Band 
Zweyter Theil, welcher die Fortsetzung und Ergänzung des ersten enthält.
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1988
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1989 Vallin.

bender Gattungsmaler. Nach ihm oder eineiüandern Künstler dieses Geschlechts (oder etwanach der oben angeführten Mademoiselle vallain?)hat Gautier, oder ein Ungenannter in dessen Ver-lage 1808. das Bildniß des Neapolitanischen Oku-listen Forlenze, (Oocteur LinrurAien-Oculiste et«jes etsblissemens 6e bienkaisancs so I'Lmpirerran^sis) in Farben gestochen. Der Reber-sche Gankatalog (llasle 1809. p- 26.) führt vonihm eine (herrlich genannte) Copie der Sündflukhvon Poussin, auf Leinwand, und Reimer's(St. Petersburg II. S. 563 .) ein anderes Bild,im Besitze des dortigen Grafen Scheremetjev,an. S. auch den gleich ff. Art.

vallin ( ). So nennt der pausanias

Francais S. 429. einen Landschaftsmaler, derauf dem Salon zu Paris 1806. eine Landschaft,mit einer Dianenjagd staffirt, ausgestellt hatte.Ob derselbe etwa mit dem vorstehenden vallinEine Person sey, ist uns unbekannt. Von demunsrigen und jenem Bilde nun heißt es I. c. „H.vallin könnte den ersten Rang unter den Malernseiner Gattung behaupten, wenn er mehr studie-ren, und weniger malen würde. Das gegenwär-tige Bild verdient indessen Auszeichnung. DieFernen sind von reicher und romantischer (?)Wirkung. Der Himmel ist der Gegend würdig,und so auch der Göttin, die ihn eben verlassenhat. Er gleicht (?) einem Mondschein; ist dießein Fehler, oder eine Schönheit? Immer ist erprächtig, und ordentlich begeisternd. Der Vor-gründ ist etwas künstlich (ksctioe) und nicht nachbloßer Praktik; die Figuren könnten richtiger ge-zeichnet seyn." Dieser Künstler lebte noch 1817.und sah man von ihm auf dem Pariser-Salondesselben Jahrs Mannigfaltiges.- Drey Landschaf-ten, zwey mit Grabmälern historischer Personen,die dritte mit Virgilifchen Hirten, die im Gesangwetteifern; dann: Den nachdenkenden Greis;hauptsächlich aber das zeitgemäße: MichaudsNachkommen, die den Geburtstag Heinrich IV..mit dem Huhn im Topfe feyern, da eines ihrerKinder ihnen die Rückkehr Ludwig XVIII. ankün-digen, und — weisse Bänder bringt.

vallis ( ). So heißt bey Dallaway I.

los. Note 1. ein Englischer Mathematiker, demder Baumeister Christoph wren zum Theil diedamals ganz neue Idee einer als Teppich gemaltenDecke für das Sheldon'sche Theater zu verdan-ken hatte. Der dießfällige Plan ist gegenwärtigim Museum der Königl. Societät zu London auf-bewahrt.

vallo oder valle (Baptist della). Man be-nennt ihn als den ersten, der über die neuereKriegsbaukunst schrieb. Sein Werk ist betitelt:II Vallo, erschien zu Venedig i 52 .)., dann auchi 53 g. und i 564 - Der zrveyre hierin, war unserAlb. Dürer 1627. der aber von des vallo Werkkeine Kenntniß hatte. Baptist war ein Neapo-litaner von Denafro, ging in Kriegsdienste,wurde Capitain bey dem Herzog von Urbino, undst. i65o.

vallois (Niclaus), ein Bildhauer diesesNamens aus Paris, ward 1780. in Dienste desLandgrafen von Hessen-Cassel aufgenommen, underscheint noch in solchen Eigenschaften in demHessen-Casselschen Sraarskalender auf1785..

— — s. auch unten valois.

vallorsa ( ), ein Bruder des Malers

Cyprian vallorsa des Ley. übte die Kupferste-cherkunst. H«astr/o.

vallory (von) Ludwigsritter, ein Ingenieur,lebte 1728. zu Quesnoy, als Direktor über die

Valori.

