Vangorp.
vangorp( ), einem Künstler von dem man(i8oj.) in der Sammlung des Grafen Schere-metjev zu St. Petersburg ein Gemählde fand.Reimers Sr. Petersburg II. 365 .
vanhaecken (Arnold). Nach der Zeich-nung eines solchen hat G. King einiges gesto-chen in dem Buche rks Hrt ok Osncln^ b/Lellom Tomlinson. Lo-rcio-r 1/35. gr. 4"«
* Vanhove s. Hove im Lex. und hier.
* vanhuden, s. im Lex. und unten vanÜben.
vanhupsum, s. Huysum im Lex. und obenin diesen Zusätzen.
* vanlaes, s. im Lex. und oben van Laar.
vanlangren (Peter). Von einem solchenkennt man, ohne weiter» Namen als den (eini-gen, das Bildniß Carl Maignard's, Herrn deBernieres, Parlemenks-Präsidenten von Rouen.S. oben die auch hieher gehörigen Schlussanmerk.beym Art. vanclempure.
vanlanker ( ). So heißt im Tübing.
Morgenblarr 180g. II. 853 . ein damals nochlebender reicher Kunstliebhaber zu Antwerpen,„der ehedem selbst sehr hübsche Landschaftenmalte, die er aber, mit großer Bescheidenheit,in seinem Katalog, bloß als Versuche eines un-genannten Liebhabers aufzählt, und in seinerSammlung als bloße Lückenbüsser aufweis't".
vanloo (Ämadeus). Einen 1730. zu Parisgebornen Maler dieses berühmten Künstlerge-schlechts nennt, unsers Wissens, der einzigeCatalog von Paignon-Dk'jonval, unterscheidetihn ausdrücklich, von dem (i 5 . I. früher gebor-nen) nachfolgenden Carl Amadeus Philipp *),und führt nach ihm ein in 1767. von G. F.Schmidt gestochenes Bildniß Friedrich HeinrichLudwigs, Prinzen von Preußen an, was unsvermuthen laßt, daß er ein uns bisher unbe-kannter (sechster) Sohn von dem unten ff. Ioh.Baptist vanloo gewesen sey.
— — (Cäsar) Sohn des nachfolgenden
Carl Andreas, studirte in Italien, und lebte1786. zu Rom, wo er sich durch zwey Gemäldebekannt machte, welche die Nacht und die Mor-genröthe darstellen. Alsdann ging er nach Pariszurück, wurde Mitglied der Akademie, und lie-ferte zum Salon 1800. drey Bilder, woruntervorzüglich eines: Winterlandschaft, mit demSchloß Mont de Calier bey Turin, staffirt, Auf-merksamkeit verdiente. In diesem Fache soll er(wie Fiorille III. 024. bemerkt) die größte Stärkebesitzen, und Alles, was man bisher darin ver-sucht hat, übertreffen haben. Bey dem ConcoursGeneral von 1801. erhielt er für die Ruinen einerGothischen Kirche den Preis von i 5 uo. Fr. Aufdem Salon vom I. 1802. sah' man von ihmnicht minder als neun Bilder, darunter dreyWinter und zwey andere Schneestücke (doch wohlaus gleicher Iahrszeit); in i 8 o 3 . abermals meh-rere und besonders einen ersten? Schnee vollWahrheit, blouv. lies -^rts I. 26. II. 83 . IV-r8. Einige Nachrichten von ihm geben die Ne-mans stelle belle arti II. 206. Im Journal6e Lommerce sts Paris 1811. erscheint er wie-der unter der Rubrik der damals dort lebendenLandschafts- Marinen- und Architekturmaler.Auch Lands» (Annal. II. 32.) bemerkt, daßihm die Jury mehrmals den Preis zuerkannt habe.
