Band 
Zweyter Theil, welcher die Fortsetzung und Ergänzung des ersten enthält.
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1989
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Valory.

valory ( ) So heißt bey Dallaway II.

,60. ein uns sonst ganz unbekannter Bildhauer,von welchem sich in der Westminster-Abtey zuLondon zwey Denkmäler, des Lord R. Männerals — Neptun, und die Statue der Lady CatharineWalpole, welche er zu Rsm, nach der berühm-ten Livia oder — Pudicitia in der Villa Mattelgefertigt hatte.

valperga, valperge, valpergage,auch walpergage (L.) Wir halten den erstenNamen für den richtigen; ein PiemontesischerKupferstecher zu Paris in der zweyten Hälfte desXVIII. Jahrh. Dort gab er, als valperga,zwey Blatter: ls Lorrection conzuAals undja Lorreatton maritsls, noch A. E. Gtibelin);dann als walpergage, nach I. S. du Plessis,das Bildniß Franz Arnaud's, Abts von Grand-Champ. Vielleicht war er auch bloß Kunstliebhaber,unv Eine Person mit dem Abbate valperga diLaluso, der, als Ehrenmitglied der Turiner-Kunstakademie, in dem: Olsriäano per In Sorte(16°. 1'orino 178g.) erscheint.

*valpuefta (Peter de), ein SpanischerMaler. Derselbe erhielt eine vortreffliche Erzie-hung, legte sich auf die Wissenschaften, gewannaber in Madrid, wohin sich seine Familie bege-ben hatte, die Künste so lieb, daß er die Schuledes Capes besuchte. Er besaß auch wirklich eingroßes Talent und übertraf alle seine Mitschülerdurch die Fähigkeit, sich den Styl seines Mei-sters anzueignen. Unerachtet er in der Folge, inden geistlichen Stand trat, auch die Würde einesLicenciado hatte, so versäumte er dennoch dieMahlerer nicht und brachte nur zu seinem Ver-gnügen viele vortreffliche Werke hervor. Dieschönsten darunter sind nebst dem im Lep. ange-führten Franziscus im Kloster dieses Heiligen,ein Bild in der Kirche von S. Miguel della Corte;sechs Vorstellungen aus dem Leben der heil. Clara,in dem Kloster dieses Namens, und zuletzt seinMeisterstück: Eine heil. Familie, in der Kirchedel Buensuceso. Fiorillo IV. 126—27.

valran (P.), ein Pariser - Kunstverleger, s.oben valleran.

vals (Georg). So wird bey Fiorillo III.171. ein Maler von Cöln zwar nur beyläufig ge-nannt, der eine Zeit lang zu Neapel lebte, unddoch nicht ohne Werth seyn konnte, da der großeClaudius Gelee sich zuerst nach ihm zu vervoll-kommnen suchte.

valser ( ) So heißt im Almanach 6n

Oomrnsres 6s Paris i8ri. ein damals dortlebender Bauten- und Wagenmaler.

Valvasor (Johann Weigard) Freiherr vonGallene und xJeudorf, Herr zu Wagenspergund Lichrenberg im Crain. Anfangs stand erin Kriegsdiensten, sodann wurde er Hauptmannim untern Viertel des Herzogthums Crain, undst. 169Z. 5 s- I- alt. Seine meiste Zeit brachteer mit literairischen Beschäftigungen zu und un-terhielt daher auch auf seinem Schlosse zu Wa-gensperg eine eigne Druckerey. Die Londoner-Akademie zählte ihn unter ihre Mitglieder.Iöcher.

* Valvasori (Gabriel). Derselbe war zuRom in dem Hause Colonna als Architekt bedien-stet. Nach Milizia (L6i2. tert.) II. 208. sollseine Facade des dortigen Poüastes Pamstli dasuon plus Ultra ausschweifenden Geschmackesseyn. Wir kennen von Phil. Dasconi, gr. qu.sol. radirt, 4 Blätter nach seiner Zeichnung; zweydavon enthalten die von ihm angegebnen Feyer-lichkeiten und Schaugerüste bey Abgabe des Zel-ters, von Neapel an den Pabst, in 1728. unddie andern beyden eben solches von -729. Wahr-scheinlich dieselben, welche anderwerts als Feuer,

Vanbree. 1939

werke in den beyden genannten Jahren rubri-cirt sind.

