Band 
Zweyter Theil, welcher die Fortsetzung und Ergänzung des ersten enthält.
Seite
1983
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Valesio.

jhm die 20. Stöcke seyn, womit eine Ausgabevon Tasso's Jerusalem ( 4 °. paöova 628.) verziertworden. — Aach ihm gestochen haben K. Audran:Madonna mit dem Kind, das der Schlange denKopf zertritt; und St. Bernardin, vor einerGruppe allegorischer Figuren, darunter ein Kind,das ihm eine bedornte Rose und einen Zettelreicht, mit Vsrum a kalso beschrieben; dann 8.Coriolan eine Cleopatra, welche nachher zum Li-telkupfcr eines Trauerspiels dieses Namens vonDoktor Capponi bebraucht wurde, und ein Bild-„iß des Arztes A. Fracaffino.

valesio (Niclaus). Einen solchen, der sichtheils valegius, theils valesius geschrieben,nennt man irgendwo ebenfalls einen Kupferstecherund Kunsthändler. Gestochen habe er nach I. B.Fontana etwas Ungenanntes; mit seinen kormlsaber, ohne Angabe des Stechers, sey bezeichneteine H. Familie von T. Zuchero, und eine Ma-donna, mit der Rose in der Hand, die das ru-hende Kind betrachtet.

* — — s. auch valegio oben und im Lex.

valeso (H.). Von einem Kupferstecher diesesNamens kennt man ein Bildniß des Arztes Ul.Aldrovandini.

vakee (Ludwig). Ein solcher fertigte (1808.)treffliche Handzeichnungem

— und valetius, s. vallet im Lex.und hier.

* Valettas ). So heißt bey Dallawap.

I. 298. (wenn wir den Confusionsrath recht ver-stehen), ein Bildhauer aus Neapel, von dem sichetliche schöne Brustbilder in der PembrokischenSammlung zu Wilton befanden. Oder sollte hieretwa von dem la valette des Lex. die Rede seyn?

* valeus, s. valee im Lex. und hier.

valframbert ( ). Ein solcher stand

seit 1770. als Königl. Brücken- und Wege-In-genieur zu Bourdeaux in Diensten.

Kozmi.

valiere (der Herzog von), ein großer Kunst-liebhaber aus dem Jahrhundert Ludwig XIV. dereine Menge seltener Kunstmerkwürdigkeiten, zumalder ältesten Formschneider besaß. Einige dersel-ben nennt Heinecke in: p. 817. 472 u. 7Z.

* valk (Gerhard), Zeichner und Stecher mitdem Grabstichel und in schwarzer Kunst, geb. zuAmsterdam um 1626. war zuerst Bedienter vonBlooteling, der ihn die Gravur lehrte, und inder Folge seine Schwester heirathete. Mit jenemging er nach England, und kehrte nachwerts wie-der nach Holland zurück. Zu London arbeitete ereinige Zeit für David Loggan, und in Hollandhalf er Petern Schenk bey der Herausgabe sei-nes großen in i 683 . erschienenen Atlasses. In derKunst stand valk seinem Lehrer nicht nach. RostVI. 167—69. Von Blättern mit dem Grabstichelwerden dort als treffliche Bildnisse genannt: DieHerzogin von Mazarin, Hortensia von Mancini(1678.) und Cleonora Gwyn, Beyschläferin Carl

II. , diese als Schäferin mit einem — Lamme spie-

lend, beyde nach Lely; dann andere nach Costa,R. D. la Haye, Kneller und van der Werf; nachletzterm z. B- des Reformators M. Ducer. Dannvon Geschichtlichem: Merkur heißt die Calypso,den Ulyß reisen zu lassen, und: Opfer an denGartengott oder Tribut der Dankbarkeit, beydenach G- Lairesse; ferner ein —Bordel nachle Ducq,ohne dessen Namen, daher es bisweilen irrigRubens zugeeignet wird. Hienächst in Schwarz-kunst wieder etliche Bildnisse; wie z. B- P. Lely's,nach ihm selbst, und der Königin Maria vonEngland, bloß mit exc. bezeichnet. Dann

