Band 
Zweyter Theil, welcher die Fortsetzung und Ergänzung des ersten enthält.
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1971
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Vagedes.

vagedes (Klemens August), nicht unwahr-scheinlich des Obigen Vater, geb. zu Münster um,760. Derselbe wiedmete sich anfänglich auf denHohen Schulen zu Münster und Bonn dem Stu-dium der Rechte, entschloß sich aber späterhin,seiner Neigung zur Architektur zu folgen. Als-dann kam er als Landbaumeister nach Dückeburg,und bildete in diesem Berufe seine vortrefflichenTalente immer mehr aus, starb aber, kaum einigedreyßig Jahre alt, 1796. Beweise seiner vorzüg-lichen Einsichten sind auch seine Aufsätze überArabesken, Zimmerverzierungen, GartemAnlagen,über den Geschmack in oer Baukunst, Säulen-styl u. s. f. die sich zerstreut in der Bibliothek d.Schön. Wissenschaften, in den Leipziger Gelehr-ten Anzeigen und in den Nachtragen zu Sulzer'sWörterbuchs befinden. Schlich regroll's Ne-krolog VI. Jahrg. I. B. S. 248—67.

* Vaggelli (Bartholomö), s. im Lex. denArt. M. Benzi's, seines Lehrmeisters.

* vagio (Franz). So soll Marolles zu-folge ein Kupferstecher heißen, welcher eine Trauer-feyerlichkeit nach Phil. Esengrenio gestochen habe.Doch dürfte derselbe leicht kein Anderer als Joh.Franz valegio oder valesi'o seyn.

* vagner ( ). So nennt Landon (?»v

ssZss et'I'ablcaux äs 6enre III. 28.) einen Fla-mändischen Maler, der in die Fußstapfen vonRuysdael getreten sey, aber freylich die Freyheitund Feinheit des Tons dieses letztem nicht erreichthabe. Mit alle dem aber gebühre ihm das Lobeines kräftigen Colorits, leichten Pinsels, undReinlichkeit in der Ausführung, so wie seinenZeichnungen ganzbesondersdaseinergeistreichenToc-cirung. Man habe viel nach ihm gestochen. Bio-graphisches (sagt Landon 1808.) über diesen Künst-ler sey ihm nichts bekannt; wahrscheinlich habeer noch vor wenig Jahren gelebt. Alles diesesbringt uns auf die fast sichere Vermuthung, daßhier von Niemand anders, als von dem 1767-in blühenden Jahren verstorbenen Joh. GeorgÜ)agner, einem Schüler von Dietrich, den schondas Lex. kennt, die Rede sey. Ein schönes Bildoder noch wahrscheinlicher eine Zeichnung von ihmaus dem Französischen Museum findet sich l. c.im Kleinen nachgebildet.

vagnucci (Franz). So heißt ein zu Anfangdes XVI. Jahrhunderts blühender Maler zu Assist,von welchem noch einige Bilder vorhanden seynsollen. Lll. ter?. II. i 3 c>.

* vajani (Alexander oder Horaz), ein Flo-rentinischer Künstler. Zu Mailand arbeitete er um1600. Daß derselbe, wie Grlandi glaubt, denältern Palma ersetzt habe, will Lanzi (Lck. terx.)IV. s 34 . nicht zugeben. Wohl sehe man von ihmin St. Carlo und St. Antonio zu Mailand ver-ständige und fieissige Arbeit, aber von mattemColorite, und mit einer Lichtbehandlung ungefährwie Roncalli's. Einmal befand er sich auch zuGenua I. c. Der VOinklersche Katalog läßt ihnnoch um i 65 o. zu Mailand blühn, nennt ihn ei-nen guten Zeichner und geschickten Etzer, undführt von ihm, als ein schönes Blatt, einen tod-ten Leichnam mit den Leidensinstrumenten an.Dagegen nennt eine andere unserer Quellen einenJohann den Täufer, der das Lamm liebkost, vonihm ziemlich leicht, aber doch etwas mittelmäßiggeetzt. Nach ihm, oder nach einem andern die-ses Namens dann, soll C. Audran zwey Allego-rien, die eine auf einen deutschen geistlichen Für-sten, die andere (unverständliche) mit einer Welt-kugel in der Mitte, und endlich noch eine Thesis,Mit der Inschrift: ^rcanis etc. geetzt haben.