*valverde( ) Der Blätter dieses Ste-chers zu vesalius Anatomie, nach der vorkref-lichen Zeichnung von Jsh. von Calcar, jedochin verjüngtem Maaßstabe, sind risse. Valverdehat selbst über Anatomie geschrieben. Nsc.

vamenaus (Johann). Ein solcher fertigte1449. in der Marienkirche zu Neuruppin daskünstlich ausgearbeitete und zwiefach über einan-der gesetzten Gehäuse, worin die Laufe stehet.Mcolai.

vanrnion, s. unten vannsn.

* Vamps ( ). Nach ihm hat I. Daulle

eine Thesis, mit dem Bildnisse Franzen de Bag-lion de la Salle, Bischöfen von Arras, gestochen.

* van n. s. f. Mit dieser Vorstecksylbe fin-den sich in allen Französischen Kunstnachrichtenbald alle mit einer solchen versehenen NamenNiederländischer u. a. Künstler eingetragen; wasdann zu mannigfaltigen Verwirrungen die schönsteGelegenheit giebt, wie sich solches sofort zeigenwird.

va nasch ( ), ein in 1806. lebender Ma-

ler der Holländischen Schule.

vanasse ( ). Nach einem um 1760.

lebenden Maler dieses Namens führt, unsersWissens, der einzige Catalog von paignon-Dijonval zwey Blätter: 1 s laröinler st 1 »kruitisrs, ohne Namen des Stechers, bloßmit: sxc. an.

* v«nassen, s. Johann Walther narrAssen, im Lex. und oben.

vanberg (I.). Ein solcher etzte, nebenAnderm, nach M. I. V. Fouard, ein Blakt,welches die Belagerung und Einnahme der StadtAosta darstellt, ^sc.

*vanbloeme (Julius, Franz und Petevvan), s. Bloemen.

vanborren (Rol.). So nennt der einzigeBasan (L6. sec.) einen Kupferstecher, der eingroßes Dorffest (1611.) ziemlich mittelmäßiggeliefert habe.

vanbree ( ), ein um 1809. lebender

Geschichtsmaler zu Antwerpen. In der dortigenAugustiner-Kirche sah' man von ihm ein großesAltarblatt, welches die Laufe des H.^ Augustindarstellt; dann ein 24^ breites sehr schönes, undmit großer historischer Kenntniß gefertigtes Bilddes Abschieds Regulus von seiner Familie vorseinek Rückkehr nach Carthago. Auch beschäf-tigte er sich damals, aus höherm Auftrage, mitder innern Verzierung des neu erbauten Antwer-pischen Theaters, wozu er eine Folge von aus-gesuchten Auftritten aus den vorzüglichsten altenund neuen tragischen und komischen Schauspiel-dichtern gewählt, und solche mit großer Geniali-tät und Leichtigkeit componict hatte. Tübing.Morgenb. 1809. II. 862. u. 56 . Nicht un-wahrscheinlich von keinem andern van Lree,als von ihm, der jetzt in Paris wohnte, sah'man auf dem dortigen Salon 1817. verschiede-nes wohl sehr Angenehmes: Die Werkstatte desBlumenmalers Dandael; die Königin Bianca,die es übel aufnimmt, daß, während ihremSchlummer, eine Hofdame ihren Sohn (nachma-maligen Ludwig den Heiligen) an ihre Brustlegt; Maria von Medjcis, die ihrem Sohn (Lud-wig XIII.) das Bild von Rubens erklärt, dasunter dem Namen Niederkunft der Königin be-kannt ist; die Gemahlin Ludwig XV. als einjähriges Kind, wie sie bey der Flucht ihres vonden Sachsen verfolgten Vaters (Stanisla's) in