von Geschichtlichem in dieser Manier: David,

Valk oder Falk. igZZ

der Dathseba von seiner Altane betrachtet, mitt-lerweile eine Alte ihr einen Brief von ihm bringt,nach B. Graat, und Diana, welche die Schwan-gerschaft der Calypso entdeckt, nach F. le Moyne(dies für Boydell). Von Gattungsblättern: EinMädchen, das mit brennender Lampe durchs Fen-ster sieht, nach G. Douw; die Frau, welche Flöhesucht, nach M. van Musscher, u. s. f. Noch nenntein Verzeichnjß meines sel. Vaters andere, alsobige Meister, nach welchen der Unsrige gearbeitethabe; wie z. B- D. Beck, A. Boresum, Buytenweck,H. Carracci, Cooper, I. le Duc, G. Hoet, vanLoo, Mirevelt, C. L. Moyaert, A. Ostade, I.Percellis, R. Sanzio, Terburg, T. Vecelli, Ver-koste, wovon wir hier nur den gekrönten Saulnach Raphael, eine H. Familie nach Titian, undDiana mit ihren Nymphen, nach Carracci; dann(um valks verschiedene Gattungen zu bezeichnen)die vier Elemente, nach Buytenweck, Thiere nachBoresum, Schiffe nach Percellis, Reuter die voreinem Wirthshause trinken, nach I de Visscher,bemerken wollen. Basän, Gandellim und Hei-necke nennen Gerard irrig Georg. Auch seinerErfindung von N. Ruyter (1688.) gestochen wirdirgendwo eine Ruhe der Diana genannt. Ausneuern, von einem unserer Kunstfreunde erhalte-nen Notizzen erfahren wir in Betreff von valksVerbindung mit Schenk: Daß sie nach I. Iansisen's 168Z. erfolgtem Tode, seinen ganzen berühm-ten Kunstverlag an sich genommen. Derselbe be-stand bekanntlich vorzüglich aus Landkarten.Gregor,us Gedanken von Landkarren.8°. 718. S. 68. In Adeln ng's Landkartenund topographische Blatter der SächsischenLande. 8°.^ Meisten 796. S. 45 . heißt es, nochetwas umständlicher: Daß, nach des erstgedach-ken (Joh. Jansftn's) Tod, erwähnter Verlag andie Gesellschaft von Jansion-Waesberge, Mo-ses pitt, und Srephan Gwarr gekommen;und weiter S. 160. daß sodann Schenk undvalk denselben an sich gebracht halten. Letzterebeyde handelten aber nur wenige Jahre zusammen,worauf sie sich trennten. Gregorius I. 0. S. 84.urtheilt übrigens von des Valk selbst gefertigtenLandkarten, daß er sich mit ihnen eben keinenRuhm erworben, indem sie voller Fehler wären;dasjenige was ihnen Abgang verschaffte, sey seinden Franzosen abgelerntes Kunststück, die Kartengeschickt und schön zu illuminlren. Bey diesenAusfertigungen scheint ihm Leonhard valk —vielleicht sein Sohn — geholfen zn haben, dessenNamen man, gemeinschaftlich mit dem des Ge-rard , mehrmals als Verleger auf denselben an-trifft. Neben diesem, gab Gerard auch ansehn-liche Folgen von Prospekten; so z. B. rubrizirkman irgendwo von dergleichen: Vue5 et pergpec-tives cle stoc>, Honslarö^lc et Loestik etc.dann eben solche von der Stadt Eleve. Beyde,die zusammen 64. Blatt ausmachen, erschienen znAmsterdam 1690. in qu. Fol. Gerard lebte noch1719. zu Amsterdam, als in welchem Jahre ereine neue und zwar französische Auflage der Ku-pfer des Quellmus von dem Rathhause zu Am-sterdam ans Licht treten ließ. Außer den im Lex.und obengenannten Meistern, soll er auch nochnach folgenden gearbeitet haben: I. van Aachen,Carravaggio, I. B. Corneille, A. van Dyck, R.la Fage, I. Goeree, Hondecoeter, C. Netscher ,G> Reni, I. von Sandrart, A. Lurchi undWissing.

valk oder Falk (Hans), ein geschickter Hol-ländischer Giesser, den sich der Zaar in Moskauum , 635 . hielt. Von ihm spricht des A- Dlea-rius neue orientalische Reisrbeschreibung. Schleß-wig 1647. Fol. S. n 5 . wo man seine besondreErfindung im Stückgießen lobt: »Daß man, ver-mittelst derselben 16 Pfund Eisen mit 26 PfundPulver schießen kann , dadurch er in Holland sehrberühmt worden, wie dessen (im continuirkenMetterano) wassener gedenket."

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