen an; ungefähr 5 o.Gattungsblätter, alle übrigen Bildnisse.
vaillant (le). Dieser bekannte Reisende warein sehr guter Zeichner, was ihm bey seinen Wan.derungen wohl zu statten kam. Er wurde zu Pa-ramaribo in Amerika geboren; verließ 1760. mitseinen Eltern Surinam, und ging mit ihnen nachHolland u. Frankreich. Die gedoppelte Neigung zurNaturhistorie und zur Jagd waren es, die ihnvermochten, von 1780. an, Afrika zu bereisen.Sein Bildniß s. vorB. I. St. 2. derAllgcm.Geogr.Ephemeriden. Der ungenannte Stecher desselbenist C. Westermayr.
— — ( ). Im Almanach 6e Oommercs
äs Paris 1811. erscheinen zwey Künstler diesesNamens zum erstenmal; der Eine mit dem Epi-thel: le z'sune, beyde als keintres <le voiture.
vaillon d'Urseel ( ). hsach oder von
einem solchen kennt man ein Bildniß Gottfriedsvon Bouillon, Königes von Jerusalem.
* vailly oder wailly (de). Dieser ist ver-muthlich mit dem Carl Dervailly, so auch mitdem Deveilly oben in gegenwärtigen Zusätzen,und endlich mit einem ebenfalls oben, bald amSchlüsse des Art. I. p. s)igalle als dessenNeffe genannten Maler Dervailly, Alles Einerund Ebenderselbe. Wie der de vailly des Lex.hielt sich der Unsrige früher zu Paris auf, undetzke (gleich^ diesem und dem Carl Dervailly inunsern Zusätzen) etliche Blätter mit Vasen; undwie der Deveilly, ging er 1764. (was uns frey-lich für den Unsrigen zu früh dünkt) nach St. Pe-tersburg. Db er Carl oder Johann heiße, oderob diese beyden zwey verschiedene Entia seyen,ist ebenfalls ungewiß, da sich nämlich ein Bild-niß des Generals B. C. Grafen von Münnichfindet, welches E. Tchemesoff nach einem Joh.de (aber freylich nicht vailly, sondern velly ***)gestochen hat. Dann nennt der Katalog der Hand-zeichnungen des Prinzen Carl de Ligne vonBarrsch (S- 077-) eine vorzüglich schöne, ebenauch eines de vailly oder ve Wailly, welchener nun den Sohn eines Färbers von Amiens be-zeichnet, der um 1760. zu Paris geblühet habe,
«) Einige halten'ü für Vaillant's eigenes, andere für das Bildniß des Baumeisters und Dichters 2 ac« vanMyck, und soll von I. Verkoje gemalt seyn.
«'-H Rost VI. iZ9. neunt es irrig mit dem Grabstichel gefertigt,
-Key Was aber, bey der bekannten Ungenauheit der geivvhnren Kunstgeschichtsquellen, so gut wie — Nichtsbeträgt!