Französischen Festungswerke in Flandern. Ob erderselbe mit dem Nachfolgenden sey, ist uns un-bekannt.

* vallory (der Ritter von). In demKönigl. Französischen Kabinette befanden sich 26.Blätter von ihm; darunter eine türkische Damedie spatzieren geht, nach Watteau. Die Plattenwurden durch seinen Kammerdiener, der sie reini-gen wollte, zugrundgerichtet. Der Almanachroysl von 1779. führt ihn noch unter den Ehren-mitgliedern der Pariser Kunstakademie auf; erlebte noch 1789. wie wir denken zu Paris.SaE Lö. See. Sein Bruder war FranzösischerGesandter in Rußland. S. auch den gleich vor-hergehenden Artikel.

— — s. auch unten valori und valory.

vallst ( - ) Architektur - Pensionnair zuRom, sandte 1809. an das Institut mehrereStudien, wie z. B. das Gesims vom Tempeldes Antonins und der Faustina, vom Porticusdes Pantheons, desgleichen von der innern Ord-nung und dem Anfang des Details vom Coli,seum. Nach ihm findet sich der Plan, Durch-schnitt und Aufriß einer Nationalschule der schö-nen Künste (womit er 1808. einen Preiß gewon-nen hatte) in den: Oianäs ?rix ä'^rchitectursvon Detournelle, Heft III. No. 2. LeuIII. publ.

vallnzzo ( ) ein Künstler, der 1 3 ^ 9 - bey

dem Bau des Doms zu Orvieto bediensiet war,und ohne weiteres erscheint in: Ltoria 8. vuomoäi Orvieto p. 281.

valmoscia (Johann di Francesco de) vonComo; ein Steinmetz der i/iä8. ebenfalls beydem Dombaue zu Orvieto angenommen wurde.Ltoria ö. Ouomo äi Orvieto. p. Zog.

valogny (Chevalier de) So nennt, unsersWissens, der einzige Katalog Paignon-Drjonvaleinen französischen Kunstdilettanten, der, theilsnach eigner Erfindung kleine Landschaften, dannnach Berghem eine abgelöste Schildwache, nachWatteau das Studium einer weiblichen Figur,nach Boucher den Milikair der mit einem Mäd-chen schön thut, den Knaben und das Mädchen,die junge Vögel im Korn finden, u. s. f. geetzkhabe.

valois (Ambrosius). So heißt bey/iorilloIV. 268. ohne Weiteres, ein Spanischer Maler,Zeitgenosse von A. Cano (st. 1667.)

— — ( ) Ein anderer Spanischer Maler

dieses Geschlechts war Schüler von S. Marti-ne; (st. 1667.), scheint aber zu keinem besondernRuf gelangt zu seyn, und fällt überhaupt in dieZeit des über Hand nehmenden manierirten Ge-schmacks in seinem Vaterland. Fiorillo IV. 292.

— — ( ) So heißt auch ein juuger Bild-

hauer von Paris, Schüler von Chaudet, derin 1808. den zweyten Preis des National-Insti-tuts zu Paris davon getragen. Spätherhin aufdem Salon 1817. sah' man von ihm verschiedeneBrustbilder: Des Königes, der Herzpgin vonAngouleme, seines Lehrers Chaudet; dann einerGräfin, mit dem (wohl klugen) Zusätze: Vostumsobll§6; und endlich: Die Medicin, ein—Kin-dergrupp, das, als Basrelief in Marmor aus-geführt werden, und den Brunn auf dem Be-stille-Platze (?) verzieren soll.

valori (H. de) zu Paris. Ein solcher, obselbst ausübender Künstler, ist uns unbekannt,arbeitete um 1812. an einem Gedicht über dieSculptur. Proben davon sah man im Moni-reur desselben Jahrs, unterm 20. Apr. Der(auch oben genannte) Ritter vallory des Lex.dürfte der llnsrige denn doch kaum mehr seyn.