Vaillant. 19^1

* VLjani (Anna Maria). In dem Werkeder Galerie Justiniani, wozu sie, nebst andernjungen Künstlern, unter Sandrarr's Aufsicht,gebraucht wurde, findet sich, neben Auderm, vonihr gestochen die Statue einer Pallas, und inP. Ferrari's Flora (16ZZ.) ein Geschirr mit einemsehr wohl geordneten Blumenstrauß. Ihr anmu-thiges Bildniß hat EI. Melan so zart gestochen,als wenn die Liebe ihm die Nadel geführt hätte.

— — (Sebastian). So heißt eine unsererQuellen einen Römischen Kupferstecher, von wel-chem man eine Verspottung Christi und eine H.Magdalena kenne.

* vaiblanr ( ). Einen solchen nennt

ein Kunstverzeichniß, ohne Weiteres, einen Ma-ler. Sollte nicht hier einer der nachfolgendenvaillanr's gemeint seyn?

* v aj eux, s. im Lex. den Art. Franz Goja's,seines Schülers.

* vaillant (Andreas). Von ihm führenRost VI. 142. und Andere lediglich zwey gectzteBildnisse: Eines Patriarchen von Aquileja, Aloy-sius Bevilacqua, und eines Gymnasium-Inspek-tors Schrader zu Berlin (1689.) an *); das erstevon Bernard, das zweyte von Jakob, seinennachfolgenden Brüdern gemalt.

* — — (Bernhard). Derselbe vertauschteden Pinsel mit der Reisfeder, und zeichnete seineBildnisse mit vieler Leichtigkeit. Frömmigkeit undSittlichkeit verschafften ihm und seinem Bruderwalleranr Diakons- (Vorstehers-) Stellen ander Kirche zu Rotterdam. Der Unsrige starbplötzlich auf einer Reise nach Leiden; sein To-desjahr ist unbekannt. Die colorirte Zeichnungeines Frauenkopfes von ihm fand sich noch 1810.in der Sammlung von paignon - Dijonval zuParis. Die von ihm selbst in Schwarzkunst ge-fertigten Blatter sind gewöhnlich mit ö. V. 1 °.bezeichnet. Descamps II. 386 -87. Rost VI.z-ji. u.a. führen etliche seiner Bildnisse, wie z. B. ei-nen Joh. von Spelt, nach F. Mieris, JohannLingelbach's, nach dem Ritter Schwarz **), dieübrigen nach eigner Erfindung, Rost dann auchzwey Brustbilder von St. Peter und St. Paulan. hstach ihm kennt man, neben Anderm, dasBildniß von Const. Hugenius von Blooteling inSchwarzkunst gebracht; andere Bildnisse von P.Dupin, C. Romstedr, u. s. f. Des Künstlers ei-genes hat I- F. Leonhard geschabt.

* — — (Jakob). Die Schilderbent zu Rom,wo er sich zwey Jahre aufhielt, gab ihm denNamen Lerche. Er starb in dem Ruf eines ge-schickten Geschichtsmalers 1691. Es war derChurbrandenburgische Gesandte im Haag, der in1672. seinen Ruf als Hofmaler nach Berlin ver-anlaßte. I-ercamx'x II. 4 » 6 . Mxc. In dem Mar-morsaale zu Potsdam steht ein großes Bild: Fried-rich Wilhelms Triumph, an welchem der Unsrigewahrscheinlich die Figuren, zumal die Köpfe, P.C. Leygeben aber das prächtige Beywesen gemalt.Hemecke II l. 6. u. 7. lIicolai. puhlmann(Beschr. d. Berliner-Galerie) S. 359 - nennt Ja-kobs Colorik zwar affektvoll, aber weder ange-nehm noch feurig , dagegen seine Composttion schönund groß gedacht. Nach ihm sollen Bernigeroth,I. F. Leonhard, I. Falk und Hainzelmann Bild-nisse, und W. Vaillant einen St. Hieconnmus ge-stochen haben. Sechs kleine Landschaften, beyP. Fürst in Nürnberg verlegt, schreiben Einigeunserm Jakob als Selbstetzer zu.

----- (Johann). Nach Frankfurt, wo erder Kunst entsagte, kam er um 1660. Hüsgeir

Druckfehler.

") Die Jahrszahl 1589. bey Rost l. c. ist somit ein

«-») Das Bildniß - Verzeichnis hinten am Ler. bezeichnet es irrig mit s. V-M-Mt x. der überall ein No,nens ist.