Vanloo. 199z
Im pausam'as Lran^aks S. 441 — 45 . heißt esindessen von ihm: » Die Bilder dieser Künstlerssind fast alle ziemlich wohl componirt; aber seineToccirung ist überhaupt plump und eintönig;Baume, Figuren, Boden, Lüste scheinen alle mitgleichen P.inselhieben gemalt. Seine Gattung(wenn es je eine solche heißen kann) sind Schnee-landschaften; aber wer Eine gesehen, hat siealle gesehn. In 1806. stellte er eines aus, dasim Catalog mit: Erster Herbstschnee rubricirtist. Sollte der Schnee etwa auch seine Blüthe-zeit (sa primsur) haben? Der Künstler wolltedamit einen Mondschein verbinden, was ihm aberübel gelang. Besser waren auf gleichem Salonsein Sonnenuntergang, und die Einsiedeler,welche letztere ich von Weitem für ein Werk vonGranat hielt", u. s. f. Er lebte noch 1817.In seinen Herbstschnee war er so verliebt, daßer ihn, oder doch einen Bruder gleichen Lauf-namens, auf dem Salon erwähnten Jahrs neuer-dings ausstellte; dann aber, als Gegenstück, ein— Feuerwerk auf St. Angelo zu Rom. Gesto-chen hat F. Aubert ein schönes Aquatinta-Blatt(wovon auch colorirte Drücke zu haben), nacheinem von ihm i 8 o 5 . gefertigten Bilde, wo ineiner italienischen Gegend bey Mondschein einaltes massives Gebäude brennt.
* vanloo (Carl). Nach einem solchen (deraber wahrscheinlich kein Anderer, als einer dergleich nachfolgenden Larl Amadeus Philippoder Carl Andreas ist) hat F. S. Ravenet einBlatt: Mars und Venus gestochen.
* — — (Carl Amadeus Philipp), geb. um1780. (3. b. 1716.) wie wir glaubten ältester(s.K., ich glaube irrig, der dritte) Sohn desnachfolgenden Johann Baptist'«, und Schülerdesselben sowohl, als seines gleich nachstehndenOheims, Carl'« Andreas. DerUnsrige, welcherim Lex. unter dem Namen seines Vaters erscheint,machte sich bald so berühmt, daß ihm der Königvon Preußen, Friedrich II. nach dem Tode seinesHofmalers Pesne, die Stelle desselben übergab.Dieser (übrigens der Mittelmäßigste unter allenvanloo's) hat dennoch zahlreiche Werke hinter-lassen, welche vornehmlich zn Sanssoucy undPotsdam aufbehalten werden. Die bemerkens-werthesten sind: Die Geschichte der Portia, unddas Opfer der Jphigenia **). „Die Compositiondieses Bildes" (heißt es bey Fiorillo III. 522.)„ist tadellos; das Colorit aber beleidigt durchgrelle Farbencontraste, welche dem Auge keinenRuhepunkt verstatten". Auch Oesterreich (S.62.) sagt davon: Die Composition sey reich;allein das Colorit nicht entwickelt (?) und ohneWirkung; und von der Portia (l, c. S. 65 .):„Beynahe ganze Figur, in natürlicher Größe;in dem Kopfe viel Wahrheit des Charakters; dieZeichnung sehr schön". Noch nennt er, alsPendant (?) der Jphigenia: Eine Art (?) Schulevon Athen. Beyde standen in den sogenanntenZimmern der Prinzessin Heinrich zu Potsdam.Ferner malte er im dortigen Theater das Decken-stück, und im großen Marmorsaale daselbst dieApothese des Churfürsten Friederich Wilhelm.„In dieser Arbeit" (meint Oesterreich l. c.S. 7g.) »herrsche viel Genie". Dann fertigteer sechs Cartons mit der Fabel von Amor undPsyche, die von einem gewissen vigne in derHautelice-Fabrik zu Potsdam ausgeführt wurden,und gegenwärtig einen Saal schmücken. NachLiorillo (I. c.) wäre das schönste davon: Psy-che, wie sie den Amor beym Fackelscheine be-
*) Ein Irrthum kn den Geburtsjahren, und überhaupt in dieser Sinderung des Amadeus von dem nach vl-genden Carl Amadeus Philipp ist übrigens imnier noch möglich. So eignet z. B. einer unserer Freundedas Bildniß Prinz Friederich Heinrichs eben diesem letzter« ru.
2 K) Dieses letztere nicht mit demjenigen ru verwechseln, welches sein nachstehender Oheim, tarl Andreas, füreben diesen Monarchen (-755,) verfertigte, wovon der Marqm'S dÄrgens (lliswirs äs lespru iiumninxii. 161. st r«q.) eine ausführliche Beschreibung giebt.
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